Betonsäule - aber wie?

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Ehemaliges Mitglied 778

Hi Leute,

ich hege schon seit geraumer Zeit den Wunsch, mir im Garten meiner Mutter eine Betonsäule als feste "Grundlage" zu bauen. Sie soll permanent eine GP-DX mit f5 Refraktor sowie die große Russentonne und zwei CCD-Kameras tragen. Somit ungefähr 8kg + Montierung.

Bis jetzt habe ich mich ausschließlich im Internet versucht zu informieren (kenne leider keinen, der sich mit der Materie auskennt), aber leider wurden meine Fragen nicht ausreichend beantwortet.

Daher hier meine Fragen:

1. Welches Material (Beton, Estrich, Zementmörtel,...) soll ich verwenden? Und wie viel brauche ich für ein ca. 50 x 50 x 60cm großes Loch?

2. Brauche ich wirklich eine Bewehrung?

3. Ich denke ein Abwasserrohr mit 20cm Durchmesser sollte reichen. Oder eher mehr?

4. Ich hatte mir vorgestellt, aus dem Füllmaterial des Abwasserrohres drei V2A-Gewindestangen herausragen zu lassen, um eine Adapterplatte einfach zu nivilieren. Reichen da M12 oder sollten es eher M16 sein?

5. Leider habe ich keine wirklich einfache "Anleitung" zum Bau einer Betonsäule gefunden. Kennt Ihr evtl. einen guten Link?

Ich danke Euch schon einmal allen, die mir Antworten.
Grüße Niko

P.S. Im Anhang ist eine grobe Zeichnung, wie ich mir das Ganze vorgestellt habe.
 
Hallo,

Genau so habe ich mir meine auch gebaut.
Benutzt habe ich Estrichbeton, und zwar 13 Säcke à 2€ für ein Loch, das genau so groß war wie deins. Das Rohr war ein 20cm Abflussrohr und es ragen auch Gewindestangen raus, bei mir aber nur M10. Ich würde dir aber raten, keinen Adapter selber zu bauen! Nimm lieber diesen fertigen:
Baader Stativadapter
Mit diesem wirst du sicher Erfolg haben!

Ich bin mit der Stabilität und dem Schwingungsverhalten meiner Säule sehr zufrieden!

Viel Glück beim Bauen und
 
Hi Niko,

ich würde das im wesetlichen machen wie vorgeschlagen.

1.)

Grube ~ 0,5 x 0,5 x 0,6 m = ~ 0,15 m³ Beton ~ 0,375 t

Ich würde das (bei ca. 2,5 t/m³ Betongewicht) so aufrechnen, dass ca. 1 t Fundamentmasse entsteht.

Bewehrung würde ich vorsehen, um ein Reissen des Fundaments zu verhindern, das beim durchfrieren ansonsten fast unvermeidlich ist. Es gibt aber auch fertigen Stahlfaserbeton, der bringt seine Bewehrung praktisch schon mit. Aber Achtung, der ist wenn fest praktisch unzerstörbar. Auch für spätere Nacharbeiten!

Je schwerer das Fundament, um so weniger wird es auf Einflüsse der Umgebung reagieren und um so genauer wird die Aufstellung auf lange Sicht.


2.)

Bewehrung siehe 1.


3.)

Ja. Wenn Du ein größeres bekommst oder ein glasiertes Steinzeugrohr passender Länge kannst Du auch das nehmen, das sieht einfach besser aus. Ich würde aber auf keinen Fall unter die 200mm gehen. Füllung mit feinem, gut fließendem und verdichtungsfähigem Beton. Verdichtung kann mit dem Schwingschleifer (ohne Schleifpapier !) am Rohr aussen erfolgen, die Vibrationen reichen für eine Setzung des Materials aus.

Wenn Fundament und Säule in zwei Abschnitten hergestellt (betoniert) werden, muß auf eine gute Verklammerung der beiden Teile geachtet werden, damit sich die beiden Betonkörper richtig verbinden. Dazu bieten sich z.B. in das Fundament eingesetzte Moniereisen an, die sich natürlich am Durchmesser des später aufgesetzten Säulenkörpers orientieren müssen.


4.)

Gewindestangen: Gut. Besser, wenn Du Dir diese zu einem exakt zur Montierung passenden Unterbau verschweißen läßt und das ganze dann exakt einsetzt. Das geht einfacher als die losen Stangen präzise zu fixieren. Und verbessert durch die im Beton eingeschlossene Metallkonstruktion die Verankerung der Stäbe im Beton.


5.) Voilà.


Viel Erfolg,

J.
 
Hallo,

ich habe auch die Stangen in ein Gerüst eingebaut, welches perforiert war. Dieses wurde dann in das Rohr getan und der Beton durch festes Stampfen durch diese Löcher gepresst.
Oben wurden die Stangen durch einen Enddeckel in Form gehalten.

Was die Schönheit der Säule anbelangt: Ich durfte sie nur unter der Auflage bauen, dass sie meine Mutter mit einem Mosaik verziert. Das habe ich sie auch machen lassen und es hat sich gelohnt! Die ganze Säule ist jetzt dunkelblau und hat aus gelben Kacheln Sonne, Mond und Sterne im Mosaik mit eingearbeitet. Das ist sehr schön und sorgt dafür, dass sich die Säule sehr gut in den garten einfügt.
 
Hei Niko,

bin kein Maurer, aber gebe gerne meinen Senf dazu ;-)

zu 1. entweder Fertigbeton/Estrichbeton zum Anmischen als Sackware oder Fertigbeton vom Betonwerk. Für Deine geplanten Dimensionen benötigst Du etwa 150l Beton fürs Fundament und ca. 30l für die Säulenfüllung.
Sackware wiegt i.d.R. 40 kg und ergibt angemischt ca. 20l Betonmasse bei einem Preis von ca. 2 EUS (pro Sack, es muss nicht MAXIT sein, noname reicht aus). Anschließend ist Handarbeit mit hoffentlich verfügbaren Betonmischer angesagt, denn 10 Sack in der Schubkarre anrühren ist nicht ohne !
Bei Anlieferung vom Betonwerk käme mit Sicherheit ein saftiger Mindermengenzuschlag hinzu (zudem Zufahrt/Abladeort muss geklärt sein. Ist bei Euch in der Nachbarschaft vielleicht eine Baustelle ? Da könnte man sich vielleicht einklinken...

2. Bewehrung auf jeden Fall ! Und zwar nicht nur durch die Säule tief ins Fundament; auch dieses sollte einen eigenen Käfig/Korb aus Baustahlmatten erhalten. Sowas bekommt man in kleinen Mengen auf Baustellen (haben vielleicht noch eine Biegebank herumstehen) oder Metallverwertern vielleicht für umme (Kasten Bier). Die Bewehrung sollte allseitig mindestens von 5cm Beton umschlossen sein.
3. ist o.k.
4. lieber größer (uprade für später ;-) ,
aber >M12 bohrt sich mit Heimwerkermitteln meist schlecht
5. link hab´ich keinen, aber ich bin folgendermaßen vor-
gegangen:
Ausheben der Grube (ächtz), anschließend biegen der
Bewehrung, einbringen der Abstandhalter (verhindert
direkten Erdkontakt des Baustahls) und Bewehrung (am
besten Käfig und Anschlusseisen für Säule miteinander
verdrahten) und das ganze mit Beton füllen. Dabei Luft-
blasen kräftig herausstochern oder mit Betonrüttler
arbeiten (Profigerät). Rohr sollte gut fixiert werden,
sonst gibts Pisa ....
Gewindestangen zuletzt einstecken, z.B. an einem Brett in
optimaler Position verschraubt.
Ach ja : und daran denken, dass die Stangen lange genug
herausragen, man möchte die Monti ja auch bequem
befestigen oder lösen.

Hast Du Dir schon Gedanken über ggf. erforderliche Kabelwege gemacht ? Etwas Leerohr mit einzugießen wäre eine Möglichkeit ...
Meine Konstruktion weicht von Deiner (guten) Konstruktion insofern ab, da ich keine Säule mitgegossen habe, sondern Gewindestangen direkt in den Fundamentblock (40x40x80) einetoniert habe. An diesen habe ich dann ein Me-Rohr mit Flansch vom Schrott angeschraubt. Kommt mir irgendwie nicht so entgültig vor, da die "Säule" dadurch wechselbar ist.

So, hoffe dies hilft ein wenig weiter.

Grüße, Bernd
 
1) Mainkies + Zement. Anrühren 4 Teile Sand, 1 Teil Zement, in der Röhre kannst Du evtl. etwas mehr Zement nehmen (3:1). Übrigens: je weniger Wasser Du nimmst, desto härter wird der Beton nachher (aber gut verdichten!), da das Wasser Poren hinterläßt, die die Stabilität herabsetzen.
2) Baustahl in die Röhre bis ins Fundament. Im Fundament selbst brauchst Du wohl nix. Die Form ist so ziemlich ein Würfel, da reißt so schnell nix (Betonsteine haben schließlich auch keine Stahlbewehrung drinnen). Lieber etwas tiefer gehen, ab ich glaube 80cm ist es frostsicher.
3) 20cm reicht. Woanders stellen sie da Hochhäuser drauf <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
4) Je größer, desto stabil
 
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