Besitzer eines größeren Dobsons in/um Bremen

Laniakea

Neues Mitglied
Moin zusammen,

ich spiele mit dem Gedanken, mir ein Dobsonteleskop ab etwa 10 Zoll zu kaufen. Nun habe ich noch nie ein größeres live gesehen und würde mir gerne mal die tatsächliche Größe, bzw. das Handling anschauen. Gibt es im näheren Umkreis von Bremen Hobbyastronomen mit einem entsprechenden Dobson (gerne auch deutlich über 12 Zoll), bei denen ich mal vorbeischauen könnte?

Viele Grüße
 
Wenn Du nicht nur nach 'Bremen' fragen würdest, sondern thematisch zum Dob-Beobachten allgemein ... - dann könnte man Dir ja weitere Tipps / Hinweise zu Dobsons geben... ?!

Wären die Fragen vorher:
- Welche Vorerfahrung hast Du im Beobachten ?
- wie gut ist Dein Beobachtungs-Himmel typischerweise in mag/sq.arcsec ? ( LPM )
- kannst Du mit Auto transportieren...?
- Was für Okulare hast Du bereits ?
- was sind Dein most wanted Beobachtungsziele ?
Ich schätze ja, dass jemand, der sich Laniakea nennt auch Galaxien sehen will, oder... ?! ;)

Das Handling eines Dobs ist super, wenn man es (dann mal) zu schätzen weiss. 10" sind noch ein recht guter Kompromiss zwischen 'Genug Sehen' und 'guter Transportabilität'. Ein Freund hat sich am Anfang einen 10" gekauft, hier FYI ein Bericht über 3 gemeinsame Nächte Intro-Beobachtungen (unter passablem Himmel und mit erstklassigem Fremdenführer natürlich :LOL:):

Hilfreich wäre evtl. auch das hier:

Ansonsten bieten sich natürlich einfach Teleskoptreffen zum Anfassen und Quatschen an ! Die sind (u.a.) genau dafür da...
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Peter, ich bin noch ziemlich neu in der Astronomie und habe mir aufgrund meiner Großstadtlage ein 127 Maksutov gekauft, mit dem ich auch zufrieden bin. Nun habe ich jedoch gemerkt, dass ich doch regelmäßig raus fahre für einen besseren Himmel (Laut Karte etwa 21.27 mag/arcsec oder bei sehr guter Prognose weiter draußen bei etwa 21.71mag/arcsec). Daher kam jetzt doch ziemlich schnell der Wunsch nach einem größeren Dobson auf. Das mit den Galaxien hast du sehr gut erkannt! :sneaky:

Die Transportgröße ist ziemlich egal, da ich immer mit nem Kombi unterwegs bin. Okulare würde ich mir dementsprechend kaufen. Aktuell habe ich zwei Redlines von Svbony, 6mm und 20mm sowie ein einfaches 32mm von Celestron und ganz neu das Mark IV Zoom von Baader, mit dem ich sehr zufrieden bin. Als Ergänzung zu einem größeren Dob würde ich mir wahrscheinlich noch das 36mm Hyperion Aspheric 2" von Baader kaufen.

Wahrscheinlich schaue ich dann einfach mal bei den Teleskoptreffen. Danke schon mal für die Hinweise!
 
Moin,
ich bin aus Bremen und habe eine 10" Newton, der allerdings für die Fotografie optimiert ist, also nicht als Dobson montiert ist.
Um sich einen Eindruck von der Größe des Tubus zu verschaffen taugt er allerdings schon.
Wahrscheinlich schaue ich dann einfach mal bei den Teleskoptreffen.
Das ist eine gute Gelegenheit und hier bietet sich z.B. das Treffen am Hohen Berg bei Syke an, zu dem, gutes Wetter vorausgesetzt, auch Besitzer von größeren Tekleskopen aus der Umgebung kommen. Des weiteren gibt es im Nachbarforum eine gute Übersicht über die Treffen wie z.B. dem Frühjahrstreffen in Neu Göhren.
Viele Grüße
Roland
 
Hi,

ohne jetzt auf ein etwaiges Gerät (ca. 20 Zoll) speziell einzugehen drei allgemeine Hinweise:

- Es kann nicht schaden, wenn man in der Lage ist, das große Gerät ganz alleine und notfalls auch im (fast) Dunklen aufzubauen.
- Ein etwaig geplantes Teleskop in dieser Größe sollte so ausgelegt sein, dass man es in max. 20-30 Minuten voll einsatzfähig + justiert am Beobachtungsort nach einer gewissen „Trainingsphase“ verwenden kann.
- Das Setup sollte so gewählt werden, dass das Teleskop bei leichten Luftbewegungen noch stabil ist und man mindestens 200-300x vergrößern kann.

Allein die Erfüllung dieser drei Kriterien, aus langjähriger Praxis gewonnen, hilft schon einmal bei der Auswahl in Frage kommender Setups. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi

nur in Stichpunkten:

- 10" f/5 Newton Dobson ist ein hervorragendes DSO Instrument und ist absolut anzuraten mit Deinem Setting !
(auf lange Dauer, auch für Langfristiges Beobachten, selbst wenn Du schon ein grösseres T. hast irgendwann mal...)

Konkrete Modelle bitte Kollegen fragen, ICS 10" Galaxy - siehe aus dem bericht oben - war immer gut, jedoch nicht mehr erhältlich, gebraucht !?). Der OAZ MUSS 2" sein und mit 1:10 Feinverstellung. Sorry, aber Nein, eher KEIN kein grösseres (erstmal) ! - weil: Komplexität (Objekt-Suche, Transport, Gewicht) wächst (z.T. weit) überproportional, 'Seh-Gewinn' jedoch nur SEHR LANGSAM (logarithmisch) !
Lies das hier
- Telrad als 'Sucher' (Vorteil: Skala am Himmel)
- Suche mit Starhopping oder (frag nach) Celestron StarSense (mit App)
- evtl. RACI Sucher 50mm (nicht unbedingt nötig, wenn UWW Okulare, s.u.)
- UWW 82° Okulare von Explore Scientific (diese sind noch recht preis-wert, kommen mit f/5...f/4 gut aus, am Dob SEHR empfehlenswert wegen der Feldgrösse) Deine bisherigen Okulare gehen BISHER natürlich an f/10...f/12+, ABER: nicht so gut bei f/4...f/5 ! Sehr empfehlenswert das ES82° 30mm ! - Okular-Budget insgesamt: ca 1200-1500 Euro (ja das ist viel, aber langfristig das richtige Investment)
Bei genug Geld auch: XWA HDC Serie 20mm (und kürzer)
Konkret diese Okular-Specs + Stepping: eyes4skies - article

- Sehr gute Karten Software: eyes4skies - guide
sicher auch gut: Cartes du Ciel (PC), oder Apps SkySafari / Interstellarum PLUS

Hier findest Du Essentielles über visuelles DSO Beobachten:

Teleskoptreffen: unbedingt !

Good luck,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Unbekanter Neuer

An einem Dobson solte man viel freude daran haben, volltubus, Leichtbau, oder Gitterrohr Dobson, sind alle ab 10 zoll schnell aufgebaut, danach bis 16zoll und mehr gewicht, können echt schwer sein, denke da an Fahrzeug...
Mein tip Teleskop Treffen und Sternwarten Besuchen....aber auch bei Anbietern vorbei Schauen, nicht einfach ein Größeres oder ein Großes Teleskop Kaufen weil man eines möchte, lass dir dazu Zeit.

Manfred
 
Hi und willkommen,

das Du das Live ansehen magst, sehe ich als guten Ansatz zur Entscheidungsfindung.
Das Zielbild "deutlich größer als 12" läßt mich glauben, dass Du ggf. auch diese Größe in Betracht ziehst.
Ob weit über 10 oder 12 Zoll so gut ist, da habe ich Zweifel.
Dobson ist nicht gleich Dobson, und in der Größe weit über 12" kann man durchaus einiges an Themen haben,
mit denen man als Wenigerfahrener an Grenzen kommen kann.

Ich würde auf maximal 12" f/5 zu Start gehen. Hier kannst Du vom bekannten 10er recht gut ableiten, wie das mit dem 12er sein kann.
Mit f/5 bist Du noch im Bereich wo man gut ohne Komakorrektor leben kann.
Mit 2" OAZ - Untersetzung ist sicher kein Luxus - kann das Gerät
- richtig gebaut unter 20 % obstruiert sein - Planetengerät
- mit Topokularen rd. 2 Grad Feld sprich Großfeld
- mit Topoptik und Okularen 400-500 fach
- ein sehr nachhaltiger Begleiter sein und viel Freude machen, weil auch Gewicht und Transport nicht so extrem sind.
- etwa 2 mag mehr Grenzgröße als der 5" bietet, was astronomisch eine Welt ist. Da sind zigtausend DS-Objekte drin.

Zu Bedenken gebe ich
- Deine Okularsammlung und die Anschaffung eines weiteren Hyperion wird einem guten Gerät nur bedingt gerecht und ist
mit entsprechender Erwartung eher Zwischenlösung oder direkt komplett auszutauschen. Hierfür und für Filter ist man, auch ohne das es Televue Ethos werden, final im Bereich von gut 2000 EUR ggf auch mehr. Dies wird mit mehr Öffnung immer mehr zu einem "Muß", weil das Öffnungsverhältnis immer schneller wird. Das erhöht die Okularforderung hinsichtlich Eignung und dem Gesichtsfeld.
Dann kommen zudem ggf. Zusatzkosten wie Paracor oder Sips und Co dazu.
- Das Thema Justage wird ein festes Thema und mit Größe und kleinem f/ aufwendiger.

Das sind 15cm f5 vs. 32 cm f/5

Auch wenn die eigentliche Frage nach den Möglichkeiten von mir nicht gelöst werden kann, hoffe ich der Beitrag kann als Anregung doch Gewinn bringen.
Viel Erfolg
 
Hallo zusammen, nochmal vielen Dank für die ganzen Hinweise!

ich habe mir das alles mal als Kriterium genommen und es ist jetzt ein Celestron Starsense Explorer 10" Dobson geworden!
Da bin ich wirklich gespannt bezüglich der Mehrleistung gegenüber meines 127 Mak.

Die 82er Serie von ES behalte ich im Blick. Ich habe auch viel gutes über die Morpheus von Baader gehört, wobei die leider nur bis 17mm gehen.
Was spricht gegen das Hyperion Aspheric 36? Die allgemeine Qualität? Ich dachte mir, dass es mit der großen Brennweite und 72 Grad recht gut geeignet ist für Übersicht und größere Objekte.

Ist denn ein 1:10 Okularauszug nachrüstbar? Das erscheint mir möglicherweise schon sinnvoll irgendwann.
 
Hi
gratuliere, ein 10er ist eine deutliche Steigerung. Hubblebilder gibt es aber nicht. Visuelle Deepskybeobachtung ist nicht mit Bildern zu vergleichen. Das vorweg.

Die ES 82Grad - nicht LER - gibt es in 2" - die sind sehr gut- und in 1,25" die sind gut.
Morpheus, haben zwar eine gute Abbildung, sind aber vom Einblick her nicht einheitlich in der Serie. Deswegen ist eine Pauschalempfehlung nicht angebracht.
Im 1 zu 1 Vergleichstest mit den ES 82 Grad waren meine/unsere Schlussfolgerungen, dass die Sternabbildung übers Feld bei f/5 sehr ähnlich im Niveau ist. Das Gesichtsfeldplus der ES erkennt man beim ersten Einblick erst mal nicht. Beim Einblick sehe ich die ES vorn
und vor allem beim Preis.
Wenn Morpheuspreise je Okular im Budget sind, dann die schwarzen XWA mit 100 und 110 Grad.

Das Hyperion 36 ist ein gutes Okjular, aber Du hast f/4,7 bestellt. Das ergibt fast 8 mm Austrittspupille - Dicke des Lichtstrahls der das Okular verläßt. Wenn Deine Pupille kleiner ist, bestrahlt ein Teil des Lichtstrahls vom Okular Dein Gesicht und ist verloren.
Für Geräte wie das bestellte, mit schnellem f/ ist 36mm Brennweite nicht geeignet. Je nach Himmelsgüte wäre hier vermutlich 24 bis max 30mm zu wählen. Aber die Okularsuche sollten wir separat in einem neuen Thread behandeln.
Erst mal CS
 
Ich denke das Teleskop sollte recht gut sein. Kein 1:10 OAZ kann man verkraften, besser wäre es aber schon gewesen...

Jetzt beobachte doch einfach erstmal mit Deinen bisherigen Okularen.
Aber wie gesagt, keine solchen mehr weiterkaufen, sondern langfristigere Bessere (die schnelle Öffnungszahlen verkraften N=4-5, also f/4...f/5).

Das Hyp36 schon gar nicht, wie Antares gerade erklärt hat. Das passt nicht zum Teleskop aus physikalischen Gründen ! Hier solltest Du Dich auch mal selber schlau machen, wie man das alles berechnet etc... ;)

Ich persönlich würde zielen auf (5 Stück, Endkonfiguration):
- 30mm ES82° (hat annähernd die Quali des 3x so teueren Nagler 31mm 82°) - für Maximalfeld (also Übersicht + grosse Objekte !)
- 20mm XWA HDC (mehrere verschiedene Namen für das gleiche Produkt) - für 'beste' AP
- ES82° alle anderen Brennweiten: 11, 6.7, 4.7mm (oder wenn Du was besseres (!) weisst...)
- evtl. eine 2x Barlow für 4.7mm/2 (AP=0.5mm, Maximalvergrösserung), das ist aber recht selten von Nutzen, kann man auch weglassen
(insbesondere wenn man eher GX anschauen will)

Denk noch an
- EmissionsLinien-Nebelfilter in 2", jeweils 200 Euro: UHC, OIII, evtl. Hbeta - für Gasnebel
- Laser mit 45° Fenster - zum Justieren
- evtl. noch Astrosolar Sonnenfilterfolie (Baader)

Dann braucht man eigentlich nix mehr für 15 Jahre... ;)

SEHR WICHTIG:
Dunkler Himmel ist entscheidend, insbesondere für GX !

NOCH wichtiger:
Die Erfahrung verändert das Sehen !!! Also: Lange auf einem Objekt bleiben, und alle Vergrösserungen durchprobieren, ggf. auch Filter. Das letzte aus der eigenen Wahrnehmung rausholen. vDSO ist EBEN NICHT wie Bilder am Computer ansehen !!!! Es ist ein aktiver Prozess, bei dem man sich konzentrieren und anstrengen muss. Ggf kannste hier mal lesen:

Zum Thema GX beobachten evtl. dedizierten Thread aufmachen ! :cool:

Good Luck,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Gratulation zur Entscheidung für das 10“ Teleskop. :y: Damit kann man schon eine ganze Menge beobachten und die lohnenswerten Objekte gehen einem erst einmal nicht so schnell aus.

Es wird sich im Laufe der Zeit für dich herausstellen, ob irgendwann ein „Upgrade“ fällig wird oder nicht. Falls deine Beobachtungsbedingungen vor Ort nur begrenzt einen optimalen Blick für DS zulassen gibt es z.B. auch noch Variable, Mehrfachsterne, Planeten + deren Monde sowie unsere Sonne und den Mond. Auch bei sehr bescheidenen Himmelsbedingungen sind mir beispielsweise immer wieder prächtige Doppelstern- bzw. Planetenbeobachtungen vom heimischen, lichtdurchfluteten Garten aus gelungen. Dafür muss man nicht unbedingt hinausfahren und hat demzufolge kaum logistischen Aufwand.

Natürlich hat jeder seine eigenen Vorlieben bei der Beobachtung, aber manches Mal zwingen einen gewisse Einschränkungen zu mehr Flexibilität. Einen 7,0 mag Himmel mit 0,5“ Seeing hat nun nicht jeder in seinem Vorgarten, schon gar nicht in unseren Gefilden.;)

Viel Spaß und Erfolg bei der Beobachtung.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben