Bildhelligkeit, einzig Abhängig von der AP?

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Eitsch

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Hallo liebe Leute,

ich habe mal eine Frage:

Ist die Helligkeit eines Bildes, das erscheint, wenn ich durch ein Fernglas sehe, einzig Abhänig von der Austrittspupille?

Beispiel: 16x32 = 2 mm AP, Bild dunkler als mit bloßem Auge

10x50 = 5 mm AP, Bild hell!

Wie ist es jetzt bei einem 30x50 mit nur 1,7mm AP? Ist das Bild dann sogar dunkler als bei dem 16x32, oder ist es gerade wegen der 50mm Objektive heller?!

Oder 20x60. Enorm hell wegen der großen Lichtsammelleistung oder dunkler als das 10x50?

LG und danke für fachlichen Rat
 
Hallo Eitsch, hallo Uwe,

diese Frage ist, wenn man die Augenpupille als begrenzenden Faktor berücksichtigen muss (besonders tagsüber), nur ganz unzureichend zu beantworten.
Man müßte die (interessante) Fragestellung zuspitzen:
Wenn die Augenpupille maximal geweitet ist (tiefe Nacht ohne Störlichter, dunkelster Nachthimmel...), die Austrittspupille der betrachteten Ferngläser auch keine Grenzen setzt (mind. 7mm) und nur unterschiedliches Lichtsammelvermögen die Variable bildet, wird die Frage entscheidbar.
Ein 10x70 müßte, wenn die Lichtsammelleistung der (mit)entscheidende Faktor wäre/ist, ein helleres Bild zeigen als ein 7x50 (die minimal größere AP des 7x50 vernachlässigt, gleiche Fernglasqualität vorausgesetzt, z.B. 2x aktuelle Fujinon-Ferngläser).
Meinem korrekturbedürftigen(?) Wissensstand/Glaubensstand(?) nach müßte das 10x70 heller sein. Es bleibt die Frage der Quantifizierung. Um wieviel heller - wenn die Annahme denn überhaupt stimmen sollte?
Die so präzisierte Fragestellung sollte bitte ein in der Optik Bewanderterer beantworten als ich es bin; sie
interessiert mich auch.

CS
Herbert
 
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Na ja, heller als die Umgebung kann ja kein Fernglas abbilden. Selbst die besten Gläser (zurzeit wohl die Victory FL 56er mit deutlich über 90% Transmission=>ein paar Prozent gehen nun mal verloren) verdunkeln die Wirklichkeit ein wenig.

Also kann auch kein 10x70 heller abbilden als ein 7x50 - aber eben größer und detailreicher, was dem Hirn vielleicht ein wenig Helligkeitsgewinn vorgaukelt (?).
 
Hallo (Name?9

Es ist richtig, die Bildhelligkeit bei flächigen Objekten ist abhangig von der Austrittspupille.
Das heißt, ein 8x40, ein 10x50 oder ein 20x100 Fernglas würden den Himmel gleich hell darstellen, ein 7x50 wäre etwa doppelt so hell wie ein 10x50,
AAAber: Punktförmige Objekte (Sterne) werden unabhängig von der Austrittspupille um so heller, je größer der Objektivdurchmesser.
Deswegen sieht man mit großen Ferngläsern auch mehr.
Ich habe da jetzt Verluste durch gute /schlechte Vergütung/ Gläser etc ignoriert.
Außerdem sollte man bedenken, daß nicht alle Augen bei offener Pupille gut abbilden (unabhängig davon, ob ein Fernglas davor ist oder nicht) deshalb , und weil bei großen Austrittspupillen zwar der Hintergrund heller aber nicht die Sterne sieht man trotz hellerem Bild nicht unbedingt mehr.
Man sollte sowas am besten selber testen, welche Öffnung/Vergrößerung einem zusagt.

Felix, der den kleinsten Jahrhundertkometen des Jahrhunderts noch nicht gesehen hat.
 
Hallo Friedel,

ja, die Umgebungshelligkeit bleibt der unerreichbare Grenzwert ;-).
Intuitiv wird mir daher auch klar, worauf größere Lichtsammelleistung hinausläuft, nämlich auf größere Ausdehnbarkeit/Vergrößerbarkeit des Bildes ohne Helligkeitsverluste. Während ein 10x70 das Bild (fast) ohne faktische Helligkeitsverluste auf 10-fach ausdehnen kann, gelingt das einem 10x50 nicht ohne faktische Abdunkelung. Mit dem 7x50 kann man nur auf 7-fach "ausdehnen", das allerdings (fast) verlustfrei. Der subjektiv größere Helligkeitseindruck bei 10-fach (10x70) dürfte aber nicht nur "vorgegaukelt" sein, also auf Täuschung beruhen, sondern wird seine wahrnehmungsphysiologische Grundlage haben: nicht mehr, aber ausgedehntere Helligkeit (?).

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Kontrastschwache (flächige) Einzelheiten werden vom Auge am besten erkannt, wenn sie eine scheinbare Größe von 10' ... 1° haben. Jede Art von Optik hilft, die Details in diesen Bereich zu bringen. Dazu kann man so lange vergrößern, wie man die Feldblende im Okular noch sieht, also der Himmel nicht völlig schwarz ist.

Kurz: Am Licht magelt es idR. nicht, bei den meisten Beobachtungskonstellationen in Fernglas oder Teleskop sieht man die Feldblende, Licht kommt vonüberall. Es mangelt am Kontrast. Kontrastschwache Details müssen groß genug sein, um erkannt zu werden.
 
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