Betonsäule

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tuo42

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Hallo zusammen,

durch reichlich Überzeugungskraft habe ich es geschafft, daß ich auf dem freistehenden Gartengrundstück, welches zu gleichen Teilen meinen Eltern, mir und meinen Brüdern gehört, eine kleine Rolldach-Hütte bauen zu dürfen. (wir haben uns darauf geeinigt, sämtliche Modifikationen des Grundstücks gemeinsam zu besprechen).

Nun stoße ich jedoch noch etwas auf Granit wenn es um das Thema Bodenplatte oder sogar nur Betonsäule unter der Grasnabe für eine Säule geht. Eine nachträgliche Konstruktion der Säule im Boden wäre jedoch möglich.

Meine Frage an die Experten: wie groß ist der Unterschied einer Montierung auf einem sehr guten Stativ gegenüber einer Säule, welche bspw. auf einem 50x50x80 Betonwürfel verschraubt ist?

Dass die Säule Vorteile bzgl. dem Umschlagen beim Meridian-Durchgang bietet ist natürlich klar, aber wie sehr "hilft" denn so eine Säule bzgl. Schwingung/Ergebnis in der Fotographie?

Mir geht es bei der Beobachtungshütte hauptsächlich darum, nicht jede Nacht erneut alles auf- und abbauen zu müssen, nicht jede nacht erneut einnorden zu müssen, und evtl. auch mal das ganze laufen zu lassen, während ich mich einige Meter entfernt in der Gartenhütte lang mach.

Daher die Frage: wenn schon, dann weitere Überzeugungsarbeit leisten für die Säule, mit der Gefahr, den Bogen zu überspannen, oder nicht?

beste Grüße

Ulrik
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von tuo42:
Meine Frage an die Experten: wie groß ist der Unterschied einer Montierung auf einem sehr guten Stativ gegenüber einer Säule, welche bspw. auf einem 50x50x80 Betonwürfel verschraubt ist?

Bei einem "sehr guten Stativ" sehe ich überhaupt keinen Stabilitätsnachteil gegenüber einer verschraubten Säule. Eher im Gegenteil, wenn ich sehe, was für dünne Stengel manche Leute so als Säule haben. :augenrubbel:

Es ist m.E. eher ein Platzproblem. Überleg mal, wie weit du ein Stativ ausfahren müsstest, um niedrig stehende Objekte zu erreichen? Dann wird es in deiner kleinen Rolldachhütte schnell eng werden. Und auf irgend etwas muss das Stativ ja auch stehen.

Musst du für die Hütte nicht ohnehin Betonfundamente machen? Was spielt's da für eine Rolle, wenn für die Säule noch ein Betonklotz mehr im Rasen versenkt wird?

 
Hallo Torsten,

danke für die Info! Das stimmt mich schonmal positiv.

die Überlegung war, ähnlich wie bei einer Grillhütte, die wir dort haben, lediglich auszukoffern, mit dem Rüttler alles sauber zu verdichten, und dann auf Splitt normale Pflastersteine zu legen (von denen wir noch einige dutzend Quadratmeter da haben), so daß für den Fall der Fälle eigentlich alles "rückbaubar" ist.

Ich überlege, dort eine EQ8 hinzustellen. Deren Stativ ist ja quasi eine höhenverstellbare Säule, und müsste wohl auch nicht so weit ausgefahren werden (zu den Seiten hin).

Niedrig stehende Objekte ist von dem dortigen Standort sowieso schwierig, zum einen wg. Bebauung des Nachbargrundstücks, zum anderen in zumindest einer Himmelsrichtung wg. Lichtverschmutzung, ich glaube das könnte ich verschmerzen.

beste Grüße

Ulrik
 
Hallo Ulrik,

ich habe meine Montierung inkl Teleskop längere Zeiträume draussen. Eine dauerhafte Aufstellung ist nicht möglich, da es sich um eine begrünte Dachterrasse handelt. Daher kann hier auch keine Säule gegossen oder verschraubt werden. Ich habe auf der dünnen Erdschicht 3 große Gewegplatten verlegt und eine Säule darauf stehen (Säule mit drei Ablegern). Die Säule selbst ist überhaupt nicht das Problem, da kann ich mich draufstellen, in deinem Fall wohl auch nicht das Stativ. Der Boden wird sich aber je nach Witterung schon ein wenig verändern. Ich merke schon Unterschiede, ob es lange regnet oder der Boden durch Frost härtet. Ich muss häufiger die Poljustage anpassen bzw. in meinem Fall neue Pointingfiles machen. Der Boden arbeitet halt.
Eine Säule mit Fundament wird da immer deutlich besser sein, aber immer noch besser als vorher wirds alle mal. Der Vorteil nicht aufbauen zu müssen ist immens aus meiner Sicht.
Allerdings würde ich mir die Frage stellen, wenn es innerhalb der Familie schon so schwierig ist etwas unter der Grasnabe zu installieren, sind dann nicht andere Probleme vorprogrammiert Licht etc. Aber das kannst Du nur beurteilen, ging mir noch den den Kopf als ich das las.


 
Hallo Ulrik,

wenn Du statt einer Betonsäule eine Stahlsäule auf den Betonsockel schraubst und der Sockel ist 20-30 cm im Boden versenkt hast Du das Argument, dass man das Ganz wieder spurlos verschwinden lassen kann.

Zumindest kann man wieder "Gras drüber wachsen lassen", Blumen anpflanzen usw. Ok, mit Bäumen wird es etwas schwieriger :)

Wenn man mal was anderes dort bauen will (ohne Keller) hat man ggf. schon einen Teil des Fundaments.

Viele Grüße

Reinhard

 
Hallo Ulrik,

Zitat von tuo42:
die Überlegung war, ähnlich wie bei einer Grillhütte, die wir dort haben, lediglich auszukoffern, mit dem Rüttler alles sauber zu verdichten, und dann auf Splitt normale Pflastersteine zu legen (von denen wir noch einige dutzend Quadratmeter da haben), so daß für den Fall der Fälle eigentlich alles "rückbaubar" ist.
Speziel für den Teil:"...mit dem Rüttler alles sauber zu verdichten..." kann ich dir sagen: Das funktioniert nicht! Man kann Erdreich mit einem Rüttler nicht verdichten. Das einzige das man erreicht ist, dass sich durch die Vibration der Platte sich unter der Platte Wasser ansammelt und das Erdreich großflächig anfäng zu schwimmen. Du rührst damit nur Schlamm an. Abgesehen davon friert der Boden im Winter auf und das wars dann mit deinen Pflasterbelag. Der Splitt braucht einen tragfähigen Unterbau, etwa 15cm Schotter mit Nullanteil. Der wird verdichtet und dann erst der Splitt(max. 8cm), Pflastersteine drauf und dann nochmal mit den Rüttler drüber, fertig.

Wenn es rückbaufähig sein soll, dann verlege über das Erdreich im Loch noch vor dem Schotter irgendein Flies. Damit erreichst du eine Trennung der verschiedenen Materialien, es kann sich nicht oder nur sehr schlecht mit dem Erdreich vermischen.

Grüße,
Matthias
 
Lieber Ulrik,
habe mir für mein C11 auf EQ6 eine Betonsäule mit einer Schutzhaube gebaut wo ich die Montierung fix drauflassen kann und nur jedes mal vorm Beobachten den Tubus aufsetzen muß. Das ist selbst beim C11 kein Problem, die knapp 12kg kann man bequem alleine auf die Monti setzen. Hab ein 2m langes und 25cm Durchmesser Kanalrohr ca. 70cm im Boden eingegraben, das Ganze innen wie außen mit Fertigbeton aus dem Baumarkt angefüllt. Danach den Betonsäulenadapter ausgerichtet und ca.25cm ins Rohr einbetoniert (ebenfalls mit Fertigbeton nur dünner angemischt) und fertig. Danach die Bodenplatte der Schutzhaube drauf, dann den Kopf der EQ6 und fertig. Die Schutzhaube greift über die Bodenplatte und wird von unten verschraubt. Blechdach noch mit Silikon mittels Distanzklötzen aufs Dach der Schutzhaube geklebt - hällt Bombenfest Sturm und Starkregen stand. Schicke dir gerne per mail ein Foto des Ganzen - ist hier zu groß zum hochladen. Hat mich keine €100 gekostet. LG Peter mail to pr_216@msn.com
 
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