Bildfeldebener arbeitet nicht richtig.

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eckehardt70

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Hallo,

nachdem ich in den klaren Nächten meinen Astro Professional
endlich einmal testen konnte habe ich festgestellt, das die Sternabbildung in den Ecken noch länglich ist. Ein verkippen scheidet aus, da alle Ecke das gleiche Bild aufweisen.
Der mitgekaufte Bildfelebener von TS arbeitet laut Angabe optimal mit einem Abstand von 109mm, den ich eingehalten habe.
Auf Nachfrage dort wurde mir gesagt, ich solle den Abstand mit einer Hülse um 200mm vergrößern.
Kann mir jemand diesen Wert bestätigen?
Achja beim Refraktor handelt es sich um einen 80/560.

Vielen Dank
Thomas
 
Der TS Flattener funktioniert an meinem William 80/555 mit KAF8300 Chip Kamera gut. Die 109mm Abstand beziehen sich auf die Distanz zwischen Chip und Rückseite des Flatteners, ohne Gewinde. Man muß also erstmal das Auflagemaß der Kamera abziehen und dann den Rest per M48 Verlängerung und/oder OAG zusammenstecken. Wenn die Wirkung bei Dir also nicht gut ist, vermute ich eher, daß der Abstand nicht zu stimmen scheint.

Meiner Meinung nach sind 109mm Abstand sowieso etwas albern viel. Ich könnte wetten, daß dadurch bei schnelleren Optiken schon Vignettierung verursacht wird, aber man kann halt mit einer DSLR, OAG und Filterrad gleichzeitig arbeiten, wenngleich so eine Kombination nur begrenzt sinnvoll ist.

Der Abstand muß aber auch gar nicht so genau eingehalten werden. Wenn ich alle meine Verlängerungen zusammenschraube, komme ich mit ner ATIK 383 nur auf 105mm, ohne Qualitätseinbussen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Thomas,

bei meinem SCOPOS 80/560 sind 107mm optimal.

Beim Skywatcher ED 80/600 und auch beim TMB 105/650 habe ich 109mm.

Viele Grüße,

Johann
 
Hallo Thomas,

um die Verwirrung noch größer zu machen:

Bei meinem ED 70/420 (Dublett) haben sich ca. 128 mm Abstand Sensorebene - Gewindeanschlag des Flatteners als passend erwiesen. Die Sterne sind dann bei der Canon 20D (Diagonale etwa 27 mm) bis in die Ecken rund.
Dies ist bei 109 mm Abstand nicht der Fall.

Ach ja: Hinter dem Flattener folgen beim ED noch ein OAG sowie ´ne Filterschublade. Vignettierung tritt erfreulicherweise nicht auf.
Also an Deiner Stelle würde ich es mal mit der Verlängerung um 20 mm versuchen!

Viele Grüße

Michael
 
Hallo,

erst einmal vielen Dank für die konstruktiven Beiträge.
Die 109mm, die ich an meinem Refraktor habe sind inklusive Auflagemaß der Kamera und laut Hersteller sollen ja Abweichungen von +/- 5% ohne Auswirkung bleiben. Also gehe ich mal in die vollen und werde Michaels Rat annehmen.
Mal sehen wie sich 20mm bemerkbar machen.
Versuch macht "kluch". Falls es mal wieder aufklaren sollte mache ich ein paar Tests und halte euch auf dem Laufenden.

Viele Grüße
Thomas
 
Hi Thomas,

für den IN ED 70/420 hat das team von teleskop-Service 148/149mm angegeben.

Das wurde mehrfach hier im Forum auch durhc andere Leute bestätigt :-) (Suchfunktion!!!)

Ich habe mir 40mm Verlängerungen in 2" besorgt udn werde es am WE persönlich antesten...

An meinem ED80/600 arbeiten wiederum die 109mm perfekt!

ABER: alles nur mit der Canon 450D(a) - bei der Canon 50D(a) passen die Abstände nciht und müssen verlängert werden um etwa 10mm!

Alles klar!?!

Viel Erfolg,
Ernie
 
Hallo Markus,

das weiß ich nicht!!! Ich denke, es liegt vielleicht an unterscheidlich großen Pixeln?!?!

Ich kann nur sagen, dass es so ist - habe ich selber bei meinen Aufnahmen so herausgefunden!

Ich habe den Flattener von TS und der arbeitet bei 109mm an der 450D PERFEKT, an der 50D fehlen 10...12mm um auch in den Ecken runde Sterne zu haben!

Mit einer variablen T2 Verlängerung habe ich runde Sterne auch an der 50D erhalten.
Bei der 450D brauche ich am ED80/600 das nicht - beim 70/420 bekomme ich mit 109mm an der 450D starke Verformungen über etwa 1/3 der Bilddiagonale, bei der 50D sind es noch mehr!

Warum? Keine Ahnung! Aber sowas ist ja lösbar, wenn man einmal das herausgefunden hat dass DAS das "Problem" war.

LG
Ernie
 
Hallo Ernie,

dann liegt das an der höheren Auflösung der 50D (15,1 zu 12 MPixel). Bei der 450D sieht man wohl wegen der geringeren Auflösung die verzogenen Sterne noch nicht. Der Chip der 450D ist auch nur 0,1mm kleiner als der der 50D.

Hast Du mal mit der 450D mit dem Abstand für die 50D aufgenommen? Ich wette, daß dabei die Sterne mind. genauso rund sind.

Die Optik interessiert sich normalerweise überhaupt nicht dafür, welcher Chip welcher Kamera in der Brennebene liegt. D.h., die Sterne verziehen sich am Rand nicht deshalb, weil jetzt eine 50D statt einer 450D dran hängt.
Aber: die 50D zieht mit einem mehr als 50% höherem Gewicht als die 450D am Auszug oder der gesamten Optik, wodurch sich der Auszug verkippt oder sich die gesamte Optik verzieht.

Viele Grüße
Markus
 
Hi Markus,

danke für den Tipp mit der Auflösung!

Das mit Gewicht ist's nicht :-) sonst wären ja alle meine 50D Aufnahmen "unrund" :-) da hängt meistens sogar noch vieeeeeel mehr dran ...

Aber der Sonsor ist aber doch gleich groß?!

Na ja - mir ist es auch "Wurscht" - hauptsache meine Sterne sind rund... und das sind sie: bei 109mm mit der 50D am 600er und 149mm bei der 450D am 420er

Ich werde mal bei der 50D die 149mm am 420er Rohr ausprobieren...

Meine Idee ist, dass es an dem unterschiedlichen Öffnungen der Geräte liegen könnte (70 bzw 80mm).

Gruß
Ernie
 
Hi Ernie,

Meine Idee ist, dass es an dem unterschiedlichen Öffnungen der Geräte liegen könnte (70 bzw 80mm).
die Notwendigkeit für die unterschiedlichen Abstände zwischen Flattener und Bildebene kommt von der Bildfeldwölbung, die bei unterschiedlichen Refraktoren unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

Bildfeldwölbung kennt man auch in der herkömmlichen Fotografie vor allem bei sehr lichtstarken Objektiven (z.B. f/1,4). Hier würde Abblenden helfen, allerdings liegen die Vorzüge derart lichtstarker Objektive nicht bei hoher Randschärfe sondern der hohen Lichtstärke für die Available Light Fotografie und beim sog. Freistellungspotential (selektive Schärfe).

Da Abblenden in der herkömmlichen Fotografie das Bildfeld flacher macht, kommt die Bildfeldwölbung hauptsächlich durch das Öffnungsverhältnis zustande. Allerdings spielt wohl auch das Verhältnis zwischen Teleskopöffnung und Sensorgröße eine Rolle.

Mein Takahashi FS-102 (102/820, f/8) weist bei APS-C ein erheblich flacheres Bildfeld auf als ein ED 80/600 mit f/7,5. Beim FS-102 und 10 MPixel an APS-C sind nach meiner Einschätzung gut 80% flat. Ein 150/750 Achromat (f/5) liegt bzgl. Bildfeldwölbung zwischen den beiden, ein 80/480 Triplet (f/6) ist von den vieren am stärksten gewölbt und braucht am TS-Flattener 122mm Abstand.
Der ED 70/420 (f/6) scheint mit 148mm Abstand auch gleichzeitig wohl die stärkste Bildfeldwölbung der fünf erwähnten aufzuweisen. Ist ja auch kein Wunder, da die Öffnung im Verhältnis zum auszuleuchtenden Feld am geringsten ist.

Der Wölbungsradius scheint mir vom Öffnungsverhältnis und der Öffnung abhängig zu sein. Hat da wer eine Funktion parat?

EDIT: Beim nochmaligen Durchlesen fiel mir auf, daß es wohl doch nur an der Brennweite liegen könnte:
820mm: recht schwach gewölbt
750mm: stärker gewölbt
600mm: noch stärker gewölbt
480mm: sehr stark gewölbt
420mm: am stärksten gewölbt
Der Radius der Wölbung ist dann wohl die Brennweite.

Viele Grüße
Markus
 
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Hallo,

interessante Infos, Markus...danke!

Den Abstand von etwa 148 am ED 70 mm hab´ich auch mal ausprobiert...mit dem Resultat eines zunehmenden Farbfehlers....
An kontrastreichen Kanten (Schornstein gegen blauen Himmel) zeigte sich ein Grünsaum und das ganze Bild wies eine leichte Unschärfe und Verschleierung auf.

Das gilt strenggenommen natürlich nur für mein Gerät...eventuell hat der Hersteller zwischendurch z.b. die Gläser geändert.

Die 130 mm Abstand hab´ ich übrigens bei Michael ("Attalar") abgeguckt, der ihn selbst ermittelt hat (dankeschön!)

Anbei noch ein 100%-Crop Ecke unten links der IC 1805-Aufnahme...ich denke, damit kann man zufrieden sein...kein Farbsaum und runde Sterne.

Viele Grüße

Michael

 

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Zitat von helly:
Mein Takahashi FS-102 (102/820, f/8) weist bei APS-C ein erheblich flacheres Bildfeld auf als ein ED 80/600 mit f/7,5. Beim FS-102 und 10 MPixel an APS-C sind nach meiner Einschätzung gut 80% flat. Ein 150/750 Achromat (f/5) liegt bzgl. Bildfeldwölbung zwischen den beiden, ein 80/480 Triplet (f/6) ist von den vieren am stärksten gewölbt und braucht am TS-Flattener 122mm Abstand.

Hallo Markus,

das finde ich sehr interessant. Ich habe gestern einmal eine kurze Testaufnahme (4x180sec) mit unserem LOMO APO 80/480 (Flattener + OAG27 + Filterschublade + EOS450, Abstand Chip zum Flattener exakt 109mm) gemacht und festgestellt, dass ich mit den vorgeschlagenen 109mm Abstand noch deutlich verzogene Sterne am Rand habe (sieht man deutlicher in der Originalgröße). Außerdem eine ziemliche Vignettierung. Ich werde einmal wie Du vorschlägst 122mm probieren. Vermutlich wird die Vignettierung aber dann noch größer?

Gruß *entfernt*
 

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Hallo,

ich habe mit dem LOMO 80/480 mit dem 2" TS-Flattener bei 122mm Distanz eine gute Abbildung bekommen. Beim 115/805 APO sind es bei mir 108,5mm.


Gruß

Kai

 
Hallo Kai,

mit welcher Kamera? Wie sieht es mit der Vignettierung aus?

Danke und Grtuß
*entfernt*
 
Hallo Horst,

mit einer QSI 583ws. Die Vignettierung war nur sehr gering und einfach mit einem Flat auszubügeln.


Viele Grüße


Kai

 
Hallo Kai,

danke. Werde ich heute Abend ausprobieren

Gruß *entfernt*
 
Hallo,

hier mal ein direkter Vergleich, der Bestätigt, dass am IN ED 70/420 der Abstand von 129mm richtig(er) ist als 149mm.

Aufgenommen kurz hintereinander (leichte Bildfelddrehung, daher nicht 100% der gleiche Ausschnitt), aber:

1:1 Ansicht der linken, oberen Ecke einer 5min Aufnahme mit Canon 450D(a) am IN ED 70/420 mit TS 2" Flat mit TS Adapter und 149mm bzw. 129mm Abstand.

Link zur Grafik: http://img185.imageshack.us/img185/456/ined70420mit149mmtsflat.jpg

Link zur Grafik: http://img709.imageshack.us/img709/4430/ined70420mit129mmtsflat.jpg

Kann ich bestimmt noch "Feintunen", aber der Unterschied ist deutlich!

Also: 70/420mm = 129mm Abstand zum TS 2" Flattener!

Gruß
Ernie
 
Hallo Zusammen,

ich habe gestern verschiedene Tests bzgl. Flattener und Guiding durchgeführt.

Flattener für den Lomo 80/480 APO auf 123mm

Da beim Guiden mit der CGEM immer noch nach ca. 10min die DEC-Achse nach Süden wegbricht habe ich den Parameter MxDec der vorher auf 100 eingestellt war langsam nach oben bis auf 300 korrigiert bis die Süddrift gestoppt war. Danach blieb das Guiding mehr als 2 Stunden völlig stabil.

Anbei die Aufnahmedaten für den neuen M45-Test:

19x5 Minuten Lights, 20x5 Minuten Darks und 19 Flats.

Flattener und Guiding scheinen jetzt gut zu funktionieren. (siehe Ausschnitt der linken oberen Ecke aus RAW-Bild)

Immer noch viel Rauschen trotz der Darks, für die EOS 450D ist es wohl hier in Spanien zu warm.
Heute werde ich nach Möglichkeit mal einen Vergleichstest mit der ATIK383LC+ machen.

Gruß *entfernt*
 

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