Cor_Francoli
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
am Samstag bin ich ja mal wieder in meiner alten Heimat gewesen und hab bei der Gelegenheit meinen Dobs hinten rein gepackt und mal den Günther (*entfernt*GMS) und seinen Kumpel Fred (fujtor) besucht. 2h lang war der Himmel auch ganz ordentlich (wesentlich dunkler als bei mir zuhause) und so hatte ich mit meinem 12" zusammen mit Günthers Speers Waler und Freds belgischen Keksen ganz neue und beglückende Eindrücke. Die Ringe des Saturn gewannen deutlich an Struktur und Klarheit. Beim Whirlpool sah ich zum ersten mal im Leben nicht nur die beiden Abflüsse, sondern richtig die Spiralstruktur. Dem Eulennebel sahen wir in beide Augen und auch Praesepe mal in Günthers Richfield zu sehen, war schon klasse. Gegen 22h zog es zu und die Wolken waren auch durch eine Teepause nicht mehr zu vertreiben und so zogen wir uns in Günthers gute Stube zurück und fachsimpelten dort dann eben bis 1h nachts mit einem Glas Wein über Technik und Basteleien, nahmen Freds EQ Plattform auseinander, schraubten an Günthers Okularmodifikationen herum und analysierten Tubusisolation, OAZsuntersetzung,... Die Jungs werden mir das vielleicht nicht so angemerkt haben, da ich ja nicht gerade zu den extrovertierten Leuten gehöre, aber ich war begeistert und habe sehr von deren Erfahrung profitiert. Meine Wunsch- und ToDo-liste hat sich erheblich verlängert, angefangen von ganz banalen Sachen wie einem Beobachtungsstuhl, einem Tischchen, einem Okularkoffer (ich verstehe garnicht, wieso ich bisher so asketisch gespechtelt habe), über eine EQ-Plattform (die Teile liegen sogar schon alle auf meinem Tisch) und einem untersetzen OAZ bis hin zu ordentlichen Okularen. Auf diesem Wege nochmal ein herzliches Dankeschön an Günther und Fred für ihre Gastfreundschaft und den lehrreichen Abend.
Gestern bin ich dann wieder zurück nach Hause. Unterwegs wurde es langsam dunkel und ich war geneigt, auf halber Strecke, nördlich des Harzes, noch einmal anzuhalten, den Dobs aufzubauen und den dortigen Himmel zu genießen, bevor ich im heimischen Garten wieder Knäckebrot und Magerquark bekam, aber es war einfach noch zu früh am Abend. Kurz vor meinem Heimatdorf fuhr ich dann aber einen kleinen Umweg zu einem potenziellen Spechtelplatz, dunkel wie ich hoffte. Ich hielt an, stieg aus... und war frustriert. Sch...ß Lichtverschmutzung. Hohe Cirren taten ihr Übriges. Kein Vergleich zu gestern. Da fluche ich über die nahe Salzindustrie, bei denen ich zwar verstehe, dass sie unter Tage das Licht anknipsen müssen, aber warum sie auch oben alles fluten müssen, so dass mein ganzer Osthimmel verseucht ist, kapiere ich nicht. Oder mir fällt dann auch immer gleich mein Lieblingsfeind ein. Ein Industriebäcker. Auf dem Weg zur Arbeit fahre ich jeden Tag im Dunklen an diesem gleißend mehlweißen Betonkastenbrot vorbei, an dessen Fassade mich jedes Mal eine freundliche Frau anlächelt mit den Worten "Mein Bäcker heißt [...]" und ich antworte ihr jeden Tag mit verkniffenen Augen, dass mein Bäcker ganz gewiss anders heißt.
Naja, so bin ich also dann nach Hause gefahren und habe alles ausgeladen und wo ich den Dobs schon mal in der Hand hatte, stellte ich ihn gleich in den Garten und warf den Lüfter an, denn sooooo schlecht war mein Himmel nun auch nicht. Dann quatschte ich erst mal ein Stündchen mit meiner Frau und bin dann "nur noch mal kurz" zu meinem Dobs gegangen. Und was soll ich sagen, der Himmel war sensationell gut. Weil es so klar war, störte das Licht nicht so sehr und ich habe noch einmal alles Objekte des Vortags angegrast. Saturn war noch nie so schön. Sogar Encedalus (12m) hab ich, nachdem der Saturn aus der Ostseuche heraus im Süden langsam kulminierte, im direkten Blick glasklar sehen können. Die Spiralen des Whirlpools, M81/82 im Zenit (Wow wie hell!), natürlich auch die GX nebendran und auch M108, M109 und Eulennebel in UMa mitgenommen, ein paar GX im Löwen, den Weihnachtsbaum und Hubbles Veränderlichen Nebel in den Zwillingen, die GCs im Fuhrmann,... ach mal kann ja garnicht alles aufzählen. Und bestimmt fünfmal M51 angefahren (weil ich doch mein ganzes Leben lang auf den Anblick der Spiralstruktur gewartet habe) und bestimmt 10mal den Saturn.
Eigentlich eine Sünde bei diesem seltenen Himmel um 22:30 bereits die Segel zu streichen, aber das Nachttischlämpchen im Schlafzimmer signalisierte mir, dass das Bettchen bereits angewärmt war. Noch schnell Hatchi zum Abschluss, wo ich im Zentrum des 869 die kleine Hufeisenkonstellation so mag und dann alles abgebaut. Vielleicht ja heute Abend wieder.......
Schöne Grüße,
Frank
am Samstag bin ich ja mal wieder in meiner alten Heimat gewesen und hab bei der Gelegenheit meinen Dobs hinten rein gepackt und mal den Günther (*entfernt*GMS) und seinen Kumpel Fred (fujtor) besucht. 2h lang war der Himmel auch ganz ordentlich (wesentlich dunkler als bei mir zuhause) und so hatte ich mit meinem 12" zusammen mit Günthers Speers Waler und Freds belgischen Keksen ganz neue und beglückende Eindrücke. Die Ringe des Saturn gewannen deutlich an Struktur und Klarheit. Beim Whirlpool sah ich zum ersten mal im Leben nicht nur die beiden Abflüsse, sondern richtig die Spiralstruktur. Dem Eulennebel sahen wir in beide Augen und auch Praesepe mal in Günthers Richfield zu sehen, war schon klasse. Gegen 22h zog es zu und die Wolken waren auch durch eine Teepause nicht mehr zu vertreiben und so zogen wir uns in Günthers gute Stube zurück und fachsimpelten dort dann eben bis 1h nachts mit einem Glas Wein über Technik und Basteleien, nahmen Freds EQ Plattform auseinander, schraubten an Günthers Okularmodifikationen herum und analysierten Tubusisolation, OAZsuntersetzung,... Die Jungs werden mir das vielleicht nicht so angemerkt haben, da ich ja nicht gerade zu den extrovertierten Leuten gehöre, aber ich war begeistert und habe sehr von deren Erfahrung profitiert. Meine Wunsch- und ToDo-liste hat sich erheblich verlängert, angefangen von ganz banalen Sachen wie einem Beobachtungsstuhl, einem Tischchen, einem Okularkoffer (ich verstehe garnicht, wieso ich bisher so asketisch gespechtelt habe), über eine EQ-Plattform (die Teile liegen sogar schon alle auf meinem Tisch) und einem untersetzen OAZ bis hin zu ordentlichen Okularen. Auf diesem Wege nochmal ein herzliches Dankeschön an Günther und Fred für ihre Gastfreundschaft und den lehrreichen Abend.
Gestern bin ich dann wieder zurück nach Hause. Unterwegs wurde es langsam dunkel und ich war geneigt, auf halber Strecke, nördlich des Harzes, noch einmal anzuhalten, den Dobs aufzubauen und den dortigen Himmel zu genießen, bevor ich im heimischen Garten wieder Knäckebrot und Magerquark bekam, aber es war einfach noch zu früh am Abend. Kurz vor meinem Heimatdorf fuhr ich dann aber einen kleinen Umweg zu einem potenziellen Spechtelplatz, dunkel wie ich hoffte. Ich hielt an, stieg aus... und war frustriert. Sch...ß Lichtverschmutzung. Hohe Cirren taten ihr Übriges. Kein Vergleich zu gestern. Da fluche ich über die nahe Salzindustrie, bei denen ich zwar verstehe, dass sie unter Tage das Licht anknipsen müssen, aber warum sie auch oben alles fluten müssen, so dass mein ganzer Osthimmel verseucht ist, kapiere ich nicht. Oder mir fällt dann auch immer gleich mein Lieblingsfeind ein. Ein Industriebäcker. Auf dem Weg zur Arbeit fahre ich jeden Tag im Dunklen an diesem gleißend mehlweißen Betonkastenbrot vorbei, an dessen Fassade mich jedes Mal eine freundliche Frau anlächelt mit den Worten "Mein Bäcker heißt [...]" und ich antworte ihr jeden Tag mit verkniffenen Augen, dass mein Bäcker ganz gewiss anders heißt.
Naja, so bin ich also dann nach Hause gefahren und habe alles ausgeladen und wo ich den Dobs schon mal in der Hand hatte, stellte ich ihn gleich in den Garten und warf den Lüfter an, denn sooooo schlecht war mein Himmel nun auch nicht. Dann quatschte ich erst mal ein Stündchen mit meiner Frau und bin dann "nur noch mal kurz" zu meinem Dobs gegangen. Und was soll ich sagen, der Himmel war sensationell gut. Weil es so klar war, störte das Licht nicht so sehr und ich habe noch einmal alles Objekte des Vortags angegrast. Saturn war noch nie so schön. Sogar Encedalus (12m) hab ich, nachdem der Saturn aus der Ostseuche heraus im Süden langsam kulminierte, im direkten Blick glasklar sehen können. Die Spiralen des Whirlpools, M81/82 im Zenit (Wow wie hell!), natürlich auch die GX nebendran und auch M108, M109 und Eulennebel in UMa mitgenommen, ein paar GX im Löwen, den Weihnachtsbaum und Hubbles Veränderlichen Nebel in den Zwillingen, die GCs im Fuhrmann,... ach mal kann ja garnicht alles aufzählen. Und bestimmt fünfmal M51 angefahren (weil ich doch mein ganzes Leben lang auf den Anblick der Spiralstruktur gewartet habe) und bestimmt 10mal den Saturn.
Eigentlich eine Sünde bei diesem seltenen Himmel um 22:30 bereits die Segel zu streichen, aber das Nachttischlämpchen im Schlafzimmer signalisierte mir, dass das Bettchen bereits angewärmt war. Noch schnell Hatchi zum Abschluss, wo ich im Zentrum des 869 die kleine Hufeisenkonstellation so mag und dann alles abgebaut. Vielleicht ja heute Abend wieder.......
Schöne Grüße,
Frank