Bericht: Ein Spechtelneuling beobachtet

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Erbse

Aktives Mitglied
Hallo allerseits.

Vor etwa 3 Wochen bekam ich mein erstes Teleskop geliefert, ein TS 130 / 1000 Newton auf einer Astro3. Mitgeliefert waren noch 2 Okulare Plössel 10mm und 25mm.

Das Teleskop steht bei meinen Eltern im Haus, da diese auf dem Land wohnen, ich selbst lebe mitten in Mannheim.
So musste ich etwa 3 Wochen warten bis sowohl Wetter gut war, als auch der Terminkalender frei. Dieses Wochenende konnte ich endlich nach den Sternen schauen.

Beobachtungsstandort war mitten auf dem Land in etwa 800m Höhe.
Nördlich war es völlig dunkel, östlich Lag direkt ein 500 Seelen Dorf.
Im Süden und Westen erleuchteten etwa 10 km entfehrnte Städte den Himmel deutlich.

Donnerstag->Freitag: First Light
Habe mir dazu eine Sternenkarte um 24Uhr über den ganzen Himmel ausgedruckt und dann mit Bleistift kreuzchen gemacht wo ein paar Messier Objekte zu finden sind.

Als erstes wollte ich Mars betrachten. Hell strahlt er am Himmel. Doch am Okular kam die ernüchterung. Der gute strahlte so hell, dass ich nichts ausser einer weißen Scheibe mit gewissen rot/orange anteil erkennen konnte.
Bei gelegenheit muss ich mal nen Graufilter kaufen. Wieviel % abdunklung brauche ich? Habe mal so an 75% gedacht. Vielleicht sollte ich auch eine Barlow kaufen.

Als nächstes Nahm ich mir die Plejaden vor, da diese in der nähe des Mars bereits hell funkelten. Diese boten ein wunderbares Bild. Ich hatte mir noch weitere Objekte markiert, die aber alle um das Sternbild Cassiopaia lagen, und somit gerade im Zenit standen. Leider musste ich feststellen, dass ich mit dem Teleskop nicht senkrecht schauen kann. So schweifte ich noch eine weile ziellos in der Milchstrasse umher. Im Osten fand ich später einen hellen offenen Sternhaufen im Milchstrassenband, dessen Name mir aber nicht bekannt war. Schliesslich baute ich das Teleskop ab.

Freitag->Samstag
Mit deutlich mehr Objekten auf der Sternenkarte bewaffnet und mehrern Ausdrucken für verschiedene Uhrzeiten machte ich mich auf den Weg.

Zunächst wollte ich das Teleskop mit Hilfe eines Sternes kollimieren. Nach der einnordung bot sich der Polarstern geradezu an. Doch so leicht war das nicht. Nachdem ich etwa mehr als eine halbe Stunde rumgemacht hatte musste ich feststellen, dass die einstellung schlechter war als zuvor. Also liess ich es sein, denn ich wollte Sterne beobachten.

Zunächst wendete ich mich an das Sternbild Cassiopaia, das noch nicht so hoch stand. Mit blossem Auge leicht zu erkennen, war es durch das Teleskop schwer zu sagen, welcher Stern da gerade im Okular leuchtet. Leider konnte ich das in dem gewimmel nicht sicher feststellen. Also zog ich in diesem Bereich umher.

H&Chi hatte ich recht bald gefunden und waren sehr beeindruckend. Nicht so viele Sterne wie auf manchen Fotos aber doch recht viele.

Die Andromeda Galaxie
war leicht zu finden, bin geradezu drüber gestolpert. Die Ansicht war sowohl überwältigend, aber auch eine Ernüchterung. Überwältigend, weil da eine ganze Galaxie lag, die noch größer als die Milchstraße ist, aber ernüchternd da nur ein nebliges Band ohne jede Details. Die Nachbargalaxien konnte ich nicht entdecken.

Nun wollte ich nochmals die Plejaden sehen und begutachtete auch Details im 10mm Okular. Auch versuchte ich mich nochmals an Mars, aber der leuchtete wieder viel zu kräftig.

Samstag->Sonntag
Aus den Vortagen hatte ich gelernt. Noch mehr Karten mit noch mehr Objekten. Ausserdem startete ich meine Beobachtung heute erst um 24Uhr, ich hatte Ziele im Gepäck, die erst spät zu sehen waren.
Auch hatte ich das Teleskop im warmen Zimmer Kollimiert. Am Vortag war ich erfolglos gescheitert, als ich dies am Porlarstern machen wollte, in der Wohnugn war dies erfolgreich nach 5 Minuten erledigt. Werde ab nun immer zuhause kollimieren und dann das Teleskop super vorsichtig zum Beobachtungsort transportieren.

Zunächst bin ich aber an verschiedenen Nebeln gescheitert. Sowohl Nordamerika Nebel als auch M57 in der Leier blieben unsichtbar.
Dafür lernte ich neue Sternbilder kennen.

Also nochmal Andromeda.
Ruhig lag die Galaxie im Raum wie am vortag, aber seitlich war ein Stern, der irgentwie neblig aussah. Nach längerem beobachten mit beiden Okularen bin ich mir sicher, das muss die Nachbargalaxie M110 sein. Die kugelige Nachbargalaxie M32 aber wollte sich nicht zeigen, zumindest konnte ich sie nicht indentifizieren.

Inzwischen war Orion aufgegangen.
An Beteiigeuze machte ich mich endlich daran das Sucherfernrohr korrekt auszurichten, was mir im gegensatz zum Vortag auch gelang.

Der Orion Nebel
M42 und M43 boten einen imposanten Anblick. Ich meinte sogar grobe Strukturen zu erkennen in diesem Nebel der grau gefärbt war.

Nun wollte ich einen Kugelsternhaufen sehen, auf Bildern haben mich diese Dinger stark beeindruckt. Doch leider fand ich auch diesmal nichts, vermutlich weil ich wieder nur Übersichtskarten ausgedruckt hatte.

Die Zeit war vorangeschritten, Inzwischen wars 2.30, jetzt kam einer der specials auf die ich mich besonders freute.

Vesta
Dieser Felsbrocken hatte es mir angetan. Am Nachmittag war mir klar, ich wollte unbedingt einen Asteroiden sehen, und Vesta sollte mit 7.7mag der hellste sein.
2 Karten hatte ich ausgedruckt. Beide mit 10° Sichtfeld.
Die Erste zeigte den Bereich mit Objekten bis 9mag, die andere die ich eigentlich nur aus Spass ausdruckte bis 10.5mag.
Nachdem ich delta Gemini angepeilt hatte war mir sofort klar, dass ich die Karte mit 9mag sofort wegschmeissen konnte. Ein massives Gewimmel von Objekten.
Langsam hangelte ich mich von Stern zu Stern und da sah ich ganz schwach ein paar Objekte, die noch nichtmal auf meiner Karte aufgedruckt waren.
Als ich endlich den Asteriod in der Bildmitte hatte, war das ein unglaublcihes Gefühl. Dieser winzige Brocken, jenseits des Mars, ich hatte ihn für mich entdeckt.
Ich weis nicht wie lange ich diesen Punkt beobachtet habe, aber ich denke sicher 20 Minuten. Dabei ist es nur ein Punkt am Himmel. Hatte nie gedacht, dass ein Felsblock so eine Faszination ausüben kann.

Zum Abschluss Saturn
Auch der war leicht zu finden und die Ringe waren im 25mm bereits deutlich vom Planeten getrennt. Im 10mm ein super Anblick, allerdings flimmerte er, da er noch über dem kleinen Dorf im Osten stand.

So jetzt ist erst mal wieder Schluss mit beobachten, mein Terminkalender hat erst wieder um Weihnachten eine Lücke.
Auch heute abend scheint es wieder eine super Nacht zu geben, doch leider fährt mein Zug bald, so dass ich heute nicht raus kann.

Folgendes habe ich mir noch überlegt. Ich brauche einen Graufilter, aber wieviel % Abdunklung. Ein Filter für Nebel wäre auch nicht schlecht, aber welcher? Zumal an meinem Beobachtungsort Kunstlicht ein eher kleines Problem sein sollte.
Brauche ich eine Barlow?
Ausserdem sollte ich genauere Karten für alle zu beobachtetende Objekte ausdrucken.
Ich glaube den Sinn eines Beobachtungsbuches zu verstehen und will auch eines beginnen. Ich frage mich nur, welche Daten ich da alles aufnehmen sollte und wie ich das am besten Strukturiere.

Klarer Himmel, Hendrik
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Erbse,

hold Dir stat nem Graufilter ein gutes 5mm-Okular -zB Baader Eudiascopic - das ist ein scharfes Planetenokular mit noch gutem Einblick für 5mm, dann hast Du mit 200x eine saubere Planetenvergrößerung für Deinen 5-Zöller und der Mars ist nicht mehr so hell. Ich denke, ein Graufilter ist eher kontraproduktiv...

Viele Grüße

Markus


____________________________________________________

Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
____________________________________________________

DANUBIA - [COLOR="1070FF"]OBSERVATORIUM[/color]

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de
 
Hallo Erbse (sehr einfallsreich),

Im Osten fand ich später einen hellen offenen Sternhaufen im Milchstrassenband, dessen Name mir aber nicht bekannt war.
wenn du versuchen würdest das Feld genauer zu beschreiben, könnte man ihn vielleicht ausfindig machen. Hast du, als du den Haufen im Okular hast, mal durch den Sucher gesehen oder zum Himmel aufgeschaut. Wenn du wüsstest, wo du dich befunden hast, könnte man es so rauskriegen.

Für deinen ersten Beobachtungsbericht liest er sich gut. Schön, dass dich Vesta so fasziniert hat. Persönlich hab ich mich noch nicht an einem Asteroiden versucht. Der Saturn stand noch sicher tief und daher war der Ringplanet ordentlich vom Seeing angegriffen.

CS
Gruß - Nico
 
@Lotz
So ein Baader Eudiascopic klingt ja sehr verlockend, aber dann würde ich mir ja ein Okular kaufen, das fast so teuer ist wie das Teleskop selber. Als Student habe ich nur ein sehr enges Budget, daher gilt bei mir die Devise: most bang for the buck.

@blue_scape
Wegen dem Sternhaufen, ich kann mich nur erinnern, dass er etwa im Milchstrassenband war und etwa 40 bis 60° über dem Boden in Richtung Osten. War ne recht auffällige dichte Sammlung von ähnlich hellen Sternen, vielleicht 20 auffälige Sterne, und ein paar deutlich dunklere dazwischen, die haben aber wohl nicht dazugehört...
Bin eher ziellos umhergefahren...

@Antares
Deine Seite gefällt mir sehr, hab dort schon viel gelesen, das Kapitel über die Montierung sollte ich wohl nochmals genauer betrachten.
Ein anderes Problem ist dass ich das Sucherfehrnrohr im Zenit, oder vielmehr in Zenitnähe, kaum benutzen kann, ohne mich akrobatisch zu verbiegen... möglicherweise mach ich da auch was falsch.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Bei Mars ist sicher die geringe Vergrößerung das Problem, wie Lotz schon sagte. Als günstige Alternative zu dem 5mm Okular gäbe es noch eine Barlow zur Brennweitenverlängerung, so dass du mit deinem 10mm Okular die doppelte Vergrößerung erzielen kannst.
 
(...1.:)
Als erstes wollte ich Mars betrachten. Hell strahlt er am Himmel. Doch am Okular kam die ernüchterung. Der gute strahlte so hell, dass ich nichts ausser einer weißen Scheibe mit gewissen rot/orange anteil erkennen konnte.
Bei gelegenheit muss ich mal nen Graufilter kaufen. Wieviel % abdunklung brauche ich? Habe mal so an 75% gedacht. Vielleicht sollte ich auch eine Barlow kaufen.

(...2.:)
Zunächst wendete ich mich an das Sternbild Cassiopaia, das noch nicht so hoch stand. Mit blossem Auge leicht zu erkennen, war es durch das Teleskop schwer zu sagen, welcher Stern da gerade im Okular leuchtet. Leider konnte ich das in dem gewimmel nicht sicher feststellen. Also zog ich in diesem Bereich umher.

(...3.:)
Die Andromeda Galaxie
war leicht zu finden, bin geradezu drüber gestolpert. Die Ansicht war sowohl überwältigend, aber auch eine Ernüchterung. Überwältigend, weil da eine ganze Galaxie lag, die noch größer als die Milchstraße ist, aber ernüchternd da nur ein nebliges Band ohne jede Details. Die Nachbargalaxien konnte ich nicht entdecken.

(...4.:)
Zunächst bin ich aber an verschiedenen Nebeln gescheitert. Sowohl Nordamerika Nebel als auch M57 in der Leier blieben unsichtbar.
Dafür lernte ich neue Sternbilder kennen.

(...5.:)
Nun wollte ich einen Kugelsternhaufen sehen, auf Bildern haben mich diese Dinger stark beeindruckt. Doch leider fand ich auch diesmal nichts, vermutlich weil ich wieder nur Übersichtskarten ausgedruckt hatte.

(...6.:)
Folgendes habe ich mir noch überlegt. Ich brauche einen Graufilter, aber wieviel % Abdunklung. Ein Filter für Nebel wäre auch nicht schlecht, aber welcher? Zumal an meinem Beobachtungsort Kunstlicht ein eher kleines Problem sein sollte.
Brauche ich eine Barlow?
Ausserdem sollte ich genauere Karten für alle zu beobachtetende Objekte ausdrucken.
Ich glaube den Sinn eines Beobachtungsbuches zu verstehen und will auch eines beginnen. Ich frage mich nur, welche Daten ich da alles aufnehmen sollte und wie ich das am besten Strukturiere.

Ciao,
ein paar Anmerkungen:
1. Du brauchst für Mars recht hohe Vergrösserung, ausserdem SEHR ruhige Luft (hoch gelegen, keine flackernden Sterne !) + SEHR gute Optik. Wahrscheinlich ist die Optik nicht so herausragendgut, dass Du viel auf Mars sehen kannst. Mars ist eigentlich recht enttäusched, wenn man die Bilder gewöhnt ist ... ! Leider.

2. Du solltest Dir unbedingt (!) einen Sucher anschaffen: Am besten 8x50 oder Telrad.

3. Du kannst die beiden Begleiter auf jeden Fall sehen mit einem D=130mm Teleskop. Mal genauer schauen ! MAch Dir klar wie gross Dein Gesichtsfeld ist bei den Okularen (einen Stern am Äquator durchlaufen lassen ohne Nachführung und die Zeit messen: 1min = 0.25 Grad = 15 arcmin), dann kannst Du Dich auch bessere orientieren.

4. M57 ist relativ klein + schwach, müsstest Du aber finden können mit einer guten Karte. Nordamerika braucht einen Filter (am besten für Dich UHC-Filter !), oder einen wirklich SEHR dunklen Himmel UND ein Grosses Gesichtsfeld (der Nebel hat 2.5 Grad Durchmesser !).

5. M13 probieren, früh am Abend, ist aber in D=130mm nicht wirklich berauschend. Wirst ihn aber als nebliges Felckchen sicher sehen können !

6. Barlow, nur wenn's sein muss - Du hast ja schon 100x Vergrösserung (10mm Okular) - die Bildqualität wird SEHR wahrscheinlich NICHT besser werden bei 10mm Okular + Barlow !! Ich würde EHER empfehlen ein längerbrennweitiges Okular zu kaufen - damit ist die Orientierung einafcher, weil deas Gesichtsfeld viel grösser ist. Das hier ist sicher nicht übel:
TS SP 32 32mm - multivergütet 52° 49,-
http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Okular125/okular125.htm#TSSP
-Bei zuviel Licht (erstmal behelfsweise) einfach die Vordersite des Teleskops abblenden (Stück Pappe, verlierst allerdings Auflösung - nur bei Planeten essentiell).
-Solltest auch unbedingt einen UHC-Filter anschaffen (lohnt sich wirklich - insbesondere bei etwas Lichtverschmutzung !) für Emissionsnebel ! Z.B. den hier:
AS UHC 1 UHC Schmalbandfilter für 1,25" 99,-
http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Filter/filter.htm#Astronomik
-Karten am besten am Computer: http://www.stargazing.net/astropc/ (umsonst + schon sehr sehr gut). Hast Du den 'Karkoschka: Atlas für Himmelsbeobachter (sehr empfehlenswert - bei www.amazon.de mal SUCHE anwerfen !).

-Ansonsten Hilfe + Kontakte zu anderen Leuten beim Heidelberger Astrostammtisch.
http://de.groups.yahoo.com/group/astro-hd/
Trifft sich jeden Fr zu Neumond, diesmal:
-----------
Am Freitag, 4.11. treffen wir uns um 19h im Planetarium Mannheim.
Das Programm "Einsteins Universum" beginnt um 19:30h.
Danach gehts dann zum Thai.
Ist das Wetter lt. Vorhersage gut, können wir am Donnerstag noch nach
Wilhelmsfeld zur Marsbeobachtung umswitchen.
-----------------

Und letztlich: Auch mal wert zu probieren: M27 im Cygnus !

Viel Spass noch + schöne Grüsse aus HD,
Peter

PS: Die vielen Links zu TS bedeuten nicht, dass ich von TS 'bezahlt' werde oder dass Du unbedingt dort kaufen solltest !!! :-). Kauf gerne woanders, nur bei TS finde ich mich eben recht schnell auf der Webseite zurecht ... Das ist alles. :-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo

@Martin
Ich denke über die Barlow nach, aber möglicherweise ist es tatsächlich langfristig die bessere Wahl auf ein gescheites Planetenokular zu sparen. Es eilt nicht, also denke ich mal drüber nach.

@Peter
Danke für die detailierte Antwort.
2.)
Ein 6*30 war bereits dabei... ich war am Freitag->Samstag nur unfähig den korrekt auszurichten.
Am Samstag->Sonntag hatte ich das Teil dann halbwegs ordentlich ausgerichtet.
Bleibt nur noch das Problem mit der akrobatik bei sehr hohen Objekten.
3.)
Am Samstag->Sonntag hatte ich ja eine der Nachbargalaxien entdeckt und diese als M110 gehalten, aber inzwischen bin ich mir doch nicht mehr so sicher, ob es doch M32 war. Auf den Bildern scheint M32 ziemlich nah an M31 zu sein, aber bei mir war da eine Lücke. Vielleicht war die Lücke aber nur deshalb da, weil der Himmel zu hell war... ich hab die Galaxien schon mal für die nächste Beobachtung vorgemerkt

4.) 5.)
Ich bin Optimist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

6.) Jetzt habe ich gerade 3 Abende beobachtet. Werde wohl erst mal schauen was mit meiner aktuellen Optik geht. Der UHC Filter scheint mir sinnvoll, ansonsten möchte ich es vermeiden mit viel Geld bessere Ergebnisse zu erzwingen. Ich denk mal drüber nach.

Mal schauen, eventuell komme ich am Stammtisch vorbei, obwohl das Partyleben eines Studenten am Wochenende wenig Lücken lässt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

@Zonk
Danke für den Link. Benutze zur Zeit CalSky mit dem ich äußerst zufrieden bin.
 
M31, M32, M110: In deinem kleinen Teleskop siehst du nur den hellen Kern von M31, daraus ergibt sich dann die Lücke zu M32 - die Galaxie kann man übrigens leicht mit einem Stern verwechseln, wenn man nicht genau hinguckt. M110 ist recht schwach - kann gut sein, dass du die in deinem Teleskop übersehen hast.

Thomas
 
Dann hab ich wohl M32 gesehen. Ein Stern war es sicher nicht, habs mit beiden Okularen genau betrachtet.
Daraus folgt, dass ich M110 wohl ein ganzes Stück weiter entfehrnt suchen muss.
 
Hallo Hendrik!


Falls wenig Geld: Mars beobachten könnte auch mit Sonnenbrille
einigermassen funktionieren. Habe am Anfang auch mit Farbfolien hantiert,
also eigentlich Klarsichtmappen...


M57 sollte schon in einem Fernglas als sternähnliches Objekt zu finden sein.
Ich weiss, er ist am Anfang nicht sehr leicht zu finden.
Mit 40x wirst du ihn kaum erkennen.
Würde so vorgehen:
Mit dem Sucher zwischen die beiden Sternen Beta und Delta fahren, etwas
näher bei Beta (Achtung: Umkehrung durch Newton... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.
M57 ist dann noch kaum zu sehen. Suche nach einem ganz leicht
verwaschenen "Stern". Hast du ihn, musst du vergrössern!

Aber ich habe ihn jeweils immer "blind* gefunden, mit etwas Rumfahren,
geht auch.



Vergleiche nicht mit Fotos! Gibt nur Frust, ehrlich. Mit Fotos vergleichen
kann man erst und nur zum Teil ab 20 cm unter bestem Alpenhimmel.
Habe gemerkt, dass die Fotos nicht immer besser sind. Zum Beispiel
M 42 ist visuell viel schöner.



Die Andromeda-Galaxie... ich gucke auch mit 30 cm nicht nach Details
(ausser NGC 206). Ich glaube, da zählt tatsächlich einfach der Gesamteindruck.
Und den finde ich schon im 16 x 70 Fernglas sehr sehenswert. Ist einfach
von uns aus gesehen die grösste aller Galaxien.


Den Nordamerika Nebel habe ich in 11 Jahren nie mit einem Instrument
*sicher* gesehen. Aber von Auge schon, unter sehr dunklem Himmel.


Vielleicht nützt dir meine "Auswahlliste für Einsteiger" etwas. Ich habe
200 Deep Sky Objekte nach den Sternbildern und der Helligkeit aufgelistet.
Dieser Link führt dich zum Tread "Amalia's 200" - dann musst zum Ende des
Threads gehen. In einem meiner letzten Beiträge steht klein und grün
"Attachment".
(etwas kompliziert beschrieben, aber irgendwann ist die neue Version 16
unterwegs, und so findest du sicher die neuste).
http://www.cloudynights.com/ubbthreads/s...5/o/all/fpart/1

Ich habe darauf geachtet, dass von allem etwas dabei ist, von Doppelsternen
bis Dunkelnebel, über Galaxien etc. etc.


Eine Barlow haben die meisten von uns. Ich glaube aber, dass viele (auch ich)
den Fehler begehen, bei der Barlow zu sparen. Lohnt sich nicht. Eine Barlow
benötigt man am Anfang, um Okulare zu ersetzen. Nachher um Nächte mit
tollem Seeing auszunützen...
Ich habe meine billige Meade "apo" Barlow keine 20 mal benutzt, in ca. 9 Jahren.
Mit meinen guten Barlows gucke ich heute schon einiges häufiger.
Mit deinem 10mm hast du schon 100x, also mit einer 2x Barlow = 200x.
Dürfte nur selten einzusetzen sein. Aber wenn... habe mit 200x mit dem 114mm
Epsilon Lyrae Doppel-Doppel getrennt (Vierfachstern). Habe ich bis heute nicht
vergessen - obwohl unterdessen mehrere Male gesehen.

Aber ich würde auch Peters Rat befolgen: Ein 32mm Okular bringt dir
mehr - Andromeda wird danken!




Zur Zeit einfachster aufzufindender Kugelsternhaufen: M15 Pegasus


Nebst Peter's wirklich "empfehlenswerter Empfehlung" Karkoschka würde ich
auch an den Deep Sky Reiseführer von Stoyan denken. Der richtet
sich an kleinere Teleskope, ist dennoch anspruchsvoll und noch lange
verwendbar.


Ich staune, was du schon alles entdeckt hast! Stark! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/appl.gif" alt="" />

Amalia


P.S. Telrad ist eine gute Sache - falls er nicht drin liegt, übe doch
dem Teleskop entlang zu zielen. Mit etwas anfänglichem Üben fand
ich dann alles recht schnell.
 
@Amalia
Danke für die vielen Tips.
M57 nur so groß wie ein Stern bei 40x ? Dann hab ich mir den zu groß vorgestellt.
Deine Liste ist sehr interesannt, ach, wenn ich doch jetzt spechteln könnte.
Da war in jenem thread noch n Link zur List of List bei SEDS, die finde ich sehr spannend.
Ich glaube meine Liste der Dinge, die ich sehen will ist länger, als was man in einem Jahr schaft, wenn man täglich beobachtet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Habe hier auf A.de die Beobachtungsberichte der ersten 20Seiten durchgeblättert, da kam auch viel zusammen.

@Peter
@blue_scape
Werde den Karkoschka dann mal holen,
auf das ich nie fertig werde mit dem beobachten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Klarer Himmel, Hendrik
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich sehe jetzt erst diesen thread,
ich habe einen Beobachtungsbericht, besser einen Bericht über meine Gedanken beim Beobachten schon in einen anderen thread gestellt
(ist das ein herrlicher abend)
aber hier findet er vielleicht mehr aufmerksamkeit und Zustimmung oder Kritik, deshalb eine Kopie:

So, es war wieder ein herrlicher Abend, konzentriert auf eine knappe Stunde, als es einen dunklen, klaren Himmel draußen gab. Und Mars hat alles überstrahlt!

Die meisten von euch werden es nicht verstehen, daß ich gar kein Fernrohr mit fotoausrüstung haben möchte.
Warum nicht?
Ich sehe mir oft bilder von Amateuren an in Zeitschriften oder im Web, auch hier, das von Rolf Hofners Mars zum Beispiel, ich nehme zur Kenntnis, wievel Zeit er investiert hat,wieviel technisches Geschick und apparativer aufwand dazu nötig, wieviel Zeit dann auch zum Nachbearbeiten. Selbst mache ich keine astronomischen Bilder....

selbstkritisch gesehen bin ich ein Schmarotzer, ich habe diese Bilder von anderen vor Augen, wenn ich mir, wie vorhin, den funkelnden Mars ansehe.
Oder vielleicht doch nicht?
Die Spechtler, die solche bilder machen, haben vielleicht, wenn sie ihr Werk betrachten, die Hubble bilder vor augen, oder die MEX bilder, oder die Landschaftsfotos und Detaillaufnahmen der Rover.
Oder hat manch einer vielleicht den inneren Blick dafür verloren, weil er sich zusehr auf das Gefummel mit der Kontrastverstärkung und den Frames und der Filterung.......konzentriert?

Wer ist der bessere Amateurastronom?

fragt Heidrun
 
Hallo Heidrun
So, es war wieder ein herrlicher Abend, konzentriert auf eine knappe Stunde, als es einen dunklen, klaren Himmel draußen gab. Und Mars hat alles überstrahlt!
Ein klarer Himmel ist immer ein Grund zur Freude, nicht nur wegen des Spechtelns.
Die meisten von euch werden es nicht verstehen, daß ich gar kein Fernrohr mit fotoausrüstung haben möchte.
Warum nicht?
Ich weiss nicht, wie Du allgemein zu Fotos stehst, aber als Digitalkamerabesitzer muss ich sagen, ich mache andauernd Fotos, im täglichen Leben, im Urlaub, sonstwo, um mich später zu Erinnern, was ich gesehen habe.
Warum sollte man nicht auch ein paar Bilder machen, die man betrachten kann, wenns mal wieder nen Monat voll Wolken gibt.
Zunächst habe ich aber auch nur vor visuell zu beobachten, weil so bekomm ich doch am meisten mit.
Irgentwann werde ich auch mal meine Digicam ans Teleskop hängen.
Ich sehe mir oft bilder von Amateuren an in Zeitschriften oder im Web, auch hier, das von Rolf Hofners Mars zum Beispiel, ich nehme zur Kenntnis, wievel Zeit er investiert hat,wieviel technisches Geschick und apparativer aufwand dazu nötig, wieviel Zeit dann auch zum Nachbearbeiten. Selbst mache ich keine astronomischen Bilder....
Jeder soll das tun und lassen, was sie/er mag, solange es niemand anderen Schadet. Ein Grundsatz, den ich übrigens für alle Bereiche des Lebens für gültig halte.
selbstkritisch gesehen bin ich ein Schmarotzer, ich habe diese Bilder von anderen vor Augen, wenn ich mir, wie vorhin, den funkelnden Mars ansehe.
Oder vielleicht doch nicht?
Die Spechtler, die solche bilder machen, haben vielleicht, wenn sie ihr Werk betrachten, die Hubble bilder vor augen, oder die MEX bilder, oder die Landschaftsfotos und Detaillaufnahmen der Rover.
Oder hat manch einer vielleicht den inneren Blick dafür verloren, weil er sich zusehr auf das Gefummel mit der Kontrastverstärkung und den Frames und der Filterung.......konzentriert?

Wer ist der bessere Amateurastronom?

fragt Heidrun
Denk doch nicht so negativ. Erfreu Dich am Himmel. Ein bischen sportlicher Ehrgeiz darf da gerne dabei sein.

Klarer Himmel, Hendrik
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben