Bin jetzt völlig verwirrt (Refraktor / Spiegel)

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mic

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Hallo,

Ich möchte mir im Sommer auch ein Teleskop zulegen und bin im Web (und auch hier) schon fleissig am lesen.
Nur alles was ich lese verwirrt mich noch mehr.
Die einen empfehlen einen 114 Newton, die andern einen 100 Refraktor. Ich möchte hauptsächlich die nähere Umgebung (also Planeten) erkunden und dachte daher ein Refraktor müsste das richtige sein.
Im Forum wird für Einsteiger ein 100mm Refraktor empfohlen, der mal locker 500-600 Euro verschlingt. Das finde ich für Einsteiger ein bischen happig.

Meine Frage daher: Beim Teleskop-Service gibt es einen 80mm Refraktor auf EQ2-Montierung für ca. 280 Euro. Kann ich damit schon was anfagen oder sollte ich dann lieber zum 114mm Newton greifen ?
Ich baue das Gerät auch nicht nur im Garten auf, sondern will es auch mit auf Reisen (im Wohnwagen) nehmen.
Muss ich den Newton dann nach jedem Transport neu justieren ? Ich habe schon einiges darüber gelesen und stelle mir das nicht so ganz einfach vor.

Im Prizip suche ich eine Empfehlung für ein Komplettgerät in der Preisklasse bis 300 Euro.

Michael
 
hallo,

die EQ2 würde ich nicht nehmen, zu wackelig.

der 100mm refraktor auf eine anständigen montierung
ist bei deinem preisrahmen zu teuer.
macht aber nix.
wie wär's mit einem newton 114/910 von sky-watcher auf
einer skyview. kommt auf ca. 350EUR. das ist eine
sehr solide kombination.

der 114mm newton zeigt dir am planeten praktisch
dasselbe wie der 100er refraktor.
das justieren ist schnell gelernt und normalerweise
nur alle paar monate notwendig. du mußt ihn nich nach
jedem transport neu justieren.

also los, hol dir das teil!

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo!
350EUR < 300EUR? Ansonsten ist der Vorschlag aber sicher bedenkenswert. Alternativ fällt mir noch das Tal-1 (alias Galaxy Newton,alias Siberia) ein, (110/800mm Newton), welches (allerdings ohne Motor) laut ICS Preisliste für 299 EUR zu haben ist. Sicher ist es nicht zu wackelig und optisch passabel. Leider gibt es meines Wissens nach allerdings leider keine Motornachrüstoption.
Die EQ2-Montierung ist für einen langen 80mm Refraktor oder 114mm Spiegel ebenfalls eher eine Notlösung und wäre für mich nicht die erste Wahl.
Refraktor und nur wenig größerer Spiegel in diesem Preisbereich nehmen sich sicher nicht allzu viel. Die Systemwahl ist hier wohl eher Geschmacksache.
 
Re: Bin jetzt völlig verwirrt (Refraktor / Spiegel

Hallo,

die EQ2 würde ich nicht nehmen, zu wackelig.

Hm, wird vom Teleskop-Service als Einsteigerkomplettgerät angeboten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Jetzt bin ich noch mehr verwirrt.

Ich möchte doch nur mal mit dem Hobby anfangen ohne gleich viel Kohle ausgeben zu müssen.
Anscheinend geht das aber nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Michael
 
Moin Michael!

Meine Meinung: Ein 4"-Refraktor ist am Planeten einem 4,5"-Newton in punkto
Kontrast überlegen. Vorteil: Die Optik braucht normalerweise nicht justiert
werden - gut für Anfänger, die Panik vorm Schrauben am Newton haben. Nachteil u.a.:
Der Refraktor zerrt mit seinem längeren Hebel mehr an der Montierung, außerdem
muß das Stativ hoch und schwingungsarm sein. Die üblichen China-Alu-Stative sind
dazu zu niedrig und zu zitterig.
Nicht umsonst wird schon seit Jahrzehnten der 4,5"-Newton als sinnvolles und
preiswertes Einsteigergerät immer wieder empfohlen. Von der Justierung einer solchen
Optik sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wer Beschreibungen lesen und verstehen
kann und wem das Prinzip des Newtons klar ist, dem sollte das keine Schwierigkeiten machen.
Das kann man sich selbst aneignen. Solche Newtons, die nicht ständig auseinandergenommen
werden, brauchen nur alle Jubeljahre mal justiert werden. f/8 ist auch sehr gutmütig bei
der Justage.
Die China-Newtons auf SkyView oder EQ-3 sind brauchbare Geräte und sicher für unter 300 Euro
zu bekommen, wenn's denn unbedingt was Neues sein muß. IMO die beste Optik hat der TAL-1 - da
ist aber das Problem, daß man sich gleich vor Kauf festlegen muß, ob RA-Motor oder nicht.
Auf alle Fälle sollte man immer den Gebrauchtmarkt im Auge behalten, denn da kann man immer
wieder mal was Günstiges abschießen.
Ein Problem wird schnell nach Kauf auftauchen: Bessere Okulare! Die Komplett-Angebote kommen
nur mit mittelprächtigen Okularen daher, die vielleicht für den Anfang ausreichend
sind. Dann geht es los: Andere Brennweiten werden gebraucht, dazu vielleicht noch eine Barlow-
Linse. Das alles kostet - und das sollte man in sein Budget mit einplanen. Mit einem 10- und 20 mm-
Oku am 900 mm-Newton kommt man noch nicht weit, zu vernünftigen Planeten-Vergrößerungen sowieso
nicht.
 
Re: Bin jetzt völlig verwirrt (Refraktor / Spiegel

Hm, wird vom Teleskop-Service als Einsteigerkomplettgerät angeboten.
Ist trotzdem zu wackelig ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Den Vorschlag mit dem TAL-1 finde ich nicht schlecht, zumal da alles dabei ist, also die Erstausstattung Okulare, Filter usw. ... ich denke, das TAL-1 kriegst Du auch für einen guten Preis wieder los, wenn was größeres in's Haus steht. Eine weitere Option wäre der GSO 6" f/8 Dobson, bei dem ich allerdings eine gute optische Qualität nur unterstellen kann. Da sind auch schon Okus dabei. Packmaß ist allerdings beim TAL-1 besser (wg. Wohnwagen).
 
Re: Bin jetzt völlig verwirrt (Refraktor / Spiegel

Hallo Micha,

Meine Meinung: Ein 4"-Refraktor ist am Planeten einem 4,5"-Newton in punkto
Kontrast überlegen. Vorteil: Die Optik braucht normalerweise nicht justiert

ich meinte eigentlich auch einen 3" Refraktor.
Aber ich denke der 4" Newton ist momentan in der Favoritenrolle. Mit der Montierung muß ich dann mal schauen.

Neukauf sollte deswegen sein, da man einem Laien (also mir) allen Mist andrehen kann (siehe Ebay) und ich mir die Preise (und Angebote) bei Teleskopanbietern anschaue und versuche anhand von Testberichten im Web die Angebote zu vergleichen.

Ein Problem wird schnell nach Kauf auftauchen: Bessere Okulare! Die Komplett-Angebote kommen
nur mit mittelprächtigen Okularen daher, die vielleicht für den Anfang ausreichend
sind. Dann geht es los: Andere Brennweiten werden gebraucht, dazu vielleicht noch eine Barlow-
Linse. Das alles kostet - und das sollte man in sein Budget mit einplanen. Mit einem 10- und 20 mm-
Oku am 900 mm-Newton kommt man noch nicht weit, zu vernünftigen Planeten-Vergrößerungen sowieso
nicht.
Ist mir auch klar, aber ich kann schonmal was sehen und mir nach und nach bessere Okulare kaufen. Alles auf einmal ist einwenig zu viel.
Ich will nur nicht mit "Kernschrott" anfangen und mir nach den ersten "Ohs" und Ahs" ein komplett neues Teleskop zulegen müssen weil man nichts erweitern kann.

Michael
 
Hallo Michael!
Ich hatte mit einen 60mm Refraktor Quelle Teleskop von Bresser angefangen. Damit konnte ich als Anfänger schon recht viel erkennen. Dazu hatte ich eine EQ1 Montierung die für dieses Gerät doch schon recht wacklig war. Solltest du dich für einen 80mm Refraktor entscheiden würde ich dir zu einer EQ3 Montierung raten damit würdest du aber schon über die 300 Euro kommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> . Im Notfall könnte auch eine EQ 2 Montierung gehen. Auf alle Fälle würde ein 80 mm Refraktor für einen Anfänger reichen. Leider kann ich dir nichts über einen 114 Newton berichten da ich noch nie ein Newton hatte. Ob bei dem 114 Newton eine EQ 2 reicht weiß ich daher auch nicht. Ich habe aber auch viel gutes über so einen Newton gelesen. Welches nun für Astrofotographie besser ist weiß ich auch nicht (nur für den Fall das du dies später betreiben möchtest).
Gruß vom
Steffen
 
Re: Bin jetzt völlig verwirrt (Refraktor / Spiegel

Neukauf sollte deswegen sein, da man einem Laien (also mir) allen Mist andrehen kann (siehe Ebay) und ich mir die Preise (und Angebote) bei Teleskopanbietern anschaue und versuche anhand von Testberichten im Web die Angebote zu vergleichen.

schau dich trotzdem am gebrauchtmarkt um, es gibt auch vieles
das in ordnung ist, vor allem hier auf astronomie.de im markt.

solltest du zu einem gebrauchten teil fragen haben, dann mail mir
privat, ich stehe dir gerne mit meinem rat zur verfügung.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Komplettgeräte bis 300 Euro

Hallo Michael.


Da gibt's schon einige, die kenne ich allerdings nur aus'm Prospekt und "vom hören sagen":
(bin aber auch noch nicht lange dabei...)

z.B. gibt's ein Hersteller namens "Helios", die bieten div. Einsteigergeräte (Spiegel und Linsen)
zu vernünfigen Preisen an.

Dann habe ich von den Newtons des Herstellers "Galaxy" auch schon viel gutes gehört.
Die sollen eine überdurchschnittlich gute Grundausstattung dabei, und eine solide Mechanik drin haben.
(Okulare, Barlowlinse, Himmelsatlas, Justierokular, ...)
Daher auch 10 Jahre Garantie, das bietet sonst kaum ein "Billighersteller"
Aber: motorisierte Nachführung ist bei den Galaxy'Newt's nicht nachrüstbar!

Die "TAL-1" (bzw. Siberia-Taleskope) haben scheinbar die selbe Optik drin,
aber aufgrund des höheren Bekantheitsgrades sei der Wiederverkaufswert etwas besser.
Da würde ich auf die Ausstattung gucken & die verschiedenen Anbieter vergleichen!


Ich persönlich würde Dir einen Dobson empfehlen: da kriegst Du viel Optik für Dein Geld -
es geht nicht die Hälfte für eine Montierung drauf (die dann trotzdem wackelt...)

Zum Beispiel einen Galaxy D8 (satte 200mm gute Optik, für 399 Euro) da sind zwar nur 2 Vergrösserungen
standardmässig dabei, dafür sind es brauchbare Okulare und n' Mondfilter sowie Justierokular liegen auch bei.
Weitere Okulare könntest Du Dir ja nach und nach zulegen, wenn Dir das Hobby passt.

Oder, was hältst Du vom "Bushnell Vojager 4.5" ?
Ist n'Bisschen Gewöhnungsbedürftig anzusehen, aber diese Bauform macht Spass! (frag'den User "Portaball"!)
(ich besitze einen "Astroscan", der ist n'Bissel teurer, funzt aber nach dem selben Prinzip. Äusserst transportabel!)

Bei den meisten Komplettangeboten ist viel Zubehör dabei, meist auf Kosten der Qualität der Okulare!
Diese taugen in einem besseren Fernrohr dann schon wieder nix mehr...
Lieber weniger, dafür brauchbare Grundausstattung. (meine Meinung!)

Behalte den Occasionsmarkt im Auge, vielleicht findest Du ja ein Schnäppchen!
(wenn Du von Jemandem hier im Forum was abkaufst, sollte er Dir ja keinen Schrott andrehen,
sonst wird ihm hier der Kopf gewaschen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Grüsse, Silvio
 
Re: Komplettgeräte bis 300 Euro

Hallo,

> Die "TAL-1" (bzw. Siberia-Taleskope) haben scheinbar die selbe Optik drin,
> aber aufgrund des höheren Bekantheitsgrades sei der Wiederverkaufswert etwas besser.

Nein, sie haben nicht 'dieselbe Optik drin' - es sind vollkommen baugleiche Geräte. Der "richtige" Markenname des Herstellers in Novosibirsk ist TAL. Ob dann bei Intercon Spacetec ein 'Galaxy' Kleber montiert wird oder bei Baader Planetarium 'Siberia' daraufgeschrieben wird ist irrelevant.

Auch Helios ist kein Hersteller sondern ein Markenname unter dem Geräte vertrieben werden. Fabriziert werden alle Helios/Skywatcher/Antares und einige Bresser/Meade Geräte von Synta in China.

Ein weiterer Hersteller ist Guan Sheng Optical (GSO) in Taiwan. Diese Geräte finden sich dann unter den Namen GSO, Danubia/Dörr, bei ICS wieder als Galaxy D8 oder D10, in Amerika als Orion Skyquest, ... (alle Aufzählungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Zum Thema: ich selbst habe mit einem solchen TAL1 begonnen. Es zeigte schon einiges: den Ringnebel als zarten Rauchring, Kugelsternhaufen bei guter Sicht teilweise aufgelöst - nicht nur am Rand. Die Cassini-Teilung in den Saturnringen ist bei ruhiger Luft schön zu sehen, ebenso einige Wolkenbänder und der Große Rote Fleck auf Jupiter. So ein 114er Newton oder ein mittelkleiner Refraktor auf vernünftiger Montierung ist schon eine schöne Sache - die SkyView macht da Erfahrungsberichten zufolge einen guten Eindruck, persönlich kenne ich sie nicht. Die EQ-2 wackelt ehrlichgesagt schon beim Hinschauen :/
Falls dich ein TAL interessiert - die 20kg Lebendgewicht nur nicht unterschätzen - ein 20cm Dobson ist auch nicht sperriger!

Jetzt mit einem 20cm Newton beobachtend kann ich nur sagen: das TAL habe ich inzwischen nicht mehr - das steht bei einem Freund von mir. So einen leichten und schnell einsetzbaren Refraktor könnte man aber immer einmal brauchen, wenn man gerade keine Lust hat, schnell für 10 Minuten das 'große Ding' hinauszuwuchten...

Ciao,
Roland

Ergänzung: unter der Bezeichnung 'Danubia/Dörr' finden sich wohl sowohl Synta- als auch GSO-Geräte...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Komplettgeräte bis 300 Euro

Moin Silvio!

Einiges muß mal klargestellt werden: Helios, Bresser, Synta, Danubia und wie
sie alle heißen, sind durchweg alles Import-Geräte identischer Qualität aus
Fernost. Die deutschen Importeure pappen da nur ihr Logo und Handelsmarke drauf
bzw. "lassen pappen", ansonsten gibbet da keinen Unterschied. Eine Ausnahme macht
da wohl nur GSO.
"Galaxy" ist ein Markenzeichen der Firma ICS (Intercon Spacetec Augsburg),
darunter laufen neben den TAL-Teleskopen auch die Dobsons D8 und D10.
TAL-Teleskope kommen aus Rußland und sind in Ausführung und Spiegelqualität nicht
mit den China-Importen zu vergleichen. Neben "Galaxy" gibt es auch "Siberia" (Baader)
als Namen, was identisch mit TAL ist.

Der "Bushnell Voyager" mag zwar extrem handlich sein, aber für geplante Planeten-
beobachtungen bei Vergrößerungen von 100- bis 200fach ist das bestimmt nix.

Gebrauchtkauf ist sicher für den Laien schwierig, aber das hat man bei anderen Sachen
auch. Wenn man keinen Bekannten dabeihat, der sich mit sowas auskennt ;-), dann sollte
man auf alle Fälle ein Rückgaberecht schriftlich (!) vereinbaren. Ein seriöser Verkäufer
macht so etwas auch - man muß das eben nur vorher vernünftig besprechen und nicht blind
loskaufen. (Gilt übrigens auch bei Neukauf.)
 
Hi Michael,
ich will meinen Senf auch mal dazu geben.
Also: laß Dich nicht verrückt machen.
Bis 300 Euro findet sich bestimmt ein anständiges Teleskop.
Natürlich sagt jeder was anderes (jeder hat halt sein Lieblingsgerät oder weiß genau was das beste Einsteigerteleskop ist). Es gibt eben keine mathematische Formel.
Ich habe mir seinerzeit ein 70/900 Refraktor gekauft.
Gründe:
1. relativ Preiswert (180 Euro komplett, Bresser Lyra)
2. parallaktische Montierung (war mir wichtig)
3. leicht zu transportieren (auch ohne Auto)
4. soll für einen Amateur (für mich eben) reichen

Bekommt man schon für 160 Euro, neu wohlbemerkt.

Wichtig scheint mir auch der Hinweis: Unbedingt Preise vergleichen.
Mucha suerte und halt uns auf dem laufenden, Vicente.
 
Re: Bin jetzt völlig verwirrt (Refraktor / Spiegel

Hallo Mic,

ich kann den Beiträgen von "Binoviewer" und "Korn" fast zur Gänze zustimmen.

Wenn es unbedingt neu sein soll würde ich einen 114/900 Newton auf Skyview Montierung vorschlagen,die ist etwas besser als die eq3(die hat mein Bruder),warscheinlich wegen des besseren Statives.
Ein Tal 1 ist eine gute Alternative,aber recht gewichtig und wenn man die Stativbeine nicht abschraubt auch sperrig.Es ist sehr gut und komplett ausgestattet.
Wenn du auf eine äquatoriale Montierung verzichten kannst wäre ein 6" GSO Dobson noch eine Überlegung wert.

Gebrauchtkauf:Wenn man sich etwas auskennt kann man da schon gutes Geld sparen,aber ohne Erfahrung auch sein Geld für "Schrott" verbraten.
Das gilt auch für den hiesigen Gebrauchtmarkt,und hier in den Foren wurde Anfängern neulich ein Teleskop als tolles Gerät angeboten,daß nach eigenen früheren Aussagen des Besitzersm nur sehr eingeschränkt zu gebrauchen war(um es mal zurückhaltend zu formulieren)!
Also halte die Augen offen und frage besser noch mal nach,am besten 2 oder 3 Leute.

Refraktor:Bei dem begrenzten Budget meiner Ansicht nach nicht zu empfehlen.
Du bekommst dann nur wenig Öffnung(Objektivdurchmesser)und die Stative der einfacheren Montierungen (dazu gehören auch noch eq3 und Skyview)sind zu niedrig und voll ausgezogen wackelig.
Die heute angebotenen "Kurzrefraktoren" mit f/10 oder f/8 oder gar f/5 können den Newton wegen des Farbfehlers nicht überholen und sind teurer.
Lies dazu doch mal das hier ,da haben ein paar Leute mit Ahnung etwas zu geschrieben.
Ein "klassischer" f/15 FH wie das Vixen 80L besticht dagegen mit sehr scharfer Abbildung.

Fast alle der unter verschiedensten Handelsnamen angebotenen Teleskope kommen aus China oder Taiwan,egal was da für ein deutscher oder amerikanischer Name draufsteht.
Muß aber kein Problem sein,ich habe z.B. eine sehr gute Taiwan-Optik.

Zubehör kann man später auch nachkaufen,bei Okularen ist Gebrauchtkauf von Plössl oder Kellner nicht so problematisch.
Falls du spezielle Fragen hast kannst du mich auch direkt ansprechen,bei Interesse auch mal vorbeikommen(ist ja nicht so tierisch weit) und durch mein Teleskop sehen und dir die Justage zeigen lassen.

MfG,Karsten

 
Re: Komplettgeräte bis 300 Euro

Hallo Winnie!


Einiges muß mal klargestellt werden: Helios, Bresser, Synta, Danubia und wie
sie alle heißen, sind durchweg alles Import-Geräte identischer Qualität aus
Fernost. Die deutschen Importeure pappen da nur ihr Logo und Handelsmarke drauf
bzw. "lassen pappen",

Bis dahin stimme ich Dir noch zu, aber


muss ich stark intervenieren: Es gibt Unterschiede!
Und zwar im Zubehör, im Preis, und nicht zuletzt auch im Service!

Als "Marke" bezeichne ich das, was auf dem Ding draufsteht!
Ob da nun eine Guan-Lueng - Optik drin ist, oder sonst eine, weiss ich (bzw. der BENUTZER) ja nicht!
Woher auch!??
Wenn "Tal" draufsteht, ist TAL drin, wenn "Siberia" draufsteht, ist Siberia drin.
"TAL" = "Siberia", das interessiert mich erst in 2. Linie - Hauptsache, die Qualität des ausgesuchten Gerätes stimmt!

Und das ist ja auch gut so, denn sonst gäbe's ja z.B.
auch keine Rolls Roisen und "Mini" mehr, sondern BMW,
und keine Lamborgini, Maserati, Ferrari, sondern FIAT.
(oder wie auch immer der aktuelle Stand der "Fusionitis" jetzt gerade ist...)


Aber, darum ging es mir auch garnicht!
Ich wollte lediglich einige "Marken" aufzählen, die Angebote unter 300Euro haben.
bzw. Einige Schlagwörter ausrufen, welche Google vielleicht kennt...



Stimmt. Das sind doch die, die BK7 für Pyrex verkaufen...??? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> (aktuelle SuW)

Der "Bushnell Voyager" mag zwar extrem handlich sein, aber für geplante Planeten-
beobachtungen bei Vergrößerungen von 100- bis 200fach ist das bestimmt nix.

Oh, ja, das ist korrekttt! An Planeten hatte ich nicht mehr gedacht - nur an die 300 Euro...


Im Zweifelsfall gillt grundsätzlich
(falls möglich)
Durchschauen ist besser als anschauen
und
vergleichen bringt mehr, als durch ein einzelnes zu gucken


Grüsse,
Silvio
 
Re: Bin jetzt völlig verwirrt (Refraktor / Spiegel

Hallo,

Also, ich habe vor 10 Jahren mit einem 60/800 refraktor angefenagen auf eine Azimuntal montierung, wo sich bei jeder bewegen die schrauben geloest haben und ich selbst fuer den Jupiter 10 minuten gebraucht habe um den vor die Linse zu bekommen.
Trotzdem fand ich alles so faszinierend dasss ich ueber monate draussen damit rumgespielt habe bis ich dann doch die luste verloren habe. Geld fuer neues und besseres hatte ich sowieso nicht. Ich denke ville haetten das Ding bereits nach 10 Minuten in die Ecke geschmissen.

Vor 2 Monaten habe ich mir eine WebCam gechohlt. Als ich mir ueberlegte was man alles damit machen koennte, kamm ich auf meinen alten Refraktor. Nach 3 Tagen bereits keinen bock gechabt....

Jetzt habe ich eine Lidl-Teleskop 70/700 Refraktor. Die Montierung soll zwischen eine eq2/eq3 liegen. Das ist unglaublich, nach 5 sec hat man den Jupiter vor der Linse !!! Man kann nachfuehren ohne dass etwas wackelt. Ist ja schon fast langweilig.

Was ich damit sagen will, gebe lieber das Geld fuer eine anstaendige Montierung aus. Mit kleinen Teleskopen kann man auch seinen Spass haben. Und irgendwann kann man auch noch ein dickeres Ding auf die Montie machen.

Der Newton auf SkyView hoert sich echt gut an. Auf den gebrauchtmarkt wuerde ich aufjeden fall gucken.
 
Re: Bin jetzt völlig verwirrt (Refraktor / Spiegel

Hallo,

im Prinzip muß man Bino einfach recht geben. Er hat Dir die brauchbarsten Möglichkeiten schon aufgezählt. Und inzwischen ist das "D"-Wort ja auch gefallen.

Zum Thema 114-Newton und EQ-2: Das wird von den Herstellerfirmen einfach so gebundlet. Alle Abweichungen vom vorgegebenen Schmema kosten extra Geld. Deswegen ist es auch nicht einfach, einen separaten Tubus zu kaufen und auf eine Gebrauchtmontierung zu setzen (kleine gebrauchte Tuben gibt es wenig). Weil man vom Schema abweicht, darf man dann für das Zubehör umso mehr bluten. Insofern ist die Wahl wirklich, ob 350 FRZ für 114+EQ-3 oder 300 für einen kleinen Dobson.

Die einzige wirklich billige Alternative scheint mir, bei ebay ein Lidlscope zu kriegen. Die Preise dafür sind wieder ein bißchen runter gegangen.

Ciao, Gernot
 
Bin anderer Ansicht!

Hallo Gernot,

das sehe ich anders.Es gibt sehr wohl immer wieder kleinere Tuben gebraucht/neu,auch bei ebay.

So konnte man recht häufig die recht guten Vixen R114M Tuben sehen,weil sich viele statt die GP oder GP-E Montierung einzeln zu nehmen gleich das komplette Teleskop GP-E R114M für nur wenig Geld mehr gekauft hatten und dann den Tubusverkauften.

Und zum Lidlscope bei ebay:Werden gemessen am Neupreis immer zu teuer gekauft und vor allem:
Die "Gurken" landen immer bei ebay.Würde ich niemals da kaufen,lieber im Geschäft und wenn der Sterntest mies ist zurückgeben.

MfG,Karsten
 
Komplettgeräte unter 300 Euro

Hallo @ll,

jetzt habt ihr mich wieder ins Wanken gebracht.
Die Überlegung die sich mir stellt ist jetzt:

Ein billiges kleines Teleskop anzuschaffen zum "schon mal gucken" und dann auf ein richtig gutes zu sparen.

Oder sone "halb-halb" Geschichte zu kaufen, die nix halbes und ganzes ist.

Den Gebrauchtmarkt werde ich auf jeden Fall beobachten.

Michael
 
Re: Komplettgeräte unter 300 Euro

Obwohl ich selbst noch auf der Suche zum passenden Teleskop bin hab ich schon einiges mitgekriegt, was ich hier loswerdenn will.

Natürlich hat jeder seine eigene subjektive Meinung, aber grundsätzlich soll man sich fragen::

1. DeepSky oder Planeten
2. wie weit muss man fahren um spechteln zu können (dann sollte das Gerät nicht zu sperrig sein), hat man ein Auto zur Verfügung
3. Will man Fotografieren

Schlussendlich gilt aber immer die goldene Regel, dass das beste Teleskop dies ist, mit dem am öftesten beobachtet wird.

Amandus
 
Ich hab mir das hier mal angehört und finde, wenn man schon mal Geld ausgibt, dann solls auch was ordentliches sein.
Nur mal schnuppern halte ich für Quatsch. Rausgeschmissenes Geld(wofür gibts denn Planetarien??).
Einen Dobson würde ich dir nicht empfelen, weil es angenemer ist planeten bei starken vergrößerungen (+200x) automatisch nachzuführen(und auch wenn du mal Fotografieren möchtest).100mm-150mm sind sehr gute Geräte(wenn die Qualität stimmt)für Planetenbeobachtung und für Deep Sky hat so ein 100 auch noch was übrig.80mm sind auch gut aber was ich dir empfelen kann: Kuck dich mal um, Vieleicht findest du noch irgentwo ein Lidlscope (76mm/900mm c.a.80 Euro) und wenn du es a bissel tunst(Tunningtipps bei binoviewer!!!)hast du ein tolles Gerät für wenig Geld.Nur die zittermonti is ein anderes Thema <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> .

astronic
 
(Refraktor / Spiegel) ?!

Hallo Aths,

Mir wurde erzählt, um es innersolar mit einem 100 mm Refraktor aufzunehmen, müsste es schon mindestens ein guter 135 mm Newton sein, während ein 114 mm Newton am Planeten grob mit einem 90 mm Refraktor zu vergleichen wäre.
welcher Refraktor und welcher Reflektor?

Es gibt bei beiden eine beachtliche Streuung und auch bauartbedingte Unterschiede.

Alle(soweit ich sie kenne) 114er und auch der Tal 1 haben sphärische Spiegel,also Unterkorrektur und Sphärische Aberration.Sie zeigen nicht das,was ein idealer Spiegel dieser Größe könnte,zumal auch die Brennpunktlage nicht optimiert wurde und keine Streulichtminderung durch Blenden oder Veloursfolie vorhanden ist.

Trotzdem kann ein 100mm f/5 Refraktor wegen seiner sphärischen und chromatischen Aberration bei hohen Vergrößerungen nicht mithalten.

Ein Vixen 80L war im direkten Vergleich meinem mittelprächtigen 114er Anfängernewton überlegen,dunkleres aber schärferes Bild.

Ein 90/1000 dürfte ungefähr gleichauf mit dem 114er Vixen Spiegel liegen,ein 90/1300er aber besser sein.

Bei den chinesischen Refraktoren hängt es stark vom Exemplar ab,wenn das Objektiv optimal ist kann man schon viel Freude damit haben.
Ein f/10 wäre für mich,weil Spiegelverwöhnt,die Schmerzgrenze bezüglich Falschfarbe,die ja nicht nur die Ästhetik stört sondern auch die Leistung schmälert.

MfG,Karsten



 
Re: Komplettgeräte unter 300 Euro

in billiges kleines Teleskop anzuschaffen zum "schon mal gucken" und dann auf ein richtig gutes zu sparen.
Oder sone "halb-halb" Geschichte zu kaufen, die nix halbes und ganzes ist.
Den Gebrauchtmarkt werde ich auf jeden Fall beobachten.

Ach was, lass dich nicht beirren. Jedes Fernrohr hat seinen Himmel. *Nen Euro ins Phrasenschwein*
Es ist klar, je weniger Geld du investierst, desto mehr Abstriche musst du natürlich machen. Aber selbst mit einem Billigrefraktor wirst du interessante Beobachtungen am Mond machen können, auch wenn das augenblicklich nicht gerade en vogue ist (s. Beobachtungsberichte). Mit den Beobachtungen allein kann man sich gut ein Jahr lang beschäftigen, die Wanderung der Terminatorlinie und Libration einkalkuliert. Eine gute Montierung raubt dir dabei nicht die Konzentration, die bei gewissenhafter Beobachtung doch wichtig ist. Galaxien oder planetarische Nebel sind damit sicher keine Wucht, aber Doppelsterne, Kugelsternhaufen schaun schon ganz nett damit aus, wenn es nicht eine ganz üble Gurke ist. Ich persönlich würde aber auf einen 1,25 Zoll Okularauszug wert legen, damit du dir nach und nach bessere Okulare anschaffen kannst, die beim Erwerb eines besseren Fernrohrs immer noch verwendbar sind.

Mit 300 Euronen hast du schon ganz schön viel Spielraum, ich würde mir mit dem Limit ein Tal-1 holen, denn da ist schon eine ganze Menge Zubehör mit drin, die man sich über kurz oder lang doch zulegt. Aber: Wie schon gewarnt, es ist nicht leicht.
Wenn du doch mehr deep sky sehen möchtest, dann ist ein GSO 580-Dobson auch nicht falsch, da gibt es auch einiges an Zubehör dazu.

Beim Gebrauchtmarkt würde ich auf den regenreichen Sommer warten, dann fallen die Preise wieder. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> Es deutet sich jetzt schon an.
 
Re: Komplettgeräte unter 300 Euro

Hallo Michael,
ich wäre jetzt auch völlig ins Wanken geraten
(bei dem Thread), wäre mir nicht gerade die
ATT am 17.5. in Essen eingefallen.

Dort wird es wieder - wie auf den anderen Messen
vorher auch - den 8 Zoll Skywatcher-Dobson für genau
300 EURO geben, vermut ich jetzt mal. Vielleicht
sogar mit Zugabe-Okular.

Das wäre dann das beste Angebot und hätte
bei Nichtgefallen den höchsten Wiederverkaufswert.

Denk mal drüber nach....

Gruß
Ralf
 
Re: (Refraktor / Spiegel) ?!

Moin Karsten!

> Alle(soweit ich sie kenne) 114er und auch der Tal 1 haben sphärische Spiegel,
> also Unterkorrektur und Sphärische Aberration.Sie zeigen nicht das,was ein
> idealer Spiegel dieser Größe könnte,zumal auch die Brennpunktlage nicht optimiert
> wurde und keine Streulichtminderung durch Blenden oder Veloursfolie vorhanden ist.

Oh Mann! bei den 114ern mit f/8 bzw. dem TAL-1 mit f/7,3 fällt ein sphärisch geschliffener
Spiegel unterhalb des Auflösungsvermögens mit den Bildfehlern durch sphär. Aberration.
Es ist also völlig unwichtig in dieser Teleskopgröße, ob sphärisch oder parabolisch.

Viele der China-Newtons (auch der von Vixen) haben zu kleine Fangspiegel und einen zu
hohen OAZ, das stimmt. Der TAL-1 mit seinem 27 mm kl. Achse Fangspiegel ist dagegen richtig
dimensioniert. Ich hab's mit NEWT überprüft. Also Vorsicht mit allzu pauschalen Aussagen!

Ich möchte auch mal einen Refraktor oder Newton in dieser Preisklasse sehen, der die wie Du
sie forderst, "Blenden und/oder Veloursfolie" eingebaut hat. Mir ist keiner bekannt.
 
Hallo mic,

ich empfehle auf jeden Fall eine etwas größere Montierung und ein etwas stabilieres Stativ zu nehmen, als du vielleicht im Moment haben möchtest. Wenn das Fernrohr nicht zitterfrei aufstellt ist, verleidet das extrem den Spaß. Da kann ich ein Lied von singen, mein erstes (und bisher einziges) Fernrohr ist so eins, wo die Mechanik ungenau ist und Spiel hat. Die optische Leistungsfähigkeit kommt imo erst nach der stabilen Aufstellung. Je wackliger das Stativ, je lappriger die Montierung, desto kürzer kannst du das Objekt ruhig betrachten, und desto nerviger wird die Nachführung. Auf das eigentliche Beobachten kann man sich kaum noch konzentrieren, und die Freude sinkt.

Je besser Montierung und Stativ, desto schneller hat du das gewünschte Objekt drin, und desto länger kannst du es zitterfrei beobachten ehe Nachführung erforderlich ist.

Will sagen, es ist ziemlich egal ob ein 114-mm-Spiegel mehr leistet als eine 80-mm-Linse, solange das Ding nicht sicher steht, ist es ungeheuer nervig, nachzuführen. Und schon 60 mm Öffnung können genügend zeigen*, dass meinereiner jetzt über 2000 € ausgibt - für ein "richtiges" Fernrohr (übrigens auch nur 100 mm Öffnung, und auch nur Fraunhofer-Bauart, allerdings mit recht teurem Zubehör.)

* 60 mm zeigen: Venus als Sichel, Jupiter mit 2 Wolkenbändern und seinen Monden die sich sichtlich nicht exakt in einer Ebene befinden, Saturn deutlich mit Ring, unzählige Krater auf dem Mond. Der Mond ist dankbar, und bei Halbmond beispielsweise finde ich die Polarregionen des Mondes hochinteressant. Wie ich heute weiß, habe ich das 60-mm-Ding noch nicht mal annähernd ausgenutzt, da wäre noch mehr drin, sogar die hellsten Nebel hätte man beobachten können. Mit 80 mm wäre noch mal deutlich mehr drin, und so ein Refraktor muss immerhin nicht nachjustiert werden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />



Im Forum wird für Einsteiger ein 100mm Refraktor empfohlen, der mal locker 500-600 Euro verschlingt. Das finde ich für Einsteiger ein bischen happig.
Für 500-600 € kriege ich ja nicht mal den gewünschten Tubus für einen 100 mm Refraktor <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> geschweige denn die Montierung.

Ich bezweifle, dass für 300 € ein Komplettgerät mit sinnvoll stabiler parallaktischer Montierung und brauchbarem Stativ zu bekommen ist, bessere Mittelklassen-Montierungen kosten inkl. Stativ das 2-3x deines Bugdets. Da zu für dein Geld auch was sehen möchtest, würde ich gucken, ob es nicht eine bessere azimutale Montierung auch tut. Die ist zwar etwas umständlicher beim Nachführen, dafür viel einfacher zu verstehen als eine parallaktische Montierung. Es gäbe auch die Möglichkeit, ein nach Dobson-Art aufgestelltes Teleskop zu kaufen, das Teil hat keine herkömmliche Montierung mehr und besteht fast nur auf Optik. Da kriegst du dann für 300 € schon ordentlich was zu sehen, sofern du mit den Nachteilen einer azimutalen Aufstellung leben kannst.

Warum nicht noch etwas warten, bis der verfügbare Betrag 400-500 € beträgt? Ich habe mich in der letzten Zeit auch intensiv umgesehen, und mich angesicht der Erfahrungen mit dem Wackel-Teil aus dem Hause Foto Quelle entschieden, diesmal robuste Mechanik zu erwerben. Das hat allerdings seinen Preis. Wenn man www.teleskop-service.de als grobe Näherung einer Marktübersicht nehmen darf, so hättest du mit 400-500 € deutlich größeren Spielraum, und müsstest nicht gerade das Wackeligste nehmen.
 
Hallo Mic,

wenn Dein Budget auf keinen Fall 300.- übersteigen soll, dann sieh Dir doch mal den GSO580 Dobson an.

Der hat eine Öffnung von 150mm und eine Brennweite von 1200mm (f/8). Okulare, Sucher und Ronchiaufnahme sind mit dabei und das alles kostet zusammen weniger als 300.-

Über die Qualität des Gerätes kann ich allerdings nichts sagen, da ich es nicht kenne.
Außerdem ist mit einer gewissen Qualitätsstreuung zu rechnen; das ist aber bei allen Geräten in dieser Preisklasse so.

Hier auf dem Board sind vielleicht einige, die das Gerät selbst besitzen und Dir genaueres berichten können.


Gruß Harald
 
Re: (Refraktor / Spiegel) ?!

Hallo Winnie,

da haben wir uns aber gründlich mißverstanden!

Es ging mir in diesem Teil meiner Antwort um den Leistungsvergleich der Systeme,den Aths ja angesprochen hat.
(Es ist eine Antwort auf Aths Frage Newton/Refraktor und keine Antwort auf Michael`s Frage nach dem 300.- Teleskop.)
Und da ist eine pauschale Antwort eben nicht angebracht,wie ich ja gerade schrieb...

Also der Reihe nach:

-Ich fordere nicht die Blenden oder das Velours im Newton,erwähne aber das Nichtvorhandensein.
Weil die besseren Refraktoren richtig dimensionierte Blenden haben ist das ein Vorteil gegenüber den Newtons,der aber durch Veloursfolie leicht ausgeglichen werden kann.

-Mein damaliger Einsteigernewton (108/880 um genau zu sein)hatte keinen unterdimensionierten Fangspiegel und auch der Auszug war nicht zu hoch,der war nur für 0,96" Okulare und deshalb eh nicht für Photographie,durfte deshalb niedrig sein und wackete nicht weil aus Metall.

Alle(soweit ich sie kenne) 114er und auch der Tal 1 haben sphärische Spiegel,also Unterkorrektur und Sphärische Aberration.Sie zeigen nicht das,was ein idealer Spiegel dieser Größe könnte,zumal auch die Brennpunktlage nicht optimiert wurde und keine Streulichtminderung durch Blenden oder Veloursfolie vorhanden ist.
Das schrieb ich und du antwortest:
Viele der China-Newtons (auch der von Vixen) haben zu kleine Fangspiegel und einen zu
hohen OAZ, das stimmt. Der TAL-1 mit seinem 27 mm kl. Achse Fangspiegel ist dagegen richtig
dimensioniert. Ich hab's mit NEWT überprüft. Also Vorsicht mit allzu pauschalen Aussagen!
Irgendwie habe ich das Gefühl,daß deine Antwort mit meiner Aussage nichts zu tun hat?!

Das Wort "Brennpunktlage" meinerseits soll lediglich darauf hinweisen,daß die 114er (und meinetwegen auch der 110er Tal) in der Beziehung nicht optimiert sind,das ist alles.Selbst der Tal könnte mit ultraflachem Auszug einen kleineren Fangspiegel haben.

Und es bleibt dabei,daß die sphärischen Spiegel nicht das Optimum bieten können,was mit einem Parabolspiegel in dieser Größe möglich wäre.

Wenn sie aber schön glatt sind (und das ist beim Tal wohl der Fall)sind es sehr brauchbare Optiken.

Wie ich schon sagte,in meiner Antwort an Aths ging es mir darum zu sagen,daß suboptimale FH(kurz und bunt,Qualitätsstreuung) und suboptimale Reflektoren (sphärisch,ohne Streulichunterdrückung,problematische Brennpunktlage)nicht das bringen können,was optimale FH (mit f/15,gute Qualität,Blenden)und optimale Reflektoren(gut parabolisierter Spiegel,Veloursfolie,niedriger Auszug und entsprechend kleiner Fangspiegel) bringen.

MfG,Karsten



 
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