Bildstabis: Canon 15x50 oder Fujinon 14x40 ?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Erdling

Aktives Mitglied
Hallo,

ich habe mich nun entgültig dazu durchgerungen in ein bildstabilierendes Fernglas zu investieren, da ich von der allgemeinen Performance solcher Geräte seehr überzeugt bin.

Nachts konnte ich einmal das 18x50 von Canon testen. Retrospektiv habe ich folgenden Eindruck behalten:
Die Bildstabilisierung stößt an ihre Grenzen, besonders Richtung Zenit wirds kritisch. Keine wirklich saubere, punktförmige Sternabbildung. Die Augenmuscheln sind eine Katastrophe. Aber: toller Weitwinkeleffekt (wenn man sich denn irgendwie mit den mißraten Augenmuscheln angefreundet hat).

Das Fujinon 14x40 konnte ich leider nur kurz tagsüber testen. Hier hatte ich folgenden Eindruck:
Tolle Bildstabilisierung, toller Kontrast und Transmission stehen "nur" 40mm Öffnung und einem kleineren Gesichtsfeld gegenüber. Schade, daß ich keinen Test bei Nacht durchführen konnte.

Nun stellt sich für mich die Frage, ob Canon 15x50 oder Fujinon 14x40.
Leider konnte ich keines von beiden am Sternenhimmel testen. Habt ihr vielleicht Erfahrungen mit diesen beiden Geräten und könnt mir hinweisgebend helfen? Ich würde ja sofort das Fujinon nehmen (ich persönlich kenne kein schlechtes Produkt aus diesem Hause), wäre da nicht das kleinere GF und die 10mm weniger Öffnung. Aber vielleicht egalisieren sich diese Nachteile durch eine evtl. bessere optische Leistung des Fujinons...

Vielen Dank und schöne Grüße!!
Euer erdling
 
Das 15x50 von Canon wird immer wieder als dunkel (Schlechte Transmission) und farbstichig beschrieben, also Vorsicht! Das 18fache kann ganz anders sein als das 15fache.
 
Die Canons produzieren bei eingeschalteter Stabilisierung heftige Farbsaeume (je hoeher die Vergroesserung desto
groesser die Farbsaeume). Punktfoermige Sterne sind nicht.
Hatte ein 10x30IS und habs wieder verkauft. Bekannter hat
ein 15x45IS (sogar mit UD Linsen) und die Farbsaeume waren noch heftiger.
Ohne Stabilisierung waren beide klasse.
Habe nun ein Fujinon 12x32 Technostabi (schwarz) und keine Spur von Farbsaeumen. Ausserdem Wasserdicht, funktionierende
Augenmuscheln fuer Brillentraeger und eine bessere Stabilisierung.

Meiner Erfahrung nach sind die Canon Stabis nur fuer Tagbeobachtung geeignet (Mond war im Canon auch echt bunt,
links gelb und rechts blau, und bei Bewegungen tauschten die Farben die Seiten). Und dann das gepiepse die ganze Zeit
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />


Gruss
Lamont
P.S.: Das neue 10x42 von Canon ist ganz gut (aber laecherlich teuer)!!!
 
Nunja, Eure Antworten bestätigen ja meinen bisherigen Eindruck zu der optischen Qualität der Fujinons. Nach den Preisen gegoogelt, liegt das 15x50 mit ca 780 € vor dem 999 € teuren 14x40. Das 12x32 Technostabi gibt es zur Zeit sogar für 499 €! Das ist natürlich ein super Preis, aber für die Astronomie darf es ein bischen mehr Öffnung sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />!
Im Moment also starke Tendenz zum 14x40 Fujinon... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />
 
Ich habe seit einigen Wochen ein Canon 15x50.
Das Glas hat ein paar mechanische Schwächen, aber optisch
ist es das beste was ich je gesehen habe. Mein Fujinon 10x50
hat dagegen überhaupt keine Chance. Besonders nachts hat
das Canon eine beeindruckende Abbildung die praktisch nicht
mehr zu überbieten ist. Wenn man wie ich die in der tat sehr
schlechten Augenmuscheln richtig zuschneidet, hat man einen
überwätigenden Anblick auf 67° Gesichtsfeld in einer brillianten
Schärfe bis zum Rand. Deutlich besser als beim Fujinon. Das
Canon leistet außerdem bestimmt eine Größenklasse mehr.
Mit Stabilisierung wird die Abbildung zugegebenermaßen etwas
schlechter. Helle Sterne werden ein bißchen verschmiert und
sehr kleine Details sind nicht mehr durchgehend erkennbar.
Dies muß man natürlich kritisieren, aber im Vergleich mit einem
nicht stabilisierten Fernglas erkennt man trotzdem noch so
unglaublich viel mehr, daß man das getrost verschmerzen kann.
Von deutlichen Farbsäumen oder nervigem Gepiepse wie oben
genannt wurde, habe ich bisher noch nichts gesehen.
Das Fujinon Stabi kenne ich zwar nicht, aber ich würde auf jeden
Fall immer wieder zum Canon greifen. Zum deutlich günstigeren
Preis bekommt man eine größere Öffnung/Vergrößerung, mehr
Gesichtsfeld und eine erstklassige optische Qualität. Die Nachteile
wie die schlechten Augenmuscheln, den wackeligen Fokussierer,
den zwar guten aber nicht perfekten Stabilisator sowie die leider
sehr große Schmutzanfälligkeit muß man halt in Kauf nehmen.
Aber wenn man den Grundsatz gelten läßt, das optische Geräte
nun mal zum Durchsehen gemacht sind, dann kann ich mir kein
besseres Fernglas wünschen.
Zusammenfassend will ich es nochmal so sagen:
Mein Canon 15x50 ist das erste Fernglas bei dem ich den Eindruck
habe, den unverfälschten Himmel zu betrachten, und nicht durch
ein Loch zu schauen in dem ein ganzer Haufen Glas verbaut ist.

Sonst noch Fragen???
 
Ich kenne beide Gläser. Das Fujinon stabilisiert eindeutig besser. Das ist auch in den technischen Daten der Gläser ausgewiesen. - Max. Stabilisierungswinkel Canon = + - 0,5°,
Fujinon Techno-Stabi + - 3,0°. Das ist sehr deutlich zu merken. Auch optisch scheinen die Fujinon Geräte systembedingt besser zu sein.
Bei dem Canonglas besteht das stabilisierend Element aus zwei Linsen, welche durch einen Balg verbunden sind. Durch Verändern der Winkel, der durch den Balg verbundenen Linsen zueinander, wird der Stabilisierungseffekt erzielt. Im Balg, zwischen den Linsen ist eine Flüssigkeit. Das Ganze stösst bei der Transmission wohl an seine Grenzen.
 
Zitat:
"Das ganze stößt bei der Transmission wohl an seine Grenzen."

Ein paar Prozent Transmission hin oder her merkt kein Mensch.
Beispiel:
Selbst wenn ich nur mit einem Auge durchs Fernglas schaue
(50% Lichtverlust), ist der Unterschied recht bescheiden.
Das Canon wirkt nur deshalb so dunkel weil es eine recht kleine
Austrittspupille hat. Wenn ich vergleiche, verblüfft mich immer
wieder die deutliche Überlegenheit des Canon zum Fujinon 10x50.
Darüberhinaus ist die Streulichtunterdrückung auch besser als
beim Fujinon.

Zum Thema Stabilisierung:
Wem die Stabilisierung des Canon nicht gut genug ist, dem kann
ich den Tip geben, sich beim Beobachten irgendwo aufzustützen
oder zumindest anzulehnen. So klappts bei mir am besten.
Und noch was. Meines Wissens ist es mit dem Fujinon 14x40
nicht möglich sich bewegende Objekte zu verfolgen, da die
Stabilisierung zu heftig eingreift. Ein deutlicher Nachteil beim
"über den Nachthimmel schwenken".
 
Natürlich kann man mit dem Fujinon sich bewegende Objekte verfolgen bzw " über den Himmel schwenken ", ohne jedes Problem.
Für extreme Anwendungen - fahrender Geländewagen , Hubschrauber oÄ. verwendet man nur kreiselstabilisierte Geräte.
Über das Fujinon 10x50 kann ich keine Aussagen machen, es ist ein nichtstabilisiertes Glas.

P.S. Ich hätte in meinem vorherigem Beitrag bezogen auf das Canonglas, schreiben müssen: " Das Ganze stösst in seinen optischen Eigenschaften wohl an seine Grenzen".
Es ist halt leider nicht nur die Transmission, sondern auch Farbränder usw.
 
Hallo Erdling,

ich habe selbst lange vor der Wahl Canon 15x50 und Fuji 14x40 gestanden und beide selbst verglichen.

Optisch ist das Canon 15x50 dem Fuji bei Transmission und Randschärfe überlegen, und zwar eindeutig. Farbtreu waren sie beide in dem Sinn, dass mir weder tagsüber noch bei Nacht (Mond) irgendwelche unnatürlichen Farben oder gar Farbsäume aufgefallen sind.

Die Aussage zur optischen Überlegenheit des Canon gilt mit und ohne Bildstabilisierung. Dass die beiden Kandidaten in diesem Punkt einfach unterschiedliche Prioritäten setzen, ist inzwischen wohl bekannt: 3 Grad Fangbereich sind nicht per se besser als 1 Grad. Mit beiden Füßen auf dem Boden spielt der Unterschied keine Rolle, und von einem schwankenden Schiff aus sind 3 Grad ziemlich wenig (selbst getestet!)

Empfindlichere Naturen haben angeblich beim Fuji aufgrund der gummiartigen Stabilisierung eine Art Seekrankheits-Effekt gespürt und das Teil zum Händler zurückgetragen - das kann ich nicht bestätigen, aber den "Kaugummieffekt" des Bildes beim Fuji fand ich auch nicht wirklich angenehm.

Den Effekt der "unscharfen" Sternabbildungen kann man mit etwas Atem- und Oberarmtraining minimieren, alternativ kann man das Bino auf ein einfaches Fotostativ oder sogar ein Einbein-Stativ setzen, die Stabilisierung erledigt dann den Rest (das empfiehlt sich auch beim Fuji!)

Letztendlich habe ich mich wg. der besseren optischen Qualität für das Canon entschieden und bin damit glücklich - spazierengucken durch die Milchstraße ist damit ein echter Traum!

Hoffe, das hilft ein bisschen bei der schweren Entscheidung!

CS,
Holger
 
Hallo,

Mensch, hier hat sich ja trotz des tollen Wetters so einiges getan! Vielen Dank für Eure vielfältigen Meinungen und Schilderungen!
Ich habe mich inzwischen für das Fujinon entschieden, da ich von der Qualität dieser Ferngläser schon sehr überzeugt bin. Ich besitzte (und verkaufe gerade) das 10x50 FMTR-SX2, eines der besten Ferngläser in dieser Größenordnung welches ich kenne. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Canon diesem Glas überlegen sein soll. Vielleicht entsteht der Eindruck ja durch die höhere Vergrößerung? Wobei ich das Canon natürlich nicht als ganz schlecht abtun möchte... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/knuddel.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Was mir bein Canon jedenfalls gar nicht gefiel, war das zusätzlich zur/durch die Bildstabilisierung gelieferte "Seeing" (Flimmern und Unschärfe der Sterne) und diese unsäglichen Augenmuschlen. Keine Ahnung, nach welchen Schädel der Evolutionsgeschichte der Menschheit die Canontüftler die Form und Funktion der Augenmuscheln konstruiert haben... tsetse, das sich zwei össelige Gummiteile so drastisch auf die Kaufentscheidung auswirken können!
Bin jedenfalls schon äußerst gespannt auf die ersten nächtlichen Eindrücke mit dem Fujinon!
 
Den Effekt der "unscharfen" Sternabbildungen kann man mit etwas Atem- und Oberarmtraining minimieren, alternativ kann man das Bino auf ein einfaches Fotostativ oder sogar ein Einbein-Stativ setzen, die Stabilisierung erledigt dann den Rest (das empfiehlt sich auch beim Fuji!)

echt, tolles Fernglas - toller Bildstabilisator! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Soweit ich weiss hat das Fujinon Technostabi 14x40 +- 5 Grad Stabilisierungswinkel. Das Kleinere 12x32 hat +- 3 Grad.
Das hat auch die verbesserten Schwenkeigenschaften. Und ist Randschaerfer als das Canon 10x30 IS!!!

Uebrigens erinnere ich mich, in der Bedienungsanleitung des Canon 10x30 IS gelesen zu haben, dass sich in Umgebungen
mit duenner Luft (z.B. im Gebirge) Gasblasen in der Fluessigkeit der Stabilisierungsprismen bildet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/ooo.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/ooo.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/ooo.gif" alt="" />

Die sollen dann im Tal von selbst wieder verschwinden (na hoffentlich).

Ich werde mir jedenfalls kein Fernglas mehr zulegen, dass nicht wasserdicht und stickstoffgefuellt ist. Die kann
man dann im Falle des Falles sogar unter fliessendem Wasser reinigen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />


Gruss
Lamont
 
Den Effekt der "unscharfen" Sternabbildungen kann man mit etwas Atem- und Oberarmtraining minimieren, alternativ kann man das Bino auf ein einfaches Fotostativ oder sogar ein Einbein-Stativ setzen, die Stabilisierung erledigt dann den Rest (das empfiehlt sich auch beim Fuji!)

echt, tolles Fernglas - toller Bildstabilisator!

...berichte doch einfach nochmal, wenn Du etwas praktische Erfahrung mit Deinem neuen Bino gesammelt hast - z.B. nach einer freihändigen Stunde Milchstraße... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />


CS,
Holger
 
Wenn ich vergleiche, verblüfft mich immer
wieder die deutliche Überlegenheit des Canon zum Fujinon 10x50.

Irgendwie musst Du eine absolute Gurke in Form Deines Fujinon erwischt haben. Dem Fujinon 10x50 FMTR-SX, das ich kenne, kann das Canon 15x50 nicht das Wasser reichen. Eine gewisse Anfaelligkeit des Fujinon fuer Streulicht besteht in der Daemmerung, das stimmt, spielt in der Nacht aber keine Rolle. Transmission ist viel besser, und auch die Randschaerfe des Fujinon laesst nichts zu wuenschen uebrig. Ich kann mir nicht vorstellen, wie jemand das Canon 15x50 besser finden kann. Beim 10x42, ok, da wird es eng, da koennte man sich vielleicht fuer das Canon entscheiden.

Gruss,
Holger
 
Mein Fujinon ist sicherlich genau so gut wie alle anderen.
Tagsüber sehe ich es sogar geringfügig vorne.
Vielleicht habe ich einfach ein besonders gutes Canon erwischt.

Und eins will ich nochmal besonders betonen. Die Behauptung
das Canon habe eine schlechte Transmission ist einfach nur
lächerlich. Vermutlich hat dieses Gerücht irgendjemand in die
Welt gesetzt und die ganzen willigen Fujinonverehrer habens
natürlich sofort geglaubt.
Und zum Schluß noch mal der HInweis, daß ich die Transmission
sowieso für einen eher nebensächlichen Kaufgrund halte. Da gibts
nun wirklich Wichtigeres.
 
Ich habe zwar das Canon 15x50 nie gemeinsam mit dem Fujinon getestet, aber einmal mit dem Canon 10x42 vergleichen koennen. Letzteres hatte ein auffallend helleres Bild (am hellen Tage, also kein Effekt der Austrittspupille), ich kann mir vorstellen, dass da locker 10% Unterschied in der Transmission auftraten. Das ist vielleicht zu verkraften, aber immerhin klar zu sehen, im direkten Vergleich. Es handelt sich hier also nicht um ein Geruecht. Ob Du ein besonders gutes Canon erwischt hast? Vielleicht gibt es eine neue Baureihe mit verbesserter Transmission, das kann ich nicht ausschliessen. Meine Meinung zum Fujinon 10x50 steht aber fest: Fuer die Astronomie war es das beste Freihand Fernglas, das ich je getestet habe, wegen seiner fast perekten Randschaerfe (bei 6.5 Grad Sehfeld) und Verguetung. Quantitative Messungen an Testtafeln und Doppelsternen, die Ed Zarenski auf Cloudy Nights publiziert hat, bestaetigen diesen guten Eindruck, den ich vom Fujinon gewinnen konnte.

Gruss,
Holger
 
Hallo Holger,
Transmission hin oder her, im direkten Vergleich leistet das Canon
zum Fujinon 10x50 wie bereits gesagt eine Größenklasse mehr.
Die Hälfte davon wird durch die höhere Vergrößerung erreicht, die
andere Hälfte durch den Stabilisator.
Womöglich habe ich mich falsch ausgedrückt? Dadurch wird das
Canon natürlich nicht gleich zum qualitativ überlegenen Instrument,
sondern nur zum leistungsstärkeren. Das Fujinon hat ohne Zweifel
eine erstkassige Optik. Bei mir tritt allerdings das Problem auf, daß
meine astigmatischen Augen keine großen Austrittspupillen vertragen.
Schon allein deshalb ist das Canon für mich wesentlich besser
geeinget. Zumindest in meinen Augen ist das Bild im Canon 15x50
unfaßbar nahe an der absoluten Perfektion.

Noch ein Satz zum Thread-Eröffner "Erdling":
Schade daß ich dich mit meine Argumenten nicht zum Kauf eines
Canon 15x50 überreden konnte. Ich wünsche dir natürlich viel Spaß
mit deinem neuen Glas, aber irgendwie bezweifle ich daß das 14x40
ein großer Fortschritt zu deinem 10x50 ist. Die stärkere Vergrößerung
des Neuen, sowie die kleinere Öffnung dürften sich im Deep-Sky-
Bereich wohl neutralisieren. Dazu mußt du außerdem noch mit sehr
mageren 56° Gesichtsfeld auskommen. Für den Batzen Euros die du
nachlegen mußt schon ein ziemlicher Kompromiß.
Auch ich bin sehr gespannt auf deinen First-Light Bericht.
 
Canon 15x50 vs. Fuji 10x50 - der Vergleich hinkt.

Meine Meinung zum Fujinon 10x50 steht aber fest: Fuer die Astronomie war es das beste Freihand Fernglas, das ich je getestet habe, wegen seiner fast perekten Randschaerfe (bei 6.5 Grad Sehfeld) und Verguetung.

Hallo Holger,

das sehe ich genauso, mir ist bisher noch kein 10x50 über den Weg gelaufen, welches am Sternhimmel die optische Leistung des Fujinon erreicht. Wenn coltrane die Transmission für einen nebensächlichen Kaufgrund hält, dann ist das seine Meinung und ich akzeptiere das. Man muß diese Ansicht ja nicht teilen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Aber nochmal zum oben angeführten Vergleich zwischen dem Canon und dem Fujinon:


Ich habe seit einigen Wochen ein Canon 15x50.
Das Glas hat ein paar mechanische Schwächen, aber optisch
ist es das beste was ich je gesehen habe. Mein Fujinon 10x50
hat dagegen überhaupt keine Chance. Besonders nachts hat
das Canon eine beeindruckende Abbildung die praktisch nicht
mehr zu überbieten ist. Wenn man wie ich die in der tat sehr
schlechten Augenmuscheln richtig zuschneidet, hat man einen
überwätigenden Anblick auf 67° Gesichtsfeld in einer brillianten
Schärfe bis zum Rand. Deutlich besser als beim Fujinon. Das
Canon leistet außerdem bestimmt eine Größenklasse mehr.

Der Vergleich zwischen einem 10x50 und einem 15x50 ist nicht so einfach und er hinkt auch kräftig. Dass ein 50mm Fernglas mit 3,3mm AP den Himmelshintergrund stärker abdunkelt, bei vergleichbarer Transmission schwächere Sterne erkennen läßt und im Vergleich zu einem 50mm Fernglas mit 5mm AP u.U. auch Abbildungsfehler unserer Augen durch "Abblenden" derselben reduziert, das sollte man bei dem Vergleich nicht vergessen. Bei der Beobachtung von Sternen und offenen Sternhaufen kann das von Vorteil sein, das Bild wirkt mit dem dunklen Himmelshintergrund einfach toll und man ist vielleicht von der Güte der Sternabbildung (ohne Stabilisierung) beeindruckt. Das ganze relativiert sich etwas, wenn ich auf die Jagd nach lichtschwachen Gasnebeln gehe. Ich kenne auch das Fujinon 10x50 und das Canon 15x50 und würde das Fujinon in dem Punkt wegen der hohen Transmission, dem sehr guten Kontrast und der größeren Austrittspupille vorziehen. Natürlich muß ich dann auf eine Bildstabilisierung verzichten, auch klar. Es gibt hier kein Fernglas, welches "deutlich besser" ist - weder ein 10x50 von der Güte des Fujinon noch ein 15x50 von Canon. Beide Gläser haben ihre Stärken und Schwächen, man muß halt sehen, was einem persönlich wichtiger ist. Zum Beispiel die höhere Vergrößerung mit der Bildstabilisierung auf der einen Seite oder eine größere AP mit einer besseren Transmission auf der anderen Seite ...

Zum Thema Transmission (und Farbstich) beim Canon 15x50 gab es übrigens erst vor kurzem eine Diskussion im Jülich Forum. Der "Transmissionstest nach Walter E. Schön" sollte doch Aufschluß geben können, ob die aktuellen 15x50 Ferngläser von Canon bei der Transmission mit einem Fujinon mithalten können oder nicht.

Frank.
 
Re: Canon 15x50 vs. Fuji 10x50 - der Vergleich hinkt.

Hallo Frank,
ich teile alle deine Argumente ohne Widerrede.
Aber zum Punkt Transmission muß ich mich anscheinend
nochmal äußern. Natürlich ist es wünschenswert ein Gerät mit
einer möglichst hohen Transmission zu besitzen. Aber ich
behaupte, daß sogar 10% mehr oder weniger davon praktisch
kaum eine Rolle spielen und nur im direkten Vergleich sichtbar
sind. Deswegen auch mein Beispiel " nur mit Auge durchs
Fernglas schauen". Eine gleichbleibende Schärfe über ein
mindestens 65 Grad großes Gesichtsfeld verbunden mit einem
angenehmen Einblick sind für mich tausendmal wichtiger.
Nun mal ehrlich: Das Qualitätskriterium "besonders hohe
Transmission" nimmt man sicherlich gerne mit, brüstet sich
gelegentlich damit, aber das wars dann auch. Wie sehr sich
eine unterschiedliche Lichtleistung auf die Abbildung auswirkt,
sieht man doch regelmäßig im Teleskop-Forum wenn nach dem
Unterschied vom 10- zum 12-Zöller gefragt wird.

So, jetzt nehme ich dann gleich wieder mein Canon zur Hand und
genieße es, damit einfach ziellos durch die Gegend zu schauen..
 
Re: Canon 15x50 vs. Fuji 10x50 - der Vergleich hin

Das stimmt, Frank, ein 15x50 kann Vorteile haben, in der Grenzgroesse und wegen des dunkleren Himmelshintergrundes. Aber sind die Sternabbildungen im Stabi-Modus des Canon wirklich besser als im 10x50 Fujinon? Da wurden ja schon oefter mal Probleme angesprochen, leider konnte ich das 15x50 noch nicht am Sternhimmel testen, so dass ich den Einfluss des Stabi-Modus auf die Sternabbildung nicht gecheckt habe.

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Canon 15x50 vs. Fuji 10x50 - der Vergleich hin

Bei den Canon 15x50 gibt es wohl mindestens zwei Versionen. Sie unterscheiden sich in der sichtbaren Farbe der Vergütung (beim Draufschauen). Ich hatte die neuere Version, hier war die Transmission etwas schlechter als bei meinem Trinovid 7x42 BN, das laut Zeitschriftentests (bitte jetzt nicht schmunzeln) oder auch einem Test im Jülichforum vielleicht etwas über 80% hat. Im Stabimodus waren die Sterne leider nicht ganz punktförmig, jedoch sah man erstaunlich viel mehr und vor allem entspannter als ohne Stabi.
Wenn es ein 50er Modell in der Qualität des Canon 10x42 geben wird, wird es sehr interessant, meine ich.
Im Jülichforum sagte mal einer, dass Canon intensiv an den Stabigläsern arbeite (inwieweit das stimmt, weiß ich natürlich nicht).
 
Re: Canon 15x50 vs. Fuji 10x50 - der Vergleich hinkt.

Bei mir tritt allerdings das Problem auf, daß
meine astigmatischen Augen keine großen Austrittspupillen vertragen.
Schon allein deshalb ist das Canon für mich wesentlich besser
geeinget.

Hallo coltrane,

zwei Anmerkungen habe ich noch.

1.) mit obigem Argument wird mir einiges klar und ich kann Deine Begeisterung fürs Canon 15x50 schon eher nachvollziehen. Die kleinere Austrittspupille bringt Dir eine verbesserte Sternabbildung - verstehe ich das richtig? Mir geht es mit meinem Leica 8x32 vielleicht ähnlich, die recht kleine AP liefert für meine Augen ein reizvolles Bild mit nadelfeinen Sternen und einem schön dunklen Himmelshintergrund - das Bild ist einfach super! Beim 8x42 ist die Güte der Sternabbildung nicht mehr so toll, aber deshalb würde ich nicht auf die Leistungsfähigkeit eines lichtstärkeren Fernglases verzichten wollen. Die kleinere AP hat halt auch einen Nachteil ...

2.) Zu Deiner Bewertung der Transmission:


Nun mal ehrlich: Das Qualitätskriterium "besonders hohe
Transmission" nimmt man sicherlich gerne mit, brüstet sich
gelegentlich damit, aber das wars dann auch. Wie sehr sich
eine unterschiedliche Lichtleistung auf die Abbildung auswirkt,
sieht man doch regelmäßig im Teleskop-Forum wenn nach dem
Unterschied vom 10- zum 12-Zöller gefragt wird.

Ferngläser und Teleskope lassen sich nur bedingt vergleichen und auch so ein Vergleich kann kräftig hinken. Transmissionsverluste in einem Fernglas führen nicht nur zu einem dunkleren Bild sondern oft melden sich die Verluste in Form von Streulicht und/oder Reflexen mit vermindertem Kontrast zu Wort. Ein Fernglas ist komplexer aufgebaut als ein Teleskop. Im Fernglas hast Du neben Objektiven und Okularen auch ein Prismensystem (wenigstens zwei Prismen) und bei Dachkantgläsern mit Innenfokussierung i.d.R. zusätzlich eine Fokussierlinse. Dieses optische System soll das Licht vom Objekt effektiv zum Auge leiten und dabei möglichst wenig Streulicht erzeugen. Beim Teleskop hast Du zwischen Objektiv und Okular einen Planspiegel oder ein Prisma und das war's normalerweise an optischen "Innereien". Den Tubus Deines Teleskops kannst Du mit Velour auskleiden und/oder Blenden einbauen. Ein Fernglas soll kompakt sein, damit werden solch einfache Maßnahmen zur Verminderung von Streulicht erschwert. Schau Dir mal das eine oder andere der oft recht billig angebotenen Ferngläser an und bewerte die Bildgüte (Helligkeit und Kontrast) im Vergleich zu einem der wirklich guten Exemplare. Transmissionsverluste führen in der Praxis eben nicht "nur" zu einem dunkleren Bild sondern es fehlt auch am Kontrast, das Bild erscheint weniger brillant und hat man Motive mit hohen Kontrastunterschieden (z.B. bei Astro eine helle Sternbedeckung durch den Mond), dann ist das Bild mitunter derart verschleiert, dass man das vermeintlich günstig eingekaufte Fernglas am liebsten in die Tonne treten möchte. Mit der Transmission ist es eben nicht ganz so einfach, wie man auf den ersten Blick vermuten mag <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Re: Canon 15x50 vs. Fuji 10x50 - der Vergleich hin

Aber sind die Sternabbildungen im Stabi-Modus des Canon wirklich besser als im 10x50 Fujinon? Da wurden ja schon oefter mal Probleme angesprochen, leider konnte ich das 15x50 noch nicht am Sternhimmel testen, so dass ich den Einfluss des Stabi-Modus auf die Sternabbildung nicht gecheckt habe.

Hallo Holger,

deshalb hatte ich ja auch geschrieben: "... das Bild wirkt mit dem dunklen Himmelshintergrund einfach toll und man ist vielleicht von der Güte der Sternabbildung (ohne Stabilisierung) beeindruckt. ...".

Packt man das Canon auf ein Stativ, so wird es an der Sternabbildung nichts zu meckern geben (zumindest nach meiner Erinnerung). Vor ein paar Jahren wollte ich mal einen Bericht zum Vergleich zweier bildstabilisierender Ferngläser schreiben: Canon 15x50 vs. Miyauchi 15x60. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> Seinerzeit hatte ich mir gerade das Miyauchi gekauft und Herr Birkmaier von ICS hatte mir freundlicherweise ein Canon zum Ausprobieren überlassen. So richtig glücklich wäre ich mit dem Canon wohl nicht geworden. Zwei Punkte haben mich gestört: das etwas klobige Design (Handhabung, Ergonomie) und die Bildstabilisierung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Wahrscheinlich kann man individuelle Einschätzungen zu Stabi-Gläsern noch viel weniger verallgemeinern als die so schon recht vielfältigen Ansichten zu "konventionellen" Ferngläsern. Jeder Mensch zittert anders und so ein Stabi-Glas muß zu den eigenen Händen passen. Mit etwas Übung hätte ich die Vorteile des Canon Fernglases wohl nutzen können, aber in der recht kurzen Testperiode hatte ich prozentual gesehen vielleicht zu 30% ein wirklich ruhiges und beeindruckendes Bild und zu 70% waren helle Sterne alles andere als punktförmig. Leider wurden dank meiner unruhigen Hände kurze Phasen eines stabilisierten Bildes immer wieder durch unruhige Phasen mit einer verschlechterten Abbildung unterbrochen. Das mag anderen Beobachtern völlig anders gehen. Es wird garantiert auch Beobachter geben, die mit einem Fujinon 12x32 deutlich besser klarkommen als mit einem Stabi von Canon und umgekehrt. Daher wäre ich mit Ratschlägen für ein bestimmtes Modell vorsichtig. Mehr als bei unseren "normalen" Ferngläsern muß man selbst ausprobieren, ob ein Stabi-Glas ein Gewinn ist und welcher Hersteller am Ende das sauer verdiente Geld bekommt. Mein Geld ist zu Miyauchi gewandert und ich kann Dir sagen, auf einem Berlebach Report ist das Bild sowas von ruhig, dass ich bis heute keinen Wunsch nach einem freihändig zu nutzenden Stabi-Glas verspürt habe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Re: Canon 15x50 vs. Fuji 10x50 - der Vergleich hin

Da mein Meerbuscher Nachthimmel zumindest ohne Nebelfilter auch nicht wirklich gut für große Austrittspupillen ist (Düsseldorf ist eben nur ca. 15km entfernt...,), habe ich der jüngeren Vergangenheit des öfteren mit einem AP-gebremsten Techno-Stabi 1440 beobachtet und mich meiner alten Leidenschaft für Offene Sternhaufen gewidment. Wie auch bei Teleskopen ist es gerade in Stadtnähe grenzgrößenfördernd, mit der etwas höheren Vergrößerung zu arbeiten. Wegen der relativ hohen Flächenhelligkeit von Galaxien-Zentralregionen kann man mit dem Techno-Stabi aber auch gut auf die Jagd nach Messier-Galaxien gehen.
HII-freundlich sind 2.9mm AP natürlich nicht, aber mich juckt es schon, dank des objektivseitigen Filtergewindes einmal mit zwei Nebelfiltern zu beobachten... Mehr dazu demnächst.

Stefan Korth
 
Hmm, das kleinere Gesichtsfeld ist natürlich ein kleiner Wermuthstropfen, aber in den verbleibenden Eigenschaften würde ich das Fujinon als kompromißlos bezeichnen. Da erscheint mir eine, der Bildqualität nicht dienliche, Bildstabilisierung bei einem bildstabilisierenden Fernglas als größerer Nachteil...
Gerade nach einer einstündigen Milchstraßentour (mit trotz Sitzens oder Liegens schwerer Arme) möchte ich ja noch ein ruhiges und detailreiches Bild genießen - und zwar halbwegs entspannt. Vorraussetzungen wie eine spezielle Atemtechnik, Oberarmtraining oder gar ein Stativ schrecken mich da eher ab! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />
Soweit zu meinen Erwartungen - ich freue mich jedenfalls schon riesig und sehe dem Firstlight sehr zuversichtlich entgegen (um genau sein, kann ich es gar nicht mehr erwarten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />)
"Julian" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Mein Fujinon 10x50 hat dagegen überhaupt keine Chance.....


Bei mir tritt allerdings das Problem auf, daß meine astigmatischen Augen keine großen Austrittspupillen vertragen....


Coltrane,

das war ja wohl nichts :-)
Zuerst erzaehlst Du uns, wie schlecht das Fujinon sei, spaeter teilst Du uns mit, dass Deine Augen mit den grossen Austrittspupillen nicht klar kommen! Bei Astigmatismus muss man natuerlich seine Brille aufbehalten, und nur falls diese den Sehfehler auch perfekt korrigiert, darf man Vergleiche optischer Instrumente anstellen.

Stattdessen hast Du einfach in den Raum gestellt, das Fujinon "habe gegen das Canon keine Chance". Eine solche Bemerkung erzeugt genau diese Geruechte, die Du in Bezug auf die Transmissionsschwaeche des Canon angeprangert hast.

Viele Gruesse,
Holger
 
Ich habe nirgends etwas schlechtes über das Fujinon geschrieben.
Und wenn doch, dann auf jeden Fall nichts das nicht stimmt.
Ich habe nur mehrfach die immense Überlegenheit des Canon
hervorgehoben, die sich bei einem erneuten, ausgiebigen Vergleich
der Beiden gestern Abend einmal mehr gezeigt hat. Ich könnte jetzt
dutzende Deep-Sky Objekte beschreiben um den Unterschied deutlich
zu machen. Aber ich will es mal so sagen: Jedesmal wenn ich vom
Canon zum Fujinon gewechselt bin, mußte ich fast lachen. Das
Fujinon war sowas von chancenlos, das glaubt man nicht wenn man
es nicht selbst gesehen hat. Und bevor schon wieder Mißverständnisse
aufkommen: Das Canon hat nicht die bessere Quallität, sondern die
höhere Leistungsfähigkeit wegen der stärkeren Vergrößerung.

Mein Astigmatismus spielt übrigens nur bei der Sternabbildung
eine Rolle, bei der Erkennbarkeit von Objekten jedoch keine.

Wie gerne würde ich allen Zweiflern beide Geräte mal vorführen.
 
Ich habe mir vor ein paar Wochen ein Canon 12x36 IS gekauft, weil mein Fujinon 10x50 FMT-SX mit seinen 1477g ein wirkliches Schwergewicht ist, und freihändiges Beobachten damit über längere Zeit keinen richtigen Spaß macht.
Die Sterne werden auch vom Canon nadelfein abgebildet und den hier oft beschriebenen Farbfehler bemerkt man nur, wenn man darauf achtet. Die Bildschärfe bei eingeschalteter Stabilisierung hält auch einige Zeit, wenn man sich bequem setzt und das Fernglas ruhig halten kann.
Ich habe gestern den „Transmissionstest nach Walter E. Schön“ durchgeführt und konnte keine Verfärbungen etc. bemerken.
Fazit: Ich bin mit dem Canon 12x36 IS II sehr zufrieden, und bin froh das ich nicht auf die schlechten Beurteilungen, die hier im Forum über Canon-Ferngläser abgegeben werden, gehört habe.

Gruss
Frank
 
Hallo Frank,
denselben Test habe ich gestern auch durchgeführt.
Ich habe sogar meine beiden Gläser nebeneinander gehalten.
Der Test hat meinen Eindruck aus der Praxis nur bestätigt.
Wenn man einmal gesehen hat, welche schwachen Sterne das
Canon 15x50 zu zeigen im Stande ist, dann braucht man vor
so einem Transmissionstest nicht die geringste Angst haben.
 
Unabhängig von den optischen Eigenschaften ist das Stabilisierungsverhalten des Fujinon eindeutig besser als das des Canon. Über die Funktionsunterschiede beider Systeme habe ich hier im Forum schon einiges geschrieben.
Das Fujinon Regelsystem ist auch aufwendiger gebaut als das Canonsystem. Der Regelumfang des Fujinon entspricht dem 6 bzw. 10 fachem des Canon. Nun wird dieser Regelumfang wohl selten gebraucht, doch gibt es schnell einzelne Amplituden, bei denen das Canon einfach an seine Grenzen kommt.
Dazu kommt etwas Anderes: Das Kanon arbeitet mit einem flüssigkeitsgefüllten beweglichem Balg, welcher zwei Linsen
verbindet. Solch ein System gast aus. - PRINZIPIELL -.
Das bedeutet eine verkürzte Lebensdauer. Der Balg selbst wird auch ausgasen und damit verhärten. Zudem sind die optischen Eigenschaften solch eines Flüssigkeit - Linse Gebildes wohl nicht so berauschend.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben