Bin infiziert...

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Sternenauge

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Ja, hallo erst mal... bin seit kurzem mit dem Virus Astronomie infiziert. Ging schon lange mit dem Gedanken schwanger und habe mir jetzt endlich ein Teleskop zugelegt. Wie immer will man alles gleich auf einmal haben. Habe mir einen kleine Refraktor (EXPLORE SCIENTIFIC ED 80 F/6 APO REFRAKTOR ) zugelegt. Bin bisher auch ganz zufrieden mit ihm. Es macht viel Spass und Jupiter habe ich auch schon kennengelernt.
Habe bisher nur ein besseres Kamerastativ und wollte mir jetzt eine gescheite Montierung zulegen. Da ich auch mal Fotos machen will, sollte sie dafür auch tauglich sein. Gegen eine GOTO-Montierung hätte ich nix. Welche würde mir denn da schon ausreichen?

Danke und Gruß
Thomas


PS ein Fotoapparat brauche ich auch noch...


 
Hi Thomas,

ich würde auf Goto verzichtet, ist visuell eher nervig und man lernt den Sternenhimmel nicht richtig kennen.
Würde mir eine EQ3 oder besser CG4 zulegen. Lieber ein bisschen überdimensioniert als unter dimensioniert.

Gruß
Lots
 
Hi Lots,
damit hast du bestimmt recht. Für längere Aufnahmen wäre aber eine Montierung mit automatischer Nachführung auch nicht schlecht.

Gruß
Thomas
 
Hi!

Bei günstigen motorisierten Montierungen ist Goto in der Regel schon dabei; nur bei richtig billigen und richtigen teuren Montierungen kannst du Motoren und Steuerung separat kaufen. Schau dir mal Muba.de an, insbesondere die Tabellen zur Fotografie, falls du Foto planst.

Die Montierung muss parallaktisch sein, nicht azimutal.

Achte für die Zukunft auch darauf, dass die Steuerung einen Autoguiding-Anschluss hat, ein paar Kilo mehr trägt, als dein Teleskop samt Kamera wiegt (falls da noch Bildfeldebner/Reducer, Guiding-Kamera und/oder Leitrohr dazu kommen - außerdem sind die meisten Hersteller eher optimistisch bei der Angabe der Traglast) und ein Stahl- oder Holzstativ hat.

Für visuell würde ich eine azimutale Montierung a la Vixen Porta, Ayo, Giro o.ä. empfehlen - je nach Traglast Kamerastativ kann es sich lohnen, das Stativ weiterzuverwenden und nur die azimutale Montierung draufzusetzen statt dem Kugelkopf. So ist das Teleskop ruckzuck einsatzbereit. Bei einer parallaktischen Montierung ist die Aufbauzeit länger, und du hast mehr zu tragen (voluminöse Montierung + Gegengewichte + Steuerung + Batterien). Mondfotos gehen fokal sogar noch ohne Nachführung, alles andere wird sehr schnell sehr anspruchsvoll und teuer. Stöber mal im Board Montierung, Steuerung, da geht's öfter um Foto-Montierungen.

Gruß,
Alex
 
Moin, Thomas,

gratulation zum Kauf des kleinen Refraktors. Damit kann man viel Freude haben, wenn man weiß, was visuell geht und was nicht.

Montierungstechnisch bist du nach meiner Meinung auf dem richtigen Weg. Eine EQ5 SkyScan oder alternativ einen "Celestron CAM" sind vernünftige Montierungen im unteren Preissegment. Darunter würde ich bei GoTo an deiner Stelle nicht einsteigen, da die Preise gar nicht so viel niedriger sind, aber die Traglast deutlich geringer ist (z.B. eine EQ3 SkyScan).

Ein 80er ED wird auf einer solchen Montierung (ich nenn's mal "EQ5-Klasse") locker getragen, da gibts kein Nachschwingen und kein Gewackel. Wenn Du mal Fotografie betreiben willst, ist eine solche Montierung mehr als ausreichend.

GoTo würde ich dir schon empfehlen, auch für den Einstieg. Den Himmel "absurfen" kannst Du auch wunderbar mit dem Handcontroller. Dafür hast Du gleich alle Möglichkeiten und wirst es auch später bei Fotos leichter haben, die schwachen Objekte richtig einzufangen, die Du nicht mit bloßem Auge ausmachen kannst. Es schadet trotzdem nicht, sich erstmal ein wenig "freihändig" am Himmel umzusehen, z.B. unter Zuhilfenahme eines Fernglases. Ob GoTo oder nicht, eine Nachführung würde ich unbedingt empfehlen, es nervt einfach ohne, zumindest bei der "Primärmontierung". Stell per GoTo das gewünschte Objekt ein und schau es dir einfach an, solange Du willst - das habe ich immer sehr geschätzt, aber die Prioritäten liegen bei jedem auch ein wenig anders.

Bevor Du nun aber mit Fotos anfängst, würde ich mich wirklich erstmal mit den eigenen Augen etwas am Himmel umtun. Fotografie kann bei Planeten auch am Anfang gelingen, aber bei DeepSky wirds gleich teuer, und/oder aufwändig.

Du brauchst unbedingt eine Orientierungshilfe für den Nachthimmel, Software (z.B. "Stellarium") oder einen guten, alten Sternenatlas. Hier ein Link, auf dem Du abchecken kannst, was Du aus deinem Gerät in etwa herausholen kannst: http://www.ar-dec.net/vsa/ . Und schau dich auf jeden fall nach einem anständigen "Übersichtsokular" um, damit kannst Du dir schnell einen guten Überblick über die Himmelsregion von Interesse verschaffen.

Clear Skies,
Pascal
 
Moin Moin, Pascal,
dank dir für die schnelle Antwort.
Die EQ5 hat doch bestimmt schon eine automatische Nachführung?
Surfe schon wie wild am Himmel rum.

Gruß,
Thomas
 
Servus Pascal,
die Bezeichnungen bei den Montierungen sind ja ein graus.
Wo bitte ist denn der Unterschied zwischen einer
HEQ-5 und EQ-5 und NEQ-5 ?? Sehen alle gleich aus.
Hat eine von ihnen einen Autoguiding Anschluss?

Gruß,
Thomas
 
Klar sehen die ähnlich aus. Beschreibung lesen hilft in diesem Fall ;)

CS,
Peter
 
Jaja, da gibts viele Unterschiede, insebesondere bei Sykwatcher.
Was auf jeden Fall passt: "SkyWatcher EQ5 SkyScan" und "Celestron CAM". Letztere besitze ich und das Ding lässt mir keine Wünsche offen. Lediglich diese blöden Western-Stecker neigen zu Wackelkontakten. Ein deutscher Ingenieur hätte sicher ein andere Verbindungsmöglichkeit gewählt :-D, die dann aber auch 3x so schwer und teuer gewesen wäre.

Grüße,
Pascal
 
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