Hallo Markus,
würde mir und der Bohrmaschine dass nicht antun, den Beton in nem Kübel zu mischen, sind ja auch:
0,7m x 0,7m x 0,7m = 0,343m³ (Fundament)
(0,25²/4) x Phi = 0,06m³ (Säule, wenn der Durchmesser die 250mm? sind)
1 m³ Beton wiegt ca. 2,4 Tonnen => 2,4 x 0,403 = ca. 970 kg -> 1 Tonne
Das mischt man nicht so einfach mit der Bohrmaschine in nem Kübel, vor allem läuft dir die Bohrmaschine heiß, ist mir beim Mischen von 2 x 20 Liter Kunststoffbeschichtung schon so gegangen (war eine gute „Bau-Hilti“, Betonung auf „war“!).
Ich versuche jetzt mal mein Wissen in Baustoff- bzw. Betonkunde (bin Bauingenieur) etwas darzulegen (ok, ist schon ein paar Jährchen her, aber vielleicht klappts… ;-) ):
Beton mit der Bezeichnung B25 gibt es seit Jahren schon nicht mehr, der in etwa entsprechende Beton wird heute C 20/25 bezeichnet (C für Concrete… jaja die Euronorm… ;-) ).
Den „Fertigbeton“ den Logi vorschlägt kenn ich nicht, und kann dazu nichts sagen.
Für die „kleine“ Menge würde ich mir einen kleinen Baustellenmischer ausleihen (gibt’s mit Sicherheit im Baumarkt für wenig Geld) und dann auch gleich einen Flaschenrüttler zum Verdichten des Frischbetons (tut man sich echt um einiges leichter als mit ner Holzbohle und per Hand). Ausserdem verminderst du die "Gefahr von "Kiesnestern" oder inhomogene Vermischung die man eventuell an der Säulenoberfläche sehen könnte.
Für die Mischung würde ich folgende Zusammensetzung vorschlagen (wenn du mit Baustellenmischer selber mischt):
1 m³ Beton wiegt ca. 2.400 kg
Für einen Kubikmeter Beton C 20/25 mit einem Wasser-Zement-Wert von ca. 0,6 (Verhältnis von Wasser zu Zement) benötigst du in etwa 350 kg Zement, 200 Liter Wasser und ca. 1.800 kg Kies mit der Körnung 0/32.
Du benötigst in etwa 0,4 m³, aus „Sicherheitsgründen“ würde ich mind. 0,5 m³ ansetzen.
Das heißt du benötigst ca. 175kg (7 x 25kg-Säcke) Zement, etwa 100 Liter Wasser (ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass man Beton durch Wasserzugabe länger verarbeiten kann, tu das bitte nicht! Beton benötigt das Wasser für eine "chemische" Reaktion,wenn man zu viel Wasser zugibt bzw. nach Erstarrungsbeginn den Beton mit Wasser nochmal "aufmischt" um ihn besser verarbeiten zu können, wird die Qualität des Betons sehr sehr schlecht) und einen guten halben Kubikmeter Kies (ca. 1.000 kg).
Damit dir das Fundament nicht reißt, solltest du dort auch Bewehrung einlegen (ein paar Stahlmatten horizontal in mehreren Lagen), vor allem in dem Bereich, in dem die senkrechten Anschlusseisen (4 Stück) für die Säule sitzen.
Solltest auch aufpassen, dass die Eisen immer schön mit Beton „zugedeckt“ sind (mindestens 3 cm im Beton liegen, würd ich aus dem Bauch raus sagen), sonst fängt das Eisen eventuell zu rosten an (Rost hat das 200-fache Volumen von Eisen) und „sprengt“ dir über die Zeit den Beton weg, zudem sehen die Rostflecken auch nicht unbedingt hübsch aus (da der Säulenadapter ja mit Sicherheit aus rostfreiem Stahl ist, passiert dort nichts, da er ja nicht rostet).
Im Bereich der Säule würde ich keinen Bauschutt rein kippen, kann sein dass es unschöne „Ausblühungen“ auf der Betonoberfläche gibt!
Im oberen Bereich der Säule würde ich auch keinen anderen Beton verwenden, da der Anschluss für den Montierungskopf sowieso rausguckt und nicht flächig aufliegt (zumindest hab ich es noch nicht anders gesehen).
Wenn ich dich richtig verstehe, betonierst du zuerst logischerweise das Fundament und anschließend die Säule in einem KG-Rohr. In einem Arbeitsgang wird das nicht gut funktionieren, da der Fundamentbeton zuerst eine ausreichende Festigkeit haben sollte (1-2 Tage), sonst drückt es dir den Beton durch das KG-Rohr unten durch den noch weichen Fundamentbeton wieder raus (evtl. dann auch das KG-Rohr nach unten befestigen sonst hebt der Betondruck das Rohr an, sind 1,2m Frischbeton die in den „Spalt“ zwischen Fundament und Rohrkante drücken, kann sein dass es ohne Befestigung funktioniert, aber wenn nicht dann hast ein Problem).
So, hoffe es war nicht zu unverständlich.
Wenn du noch Fragen hast oder etwas unverständlich ist, melde dich einfach.
Gruss Alex