„Betonsäule light“ - Stativ auf Bodenschrauben

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maximilian

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Hallo!

Ich wusste nicht, wie ich den Thread nennen sollte. Mein Ziel war es, eine Alternative zur Betonsäule zu installieren, die sich ohne Freunde bei einer Baufirma aufstellen und bei Bedarf ohne Abbruchbagger wieder entfernen lässt. Könnte vielleicht von Interesse sein für solche Kollegen, denen ihre Wiese nicht selbst gehört oder die den optimalen Platz noch nicht gefunden haben. Wichtig war mir vor allem, dass ich dabei mit meinen bescheidenen Bastlermitteln ohne fremde Hilfe mit dem Aufbau (und möglicherweise späteren Abbau) alleine zurechtkomme.

Vor einiger Zeit schon habe ich mir an meinen bevorzugten Beobachtungsplatz im Garten drei Bodenschrauben hineingedreht. Nicht solche aus dem Baumarkt für die Wäschespinne sondern „Profiteile“, mit denen Solarfelder im Boden verankert werden. 70cm lang und oben 8cm im Durchmesser, das „Gewinde“ ist mindestens 50cm lang und hat etwa 15cm Durchmesser. Gab es beim eBay für ca. 30 Euro pro Stück.
Trotz einer 1,5m langen Eisenstange als Schraubenzieher war es eine ziemliche Plackerei, die Dinger in den Boden zu bekommen. Weil unser Boden nicht eben und voll mit Wurzeln und Steinen ist konnte ich auch nicht auf den Zentimeter genau arbeiten, so dass ich die Stativbeine leider nicht einfach auf die Oberkanten der Erdanker stellen konnte. Eine Weile habe ich mir mit Brettchen beholfen, die zwischen Erdankern und Stativbeinen lagen. Zur Bodenschraube hin waren sie ausgefräst, damit sie nicht so leicht wegrustchen können:

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Hat ganz gut funktioniert, vor allem was die Stabilität angeht, war aber nicht optimal, denn man hat nie genau dieselbe Stelle erwischt und es bestand immer die Gefahr, dass eines oder mehrere Stativbeine abrutschen.

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Deswegen habe ich die Bretter jetzt durch Beton ersetzt. Als „Gußformen“ habe ich drei Abwasserrohre über den Rand der Bodenschrauben gestülpt und sowohl die Schrauben als auch den Zwischenraum mit Fertigbeton aus dem Baumarkt gefüllt. Das Zeug trocknet höllsich schnell, angegeben sind 10 Minuten Verarbeitungszeit, aber bei den derzeitigen Temperaturen sind es eher 5 gewesen. Man kann also nur ein Bein auf einmal machen.

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In einem ersten Schritt nur bis zur Oberkante der Erdanker:

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Dann wurden die Stativbeine in Plasikfolie gepackt, auf jedes „Fundament“ noch ca. 1cm Betron als Estrich aufgetragen und das Stativ in den weichen Beton gestellt.

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Das gibt dann am Ende jewels einen Abdruck wie diesen, in dem jedes Stativbein beim Austellen wieder seine genaue Position findet:

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Die Handywasserwaage war auch ziemlich zufrieden:

Screenshot_20200418-145503_Bubble Level Galaxy.jpg

Und so kann ich in Zukunft mein Fernrohr im Garten so aufstellen, als hätte ich eine feste Säule dafür: Kein Einnorden mehr, keinen Polarstern suchen, aus der Parkposition der Montierung ohne Alignment sofort losrattern (visuell auf alle Fälle) und wackeln tut auch nichts.

...weiter in Teil 2 für die restlichen Bilder ...
 
Zuletzt bearbeitet:
So sieht es fertig aus, die hässlichen grauen Plastikrohre werden bald wieder eingewachsen sein:

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Wenn das Stativ nicht auf seinen Bodenankern steht, kommen Deckel drauf, an denen ich nur noch Fähnchen befestigen muß, damit ich beim Mähen nicht dagegenfahre (das Gras kann bei uns auch mal einen Meter hoch werden oder sogar mehr, man muss auch ein Herz kleine Tiere haben :) )

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Die Kosten liegen inklusive Bodenschrauben bei etwa 100 Euro, an Werkzeug braucht man nichts wirklich spezielles. Das Stativ ist übrigens eine „Altair Starbase“, ein wahres Kunstwerk der Metallverarbeitung, das eigentlich im Wohnzimmer besser aufgehoben ist als auf der Wiese.

Clear skies
Maximilian
 
Hi Maximilian
Grandiose Ideen hast du da umgesetzt.
Auch das Stativ - besonders die Gittersäule ist schon ein Kunstwerk.
Hoffentlich bekommst du keine Frostschäden an deinen "Betonpatschen"

LG Franz
 
Hallo zusammen,

interessante Lösung!
Da ich leider mein Sternwarten-Projket ( https://skyviewer.de/selbstbau/kuppel-2/kuppel-2.htm ) aus organisatorischen Gründen nicht fertigstellen konnte, habe ich notgedrungen eine ähnliche Lösung realisiert. Da ich für meine Vixen SP / SP-DX Vermessungsstative, die unten am Stativbein Spitzen haben, einsetze, konnte ich einfache Holzschrauben 12 x 380 verwenden, denen ich eine Kegelsenkung im Schraubenkopf verpasst habe. Die Schrauben sitzen bei mir im Boden so fest, dass ich sie mit der großen Knarre rein drehen musste, wir haben kurz unter dem Gras eine Lehmschicht. Damit ich die Schraubenköpfe (19mm Schlüsselweite) im Gras wieder finde, habe ich in Abflussrohr-Endkappen Löcher gebohrt und diese in den Boden mit eingeschraubt / reingetreten.
Das Ganze ist bei mir jetzt etwa 1,5 Jahre im Einsatz und so lange ich die Stativbeine nicht verstelle, brauche ich keine erneute Pol-Justage zu machen. Hierein paar Bilder zum besseren Verständnis:

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Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
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