bestes Öffnungsverhältnis für 12" spiegel

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Michael_P

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bestes Öffnungsverhältnis für 12" spiegel

Was ist euerer meinung nach das beste Öffnungsverhältnis für einen 12" Spiegel? Von der Instrumentenlänge wäre ja 1/4,5 ziemlich gut. Da kommt man auf circa 1,3 Meter.Das Gesichtsfeld erreicht dann auch fast 2°. Wie sieht es bei diesem großen Öffnungsverhältnis denn mit der Abbildungsqualität aus? Braucht man da schon einen Komakorrektor? Eigentlich will ich das teleskop vorwiegwnd für depsky einsetzen, aber ab und zu würde ich auch mal gerne einen Blick auf Jupiter oder Saturn werfen. Wie gut ist denn da noch der Kontrast? (Obstruktion müsste so bei 22% liegen). da die Pfeilhöhe etwa 5mm beträgt kann man wahrscheinlich auch kein Borofloat verwenden oder?
 
Re: bestes Öffnungsverhältnis für 12" spiegel

Hast du schon mal einen geschliffen, oder ist es dein erster? Wenn ja, dann ist f/4,5 bei der Größe ein ziemlich sportliches Unterfangen. f/5,5 würde die Sache stark vereinfachen bzw. die Chance ihn scharf zu bekommen ist wesentlich größer.

Einen Comakorrektor benutze ich bei meinem f/4,5 nicht und vermisse ihn auch nicht. Bei meinem f/4,1 vermisse ich sowas schon ab und zu.

Wenn du einen f/4,5 richtig scharf kriegst, kannst du damit auch sehr schön Planeten gucken. Mein 17,5" f/4,5 zeigt phantastische Jupiter Details. Ich hatte damals aber auch monatelang rumkorrigiert, bis ich die Parabel richtig drin hatte.
...da die Pfeilhöhe etwa 5mm beträgt kann man wahrscheinlich auch kein Borofloat verwenden oder?
Ich habe gerade einen 14" f/4,5 mit 21 mm dünnem Borosilikat fertig gemacht und dabei viel über das "Eigenleben" eines ultra dünnen Spiegels gelernt - sprich, es hat mich soviel Zeit und Nerven gekostet, wie ein 18" normaler Dicke. Machbar ist es also schon. Es gibt ja auch Leute, die den Marathon unter 2:20 Std. rennen können.
 
Re: bestes Öffnungsverhältnis für 12" spiegel

Hi Michael,

ich habe kürzlich einen 315mm Spiegel fertiggestellt mit 150cm Brennweite = f/4,7. Über die Abbildung und Kontrast kann ich noch nichts sagen, das Glas ist noch nicht verspiegelt, auch fehlt noch ein Teleskop für den Startest.

Die Brennweite bzw. das Öffnungsverhältnis habe ich gewählt, da ich
a) da noch gut ohne Leiter oder Schemelchen auch im Zenith durchs Oku sehen kann
b) nachdem, was ich gelesen habe hier noch die meisten ordentlichen Okus gute Bilder liefern, die Coma noch im Bereich des Erträglichen liegt und man keine Nagler-Sammlung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> benötigt und
c) ich mir mit anderen Spiegeln genügend Erfahrung erarbeitet hatte.

Das Parabolisieren ging dann auch verhältnismäßig flott, nach 6 Tagen war ich der Meinung fertig zu sein; wie gesagt, der Startest steht allerdings noch aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .

Scheibe doch ein bischen vom Darumherum, was du so vorhast etc.

Neugierige Grüße

Achim

p.s. das Parabolisieren ging vor allem deshalb so flott, da ich unmittelbar davor einen anderen Spiegel fertig gemacht hatte, da waren die gut 2 Wochen Parabolisiererfahrung noch ganz frisch.
 
Re: bestes Öffnungsverhältnis für 12" spiegel

Man kann doch einen Rohling nehmen, der auf f4,5 vorgefräst ist. Das sollte doch einiges an Arbeit bei dem 12" abnehmen. Oder liege ich da falsch?
 
Re: bestes Öffnungsverhältnis für 12" spiegel

Hi,

Spiegel vorfräsen lassen spart Zeit beim Grobschliff. Grobschliff ist jedoch der einfachste Arbeitsschritt, etwas mühselig und schmutzig, man kann den aber auch gut bei größeren Spiegeln unter Kraft- Ausdauertrainig einordnen.

Feinschliff, Politur und Parabolisieren sind ebenso zeitaufwendig, jedoch zunehmend difizieler, wobei der Aufwand fürs Parabolisieren vom Öffungsverhältnis abhängt, je schneller, je schwieriger. Die Anforderungen steigen hier exponetiell.

Also: Vorgefräst spart Muckies und etwas Zeit, das Spiegelherstellen wird dadurch aber nicht einfacher.

Achim
 
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