Beschlagen der Okulare

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astrojan

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Hallo Forum,

da ich gestern Abend wieder mit dem Problem der beschlagenden Okulare beim Fernglas gekämpft habe wollte ich mal fragen ob ihr das so auch kennt und was ihr dagegen macht.

Das Problem tritt vor allem bei der Zenitbeobachtung auf (liege dann im Liegestuhl): Durch die Wärme/Feuchtigkeit der Augen, und den "Tunnel" der durch die Augenmuscheln gebildet wird beschlagen mir bereits nach 30 Sekunden die Okulare. Das ist insbesondere jetzt in der Wintermonaten schlimm, und eben bei der Zenitbeobachtung. Beobachte ich auf 45 Grad Höhe oder weniger strömt die Körperwärme an den Okularen vorbei und sie tauen nicht zu. Das Problem ist meiner Erfahrung nach nicht bei allen Ferngläsern gleich schlimm, manche sind anfälliger dafür als andere.
Beim Teleskop habe ich das Problem nicht, da man durch den 90 Grad Zenitspiegel ja meist "von oben" ins Okular hinein schaut, und die Körperwärme vom Okular weg strömt und nicht hinein.
Mund und Nase hatte ich testweise sogar abgedeckt um ein versehentliches Ausatmen und ein damit ausgelöstes Beschlagen der Okulare auszuschließen.

Kennt ihr das Problem, und wenn ja was macht ihr dagegen?

Grüße,

Jan
 
Hallo Jan,
das ist eben das Manko der geradsichtigen Ferngläser, egal, welcher Preislage. Besser sind da 45°, vom Komfort eher 90°, also Spiegel bzw. Prismen. Nur hast du dann wieder Gesichtsfeldbeschränkungen. Ein gut konstruiertes 90°-Bino ist nicht für'n Appel und 'n Ei zu bekommen, macht aber viel Spaß!
Nur hast du dann nicht mehr das kompakte Fernglas, alles auf einmal geht leider nicht.
Gruß
Achim
 
Hallo Jan,

das Problem kenne ich nur zu gut. Wie schnell die Okulare beschlagen hängt nicht nur vom Wetter sondern auch stark von der persönlichen Verfassung ab. Wenn ich noch kurz vor dem Beobachten Sport gemacht, geduscht oder gar sauniert habe ist es schlimm; auch "tränen" die Augen nicht immer gleich viel.

Etwas Abhilfe schafft das Umklappen der Augenmuscheln. Hier sind Ferngläser mit den neuzeitlichen, eigentlich schöneren, verschiebbaren Augenmuscheln im Nachteil. Wenn ich dann für einige Sekunden vom Okular abrücke sehe ich auch wieder etwas.

In Grenzen tritt das Problem übrigens auch bei Okularen am Fernrohr oder Bino mit Winkeleinblick auf wenn die Okularmuscheln sehr dicht schliesen.

CS Gerhard (Sterngucker Frankenberg)
 
Zitat von Schmitti:
Etwas Abhilfe schafft das Umklappen der Augenmuscheln. Hier sind Ferngläser mit den neuzeitlichen, eigentlich schöneren, verschiebbaren Augenmuscheln im Nachteil.
Hallo Gerhard, wieso? Beim Zeiss Victory lässt sich die Augenmuschel stufig einfahren. Das mache ich, wenn Gefahr besteht, dass die Okulare beschlagen könnten. Dabei neige ich den Kopf etwas nach unten und lege die Augenmuschel nur an den Brauen an, so dass der Augenabstand gewahrt bleibt. Da entsteht ein genügend großer Freiraum, wo die Luft durchstreichen kann.
Das verhindert bei mir ziemlich zuverlässig das Beschlagen.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hay,

das ding kenne ich auch..
da ist ein fernglas mit weitwinkelokularen ganz gut, sodass
man etwas vom okular weg ist.
-kann man denn wie auch auf schwimmbrillen bekannt, mit einem
mittel gegen beschlagen auf die okulare aufbringen?
das sollte eigentl.kein problem darstellen..

grüßle..
 
Hallo,

na das ist ja wenigstens ein Trost das es nicht nur mir so geht ;)

Habe auch schon versucht die Augenmuscheln ganz einzufahren und dann das Fernglas etwas vom Gesicht weg zu halten (soweit es der Pupillenabstand eben erlaubt), aber auch hier sind die Okulare nach kurzer Zeit beschlagen. Scheint es wohl kein Patentrezept zu geben.
Ein Mittel gegen das Beschlagen auf die Okluare aufzutragen halte ich für keine gute Idee ;)

Mit dem jetzt kommenden Frühling sollte sich das Problem ja auch für die nächsten Monate auflösen.

Grüße,

Jan
 
Hallo Jan.

Und ich dachte schon ich sei der Einzige......
Bei mir hilft 2-3 minütiges Anwärmen der Okularfassungen per Hand, allerdings muss ich diese Prozedur dann alle 10-15 Minuten wiederholen. Oder ich drehe das Glas so in den Wind dass die Okular-Linsen frontal anbeblasen werden; ist es nicht zu feucht und der Wind stark genug verschwindet der Beschlag (machmal). Ich musste aber auch schon öfter als einmal einfach abbrechen weil nichts mehr ging.

Viel Glück, Jürgen.
 
Hallo Jan,
ich beobachte mit CZJ-Ferngläsern, die ja traditionell einen geringen Augenabstand haben. Und ja, ich kenne das Problem auch. Ich selbst halte beim Beobachten meist die Luft an (kein Wunder, was ich so sehe, ist ja auch atemberaubend), allerdings ist das wohl nicht die Lösung...

Im Ernst, ich verwende einen kleinen handbetriebenen Blasebalg, um beschlagene Okulare wieder gebrauchen zu können. Funktioniert eigentlich ganz gut. Ein Fön wäre sicherlich noch besser...

cs
Kay
 
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