Betonsäule: Welchen Beton nehmen?????

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Lotz

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Hallo,

werde am Freitag (Brückentag) meine 250x120cm Betonsäule giessen mit nem Säulenadapter für die Montierung.

Welchen Beton nhehme ich da am besten her?
Betonestrich aus dem Baumarkt?
Irgendeine andre Zement oder Betonsorte? Mit was mischen? Wie flüssig?

Ich will unbedingt vermeiden, daß der eingegossenen Säulenadapter irgendwie wackeln kann oder die Säule "bröselig" wird.

Wieviel Volumen ergibt so ein 40kg Sasck eigentlich? Das Fundament soll ca 70cmx70cmx70cm werden, aus dem dann mittig die Säule rauskommt, die in KG-Rohr gegossen wird.

Viele Grüße

Markus
 
Hi Markus,

nur grob und schnell daher gesabbelt: Nimm Fertigbeton B25 aus dem Baumarkt. Erhältlich in 25 und 40Kg Säcken. Die enthalten alle benötigten Anteile an Zement, Zuschlagstoffen und Sand im richtigen Mischungsverhältnis. Was fehlt, ist natürlich Wasser. Die Regel lautet: erdfeucht anmischen, also nicht flüssig, sondern eher trocken!!! Das meiste Wasser wird als Kristallwasser gebunden, zählt also beim Volumen mit. Estrich ist auch Beton, aber für den Innenbereich gedacht und sehr viel feiner und letztlich teurer.

Die Mengen, die man braucht, kann ich leider niemals richtig abschätzen, aber letztlich hatte ich bei allen Haus- und Hofverwendungen stets zu wenig Mischung. Ich würde mal sagen, fang mit 2x40kg an und kauf dann Samstag nach...

Günstiger wirds, wenn du statt Fertigbeton Zement und Sand/Kies besorgst und selber anmischt (1Teil Zement, 3 Teile Sand + Wasser). Dann brauchst du aber defintiv einen Baumischer mit Motor. Fertigbeton kannst du gerade noch vetretbar im Eimer mit Bohrmaschine und Rührpaddel anmischen, aber das wird dich einige Stunden beschäftigen. Tipp: Erstmal etwas mehr Wasser nehmen und konsistent durchrühren, dann Mischung nachkippen und unterrühren. Bist du anfangs zu trocken, kriegst du mit dem Rührpaddel Probleme und kommst nicht in die Eimerecken rein...

Fundament Eimerweise verdichten... wichtig, damit keine Luftblasen verbleiben. Geht gut mit einer dicken, langen Holzbohle o.ä. Die Masse wird dann blubberig und wabbelig, aber das kannst du ignorieren. Falls du noch Bauschutt, alte Steine etc. rumliegen hast: reinschmeißen, umso weniger Mischung musst du anrühren. Bei heißem Wetter abends mit Wasser bedecken, sonst reißt es, aber es bindet trotzdem - auch unter Wasser - ab.

Wenn du im zweiten Schritt deine Säule gießen willst, empfehle ich, in den Fundamentbeton vorher noch 3 Baueisen(stangen) einzulegen und rausgucken zu lassen, damit du oben mit der Säule einen kraftschlüssigen Anschluss bekommst. Die Säule selbst (oder die oberen 30cm) kannst du ja mit Estrichbeton machen, damit du etwas feineren Untergrund für deinen Adapter erhältst. Auch dort würde ich noch ein paar Baueisen mit reinwerfen... Eine glatte Fläche ganz oben erhältst du, wenn du trockenen Estrich/Beton raufstreust und mit der Kelle/Spachtel einreibst und abziehst.

Deine Maßangeben (2,50 x 1,20m??) habe ich allerdings nicht verstanden.

Gruß und gutes Gelingen


Logi
 
Hallo Markus,

würde mir und der Bohrmaschine dass nicht antun, den Beton in nem Kübel zu mischen, sind ja auch:

0,7m x 0,7m x 0,7m = 0,343m³ (Fundament)

(0,25²/4) x Phi = 0,06m³ (Säule, wenn der Durchmesser die 250mm? sind)

1 m³ Beton wiegt ca. 2,4 Tonnen => 2,4 x 0,403 = ca. 970 kg -> 1 Tonne

Das mischt man nicht so einfach mit der Bohrmaschine in nem Kübel, vor allem läuft dir die Bohrmaschine heiß, ist mir beim Mischen von 2 x 20 Liter Kunststoffbeschichtung schon so gegangen (war eine gute „Bau-Hilti“, Betonung auf „war“!).

Ich versuche jetzt mal mein Wissen in Baustoff- bzw. Betonkunde (bin Bauingenieur) etwas darzulegen (ok, ist schon ein paar Jährchen her, aber vielleicht klappts… ;-) ):

Beton mit der Bezeichnung B25 gibt es seit Jahren schon nicht mehr, der in etwa entsprechende Beton wird heute C 20/25 bezeichnet (C für Concrete… jaja die Euronorm… ;-) ).

Den „Fertigbeton“ den Logi vorschlägt kenn ich nicht, und kann dazu nichts sagen.

Für die „kleine“ Menge würde ich mir einen kleinen Baustellenmischer ausleihen (gibt’s mit Sicherheit im Baumarkt für wenig Geld) und dann auch gleich einen Flaschenrüttler zum Verdichten des Frischbetons (tut man sich echt um einiges leichter als mit ner Holzbohle und per Hand). Ausserdem verminderst du die "Gefahr von "Kiesnestern" oder inhomogene Vermischung die man eventuell an der Säulenoberfläche sehen könnte.

Für die Mischung würde ich folgende Zusammensetzung vorschlagen (wenn du mit Baustellenmischer selber mischt):
1 m³ Beton wiegt ca. 2.400 kg
Für einen Kubikmeter Beton C 20/25 mit einem Wasser-Zement-Wert von ca. 0,6 (Verhältnis von Wasser zu Zement) benötigst du in etwa 350 kg Zement, 200 Liter Wasser und ca. 1.800 kg Kies mit der Körnung 0/32.

Du benötigst in etwa 0,4 m³, aus „Sicherheitsgründen“ würde ich mind. 0,5 m³ ansetzen.

Das heißt du benötigst ca. 175kg (7 x 25kg-Säcke) Zement, etwa 100 Liter Wasser (ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass man Beton durch Wasserzugabe länger verarbeiten kann, tu das bitte nicht! Beton benötigt das Wasser für eine "chemische" Reaktion,wenn man zu viel Wasser zugibt bzw. nach Erstarrungsbeginn den Beton mit Wasser nochmal "aufmischt" um ihn besser verarbeiten zu können, wird die Qualität des Betons sehr sehr schlecht) und einen guten halben Kubikmeter Kies (ca. 1.000 kg).

Damit dir das Fundament nicht reißt, solltest du dort auch Bewehrung einlegen (ein paar Stahlmatten horizontal in mehreren Lagen), vor allem in dem Bereich, in dem die senkrechten Anschlusseisen (4 Stück) für die Säule sitzen.

Solltest auch aufpassen, dass die Eisen immer schön mit Beton „zugedeckt“ sind (mindestens 3 cm im Beton liegen, würd ich aus dem Bauch raus sagen), sonst fängt das Eisen eventuell zu rosten an (Rost hat das 200-fache Volumen von Eisen) und „sprengt“ dir über die Zeit den Beton weg, zudem sehen die Rostflecken auch nicht unbedingt hübsch aus (da der Säulenadapter ja mit Sicherheit aus rostfreiem Stahl ist, passiert dort nichts, da er ja nicht rostet).

Im Bereich der Säule würde ich keinen Bauschutt rein kippen, kann sein dass es unschöne „Ausblühungen“ auf der Betonoberfläche gibt!

Im oberen Bereich der Säule würde ich auch keinen anderen Beton verwenden, da der Anschluss für den Montierungskopf sowieso rausguckt und nicht flächig aufliegt (zumindest hab ich es noch nicht anders gesehen).

Wenn ich dich richtig verstehe, betonierst du zuerst logischerweise das Fundament und anschließend die Säule in einem KG-Rohr. In einem Arbeitsgang wird das nicht gut funktionieren, da der Fundamentbeton zuerst eine ausreichende Festigkeit haben sollte (1-2 Tage), sonst drückt es dir den Beton durch das KG-Rohr unten durch den noch weichen Fundamentbeton wieder raus (evtl. dann auch das KG-Rohr nach unten befestigen sonst hebt der Betondruck das Rohr an, sind 1,2m Frischbeton die in den „Spalt“ zwischen Fundament und Rohrkante drücken, kann sein dass es ohne Befestigung funktioniert, aber wenn nicht dann hast ein Problem).

So, hoffe es war nicht zu unverständlich.

Wenn du noch Fragen hast oder etwas unverständlich ist, melde dich einfach.

Gruss Alex
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

also ich habe für mein Projekt (http://forum.astronomie.de/phpapps/.../Search/true/Meine_neue_Betonsaule#Post720925) etwa 12 Sack a 25kg benötigt.

Ich habe allerdings etwas über behalten (und durfte gleich noch ne Gartentreppe bauen :mauer:

Den Beton (aus dem Baustoffhandel, Beton für Fundemente, frostsicher) habe ich ganz simpel in einem großen Plastikkübel selber angerührt - immer ein Sack nach dem anderen. Das ganze nicht zu flüssig - eben so, dass ich mit der Schaufel einfach noch so umrühren konnte.

In den Beton rein habe ich Bewehrungsstahl mit eingossen. Also Baustahl so kreuz und quer und hochkant, bis in das KG Rohr rein.

Das ging alles ohne Mischer, ohne Aufwand - nur mit etwas Schweiß und Bier ;)

Nimm normalen Beton für Gartenzaun- oder Wäschespinnenfundamente... Lass dich nicht irre machen, großer Plastikkübel, Wasserschlauch und einen Sack nach dem anderen anrühren und rein damit - dazu, wie oben schon gesagt, Steine oder die Schwiegermutter mit rein... dann brauchst' halt weniger Beton.

Eventuell kannst Du ja sogar übrig gebliebene Säcke zurück geben... bei mir im Ort ging das.

Also, viel Spaß und Erfolg!!

Gruß
Ernie
 
Hallo Ernie,

aha, man lernt nie aus...
;)

Ich dachte, dass Markus das KG-Rohr nach dem erhärten des Betons entfernt!

So gehts natürlich auch!
Sieht gut aus in schwarz!

Du hast das Rohr aber gleich in den Fundamentbeton mit eingegossen, oder?
Fundament und Säule in einem Arbeitsgang?

Gruss Alex
 
Ja, genau - das Rohr geht bis (fast) nach unten durch.
Ich habe das Rohr selber noch kreuz und quer durchbohrt und Bewehrungsstahl über Kreuz durchgesteckt, sodass die Enden weit raus ragen, also in den umgebenden Beton hinein. Dann immer gleichmäßig aufgegossen... Also umliegend ein, zwei Säcke, dann ein Sack in das Rohr... Ist ja keine Raketentechnik, kommt also nicht auf Supergleichmäßigkeit an.

Dazu habe ich dann ganz oben, den Adapter von Stefan mit eingegossen. Allerdings war der Adapter zu hoch (verdammtes Jever ;) ) und ich musste etwas von den 4 Edelstahlgewindestangen absägen...

Gruß
Ernie
 
Das sollte dann Markus aber genauso machen!
Also nicht das mit dem Jever...
;)

Gute Idee und so einfach...
:)

Wenn das Rohr einfach nur auf die Oberkante Fundament gesetzt wird, dann kanns es eben passieren (ist sogar sehr wahrscheinlich wenn der Beton etwas zu "flüssig" ist), dass der Beton das Rohr anhebt und durchrutscht.

Gruss Alex
 
Hallo zusammen,

vielleicht geht es noch einfacher: ich habe letztes Jahr meine Säule gegossen – ausgehoben ein Erdloch von ca. 700 x 700 x 700, ein paar alte Stahlmatten (das waren mal Rosengitter) und vier gewinkelte Baustahlstangen eingelegt, die Säule angepasst, mit der Waage ausgewinkelt und fixiert und den Beton aus dem frischerschlossenen Neubaugebiet gegen eine Kiste Mineralwasser (!!! Sie wollten kein Bier) direkt aus dem Mischer getauscht.

Das einzige zusätzliche Equipment war ein Anhänger (den wir zufällig schon haben), denn die drei vollgefüllten Wannen wogen geschätzte 800 Kilo.

Vorteil dieser Aktion, kein Anmischen, bester Beton mit Verzögerer und integriertem Metallstiftanteil in tip-top-Qualität, der eine zusätzliche Bewehrung überflüssig macht, wenig Muskelstress (bis auf die Aushubaktion bei 36 Grad in der Sonne – danke Pa!) und alles in Nullkommanichts fertig.

Und ich habe die gesamte Betoniererei in einem Zug durchgeführt. Das ganze hat einen Nachmittag gedauert, ist unter wasserdurchnässtem Tuch langsam und gleichmäßig abgebunden und hat den Winter mit zweistelligen Minusgraden problemlos durchstanden. Die Säule steht auf freiem Feld neben der Pferdekoppel, ist also Wind und Schnee und UV voll ausgesetzt.

Zur Ansicht ein paar Bilder der Bauphase und mit dem alten Newton.

Vielleicht ist es ein Tipp!
Herzlich, Olaf
 

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Hallo Markus,

wie schon viele hier schrieben, kauf für ein paar Euro einen großen schwarzen runden Gummikübel im Baumarkt, dann wirst Du so ca. 6-8 x 40kg Beton brauchen, da passt mehr rein als man denkt...dazu einen Spaten, damit kann man den Beton/Estrich anrühren, also ganz leicht...Ich habe bisher immer Beton/Estrich genommen, der von Praktiker ist nicht sehr guter Qualität, besser ist da der von Bauhaus...und auch kaum teurer. Das hält ewig, wird sehr fest und brösent nicht...aber bitte nicht bei Frost betonieren ;-)!!

Viel Erfolg und Spaß!

Thorsten
 
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