Bino mit Ethos oder Nagler-Okularen

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Mondschatten

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Hallo Fernglasfreunde,

es gibt ja verschiedene Großferngläser mit 45°-Einblick mit ca. 100 mm Objektivöffnung zu kaufen, die den Einsatz von Wechselokularen ermöglichen. Ein super großes Gesichtsfeld kann man mit Nagler- oder Ethosokularen (82° bzw. sogar 100°) erzielen. Weiß jemand von Euch, ob man diese (wenn auch sehr teuren) Okulare auch an einem Bino mit Wechselokularen verwenden könnte ? Oder macht z.B. ein 2" Okularanschluss Probleme ? Gibt es vielleicht dann doch eine Abschattung des Gesichtsfeldes ? Würde mich mal theoretisch interessieren, auch wenn es dann wahrscheinlich doch zu teuer würde ;-).

Schonmal Danke für Eure Antworten!

Schöne Grüße, Andre
 
Hallo Andre,

mir ist kein einziges kommerzielles Großfernglas bekannt, das Wechselokulare im 2" Format aufnehmen kann. Soweit ich weiß, sind nicht einmal die Modelle von Binoptic gegenwärtig dazu imstande.

Was nicht heißt, dass sowas nicht geht. Ich habe mir aus käuflichen Einzelteilen einen entsprechenden Doppelrefraktor selber zusammengestellt. An dem benutze ich u.a. Nagler Typ-4 Okulare in 2", das sind die mit nominell 82° Gesichtsfeld.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hallo André,

Zitat von Mondschatten:
es gibt ja verschiedene Großferngläser mit 45°-Einblick mit ca. 100 mm Objektivöffnung zu kaufen, die den Einsatz von Wechselokularen ermöglichen.

Bei fast allen angebotenen Ferngläsern um 100mm Öffnung kann man nur die hauseigenen Okulare einsetzen. Nagler bzw. Ethos sind da praktisch unmöglich, auch schon von der Fokuslage.
Einzige Ausnahme, die von Peter erwähnten Doppelrefraktoren von http://www.binoptic.de/ allerdings mit dem bequemeren 90°-Einblick.


Zitat von Mondschatten:
Ein super großes Gesichtsfeld kann man mit Nagler- oder Ethosokularen (82° bzw. sogar 100°) erzielen. Weiß jemand von Euch, ob man diese (wenn auch sehr teuren) Okulare auch an einem Bino mit Wechselokularen verwenden könnte ?

Wie schon oben erwähnt, sind nur die von Binoptic dazu in der Lage, aber die haben eben ihren Preis.


Zitat von Mondschatten:
Oder macht z.B. ein 2" Okularanschluss Probleme ?

Sinnvoll sind eigentlich nur alle 1,25" Okulare. Nur sehr wenige 2" Okulare eignen sich für den binokularen Betrieb, weil die Okulare irgendwann zu "dick" werden, und man dafür einen immer größeren Abstand der Augen voneinander haben muss. Das sollte man vorher unbedingt ausmessen bzw. testen, wenn es unbedingt 2" sein soll!


Zitat von Mondschatten:
Gibt es vielleicht dann doch eine Abschattung des Gesichtsfeldes ? Würde mich mal theoretisch interessieren, auch wenn es dann wahrscheinlich doch zu teuer würde ;-)

Am Beispiel der Doppelrafraktoren von Binoptic, bekommt man bis 130mm Öffnung auschließlich 1,25" Anschlüsse geliefert. Erst ab 150mm Öffnung werden dort 2" Anschlüsse montiert, die mit wesentlich größeren Umlenkspiegeln geliefert werden.

Eine Abschattung bekommst Du bei einem 1,25" Anschluss nur, wenn Du versuchst, 2" Okulare mit einem 1,25" Adapter anzuschließen. Ansonsten sind am Binoptic (bis 2x 130mm Öffnung) alle 1,25" Okulare einsetzbar, also ohne jegliche Randabschattung. Z. B. maximal Panoptic 24mm, Nagler 16mm oder 13mm Ethos oder Pentax XW 20.

Erst ab 2x 150mm Öffnung auch die 2" Okulare. Aber da limitiert der Durchmesser der Okulare irgendwann die Auswahl. Es sei denn, Deine Augen stehen 70mm oder mehr auseinander. Aber da gibt es wohl nur ganz wenige Menschen auf diesem Planeten. ;)

Ich kann Dir allerdings versichern, dass es wohl qualitativ nichts besseres in Sachen binokularer Beobachtung gibt, als die Doppelrefraktoren von Binoptic! Und keine Alternative, wenn man die Spitzenokulare einsetzen möchte. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. :biggrin: Allerdings auch zu einem entsprechend hohen Preis.


Grüße, Amin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Andre,

die TeleVue Nagler Typ 6 und Panoptik (24 mm) Okulare funktionieren an meinem Binoptik 80x480 Doppelrefraktor sehr gut.

Ob die Ethos ebenfalls gehen, weiss ich nicht, am besten Herrn Schumann direkt fragen.

Grüsse
Uwe
 
Zitat von Hayabusa:
Ob die Ethos ebenfalls gehen, weiss ich nicht, am besten Herrn Schumann direkt fragen.

Das klappt auf jeden Fall. Man muss aber darauf achten, dass sich über die 1,25"-Auszüge, noch der zusätzliche 2" Anschluss der Ethos-Okulare stülpen, und dann noch arretieren lässt.
Bei meinen Binoptic-Auszügen klappt das nicht optimal, weil die Einkerbung für die Arretierungsschraube etwas zu kurz bei den TeleVues ist. Das funktioniert nur mit einem kleinen Zwischenring (Abstandhalter). Aber Herr Schumann muss das nur wissen, dann ist alles machbar.


Grüße, Amin
 
Danke für Eure Antworten! Es würde dann wohl auf jeden Fall recht kostspielig werden, so dass ich mich erstmal mit den max. 70° Gesichtsfeld der "normalen" Ferngläser zufrieden gebe (was ja auch schon nicht schlecht ist) ;-).

Habe übrigens tatsächlich jetzt noch eines der Bresser SWA-Ferngläser mit 90° Gesichtsfeld bei www.deep-sky.it
bekommen. Natürlich ist die Qualität nicht mit einem Fujinon oder Nikon-Fernglas vergleichbar...
 
Zitat von Mondschatten:
Es würde dann wohl auf jeden Fall recht kostspielig werden, so dass ich mich erstmal mit den max. 70° Gesichtsfeld der "normalen" Ferngläser zufrieden gebe (was ja auch schon nicht schlecht ist)

Das hatte ich mir schon gedacht. :biggrin:


Aber eines solltest Du dabei wissen. Es gibt kein Fernglas auf dem Markt, was der oben angegebenen optischen Kombination aus Binoptik-Apos mit Spitzenokularen auch nur annähernd das Wasser reichen kann! Nicht mal annähernd! :/

Ganz nett ist noch das Fujinon 16x70 FMT-SX-2, welches ich als Reisefernglas benutze. Das ist halbegs günstig und handlich. Im Vergleich mit einem Binoptik ist es aber ein nur ein "Ochsenkarren". :biggrin: Aber immerhin schon eines der besten Ferngläser in dieser Größe. Allerdings mit 64° Gesichtsfeld. Wenn Du 70° möchtest, bekommst Du auf dem normalen Fernglasmarkt erhebliche andere Nachteile, wie z. B. nicht mehr nutzbare Augenpupillen, teilweise erhebliche Randunschärfen und kein 45° oder 90° Einblick.


Grüße, Amin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Es gibt noch das Nikon 18x70, das mit über 70° aufwarten kann und sogar optisch ein bisschen besser sein soll als das Fujinon 16x70. Ist allerdings auch ein bisschen teurer.
 
Aber eines solltest Du dabei wissen. Es gibt kein Fernglas auf dem Markt, was der oben angegebenen optischen Kombination aus Binoptik-Apos mit Spitzenokularen auch nur annähernd das Wasser reichen kann! Nicht mal annähernd! :/

Amin bist du dir da ganz sicher, oder anders gefragt: hast du denn auch schonmal ein Vixen Bino mit 125 cm Öffnung und Wechselokularen getestet ? - hab mir so eins nämlich grad bestelld.

Olaf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Wolkenkucker:
Amin bist du dir da ganz sicher, oder anders gefragt: hast du denn auch schonmal ein Vixen Bino mit 125 cm Öffnung und Wechselokularen getestet ? - hab mir so eins nämlich grad bestelld.

Olaf

Hallo Olaf,

natürlich bin ich mir sicher, weil ich vorher jahrelang selbst mit meinem BT 125 beobachtet habe. Ich habe es verkauft und mir ein Binoptik 130/780mm zugelegt. Welches mein ultimatives Gerät ist und bleibt!


Binoviewer hat's schon gesagt. Das Vixen ist ein Achomat und das Binoptic, so wie ich es habe, ist ein APO.
Das Vixen ist zwar auch sehr schön, aber gegen ein Binoptik mit Apo-Linsen muss es passen.


Grüße, Amin
 
Verdammt...nun gut man kann nicht alles haben - werd wohl mit ein paar Farbfehlern klarkommen müssen.
Warte nämlich seit Oktober vorigen Jahres auf ein Meade 14" und hab mir überlegt das ein Bino dazu ein gutes Zweitinstrument ist - Mobil und so.
Die Binoptics hab ich mir auch angesehn, allerdings die Interessanten Öffnungen sind sauteuer, 130 cm kosten ja soviel wie das Meade mit 355 cm wenn ich mich recht erinnere.

Gruss Olaf
 
Was ich noch dranhängen wollte, finde es toll das es noch echte Deutsche Wertarbeit gibt - vieleicht kauf ich mir ja später mal eins von Binoptic.
 
Natürlich sind die Binoptics teuer, aber ich bin nun mal schon seit Jahren ein Großfernglas-Fan. Und zweiäugiges Sehen ist mir immer sehr wichtig. Und außerdem habe ich außer meinem kleinen 16x70er Fujinon Reisefernglas sonst kein weiteres Instrument mehr. Dann rechnet sich auch ein teures Glas.

Das Vixen BT 125 ist auch kein schlechtes Gerät, aber es sollen wohl einige Gurken im Umlauf gewesen sein. Da sollte man vorsichtig sein.
Übrigens viele, die vorher ein Vixen BT hatten, sind irgendwann zu einem Binoptic gewechselt. Mir ist es auch so ergangen. Erst habe ich festgestellt, dass mir ein Gerät dieser Bauart und Konstruktion liegt und über Jahre hinweg Spass bereitet, dann habe ich den Schritt zur ultimativen Qualität gemacht. Und ehrlich gesagt, ich brauche auch nichts anderes mehr. Zumindest ist es gerade noch für den mobilen Einsatz geeignet, genau wie das BT 125. Wobei das BT 125 noch ein Leichtgewicht dagegen ist.

Klar kann man mit einem großen Lichteimer mehr Licht sammeln, aber die brutale Schärfe und Farbreinheit eines Doppel-Apos, verbunden mit den extrem hohen Kontrasten, hat eben einen gewissen ästehtischen Reiz, den ich nicht mehr missen möchte. :/ Es ist eben eine Frage der Philosophie.

Übrigens kann man ja für einen etwas günstigeren Kurs, ein Binoptic mit ED-Linsen bekommen.


Grüße, Amin
 
Leider muss ich dir mit den "Gurken" recht geben, ich hatte das Vixen nämlich bereits bekommen und musste dann feststellen das die beiden Bilder schlecht synchronisiert waren - mit andern Worten ich hab doppelt gesehn. Hinzu kam noch das der Skandinavische Zulieferer (ich lebe in Schweden)
das Teil wegen nicht vorhandener Produktnummer selbst unsichtbar markiert hat - allerdings hat das Gerät dadurch schaden genommen.
Ich warte jetzt auf ein neues.

Gruss Olaf
 
Zitat von Wolkenkucker:
Leider muss ich dir mit den "Gurken" recht geben, ich hatte das Vixen nämlich bereits bekommen und musste dann feststellen das die beiden Bilder schlecht synchronisiert waren - mit andern Worten ich hab doppelt gesehn.

Hallo Olaf,

das BT 125 kann man auch selbst kollimieren. Dazu muss man die schwarzen Kunststoffkappen entfernen, die am Fuße der Okularauszüge die großen runden "Prismen" abdecken.


Grüße, Amin
 
Hallo Amin

Genau eins von denen hatte der Zulieferer entfernt um darunter ein Schild zu befestigen - das dumme war nur das es sich dann löste als ich das Fernglas von draussen nach drinnen holte..war wohl der Temperaturunterschied.
Das war allerdings nicht der einzige Fehler: Das Prismenhaus auf der linken Seite lies sich komplett verdrehen und wenn man es bis zum Anschlag einschraubte war es im vergleich zum rechten zu weit drinnen im Fernglas.
So etwas muss man nicht akzeptieren wenn man einen Neueinkauf macht - aber du hast natürlich recht mit dem selbst koluminieren, das haben die von Vixen auch vorgeschlagen.
Allerdings wussten die wohl selber nicht was noch alles am dem Teil nicht stimmte.

Gruss Olaf
 
Ich denke mal, der Hauptgrund für die "unregelmäßige" Qualität ist einfach der weite Transport von Japan nach Europa. Die dünnen Styroporverkleidungen der Verpackung, wie sei bei meinem damaligen Gerät vorlagen, reichen einfach nicht aus, um diverse Stöße beim Transport abzufedern. Und so ein Großfernglas ist einfach zu empfindlich, für Reisen in solchen Verpackungen.


Grüße, Amin
 
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