Bin ich etwa ungeduldig?

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dziobek

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Hallo !
Die Sphäre ist seit einer Woche da, leider die Pits auch.
20 Stunden polieren zu wenig?
Von der Materialzentrale habe ich Vorpoliermittel (ich denke das ist Polierrot, es ist auf jeden Fall rot) und Feinpoliermittel (weiß) erhalten. Thomas hat mir geschrieben, ich soll den Feinpoliermittel am Ende der Korrektur für die Feinpolitur einsetzten.
Kann es sein dass der Spiegel falsch feingeschliffen wurde?
Müssen den alle Pits verschwinden :-) ?
Sie sind bei mir gleichmäßig über den Spiegel verteilt und entprechen etwa dem Punkt 7 bei der Skala von Stathis (ausgedünntes Sternfeld).
Soll ich mit dem Parabolisieren anfangen?
Was denkt ihr?
Michael
 
Hallo Michael !
Solange man Punkte sieht soll man weiter polieren. Weil diese Punkte weden nach den Vespiegeln viel heller als jetzt und sind dann recht ärgerlich.
Ich weiß zwar nicht mit welchen Schmirgel du feingeschliffen hast. Hast du mit Mikrogritt geschliffen dann sind es nur Löcher von den vereinzelt lägeren Körnern und die in etwa 4 Stunden polierzeit verschwinden. Sind es Löcher von der vorletzten Stufe dann kannst du noch einmal mit 20 Stunden rechnen. Wenn das Pech hart ist dann können es auch feine Löcher vom Vorpoliermittel sein. Aber das kannst du leicht überprüfen, indem du alles sauber machst und einmal eine halbe Stunde mit dem Feinpoliermittel polierst. Wenn sie dann immer noch sichtbar sin dann würde ich noch eimal 8 Stunden mit dem Vorpoliermittel weiterplieren und dann siehst du den Unterschied schon.
Hoffe das ich dier damit helfen konnte und wünsche dier
Gute Geduld
Alois
 
Hallo Michael,

mein 10er war nach gut vier Stunden pittfrei, ich benutzte dazu das Ceri HPC von Pieplow&Brandt das deutlich schneller poliert als das von der VDS. Trotzdem sollte der Spiegel nach 20 Stunden auch mit diesem längst auspoliert sein, möglicherweise hast du wie Alois schon erwähnt hat die 800er Körnung nicht ausgeschliffen und siehst die Pitts der zweitletzen Körnung (600er?). Vielleicht wäre es besser nochmal 1-2 Stunden mit der 800er zu schleifen als dich mit weiteren 20 Stunden Polieren abzuquälen.

gutes Gelingen
Roland
 
Hallo !
Es sieht nicht gut aus, was ?
Also zu dem Feinschliff will ich nicht mehr zurückkehren. Dann muss ich halt weiterpolieren...
Eine Frage: muss ich bei dem Wechsel des Poliermittels die Pechhaut reinigen?
Wie gründlich ?
Ich kriege doch die in die Pechhaut eingedrückten Teilchen nicht mehr weg.
Danke für eure Antworten.
michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Ich habe auch einen Schleifsatz von der Materialzentrale in Arbeit (Achtzöller).
Ich habe bis Korn 1200 durchgeschliffen (zumindest habe ich die Filzstiftprobe so interpretiert). Das Polieren geht bei mir ähnlich mühsam, aber jede Stunde mehr zeigt Fortschritt. Dass Pechhaut und Spiegel exakt (!!!) aufeinanderpassen scheint sehr wichtig zu sein. Am Anfang habe ich die Pechhaut vom Spiegel getrennt aufbewahrt, mittlerweile lasse ich sie aber drauf und befeuchte sie von Zeit zu Zeit (zwei, drei Mal pro Tag). Hat den Vorteil dass man sofort anfangen kann und nicht ein Haufen Zeit für die Anpassung der Pechaut vergeuden muss.

Wie die anderen schon geschrieben haben: Erst auspolieren, dann parabolisieren.

Viel Erfolg und schönen Gruß
Andi
 
Hallo !
Nach weiteren Stunden polieren merke ich keine Veränderung. Die Pits sind immer noch da.
Ich gehe davon aus, dass sie offensichtlich noch vom Schleifmittel der letzten Stuffen stammen.
In diesem Fall hat das Polieren keinen Sinn mehr.
Schweren Herzens habe ich mich entschieden zum Feinschliff zurückzukehren.
Meine Frage: mit welcher Korngrösse soll ich anfangen ?
Und wie kann man so ein Fehler 100% ausschliessen?
Noch mal will ich das nicht durchmachen.
Schade, mein Traum vom selbstgebauten Teleskop rückt in ungewisse Ferne...

Michael
 
Man kann gröbere Pits mit dem wasserfesten Filzstift markieren und kontrollieren ob sie beim weiteren Schleifen verschwinden. Am wichtigsten ist der Rand des Spiegels, weil sich da meistens gröbere Pits am längsten halten.
Die neu entstehenden Pits werden dann mit der nächsten Körnung entfernt. so stellt man sicher, daß nach dem Carbo#1200 oder entsprechenden anderen feinen Schleifmitteln keine gröberen Pits mehr da sind. Am einfachsten kann man Pits im Durchlicht mit einer starken Lupe sehen. Das führt hier der Stathis vor:


Link zur Grafik: http://www.geocities.com/dobsonstathis/bilder/pitsuche_small.jpg
Grüße Martin
 
Hi Michael,

die Frage ist so ohne den Spiegel selbst gesehen zu haben schwierig zu beantworten. Wenn man davon ausgehen kann, daß die verbliebenen Pits keine Kraterchen sind, würde ich zum 800er Carbo raten. Am besten nach 30min Schleifen überprüfen, ob markierte Pits zumindest zum Teil ausgeschliffen sind bzw. merklich kleiner wurden. Wenn das nicht gelingen sollte, evtl. zurück zum 600er (oder 500er).

Ich hatte das "Vergnügen" Kratzerbedingt bei einem 315mm-Spiegel zum Feinschliff zurück zu "dürfen", zunächst mit 800er, da hatte ich mir einen weiteren fetten Kratzer gefangen, den mit 500er in 40min ausgeschliffen, dann 90min 800er. Der Spiegel liegt nun auf der fertigen Pechhaut und wartet darauf, daß ich bei meinem aktuellen Projekt (14-Zöller) die Parabel hinbekomme.

Ausgeschliffene Grüße wüscht

Achim

p.s. immer schön die Bleistiftprobe machen, damit die Sphäre nach dem Feinschliff stimmt, aber das weist du ja!
 
Ich werde dann mit 800 anfangen und später Feinschmirgel. ES tut gut zu hören, dass ich nicht der einzige bin der einen oder zwei Schritte zurück muss.
Was sind diese Kraterchen von dennen du schreibst?
Ich beobachte die Pits mit einem 40mm Okular und sehe so ganz kleine Sternchen im Gegenlicht, gleichmäßig verteilt und einem augedünnten Sternenfeld entsprechend.
Grüsse
Michael
 
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