Betonsäule auf Balkon?

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dermitsch

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Hi zusammen,

ich habe in meiner neuen Wohnung einen 1A Süd Blick, habe nur solangsam das ständige Ausrichten mit meiner klapprigen Monti satt!

Nun frage ich mich wie es möglich wäre eine Betonsäule auf dem Balkon so zu platzieren das Sie

1. fest steht
2. das Gewicht nicht über 300kg pro qm² kommt
3. "scheiner" tauglich ist.

Ist ein Aufstellen ohne Fundament überhaupt sinnvoll?

Wäre es eine alternative auf den vorhandenen Betonboden eine Stahplatte mit markierungen und "Haltern" zu versehen wo die Alumontierung einfach eingerastet wird oder ist hier die Toleranz & das Spiel so hoch das es keinen Sinn macht?+

Danke für eure Hilfe vorab.

Mitsch
 
Hallo Mitsch!

Die Flächenbelastung einer Säule kannst Du dir ja leicht selber ausrechnen. Teile das Gewicht durch die Grundfläche und rechne das auf 1 qm um. Aus dem "Bauch raus" würde ich sagen: lastmäßig geht das.
Beschäftige Dich eher mal mit dem Gedanken wie Du dann 180 / 200 Kilo (nach oben?) auf den Balkon kriegen willst?
Außerdem:
Wichtig wäre nicht nur die max. Traglast, sondern den Bodenaufbau des Balkons zu kennen. Nur ne Stahlbetonplatte, oder irgendwo eine Dämmung, eine Nässesperre und/oder Fliesen. Sind Fliesen vielleicht auf eine Drainagematte geklebt, oder ist gar ein Estrich auf dem Balkon verbaut? Und der Estrich kann auch noch auf einer Drainage aufgestelzt liegen. Ist unter dem Balkon "Luft" oder ist einen Stock tiefer ein Wohnraum (zwecks Wärmebrücke - wenn man die Dämmung rausnähme). Wenn Du vorhast eine Säule fix zu befestigen, musst Du eh wissen ob Du in der Untergrund bohren kannst, darfst, willst, damit die fest steht.

Wenn Du die Montierung auf der Säule nicht ganzjährig draußen lassen kannst/willst (fest montiert), brauchst Du dir um Toleranzen eh keine großen Gedanken machen. Nach jedem aufsetzen musst Du dann sowieso die dann grob vorgegebene Ausrichtung feineinstellen, bzw. scheinern.

Da würde ich Dir die einfachste Lösung vorschlagen, weil das die praktikabelste ist: Markierungen auf dem Boden anbringen, vielleicht kann man auch irgendwelche Steckschuhe befestigen (sind halt schöne Stolperfallen) und darauf das Stativ + Montierung.

Kostet (fast) nix und ist schon mal was. Wenn´s dann immer noch nervt kannst Du ja einen Schritt weiter gehen.

CS
Andreas

 
Hi Peter, hi Andi!

Mhhh... der Balkon ist gleichzeitig das Dach einer Garage, gefließt ohne Drainage oder sonstigen, ca. 30 Jahre alt, aber wohll stabil :)

Im Kopf war es so geplant wie es Gerd Neumann umgesetzt hatte, Betonsockel hätte ich direkt auf dem Balkon gegossen und die Säule seperat aufgeschraubt um ggf. mal auch bei Besuch entfernen zu können (oder wenn die Nachbarn rumheulen).


Gibt es noch mehr Meinungen oder Erfahrungen mit der Methode "Bodenmarkierung" oder "Gestell fürs Stativ"? Es geht erstmal nur ums rein visuelle beobachten!

Grüße!
ami
 
Hi Ami!
Wenn´s gefliest ist bitte aufpassen. Kann sein dass zwischen Beton und Fliesenkleber eine Art Dichtungsschicht aufgebracht wurde, die das Eindringen von Wasser verhindern soll. Über die Bauausschreibungen um 1980 bin ich jetzt nicht informiert.
Das heißt sicherheitshalber keine Löcher rein machen!
Wenns ein Garagendach ist, dann überspannt das aber schon ein großes Stück (wie breit - 2,80?).
Ich könnte mir vorstellen, dass das bei der Breite (Auflagepunkte sind ja die Wände außen) und der Säule in der Mitte doch eine messbare Durchbiegung auftritt, die die Bewehrung dann auffängt. Also deine max. 300 Kilo genau mittig auf einen qm bei einem 30-Jahre Flachdach würd´ ich mir überlegen und runter auf 100-150 kg gehen. Da haben feine Haarrisse schon eine Menge Zeit gehabt zu arbeiten. Das Teil wird dir nicht zusammenbrechen, aber durch die Last deutlich schneller altern, weil eben feine Risse plötzlich breiter (da geht´s immer noch um den 10tel mm Bereich werden). Aber Feuchtigkeit kann doch rein.
Gehört Dir das Teil, oder ist das per Miete, Bekanntem usw... und für wie lange willst Du da residieren? Man müsste ja dann auch mal den ggf. notwendigen Rückbau mit in Betracht ziehen. Für eine stahlbewerte, gegossene 300kg Säule brauchst schon ne Hilti ... :) zum zerlegen.
CS
Andreas
 
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Ich würde erstmal mit dem vorh. Equipment prüfen, ob der Balkon überhaupt schwingungsstabil ist. Es macht garantiert keinen Spaß, wenn bei jeder Bewegung das Bild zittert - schon gar nicht beim Fotografieren.

Und als Säulenersatz würde ich ev. auch eine Stahlsäule oder ein geschweißtest Stahlstativ in Erwägung ziehen, das könnte man einfacher verankern und notfalls auch wieder demontieren.

Markierungen für ein vorh. Stativ sind für visuelle Beobachtung ausreichend, nicht jedoch für Fotografie.
 
OK, ich seheh das mit der Säule wird doch aufwendiger, ich denke ich sollte fürs Visuelle erstmal auf die Bodenmarkierungen zurückgreifen.

Hat man hier schon Beispiele im Forum gesehen, meine Recherche war leider erfolglos?!

Mitsch
 
Hi!
Bodenmarkierungsmäßig ist´s sich´s wurscht. Kannst einen Edding nehmen, oder Kringel mit wasserfester Acrylfarbe aufpinseln.
Wenn dein Stativ unten Spitzen hat, kannste auch dicke Beilagscheiben mit dem passenden Lochdurchmesser nehmen oder was anderes in der Form aufkleben (dann hast Du "Einrastpunkte" ohne Stolperfallen), oder, oder, oder ...
Ich hab mir mal (völlig illegal) auf einem kleinen Asphaltweg in der Pampa mit einem 14er Bohrer kleine 10mm tiefe "Senker" reingebohrt, die mir als Einraster für die Stativspitzen dienten. Ging genauso...
CS
Andreas
 
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Hi!

Coole Idee, 2 aufeinander geklebte und am Boden festgeklebte Unterlegscheiben sollten den Dienst ja erledigen! Wie einfach abe genial.... Stolpergefahr ist auch minimal.

Was denkt Ihr, macht es bei dieser Art noch Sinn einzuscheiner oder ist nach dem abbau die Toleranz zu groß?
 
Hi!
Zum verkleben musst Du dir aber was einfallen lassen - 2-Komponentenkleber / Kunstharz o.a. Halt was, was dauerhaft, frostfest, hitzebeständig, UV-stabil undsoweiter ist.
Aber Du brauchst ja nur ne kleine Menge.

@Genauigkeit:
Jedes Antasten der Montierung (Auf- und Abbau), jedes Entfernen und wieder Aufbauen des Stativs "zerstört" eine mit der Scheiner-Methode erreichte hochpräzise Ausrichtung und war definitiv!
Aber visuell reicht eine gute (nicht perfekte) Ausrichtung auch aus.
Das heißt, wenn Du unten bei den Füßen kaum Toleranz hast, die Stativdimensionen nicht verändert wurden (außer zusammenklappen und weg und hin) und Du nur eine (!) der beiden Azimutschrauben an der Montierung zum Abnehmen aufdrehst (die andere so lassen, weil sie Dein "Merker" für die Ausgangsstellung ist) und Du die Polhöhe nicht antastest, dann erreichst Du visuell schon mal eine ganz ordentliche, reproduzierbare Ausrichtung.

Aber auch hier: Ausprobieren und schauen ob´s Deinen Erwartungen entspricht und genügt.

CS,
Andreas
 
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Hallo zusammen,

ich habs getan :) und zwar folgender Maßen:

1 Betonkübel mit 80cm runder Auflagefläche
1 150mm HT Rohr, 1m
3 M12 Gewindestangen, 1m
3 Säcke "Fertig Beton", 25L
1 Sack Kieselstein 1cm, 30L

Der ganze Spass hat 35€ im Baumarkt gekostet.

Betonkübel mit 2 Säcken Fertig Beton + 15L Kiesel gefüllt, Rohr rein, mit weitren 1 Sack + 10l Kiesel aufgefüllt, Gewindetstangen rein, 1/2 Sack hinterher, fertig.

Das Teil steht bombenfest, zur optischen Anpassung kommt noch etwas feinspachtel drüber. Die Tage werden noch 13mm Löcher für M12 Gewindestangen gebohrt und entsprechende Füße angesetzt um 100% standfestigkeit zu gewähre, wenn ich jetzt die Konstruktion verrücke ist auf dem krummern Balkon die ausrichtung im Eimer.

Grüße
Alex
 
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