Bevor das Jahr zu Ende geht...

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ralfmuendlein

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wollte ich Euch den Jupiter vom 06.11.2010 zeigen.
Wir waren zu Viert im Sahara Sky Hotel in Marroko und haben neben DeepSky Aufnahmen auch gelegentlich mit dem Meade 16" ACF auf Jupiter gehalten. In der Nacht vom 6.11 war das Seeing ganz ordenltich und mit Baader Flatfield Konverter wurde mit einer DFK die Serie geschossen. Das Bildmaterial zeigte Zwiebelringe, die Josef Laufer der Volkssternwarte Würzburg bei der Bearbeitung ganz gut unterdrücken konnte. Hier das Ergebnis:

Jupiter vom 6.November 2010

Viele Grüße
Ralf
 
Hallo Ralf
Für mich eine sehr spannende Aufnahme.
Fotografiere auch mit einem Meade 16 Zoll ACF und einer DFK.
Habe von meinem Standort täuschend ähnliche Aufnahmem gemacht.
Mir fällt auch auf, dass der Kontrast des Bildes ebenfalls meinen Bildern sehr ähnlich ist, was meinst du hat dies auch einen Zusammenhang mit dem Teleskoptyp von Meade bezw. dem ACF Typ.
Auch hast du ein äusserst kontrastreiches Bild gemacht.
Dies ist mir bei meinem Gerät ebenfalls aufgefallen.
Kannst du zu deiner Aussage ganz ordentliches Seeing genaueres sagen, zum Beispiel wie war Jupiter visuell zu sehen.
Ich habe seit ein paar Wochen auch auf die RGB-Technik mit der DMK Kamera umgestellt, die Bilder werden dabei farblich anders, der grosse Schuss ist mir aber noch nicht gelungen.
Danke für eine Rückmeldung.
Peter
 
Hallo Peter,
visuell haben die ACF´s einen sehr ordentlichen Kontrast (Für obstruierte Cassegrains); bei der Aufnahme sollte sich das eigentlich nicht besonders bemerkbar machen.
Hier geht es auch um Belichtungszeit und Bildbearbeitung die stark auf das Ergebnis einwirken.#
Offen gesagt konnte ich hierzulande an Planeten mit dem 16" noch nie die Ergebnisse eines 8" Apos erreichen, weder fotografisch noch visuell. Visuell war das Ergebnis aber manchmal ganz nahe beim Refraktor und im Gegensatz zur kleineren Öffnung kommen die Farben besonders deutlich rüber.

Unten in Marokko steht der Jupiter 20° höher und die Luft war in zwei Nächten besonders ruhig, wenn auch nicht perfekt.
Jedenfalls hatte ich visuell meine bisher beste Jupiterbeoachtung und die kleinen fotografischen Details wie helle Flecken oder Wolkenfahnen konnten ich auch visuell sehen. Der ACF dort war ganz in Ordnung und ohne Auffälligkeiten in der Optik, wenn auch nicht so hart in der Abbildung am Stern wie mein Gerät es leistet.
Trotzdem konnte ich zuhause nicht einmal den Jupiter mit solchem Feindetail sehen, das Seeing ließ es bisher nicht zu.
Bei der Öffnung arbeitest Du praktisch immer Seeingbegrenzt und es ist eine Eröffnung wenn die Luft es zulässt die Grenze auszureizen.

Ich hoffe in ein paar Jahren auch Zuhause solche Beobachtungen machen zu können, wenn der Jupiter wieder hohe Deklination erreicht.

Bei der Aufnahme hat Josef Laufer die Daten bei der Bearbeitung gerettet, weil Zwiebelringe auf den Rohdaten schlecht aussahen. Der FFC mit ca. 4x Vergrößerung war sicher auch zuviel Brennweite mit ca. 16m. Mir ist das Bild eher zu dunkel, aber aus den Daten das Bestmögliche was in unserer Gruppe erreicht wurde.

Viele Grüße
Ralf
 
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