Bild im Fernglas nicht gleichmäßig ausgeleucht?

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PingoinamSee

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Hallo Zusammen,

ich habe ein ca. 40 Jahre altes Polaris 10x50 Fernglas "geerbt".
Es hat eine ähnliche Bauart wie die bekannten Zeiss Dekarem's.
Das sich schon viele "Handwerker" an diesem Glas verewigt haben und der Zustand entsprechend schlecht war, war ich das Glas demontiert, gereinigt und neu justiert.

Nun habe ich aber folgendes Phänomen, dass ich so noch nicht bei einem Fernglas beobachtet habe. Das Bild ist in der Mitte dunkler als am Rand. Das fällt gerade am Tag bei dem hellen Schnee auf. Es sieht in etwa so aus
Link zur Grafik: http://www.die-klevers.de/bilder/fgbild.jpg

Natürlich ist der Übergang weicher als in meinem Beispiel. Es sieht auf beiden Seiten gleich aus. Wenn ich nicht mittig in das Okular schaue, wandert der dunklere Bereich.

Ist das so Bauartbedingt oder habe ich das was falsch zusammengebaut?

Viele Grüße
Ingo
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Uwe,
ja, das Bild ist soweit scharf und in Ordnung.
Der Effekt ist auch sicherlich nicht so stark wie auf meinem Bild.
Wenn es aber "Serie" wäre, das wäre es sicher schon einmal jemanden aufgefallen.
Man kann das Glas aber so gut nutzen.

Viele Grüße
Ingo
 
Hallo Ingo,

gewissermaßen eine verkehrte Abschattung ... ?!

Ist der Effekt denn rechts und links derselbe?

Schau doch mal von der Objektivseite ins Glas hinein, ob Du da was ungewöhnliches entdecken kannst, z.B. Schmutz oder Farbe auf den Glasflächen.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hallo Peter,
ja, es ist auf beiden Seiten der gleiche Effekt.
Von der anderen Seite ist nichts außergewöhnliches zu sehen.

Viele Grüße
Ingo
 
Hallo,

also wenn das Glas nicht von haus aus eine Gurke war, kann es nur sein, daß du was nicht richtig wieder zusammengebaut hast.
Du schreibst ja ,daß das Fernglas zerlegt war ( demontiert?).

Dann kann es durchaus sein, daß, wenn z.B. auch das Okular in seine Einzellinsen zerlegt war, so ein Effekt entstehen kann, einfach dadurch, daß eine Linse verkehrt herum eingebaut wurde.

Grüße

*entfernt*
 
Hallo Dietrich,
ich habe das Okular nicht zerlegt, aber mein Onkel hat das Glas vor Jahren auch schon einmal demontiert (Er hatte es ins Wasser fallen lassen). Leider kann ich Ihn nicht mehr fragen.

Funktioniert das Glas denn überhaupt noch, wenn einzelne Linsen gewendet oder vertauscht sind?

Viele Grüße
Ingo
 
Hallo Ingo,

ja, das Fernglas "funktioniert" mie einer falsch herum eingebauten Linse meist doch noch, kann aber genau den Effekt zeigen, den du beobachtest.

Natürlch kann es auch andere Gründe geben. Vielleicht hat sich auch etwas auf den Prismen niedergeschlagen. Oder die Verkittung der Linsen hat Schaden genommen. Wenn es möglich ist, prüfe noch einmal, ob alle optischen Bauteile wirklich klar und ohne Abschattungen sind.
Es kann sich auch sog. Glaspilz gebildet haben, der mittig auf den Linsen liegt. Man kann das schwer in Ferndiagnose beurteilen.
Linsen könnten auch z.B. Thorium enthalten, das durch radioaktiven Zerfall zu Verfärbung des Glases (meist gelblich) führt. Dann ist bei dicken Linsen die Linsenmitte stärker verfärbt als der Rand.

Wenn das Glas überall wirklich klar ist (gegen helle Lichtquelle prüfen), kann es eigentlich nur an einer in beiden Hälften falsch montierten Linse liegen.

Grüße

*entfernt*
 
Re: Bild im Fernglas nicht gleichmäßig ausgeleucht

Hallo Ingo,

ich tippe eher auf Streulicht - das kann ebenfalls den Eindruck erwecken, dass ein Bereich des Sehfeldes heller ist als normal. Wenn etwa die Linsenkanten im Okular nicht schwarz lackiert wurden, dann kann schraeg einfallendes Licht einen hellen Ring erzeugen. Da dieser Ring nicht genau in der Bildebene liegt, wird er unscharf wahrgenommen und wird auf diese Weise zu einem hellen, diffusen Bereich am Sehfeldrand. Der Schnee kann jede Menge eines solchen Streulichts erzeugen. Selbst einige der guten Fernglaeser leiden unter diesem Effekt, z.B. das Zeiss Jena 8x50 Octarem.

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Bild im Fernglas nicht gleichmäßig ausgeleucht

Hallo Ingo,
eine Ferndiagnose ist immer schwierig. Die Ursache der von Dir beschriebenen fehlerhaften Bildausleuchtung kann auch ein falscher Pupillenabstand sein. Die Austrittspupille kann man hinter dem Okular durch ein Stück Papier sichtbar machen (so wie hier im 2. Bild). Die Austrittspupille muß idealerweise in der Augenpupille liegen. Wenn das nicht der Fall ist, kann das folgendes bewirken:
1. die Augenpupille wirkt meist als Feldblende (sieht man daran, dass der Bildfeldrand unscharf ist)
2. die Ausleuchtung des Bildfeldes ist nicht mehr homogen
Dieser Effekt ist so wie von Dir beschrieben z.B. bei sowjetrussischen 8x30-Ferngläsern zu beobachten. Bei diesen Gläsern liegt die Austrittspupille vor der Augenpupille. Dies läßt sich bei diesen Gläsern durch Kürzen der Augenmuscheln beseitigen.

CS. Frank
 
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