Betonsäule im Garten

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screetch82

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Hallo

ich habe nun endlich den Beschluss gefasst, dass eine Betonsäule her muß. Ich habe erst seit mitte 2019 Astrophotographie als Hobby. Die letzten Monate
habe ich damit verbracht, das Equipment zu optimieren und zu verstehen (IEQ30Pro + TS Optics 80/480 mit AF3 Fokuser, ASI 294MCPro und OAG) und habe
diesen Monat nun endlich die ersten Bilder machen können. Ich verbringe super viel Zeit mit dem Herausrollen des Stativs, auf Norden ausrichten, dann auf
Polaris einnorden wenn es dunkel ist usw. Da alles sehr automatisiert ist, laufe ich oft zwischen PC im Haus und dem Teleskop hin und her. Die Rüstzeit ist mir zu lange,
weil nach der Polsuche auch noch die Montierungsausrichtung mit 2-3 Sternen erfolgen muss usw... Einiges davon möchte ich mir jeden Abend ersparen und lieber in der
Zeit schon einige Bilder machen. Bisher habe ich 300s Aufnahmen geschafft.

So nun zur Betonsäule. Ich wollte erst nur ein 2-3m KG Rohr mit einem Brunnenbohrer in den Boden drehen und mit Beton ausgießen. also 1-2m im Boden und 1m im Freien.
Oft wurde nun geschrieben das man gut 1m3 Beton verbauen sollte und unbedingt eine Fundamentplatte oder Klotz im Boden braucht. Häufig spricht man von 0.6x0.6x0.2m.
Das ergibt im Materialrechner gut 0.1m3 für die Bodenplatte und 0.25m3 für die Säule. Also ca 0,4m3 in Summe. Passt das? Ggf mache ich die Säule auch DN250 und verjünge
oben auf DN200. Gibts hierzu Meinungen?

Stromversorgung und Netzwerkkabel wollte ich in einem kleinen Wellschlauch innerhalb der Säule verlegen. Oder doch lieber außen lang?

LG
aus dem Norden.
 
Grüßen screetch82

Wie ich meine Säule gebaut habe.

Stabiler Eisenring mit 1,2 m Durchmesser. Betondicke 20-30 cm aufgefüllt mit Steinen.
16 mm Bewehrungsstahl 4 Stück 1,5 m lang.
250er KG Rohr.
Strom in die Säule verbaut wegen Stolpergefahr.

20200315_164757.jpg


Final bekommt die Säule noch eine andere Farbe. Bodenplatte ausbessern wenns Wetter passt.
Tragen sollte die Säule eine EQ 6-R.
Geht bestimmt auch einfacher zu bauen.

CS Heiko
 
Hallo <?>

ich habe meine Säule frostsicher auf eine Schotterunterlage gebaut. Auf dem Schotter sitzt ein Stahlbetonblock auf den wiederum die Säule betoniert wurde. Säule und Block sind eine zusammenhängende Stahlbetonkonstruktion. Insgesamt wieder das Konstrukt ca. 1 Tonne.

Ich habe im Gegensatz zu den meisten anderen kein KV Rohr genommen, sondern mit einem Schalrohr betoniert und die Säule dann verputzt. Strom habe ich über einen kleinen Wellschlauch innerhalb der Säule gelegt.

Ob das so massiv sein muss, kann ich nicht sagen. Ich hatte vom Hausbau einfach das Zeug übrig und konnte aus dem Vollen schöpfen. Ich denke, das Minimum ist eine frostsichere Bauweise. Sonst zeigt das Ding jedes Jahr in eine andere Richtung. Je weniger Gewicht auf einer stabilen Unterlage steht, desto empfindlicher ist die Säule gegen Stöße etc. Bei mir steht die Montierung seit 2 Jahren auf dem Klotz und die initiale Einnordung ist bis heute erhalten geblieben. Wenn du die Montierung jedesmal neu drauf setzen willst, wird es weniger wichtig sein, wie massiv das Teil ist. Dann wirst du eh immer neu ausrichtigen müssen.

CS Joachim
 
Hi danke, Gute Idee die Dose auch in die Saule einzulassen. Ich möchte Saule und Teleskop immer drauf lassen und habe mit ein TeleGizmos 365-series Telescope Cover bestellt. Für den Sommer und Herbst sollte das passen. Auf das Teleskop habe ich ein Rpi geklept und Heater, UPS usw angeschlossen. Die Montage und Demontage des Teleskopes an die Montierung ist also
nicht sehr praktisch.
WhatsApp Image 2020-03-12 at 18.43.09.jpeg


@Heiko: Sind das M16 oder M20 Gewindestangen?
 
Der Betonsäulenadapter ist mit M16 Gewinde. Die Gewindestangen sind aber nur 50cm lang. Quasi zu kurz wenn ich auf eine Höhe von 80cm kommen möchte. Deshalb habe ich 4 Bewehrungseisen 16mm mit ca. 1m in die Betonplatte eingelassen.

Heiko
 
Hallo screetch82 aus dem Norden,

hier meine Lösung aus dem Westen:
Ich habe im Boden nur einen flachen Betonsockel auf Höhe der Grasnabe betoniert, auf dem eine runde Stahlplatte befestigt ist. Diese hat vier Gewindebohrungn M16, in die eine Stahlsäule festgeschraubt wird - einfach so, ohne Nivelliermöglichkeit. Das hat den Vorteil, daß man den irgendwann wechselnden teleskopischen Gegebenheiten durch Auswechseln der Stahlsäule mit einem Inbusschlüssel nachkommen kann, ohne Dynamit oder Bagger zur Entfernung selbjeniger zu benötigen. Die hohle Stahlsäule wird zur Schwingungsdämpfung mit Quarzsand gefüllt.

IMG_2196.JPG


Die Nivellierung der Montierung mache ich über zwei Stahlplatten, eine fest auf der Säule, die andere auf drei Tellerfederpaketen, auf dieser dann die Montierung mit Kurzsäulenflansch.

Grüße, Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Bauarbeiten haben begonnen
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Das Fundament ist 80x60 und die Säule 2m hoch. Davon ca 1m über dem Boden.
 
Hallo, ich werde zur Säule noch ein oder 2 Ethernet Anschlüsse und Stromversorgung legen. Der Gedanke war 230V mit Schaltbox für das 12V 10A Netzteil und dann noch ein Ein/Aus Schalter. Zweiter Gedanke war, nur eine 12V Versorgung hinzulegen und somit kann ich den Außenschaltkasten sparen und diesen in das Gartenhaus neben den Stromschaltkasten usw verlegen. Was haltet ihr davon?
 
Hallo

Ich habe meine Erfahrungen in einem "kleinen" Bericht niedergeschrieben ;-) Bis auf das zu klein dimensioniert PE Rohr (20 anstatt 25cm) würde ich es jederzeit wieder machen. Meine Dimensionierung (Höhe) ist auf ein C11 und einen kleinen Refraktor ausgelegt resp. beobachten im Sitzen. (aber auch der Newton passt). Die Masse des Loches habe ich auf anraten meines Vaters (Bauingenieur) kleiner gewählt als in den meisten Foren.

https://www.lostinspace.ch/diy-projekte/bauen/

Grüsse & gutes Gelingen!
David
 
super danke. Ich muss noch auf wärmeres Wetter warten (zu viel Frost)
 
Hallo
LG
aus dem Norden ;)
Frostfrei? Warte wie es weiter geht, da ich an deinem Projekt interessiert bin und mit dem Gedanken spiele was solides zu bauen.
Vielen Dank.
Gruß *entfernt*
 
Habe das Osterwetter genutzt um meine Betonsäule fertigzustellen. Eine passende Abdeckung musste auch noch her.
Für die EQ6-R ist das 250mm Rohr ganz passend gewählt. Eventuell kann ich auch andere Leute zum Bau einer Betonsäule animieren.

Gruß Heiko
 

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Hi

am 4. April ging es mit dem Betonieren los.


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auch Strom 230V und 12V und 2x Ethernet sind quasi auf dem Weg :)

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und hier der Adapter von JD zum Check

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Die Säule ist relativ hoch geworden. Noch schwingt sie leicht. Das sollte sich ändern, wenn sie nicht mehr frei von unten steht. Ich hatte mir noch überlegt einige Querstützen anzubringen. Hat jmd von euch Gummimuffen als Schwingsdämpfer auf die Gewindestangen zu schrauben und dann die Montierung anzubringen?
 
Wenn zusätzlich Gummipuffer notwendig sind, ist die Säule eigentlich schief gegangen ..
Wie man eine gute Gewindestangenlösung (mit vernünftig kurzen Stangen) macht hat Gerd oben vorgezeigt.

cs
Andreas
 
Moin,

wie Andreas schreibt - wenn die Beton-Säule schwingt wird die eigentlich schwingungsdämpfende Eigenschaft des Betons durch etwas starres aufgehoben, möglicherweise ein Übermaß an Bewehrung oder irgenderwas anderes dass die Schwindungen auf den Flansch durchkoppelt.

CS
Jörg
 
Hallo,

was hier schon mehrfach (auch von mir) im Forum angesprochen wurde:
Welchen Sinn machen die häufig verwendeten viel zu langen Gewindestangen?
Man erzeugt damit ein schwingungsfähiges Gebilde und macht die Stabilität der Säule zumindest z.T. wieder zunichte.
Zur Nivellierung der Montierung sind solch lange Gewindestangen nicht nötig, hierfür gibt es andere Lösungen. Und als Höhenausgleich sind die Stangen ebenfalls denkbar ungeeignet, dann hätte die Säule von vornherein anders dimensioniert werden müssen.

CS
Egbert
 
Also noch ist das eine 1.80 freistehende Säule. Wenn ich oben dagegen schlage, dann schwingt die Säule für ca 1 sec. Das ist sicherlich nicht der normale Anwendungsfall. Wenn die Fundamentgrube zugeschüttet ist, dann sollte sich das Schwingungsverhalten auch etwas ändern.
 
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Das RC8 wirkt riesig
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Ist vielleicht etwas hoch geraten :-) Ich kann aber gut über die Hecke schauen.

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Hier der temporäre Aufbau zum Testen. Falls es doch Schwingung etc gibt, kommt nochmal ein 40 Rohr auf dem Unteren 1m
hin. Ich habe bisher bei etwas Wind entfernte Nachbarhäuser angepeilt und es hat nicht gewackelt. Im Vergleich zu meinem vorherigen 2 Zoll Stativ.. dort dachte ich schon das RC8 hat eine Macke.

Ich hoffe ich schaffe heute manuell zu Fokussieren und ggf eine Aufnahme zu machen.
 
sie trocknet, Kabel usw sind im Garten verlegt und teilweise angeschlossen. Ich suche noch eine IP67box für das 10A Netzteil und den Pi und dann wasserdichte Stecker für 5.5x2.1mm 12V DC und RJ45.

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So 2 Wochen Wartezeit müssen reichen. Alles bombenfest. Gestern habe ich noch auf Polaris ausgerichtet und hoffe nun auf gutes Wetter. Kann jmd eine Stoffgartenplane mit Belüftung von Amazon empfehlen?
Der Pi ist mittlerweile POE betrieben. Kann ich nur empfehlen.
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Hallo,
ich sehe das du auch eine iOptron EQ45 verwendest. Da ich diese auch benutze, kann ich da mal irgendwann dich "nerven" da ich denke diese Monti noch nicht 100%tig im Griff zu haben.
Die Säule gefällt mir, bissel sauber machen ????, Spaß.
Gruß *entfernt*
 
Hi
jup. Das Grobe ist ab. Der Rest sollte nun abbrösseln. Die Enders Gartengrillabdeckung von meinem alten Gasgrill passt perfekt bis weit unter den Betonsäulenadapter. Damit ist alles erstmal trocken. Teleskop etc. will ich ja nicht abbauen.

Ich habe aber eine IEQ30Pro.. sollte aber kaum einen unterschied machen.
LG
Norman
 
Hallo Norman,
willst du gute Ausrüstung wirklich draußen lassen?
Auch mit guter Abdeckung, denke ich, wird es Schwitzfeuchtigkeit geben.
Gruß *entfernt*
 
Hallo Norman,

Gratulation zu deiner Säule. Sieht stabil aus :)

Mein Säule steht nun seit 2 1/2 Jahren mit der EQ6-R permanent draußen, abgedeckt mit einer Grillhaube wie bei dir. Bisher habe ich keine Probleme. Die Montierung sieht noch aus wie neu. Ich lasse die Haube unten offen. Schwitzfeuchtigkeit hatte ich noch nie. Allerdings ist nach 2 Jahren die erste Grillhaube undicht geworden. Am Anfang sind das aber nur Tropfen, sodass auch da nichts passiert. Die Montierung ist ja abgedichtet. Wenn nicht wäre schlimm, da das Teil teilweise so nass wird durch Taubildung, dass nachts das Wasser herunterläuft. Teilweise friert das Teil auch ein. Das muss schon rubust sein.

Ich bin eher argwöhnisch wegen den extremen Temperaturdifferenzen, ob da mal nicht irgendwo Spiel oder Undichtigkeiten entstehen. Bisher war aber noch nix. Wie gesagt, das Ding sieht noch aus wie am ersten Tag. An der Einnordung hat sich auch noch nix geändert in den 2 1/2 Jahren.

Bin schon auf die ersten Resultate gespannt...

CS Joachim

PS: nett zu sehen, dass noch andere mit kleiner Familie unterwegs sind. Perfektes Hobby, kann man nur ausüben, wenn die Kinder schlafen ;)
 
Hallo Norman,

Gratulation zur Säule. Ich hatte meine HEQ5 ein Jahr lang draußen, hat ihr gar nicht gut getan, seither stürzt sie beim Hochfahren regelmäßig ab und läuft auch nicht mehr so rund. Die großen Temperaturschwankungen haben ihr nicht gut getan, in einer Hütte ist das sicher anders als nur mit einer Abdeckung.

Die Betonreste würde ich entfernen, mich würde das stören.

Gruß

Martin
 
Hi
jup. Das Grobe ist ab. Der Rest sollte nun abbrösseln. Die Enders Gartengrillabdeckung von meinem alten Gasgrill passt perfekt bis weit unter den Betonsäulenadapter. Damit ist alles erstmal trocken. Teleskop etc. will ich ja nicht abbauen.
Hallo Norman
Ich würde eine wirklich gute, atmungsaktive Hülle nehmen damit keine Feuchtigkeit liegen bleibt oder dann sicher unten offen lassen (dann aber mit Schutz gegen Insekten). Ich habe zusätzlich noch einen Lüfter installiert mit Solarmodul für eine Umwälzung der Luft, da bei mir unten zu ist mit einer Holzplatte resp. nur wenige Luftlöcher in der Platte. Die CGEM ist nun seit dem März 2019 draussen und ich konnte noch keine Mängel feststellen.

Grüsse, David
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