Bild stark verrauscht

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Shelyak

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Moin moin!

Mein Bild von M51 ist hammerhart verrauscht. Die Rohdaten sind auch extremst verrauscht. Ich hab bereits versucht in PixInsight mit diversen Entrauschungstools daran zu gehen, aber noch ist es mir nicht wirklich gut gelungen.
Bzw.: Ich hab das einmal bearbeitet und da gings eigentlich (nur mit massivem Informationsverlust). Hab aber keine Ahnung wie ich das geschafft habe :/

Hier das Bild:
http://astrob.in/80105/0/

Außerdem hab ich da unten links nen ziemlich großartigen Gradienten drin.

Jemand ne Idee wie ich das in den Griff bekomme?

CS
Martin
 
Also meint ihr, ich könnte das ganze beim nächsten mal mit deutlich mehr Zeit reduzieren? Oder hat der Mond so einen starken Einfluss darauf?

CS
Martin
 
Hallo Martin,

klar hat der Mond einen Einfluss, er reflektiert das Licht der Sonne. Bei Tag oder in der Dämmerung fotografierst du ja auch nicht.
In der Astronomie gibt es nichts über einen dunklen Himmel. Ausser: einen noch dunkleren Himmel.
Und in der Astrofotografie geht es um Belichtungszeit, je länger und je mehr, desto besser.

Darüber hinaus sieht dein Bild aber fast aus wie ein Einzelbild. Sicher das da nichts schief gegangen ist beim stacken?

Die Methode solche Unzulänglichkeiten mit einer Software auszugleichen ist schlicht weg die falsche Herangehensweise. Eine Software kann ein gutes Bild verbessern, aber kein schlechtes zu einem Kracher machen. Wichtiger sind immer die Rohdaten, die müssen so gut wie möglich sein.

CS Frank
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich tendiere jetzt nachdem was du sagtest eher dazu, dass die Rohdaten einfach [zensiert] sind. Jedes Rohbild ist dermaßen krass verrauscht, brutal. Der M42 dagegen ist ja fast "perfekt" in Relation zu den Rohdaten.....
Ich kann dir aber auch mal eins gerne zusenden wenn du magst und du kannst dir sellber mal n Bild von der Qualität machen.

Grüße
Martin
 
@ Shelyak :

Da Du nichts dazu geschrieben hast : Wie ist es mit Flats, Darks, Bias ?
Ich fotografiere auch mit der 40Da, ebenfalls mit dem Baaderfilter. Ich nutze auch PixInsight zur Bildbearbeitung.

Schau mal meinen M33 :
Link zur Grafik: http://www.d-steinen.de/astro/m33.jpg

25 Lights je 600 sek.
10 Darks je 600 sek.
20 Flats
50 Bias

Keine Filter.

7 x 600 sek. sind sicherlich zu wenig. Mache mal noch 20 dazu, Darks, Flats sind auch zwingend bei einer DSLR.

Gruß und CS

Detlef
 
Hallo zusammen,

@Detlef das mit den Darks ist absoluter Quark. Entschuldige bitte meine ausdrucksweise, aber Darks mit ner DSLR sind absolute Zeitverschwendung. Du bekommst niemals die genaue Temeratur hin die die Lights haben/hatten!
Dithere und gut ist. Danach mit ner Sigma Methode stacken und das Rauschen wird deutlich besser.

M51 steht noch sehr tief, da solltest Du später anfangen zu Belichten. Dann schwindet auch der Grandient unten. Ebenso solltest Du Dich ins Dithering einlesen. Nur so bekommst das das Rasuchen in den Griff.

Gruß Markus
 
Hallo

@ Markus,

sicherlich ist es nie die exakt gleiche Temperatur, aber ist das wirklich so ein Problem. Man kann das Problem schließlich softwaretechnisch etwas verringern. Ausserdem beheben Darks noch ein paar Probleme welche sich durch Dithern nicht beseitigen lassen. Nicht ganz wenige DSLRs haben Probleme mit unterschiedlich empfindlichen Zonen auf dem Chip und ohne Darks kann man das Bild dann einfach nur in die Tonne kloppen.

@ Martin,

Mondlicht verringert den Kontrast, also mußt Du den Kontrast stärker anheben, was aber auch das Rauschen verstärkt. Versuch es einfach ohne Mondlicht, dann wird die Aufnahme gleich etwas besser.


MfG

Rainmaker
 
Hallo,

Ausserdem beheben Darks noch ein paar Probleme welche sich durch Dithern nicht beseitigen lassen. Nicht ganz wenige DSLRs haben Probleme mit unterschiedlich empfindlichen Zonen auf dem Chip und ohne Darks kann man das Bild dann einfach nur in die Tonne kloppen.

Das gleicht man aber mit Darks nicht aus, sondern in dem man ein vernünftiges Flat erstellt.
Darks bei einer DSLR sind kein Schwachsinn, aber bevor man schlechte Darks oder wie im Beispiel oben zu wenige (Anzahl der Darks mindestens Anzahl der Lights) hat, sollte man lieber ohne arbeiten. Dithern sollte man immer! Da dithering das Kalibrationsrauschen gering hält (dafür ist es eigentlich gedacht!

Siehe auch hier:

http://www.youtube.com/watch?v=rgZ5MTSHClU

CS Frank
 
Hallo Frank,

mit einem Flat läßt sich sicherlich so einiges an Helligkeitsschwankungen korrigieren, aber leider nicht alles. Meine erste 20d ist da ein sehr gutes Beispiel. Egal wie mit Flat oder sonstwas korrigiert wurde, das Bild zeigte nach der Streckung immer eine einige hundert Pixel breite "Rinne". Erst mit passenden Darks ließ sich das Problem beheben. Noch lustiger trieb es die Nachfolgekamera. Hier gab es eine Art sehr breiter Banden die über dem Bild lagen, aber diese waren nicht ortsfest, sondern wanderten wie sie lustig waren. Mit externen Darks war hier nichts zu machen, egal welches Programm genutzt wurde. Erst die interne Dunkelstromkorrektur beseitigte das Problem.
Meine D800 hat auch ein solches Problem, allerdings ist nur der äußerste Bildrand betroffen und der Fehler ist gegenüber den Canons deutlich geringer.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Frank,

es war kein einzelner heller Streifen, sondern ein dunkler Streifen etwa in der Mitte des Bildes. Ein einfaches Bias hat da wenn ich mich recht erinnere auch nicht weitergeholfen, die veränderlichen Banden waren keine Einstreuungen, denn sonst wären sie ja nicht vernünftig korrigierbar gewesen. Einstreungen hätten auch bei kurzbelichteten Bildern sichtbar sein müssen, waren sie aber nicht. Erst ab einer Belichtungszeit von ein paar Sekunden wurde der Effekt sichtbar. Ein Defekt ist durchaus denkbar, aber Canon konnte nichts finden und ich hatte keine Lust eine fast neue Kamera zu entsorgen. Deshalb habe ich mir ja mit den internen Darks beholfen, auch wenn dies extrem viel von der im Norden nur spärlich vorhandenen Beobachtungszeit gekostet hat. Freiwillig habe ich das nicht gemacht ...


MfG

Rainmaker
 
@ Markus :
Okay, das macht halt jeder so wie er es für richtig hält. Ich habe auch gedithert, aber leider ist das Ergebniss nicht so gut geworden wie mit Darks. Wenn es mit Deinem Setup anders ist, schön für Dich. Ich wollte auch keine 'unumstößliche Wahrheit' postulieren, sondern nur Tipps geben, was man verändern kann. Niemand ist gezwungen meinem Workflow zu folgen. Je nach Geräten kann es durchaus auch falsch sein. Aber man sollte wenigstens mal von anderen Wegen gehört haben und evtl. mal testen, was mit den eigenen Geräten am besten funktioniert.

Gruß Detlef

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

@Rainmaker: Das klingt nach einer Ausnahme, schwer zu sagen ohne Bilder gesehen zu haben. Tatsache ist: Wenn man sauber kalibriert, und dazu gehören Darks, Flats und Bias, dann sollte das Bild uniform sein. Wenn nicht muss man auf Fehlersuche gehen.

Die Methode Darks weglassen und stattdessen dithern hat durchaus seine Berechtigung und sollte auch gut funktionieren.

In meinem Video sieht man wie ein Bias ausschaut und wie dieses auch im Dark vorhanden ist. Im Moment habe ich eine Kamera zum testen hier, die hat so gut wie kein Bias. Da kann man überlegen (das werde ich testen) die Darks und Bias ganz weg zu lassen. So geht man dem Kalibrationsrauschen aus dem weg.

Ansonsten muss jeder selber an Hand seiner Kalibrationsbilder entscheiden was das beste ist.

CS Frank
 
Moin,

ich habe genau die umgekehrte Erfahrung geamcht, wie die meisten hier auch >> Darks deutlich schlechter wie Dithern. Hattest Du weit genug versetzt weil Du meintest das es bei Dir nicht viel gebracht hat?
Und klar muß jeder erst mal für sich einen Weg finden, aber Dithern ist halt erst mal eine gute Grundlage um dem Rauschen entgegen zu treten. Gegen Darks spricht absolut nichts, außer deren mühsame Erstellung.

Gruß Markus
 
@ Markus :

Okay, Dark sind aber sehr viel einfacher zu erstellen als zu dithern. Denn dazu benötigst Du auch ein Programm, das guidet und dithert und die Kamera steuert.
Theoretisch kann man das natürlich auch von Hand machen. Nach dem Foto das Guiding stoppen, die Montierung verfahren (so exakt wie möglich), Leitstern auswählen, Guiding starten, Foto starten. Und das dann alle 10 min. ??
Jetzt mache ich 5 Lights, danach 3 Darks, 5 Lights, 3Darks. Die 'Wartezeit' verbringe ich an meinem Fernglas oder Dobson.

Zitat von frasax:
Ansonsten muss jeder selber an Hand seiner Kalibrationsbilder entscheiden was das beste ist.

Das ist sicher die beste Lösung. Wobei man halt alternative Workflows kennen muss ...

Gruß und CS

Detlef
 
Hallo Detlef,

Jetzt mache ich 5 Lights, danach 3 Darks, 5 Lights, 3Darks. Die 'Wartezeit' verbringe ich an meinem Fernglas oder Dobson

Das ist eigentlich ziemliche Zeitverschwendung. Also nicht das Schauen durch den Dobson:-)
So ein Programm ist da von Nöten, das stimmt. Weiss jetzt gerade nicht was da für die DSLRs up to date ist. Für die CCD ist es MaximDL. Da kann man die ganze Zeit nebenher visuell schauen.

Interner Darkabzug oder Darks während der Aufnahmenacht machen, das würde ich niemals tun wollen. Dafür ist mir der klare Himmel zu kostbar.

CS Frank
 
Hi Deltef!
Im Falle von Martin (der anscheinend mit Lodestar guided und mit einer Canon 40d knippst) gilt ganz klar: Dithern ist weniger aufwändig als zu dithern und dazu noch einfacher. Als Software bietet sich das in der Grundversion kostenfreie APT an, sofern PHD-guiding verwendet wird.

Grüße,
Johannes
 
Hi,

also Dithern geht natürlich auch von Hand, hab ich früher so gemacht. Aber mit APT geht das von alleine. Da mußt Du absolut nichts machen und kannst nebenbei noch mit dem Dobson spechteln!
Schau es Dir doch mal an. Die freie Version kostet nichts. Ich denke das bringt Dich einen guten Schritt nach vorne und Du kannst die Zeit in Lights statt Darks investieren was dann nochmals ne Steigerung ergibt.

Gruß Markus
 
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