Bildfelddrehung kompensieren?

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betzi

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Hallo Leute...

Hat jemand eine Idee wie man nach dem Zerlegen eines Porro-Feldstechers die Prismen so ausrichtet, daß die Bildfelddrehung eleminiert ist?
Meine Idee war es auf eine Folie einige parallele Linien zu zeichnen, diese auf einen Overheadprojektor zu legen und den Fernglastorso (ohne Objektive und Okulare aber mit Prismen) so draufzustellen, daß die Vorderseite auf der Folie auflag. Den Folienrand und den unteren Rand des Torsos habe ich am Rand der Projektor-Mattscheibe angelegt. Dann habe ich (während ich von der Rückseite hineinsah) die Prismen solange leicht gegeneinander verdreht, bis auf beiden Seiten die Linien parallel zum Rand der Projektorscheibe erschienen. (Soweit alles klar?)
Nun schien nach dem entgültigen Zusammenbau die Bildfelddrehung tatsächlich verschwunden zu sein. Allerdings gilt dies seltsamerweise lediglich für einen bstimmten Augenabstand. Verändere ich den Augenabstand an der Knickbrücke ist auf einmal wieder eine gewaltige Bilddrehung da.
Kennt jemand dazu eine bessere Methode?

Grüße,

Bernd
 
Hallo Bernd !
Die Bildfelddrehung hast du so sicher gut behoben, weil sonst hätte sie nie passen können.
Das dir die Bilder beim verstellen des Augenabstandes wieder auseinander gehen und verdrehen hat zwei Möglichkeiten.
Die erste ist das die optischen Achsen zwar parallel sind aber nicht mit der mechanischen Achse übereinstimmen. Deshalb verändert sich beim Verstellen wieder die Justage und die Bilder verschieben sich schräge. Wenn sie sich dabei auch verdrehen dann liegt es an deinen Augen. Die Augen haben ohne Orientierung keine genaue Aufrichtung ( wie im Ruhezustand ) und je nach stärke des verborgenen Fehlers wird das auffällig oder nicht.
Das könnte möglich sein, behebt sich aber sofort wenn die Bilder zusammen kommen.
Du musst das Fernglas mit der Achse drehbar, am besten in einer Holzhalterung ( damit der Lack nicht verkratzt ) montieren und den linken Teil zur Achse justieren und dann erst den rechten Teil dazu. Den linken Teil musst du auf und ab schwenken können um zu sehen ob das Bild nicht wandert, drehen muss es sich ja. Dabei solltest du auf ein Objekt schauen können das mindestens 100 m entfernt ist.
Wenn dir das gelingt dann hast du wieder ein vollkommenes Fernglas.
Wen dir das nicht ganz gelingt dann justierst du es dir halt auf deinen Augenabstand und es stimmt auf alle Fälle für dich.
Aber du wirst sehen es gelingt dir auf alle Fälle besser als es jetzt ist.
Vielleicht sogar ganz.
Frohes Basteln
Alois
 
Hallo Alois...

Danke für die schnelle Antwort:-)
Du meinst also, daß die eigentliche Ausrichtung der Prismen gegeneinander mit meiner Methode in Ordnung geht und der Rest lediglich eine Frage der Justage mittels der Exzenterringe der Objektive ist (ich habe keine Prisma-Justierschrauben)?
Mit diesen Exzenterringen kann man doch nur die horizontale und vertikale Verschiebung der beiden optischen Achsen verstellen, aber doch nicht deren Winkel zur mechanischen Achse? Oder habe ich da was falsch verstanden?

Grüße,

Bernd
 
Hallo Bernd !
Für die Bilddrehung genügt deine Methode.
Die Prismenjustierschrauben machen das gleiche wie du mit den Exenterringen.
Mit der Prismenjustierschraube neigt man die Achse bis sie die Objektivmitte trifft und mit den Exenterringen verschiebt man das Objektiv bis es in der Achse ist. Nur mit den Exenterringen ist der Bewegungsraum kleiner.
Reicht das nicht aus dann musst du das Fernglas wieder aufmachen und dann das passende Prisma entlang seiner Längsrichtung verschieben bis der Achsenstrahl die Mitte vom Objektiv erreicht. Das passende Prisma ist jenes das in der Richtung am nähesten ist wo du mit dem Objektiv nicht mehr weiter konntest. Du musst das Prisma entgegengestz verschieben, also in richtung Objektivmitte. Achtung sein Weg wirkt doppelt.
So. Danach wieder die Bilddrehung kontrollieren und zusammenbauen.
Bin gespannt wie es dir geht
Gruß
Alois
 
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