Bildfeldausleuchtung

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Martin_B

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Hallo,

ich weiß, diese Frage wurde schon oft hier diskutiert, aber die Meinungen zur sinvollen Größe des 100% ausgeleuchteten Feldes gehen doch teils weit auseinander.

Im Birkmeier Katalog steht 10mm sind mehr als ausreichend.
Kriege Berry rechnen auch immer ca. 10mm
Binoviewer meint 2-3mm reichen locker für visuell
Viele MNs haben nur 2-3mm.

Mein 6" MN (hab ich nicht mehr) hatte ca. 3mm und ich konnte eigentlich visuell keine Randabschattung feststellen, mein größtes Okular war zu der Zeit ein 40mm Baader 2" Erfle. Allerdings habe ich auch nicht so darauf geachtet und bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher.
Insgesamt war das Bild für 6" relativ (etwas) dunkel, das habe ich aber auf die dicke Meniskuslinse geschoben.

Jedenfalls werde ich einen 10" Newton bauen, für visuell und Planeten CCD. Werde hauptsächlich Planeten, Doppelsterne und etwas Deepsky machen.

Beim 1.83" Fangspiegel komme ich auf ca. 4mm Feld bei 18% Ob. Beim 2.14" auf 15mm bei 21% Ob.

Ich weiß auch nicht, ob sich der ganze Terz lohnt für 3% weniger Ob., möchte aber schon einen optimalen Newton für die bereits genannten Beobachtungen.

Fangspiegelrand ist kein Thema, es wird ein 'guter' mit sauberem Rand.

Konkrete Fragen:
Hat jemand (MN Besitzer vielleicht) schon mal einen Helligkeitsabfall zum Rand bemerkt? Mit welchem Feld, welchem Okular?

Gibt es eine Formel, um die Randabschattung zu berechnen?

Soll ich 1.83 oder 2.14 nehmen?

Vielen Dank und
Viele Grüße
Martin
 
Hallo,

Wenn du das Gerät für fotografischen DeepSky-Einsatz benutzen willst, dann entscheidet das Foto-Medium über die Fangspiegelgröße <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Konkret:
Bei CCD sollte man den Chip schon deutlich ausleuchten, d.h. bei einer Chipdiagonale von z.B. 12mm sollte man wenigstens 13-14mm Durchmesser am 100%-Kreis haben, sonst gibt das Vignettierungen...grade CCD reagiert da sehr empfindlich, weil man später am Histogramm gerne mal etwas höher zieht...

Selbst bei reinem Planeten-Shooting würde ich den Chip der Webcam gut ausleuchten lassen, also wenigstens 10mm Durchmesser für den 100%-Kreis nehmen.

Bei KB sollte der 100%-Kreis schon deutlich bei 20mm oder drüber liegen...bei weniger als 15mm sieht man die Vignettierung deutlich.

Noch konkreter:
Mein 10-Zoll-f/5 Fotonewton hat einen FS von 75mm und einen 100%-Bildkreis von knapp 24mm...da sieht man auch bei chemischen Aufnahmen defacto keine Vignettierung, die SXV-H9 hat erst recht keine Probleme damit.
 
Hat jemand (MN Besitzer vielleicht) schon mal einen Helligkeitsabfall zum Rand bemerkt? Mit welchem Feld, welchem Okular?

z.B. vignettieren meine 16mm Nagler im 60° Baader-Bino im f/5 ED oder die 30mm WidescanIII in den 2" Auszügen des 4" Astromeccanica-Binos eines Freundes oder jegliches Weitwinkelokular länger 25mm Brennweite bei einem 15% MakNewton oder oder...

Am Tage sieht man so einen Randabfall teils recht deutlich, nachts weniger stark, hängt aber vom Beobachter ab!


Hat jemand (MN Besitzer vielleicht) schon mal einen Helligkeitsabfall zum Rand bemerkt? Mit welchem Feld, welchem Okular?

Gibt es eine Formel, um die Randabschattung zu berechnen?

Jau z.B. hier:

Newtonian Diagonal Analysis

 
ich weiß, diese Frage wurde schon oft hier diskutiert, aber die Meinungen zur sinvollen Größe des 100% ausgeleuchteten Feldes gehen doch teils weit auseinander.

Im Birkmeier Katalog steht 10mm sind mehr als ausreichend.
Kriege Berry rechnen auch immer ca. 10mm
Binoviewer meint 2-3mm reichen locker für visuell
Viele MNs haben nur 2-3mm.



Der Punkt ist ganz einfach der: Jeder Beobachter empfindet eine Randabdunklung unterschiedlich.
Habe ich z.B ein WW-Okular mit schlechter Feldkorrektur (z.B. Erfle) dann mag eine Randabdunkelung sogar hilfreich sein um die Randfehler nicht so stark zu sehen.
Manche Beobachter konzentrieren sich eh nur auf die Bildmitte usw. usw.

Grundsätzlich ist es aber so, dass man sowieso nicht von einem festen Radius sprechen darf ab dem eine Konstellation vignettiert. Denn interessant ist zum einen die Grösse des Bereichs, der zu nahezu 100% ausgeleuchtet ist (für CCD, Film etc) und dann noch bis wieweit noch 70% erreicht werden (für visuell) und dann noch wie schnell die Kurve abfällt. Ein langsamer gradueller Abfall ist weniger schlimm als eine scharfe schwarze Mauer am Bildrand!

Hilfreich zum Berechnen der Kurve dazu der MelBartels Link in meiner vorhergehenden mail.


Mein 6" MN (hab ich nicht mehr) hatte ca. 3mm und ich konnte eigentlich visuell keine Randabschattung feststellen, mein größtes Okular war zu der Zeit ein 40mm Baader 2" Erfle. Allerdings habe ich auch nicht so darauf geachtet und bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher.
Insgesamt war das Bild für 6" relativ (etwas) dunkel, das habe ich aber auf die dicke Meniskuslinse geschoben.

Am Meniskus kann es IMHO nicht gelegen haben, denn optisch durchsichtiges Glas wie Float, Plate oder BK7 hat (hab gerade gegoogelt) bei einer Dicke von 25mm eine Transmission von 0.999 also weniger als 1 Promille bei dieser Dicke!!!

Aber es kann z.B. durchaus sein, dass die Vignettierung so stark ist, dass selbst im Zentralbereich des Bildes keine 100% mehr erreicht werden. Aber das sieht man so nicht - ausser dass das Bild insgesamt etwas dunkel wirkt - denn nun ist die Vignettierung über das ganze Bild soft verteilt => Als Folge arbeitet man halt nicht mit 6" sondern z.B. nur mit 5" ohne es zu merken...

Ich habe schon vor einigen Monaten darauf hingewiesen, dass z.B. der bekannte 5" f/5 Richfield Synta-Refraktor auf Grund des Okularauszuges effektiv nur mit 4" arbeitet, siehe hier:

5" Skywatcher effektiv nur 4" ?

Merkwürdigerweise hat das bisher keinen Aufschrei in der Gemeinde gegeben (von wegen Öffnungsbetrug und so <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> ), also scheint es keinen zu interessieren oder was ich vielmehr denke, es ist einfach noch keinem aufgefallen!

Denn dazu braucht man:

1. gute randscharfe Okulare (z.B Naglers)
2. trainierte Augen
3. Vergleichsbeobachtungen am Tage
4. künstl. Feldblenden zur Simulation um inheränte Okularrandabdunkelung von Teleskop-Vignettierung zu trennen
usw.

 
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