Betonsäule oder Stahlsäule im Garten

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Harald B

Aktives Mitglied
Hallo liebes Forum,
ev hat jemand ein paar Infos für mich. Nach langem hin und her habe ich mich dazu entschlossen zunächst eine feste Säule für meine AzEQ6 im Garten zu bauen bzw. bauen zu lassen. Nun haben die meisten eine 25cm "KG-Rohr" Lösung gewählt. Die Kaufadapter für die EQ6 sind aber alle 20cm mit M16 Gewindestangen.
Reichen die 20cm auch wenn später mal eine etwass größere Montierung drauf passen soll (z.B die neue 350er oder gar EQ8)?
Ein Freund hat eine Werkstatt und könnte mir sowohl eine Säule aus Stahl als auch einen Adpater herstellen. Die Höhe soll 110cm werden (plus Adapter). Das is der beste Kompromiss zwischen Bedienbarkeit und "über die Dächer lunzen".
Frage Nr.1:
Hat da jemand eine Skizze mit den Anschlußmaßen der EQ6 für den Adapter und die Säule? Selber messen ist mir zu ungenau.
Frage Nr.2:
Was würdet ihr empfelen? Stahl oder Beton (20 oder 25cm).

Lieben Dank
Harald
 
Hallo, ich habe schon zweimal eine 25cm dicke runde Betonsäule mit Erfolg für Hobbysterwarten verwendet, daa war steif, robust und stabil, würde ich empfehlen.
CS Mike
 
Hallo Harald,
eine Betonsäule ist stabil und vergleichsweise günstig herzustellen.
Eine Stahlsäule hat den Vorteil, dass sie schlanker gebaut werden kann, und dass man sie bei Bedarf auch mal demontieren kann. Auch variable Säulenhöhe ist mit Stahl deutlich besser zu realisieren. Mit einem Schlosser im Bekanntenkreis, der eine Säule günstig bauen könnte, würde ich nicht lange überlegen.
CS

Dietmar

PS
Als Abschluss empfehle ich Dir einen Flansch mit beweglicher Platte. Passt für alle Montierungen, und ist mit Baumarktartikeln super stabil höhenverstellbar.
Hier mit 6 Gewindestangen M20.
14D2569B-3E64-4238-800F-91488B881697.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Harald,
funktionieren wird beides. Bei Beton genügen 20cm, wenn genügend Stahl verbaut ist. Eleganter ist eine Säule aus Edelstahl, da habe ich mich einmal mit 15cm begnügt, das war superstabil. In jedem Fall bitte an ein Leerrohr denken, es kommen später garantiert noch Kabel hinzu.
CS Harald
 
Ich dachte, das wäre ein Dinosaurier als früheren Zeiten, der erwiesenermaßen nur unnötig "Spiel" ins System bringt.
Hallo Dominik,

Nicht alles, was man sich in früheren Zeiten ausgedacht hat, ist schlecht. Manches hat sich eben bewährt. Wie auch die Bauweise „Flansch mit beweglicher Montageplatte“. Aber alles hat irgendwo seine Grenzen.
Wenn man es mit der Erhöhung übertreibt, dann kommt natürlich das berüchtigte Spiel zur Wirkung. Der Unterbau kann dann tordieren. Bei 6 Gewindestäben M20 und einer Höhe von gut 20 cm passiert allerdings absolut nix. Für den Fall, dass ich mal höher hinaus will, habe ich mir eine weitere bewegliche Platte machen lassen , die ich zum Aussteifen in die Mitte setzen kann. Das halbiert die Stablänge, in welcher Verformung stattfinden kann, und alles ist gut,
Der Vorteil der Platte ist, dass man bequem an die zentrale Schraube für die Befestigung von SkyWatcher Montierungen kommt, und man mit entsprechenden Bohrungen und Gewinden jede andere Montierung drauf bauen kann.
Ich habe bei mir nicht gerade wenig Gewicht auf der Säule und auch die Hebellänge des 6-Zöllers ist ordentlich. Null Problem. Müsste ich eine neue Säule machen lassen, sie würde wieder ganz genau so werden.

Aber wie wir wissen: Viele Wege führen nach Rom……

CS

Dietmar
 
Frage Nr.1:
Hat da jemand eine Skizze mit den Anschlußmaßen der EQ6 für den Adapter und die Säule? Selber messen ist mir zu ungenau.
Ich habe auf meine Säule einen EQ8 Adapter gesetzt, damit ich noch Luft nach oben habe. Die Gewindestangen habe ich in die Säule einbetoniert und soviel Platz gelassen, damit ich ein Ablagebrett als Abschluss auf die Säule machen und die Montierung noch bequem von unten verschrauben kann. Darauf habe ich wiederum mit einem Adapter zuerst eine CAM und mittlerweile eine EQ6-R angeschlossen. Für die EQ6-R habe ich für den Dreher einen Plan mit den exakten Maßen gemacht. Wenn ich den noch finde, kann ich ein Foto davon posten. Der EQ8 Adapter hat glaube ich 20cm Durchmesser. Kann ich dir aber ausmessen.

Frage Nr.2:
Was würdet ihr empfelen? Stahl oder Beton (20 oder 25cm).
Meine Säule hat 25cm Durchmesser. Verwendet habe ich fürs Betonieren ein Schalrohr von Rapidobat. Die Säule ist aus Stahlbeton. Das muss man aber so nicht machen. Ich hatte das ganze Zeug noch vom Hausbau übrig. Die Säule ist fest verbunden mit einem frostsicher gegründeten Stahlbetonblock und vom Boden um die Säule mit einer Splittschicht entkoppelt. Insgesamt wiegt das wohl so um eine Tonne rum. Diese Bauweise lohnt sich meiner Meinung. Man kann um die Säule herumhüpfen ohne dass sich irgendetwas bewegt und das Teil hat sich <0,01° gesetzt. Nach 5 Jahren hatte ich mal die Montierung runter und nachgemessen.

Was ich heute anders machen würde, wäre eine Noppenfolie um die Säule zu machen, damit sich keine Feuchtigkeit aus dem Boden hochziehen kann. Sonst löst sich die unteren 5cm der Putz bzw. die Farbe. Das werde ich aber dieses Jahr nachholen. Außerdem würde ich die Steckdosen nicht nach Westen oder Osten machen sondern nach Norden. Als ich die Säule damals geplant habe, hatte ich nicht auf dem Radar, dass ich da irgendwann mal eine Kamera mit riesen Filterrad dran hängen habe. Das geht zwar vom Platz gerade so, aber ich muss mir beim Aufbau schon gedanken machen, wo das Filterrad und der OAG hinzeigen.

Meine Säule habe ich für die visuelle Beobachtung mit Refraktoren und Cassegrains auf 135cm Höhe der EQ8 Adapterplatte ausgelegt. So kann ich alles ohne größere Verrenkungen im Stehen beobachten. Fürs fotografieren ist das ja eher egal. Die Stabilität reicht da alle mal. Das Ding ist auf jeden Fall nochmal wesentlich stabiler als mein Dobson. Da bewegt sich wirklich überhaupt nichts.
 
Hallo Harald,

Ich kann dir folgenden Thread von Bernd empfehlen:

Auf der Basis habe ich auch meine Säule anfertigen lassen. Ebenso findest du ein paar Tipps bzgl. wetterfester Abdeckung.

Viele Grüße, Tobias
 
.... eine feste Säule für meine AzEQ6 im Garten zu bauen ....
Hallo Harald,
vor ähnlichen Überlegungen stand ich für meine AZ-EQ5 auch ... bis mir ein Angebot hier im Marktplatz aufgefallen ist.

Jetzt steht die 110 cm Stahlsäule bei mir im Garten und wartet auf das Beton-Fundament.

saeule-01.jpg

Der mit gekaufte Nivellierungs Adapter wird vermutlich bei mir nicht zum Einsatz kommen.

nivellierungs-adapter-01.jpg

Dadurch würde ich samt Montierung eine Höhe von 130 bis 140cm bekommen.


20230303_161606.jpg

Ursprünglich dachte ich, dass der Nivellierungs Adapter notwendig sein wird um für eine möglichst waagrechte und "im Wasser" befindliche Lage zu sorgen. Nach Diskussionen im Forum hier wurde mir klar, dass so eine "ausgerichtete" Lage weder für azimutalen noch EQ Betrieb unnötig ist. Ich habe allerdings durch den seitlichen Eingriff in der Säule auch von unten an eine zentrale Schraube einfach gelangen zu können.

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
ohne es (fundiert) begründen zu können: Ich würde mich für die Stahl-Variante entscheiden. Einfach weil es dann egal ist, wie sich das Wetter entwickelt. Bis der Stahl mal durchgerostet ist, könnten noch die Enkel meiner Enkel damit arbeiten (sofern ich denn welche hätte). Bei Beton ist es ja etwas schwieriger (siehe all unsere Brücken im Straßenbau).

LG & CS
Immo
 
Hey danke, genau die oder so ähnlich hatte ich eh im Visier. Der Rückbau ist da etwas einfacher falls mal erforderlich
Grüße
Harald
 
Danke an Alle für die zahlreichen Infos.
Letztlich ist es technisch gleich entnehme ich. Beton hat halt etwas endgültiges. Bezahlbar ist denke ich beides. Mal sehn was es wird. ?.
Der örtliche Bauunternehmer hat 1200€ plus Adaptee angeboten das klingt fair. Selbermachen bekomme ich leider auf Grund körperlicher Einschränkungen nicht hin

Grüße

Harald
 
Der örtliche Bauunternehmer hat 1200€ plus Adaptee angeboten
Für das Fundament? Frag doch mal die örtlichen Gartenbauer. Ich hatte beruflich mal den Fall, dass wir für eine Wetterstation ein kleines Fundament brauchten. Da wollten die erst sonstwas raus machen, inkl. Berechnung von Bewehrung, etc. und 3.000 EUR aufgerufen. Der Galabauer hat dann 70 Euro genommen. Da haben natürlich 3 Sack Estrich gereicht und das ist nicht direkt vergleichbar zur Thematik Beton-/Stahlsäule, aber zeigt die Unterschiede wie kundenorientiert gedacht wird ... oder eben nicht.
 
Hallo Eike, das war komplett. Müssen von Hand Loch buddeln weil die keinen Mikrobagger haben der durchs Törchen passt.
 
Danke an Alle für die zahlreichen Infos.
Letztlich ist es technisch gleich entnehme ich. Beton hat halt etwas endgültiges. Bezahlbar ist denke ich beides. Mal sehn was es wird. ?.
Der örtliche Bauunternehmer hat 1200€ plus Adaptee angeboten das klingt fair. Selbermachen bekomme ich leider auf Grund körperlicher Einschränkungen nicht hin

Grüße

Harald
Endgültig? Eigentlich nicht, ich musste eine kleine Sternwarte ( Blechhütte zum Wegschieben mit Betonsäule) nach ein paar Jahren schleifen und habe die Säule knapp über dem Boden einfach abgesägt, keine große Sache gewesen.
CS Mike
 
So und da ist sie nun meine Lösung: Mein lieber Freund Carsten hat mir die als Stahlschweißkontruktion gebaut. Er hat eine kleine Metallbaufirma in Berlin (Henze Staltechnik).
Ich überlege sie vor dem Verschließen noch mit Sandsäcken aufzufüllen. Könnt ihr da was empfehlen?

CS Harald
AD17FE38-49EA-4AB9-926F-94D049B550B2.jpeg
 
Hallo Harald,
sieht so "dünn" aus, hoffentlich schwingt sie nicht?!
Flansch nach Feinjustage mit Fließbeton unterfüttern und dann trocknen Ostseesand rein.

CS!
Niko
 
Hi Niko und Harald, ich glaub nicht das ich mir Sorgen machen muss das sind 12mm Stahl als Grundplatte und 4mm Rohr. Die Trägheitsmomente sind denke ich mehr als hinreichend ?. Leerrohr war nicht geplant, da nirgends Strom ist und ich nicht alles umgraben möchte. Aber ok kann ich mal eins reintun. Ins Findament kommen 4 Klebeanker M16. Das hält Dicke. Da wird schon heftigst over engineered glaub ich.

Ich werde berichten, sobald sich der Gala Bauer mal herbequemt hat.
Harald
 
Hallo Harald,
im Grunde ist es nicht nötig, ein solches Rohr mit Sand zu füllen.
Aber es fühlt sich eben gut an, wenn das Rohr vorher beim Anklopfen wie eine Glocke klingt, und nachher dumpf, wie ein Betonklotz.
Meine Säule habe ich mit Spielsand aus dem Baumarkt (für € 2,50) gefüllt, und freue mich, dass ich es gemacht habe.
Solide stehen würde die Säule aber gewiss auch ohne Sand. ;)

CS

Dietmar
 
Hallo Harald,
auf das Leerrohr würde ich keinesfalls verzichten. Irgendwo musst du ja Strom hernehmen und auch ein Solargenerator muss angeschlossen werden. Ggf. kommt noch eine Netzwerkkabel und weitere dazu. Kostet ja nix.
CS Harald
 
Nach langem Überlegen und vielen Tipps ist meine stationäre Teleskopsäule nun vorläufig fertig.
Die schicke Stahlsäule wurde von meinem Freund in Berlin für mich angefertigt (Henze Stahltechnik)
Ich wollte keinen Betonklotz den man nie wieder wegbekommt, daher unbewehrtes Betonfundament. Sie sollte sich auch einigermaßen in den Garten „einfügen“. Die Vorrichtung ist natürlich total OP und könnte ein Auto tragen ?.
Ich hoffe die Lösung gefällt und ist dem ein oder anderen eine Anregung.
Später ist noch eine Holzplattform drumrum angedacht und ggf. eine Winz-Schiebedach Schutzhütte.
6C7456E4-C256-45E8-B7DC-51E3738055E1.jpeg
 
Hallo Harald,

sieht prima aus. Das Teil wirst du lieben :)

Falls das noch geht, würde ich das Stromteil da auf die Nordseite machen. Da stört es auf keinen Fall. Süden ist aber eigentlich auch relativ sicher.

Ich habe das damals bei mir auf die Westseite gemacht. Da muss ich immer aufpassen mit den Anbauteilen wie OAG und Filterrad, wie ich das ausrichte, damit des nicht dran stößt :rolleyes: Damals dachte ich nicht, dass ich jemals damit fotografiere und dann das ganze Reraffel dran hängt. Visuell hatte ich ausgerechnet, dass es locker ausreicht, da die visuellen Anschlussteile immer von der Säule wegzeigen.

und ggf. eine Winz-Schiebedach Schutzhütte.
Das würde mich dann auch interessieren. Ich hab mal ein extrem einfaches Beispiel gesehen, wo einer einfach zwei Regentonnen mit einer Flansch verbunden hat. Ich glaube aber, da würde meine Frau nicht mitmachen...

Grüße,
Joachim
 
Hallo,
erst mal Gratulation an Harald zur Fertigstellung!
Falls das noch geht, würde ich das Stromteil da auf die Nordseite machen. Da stört es auf keinen Fall. Süden ist aber eigentlich auch relativ sicher.
Also eigentlich stört sie im Süden am Wenigsten. Im Norden steht man ja, wenn das Teleskop nach Süden zeigt (bzw. je nach Teleskopbauart).
Testen, ändern kannst Du das immernoch. Das Gleiche gilt auch für die Stabilität.

Harald, nun musst Du Deinen Nachbarn erziehen, dass er abends immer (auch bei :regen:) schön den Rollladen runterlässt und Du nicht (auch bei unvorhergesagtem :sternklar:) in seinem LED-Flutlicht stehst...

CS, Niko
 
Der Nachbar hat brav den ganzen Tag und Nacht Rolläden unten. Ich vermute - ähnlich wie bei uns- Grottenolmzuchtstation für Jugendliche Handy Zombies ?
 
...oder er ist nur neidisch, weil Du den schöneren Garten hast - nun auch noch mit Gartensternwarte! :sick:
:cool:
Meine Gartensternwarte auf 52° 46' N hat jetzt Sommerpause - wegen Mitternachtsdämmerung. Ist ja klar das jetzt oft klarer Himmel ist...

CS, Niko
 
Erfahrungsgemäß kann man schon auch ab/bis 15Grad Sonne unter dem Horizont knipsen, halt nicht grad dahin wo sie grad steht. Auf 48 Nord geht fast immer was.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben