Jörg O
Aktives Mitglied
Hallo liebe Astro-Freunde,
da ich vor etwa 2 Jahren die Möglichkeit hatte durch ein Binoptic zu schauen, stand bei mir der Entschluss fest, so etwas auch haben zu wollen.
Ich baute mir dann vor 1,5 Jahren ein Bino aus 2 Stück 90/900 Refraktoren.
Seht auch hier: http://forum.astronomie.de/phpapps/...879/Was_macht_Mann_wenn_er_Zeit_ha#Post924879
Nun, dieses verkaufte ich dann.
Ende letzten Jahres kam wieder das Verlangen nach so einem Teil, dieses mal sollte es nur edler werden.
Da mir die Doppelrefraktoren von Astro-Mechanik so toll gefallen, sollte es soetwas in der Art werden.
Also habe ich den Stefan gefragt, ob er mir 2 justierbare Zenitspiegel anfertigt. Er sagte ja und kurz darauf besaß ich die ersten Teile für mein Bino-Projekt.
Es blieb nur noch die Frage, was nehme ich für Refraktoren.
Ich schwankte zwischen 120/1000 Achromaten, oder ED 80/600.
Pro Achro: mehr Lichtsammel-Leistung, weniger Probleme wegen Abschattung bei Kürzung vom Tubus
Kontra Achro: "Farbwerfer"
Pro ED80: Edler, weniger Farbe
Kontra ED80: bisschen schwieriger wegen Tubus kürzen und der Abschattung.
Ich entschied mich dann doch zu den ED80
Nach und nach besorgte ich mir die Teile:
2 Stück ED 80/600
2 Stück 1,25" Zenitspiegel von TS mit 99%
und 2 Stück 1,25" Zenitspiegel von Skywatcher mit 99%
Warum nicht 4 gleiche ZS? Ganz einfach. Bei denen von Skywatcher kann man die Okularaufnahme drehen, so dass ich die Schrauben für die Okularklemmung da hin setzen kann, wo ich es will. Leider brauchen diese ca. 15 mm mehr Lichtweg als die von TS.
Nach und nach habe ich dann die Tuben und die Auszüge gekürzt.
Alles schön neu lackiert.
Jeden einzelnen Spiegel mit dem Laser überprüft. Je einen ZS von TS und Skywatcher zusammen geklebt mit 2k-Kleber.
Die Okularaufnahme von den 2" Spiegel habe ich gekürzt und mit den Reduzierungen auf 1,25" daraus drehgelenke für den einstellbaren Augenabstand angefertigt.
Meine Gabelmontierung, die ich mir mal gebaut habe, musste noch verbreitert werden.
Dann bekam ich noch eine elektrisch betriebene Hubsäule von einem "OP-Tisch"
Für diese Hubsäule baute ich eine Steuerung und einen "fahrbaren Untersatz" aus 200 mm Aluminium Rechteckrohr was wir noch an der Firma hatten.
Die Aufnahme für die Gabelmonti habe ich so gebaut, das ich sie auf einem EQ-Stativ oder auf der Hubsäule montieren kann.
Die Hubsäule ist für Daheim gedacht, und das Stativ fürs Feld.
Heute hatte das Bino seinen First Light.
Als erstes nahm ich mir den Mond vor. Es war noch früh (17.00 Uhr) und dementsprechend war der Himmel noch hell.
Der Fokus passte, so wie ich ihn per CAD vorher berechnet hatte. Das war schon einmal eine erleichtereung.
Leider zogen immer Wolken durch und der Mond stand noch relativ tief.
Die Bilder deckungsgleich zu bringen klappte eigentlich ganz gut. Das scharf stellen auch.
Ich beobachtete mit 25 Superplössl, 18mm Scopos Weitwinkel und 9mm Blaukante. Mit allen Okularen kam ich gut in den Fokus und habe noch Reserven . Es war ein schöner entspannter Anblick. Krater und Gebirgen waren trotz "fast vollen Mond" schön anzusehen.
Danach habe ich mal auf einen entfernten Baum geschwenkt. Da wares nicht ganz so leicht die Bilder deckungsgleich zu bekommen, da es doch sehr windig war und die Äste sich bewegten.
Kurz darauf sah ich auch Jupiter am Himmel.
Um die Bilder deckungsgleich zu bekommen habe ich ihn in einem ED leicht unscharf gestellt und dann den scharfen Jupiter über den unscharfen gestellt.
Danach ordentlich fokussiert und dann.......WOW.
Obwohl es erst 17.30 Uhr war und noch relativ hell war sah der Jupiter aus wie auf einem Bild. Er stand ruhig im Okluar und konnte wunderschön die beiden Hauptbänder, mehrere andere Bänder, die Monde Ganymed und Io sowie den GRF deutlich sehen.
Es war einfach fantastisch.
Leider zogen danach dicke Wolken auf und ich musste alles wegräumen.
Ich freue mich schon darauf wenn der erste richtige Test bei Nacht ist.
Fazit: Die ganze Arbeit hat sich gelohnt. Es könnte mein Lieblings-Instrument werden.
So, und hier nun ein paar Bilder von dem Bino
da ich vor etwa 2 Jahren die Möglichkeit hatte durch ein Binoptic zu schauen, stand bei mir der Entschluss fest, so etwas auch haben zu wollen.
Ich baute mir dann vor 1,5 Jahren ein Bino aus 2 Stück 90/900 Refraktoren.
Seht auch hier: http://forum.astronomie.de/phpapps/...879/Was_macht_Mann_wenn_er_Zeit_ha#Post924879
Nun, dieses verkaufte ich dann.
Ende letzten Jahres kam wieder das Verlangen nach so einem Teil, dieses mal sollte es nur edler werden.
Da mir die Doppelrefraktoren von Astro-Mechanik so toll gefallen, sollte es soetwas in der Art werden.
Also habe ich den Stefan gefragt, ob er mir 2 justierbare Zenitspiegel anfertigt. Er sagte ja und kurz darauf besaß ich die ersten Teile für mein Bino-Projekt.
Es blieb nur noch die Frage, was nehme ich für Refraktoren.
Ich schwankte zwischen 120/1000 Achromaten, oder ED 80/600.
Pro Achro: mehr Lichtsammel-Leistung, weniger Probleme wegen Abschattung bei Kürzung vom Tubus
Kontra Achro: "Farbwerfer"
Pro ED80: Edler, weniger Farbe
Kontra ED80: bisschen schwieriger wegen Tubus kürzen und der Abschattung.
Ich entschied mich dann doch zu den ED80
Nach und nach besorgte ich mir die Teile:
2 Stück ED 80/600
2 Stück 1,25" Zenitspiegel von TS mit 99%
und 2 Stück 1,25" Zenitspiegel von Skywatcher mit 99%
Warum nicht 4 gleiche ZS? Ganz einfach. Bei denen von Skywatcher kann man die Okularaufnahme drehen, so dass ich die Schrauben für die Okularklemmung da hin setzen kann, wo ich es will. Leider brauchen diese ca. 15 mm mehr Lichtweg als die von TS.
Nach und nach habe ich dann die Tuben und die Auszüge gekürzt.
Alles schön neu lackiert.
Jeden einzelnen Spiegel mit dem Laser überprüft. Je einen ZS von TS und Skywatcher zusammen geklebt mit 2k-Kleber.
Die Okularaufnahme von den 2" Spiegel habe ich gekürzt und mit den Reduzierungen auf 1,25" daraus drehgelenke für den einstellbaren Augenabstand angefertigt.
Meine Gabelmontierung, die ich mir mal gebaut habe, musste noch verbreitert werden.
Dann bekam ich noch eine elektrisch betriebene Hubsäule von einem "OP-Tisch"
Für diese Hubsäule baute ich eine Steuerung und einen "fahrbaren Untersatz" aus 200 mm Aluminium Rechteckrohr was wir noch an der Firma hatten.
Die Aufnahme für die Gabelmonti habe ich so gebaut, das ich sie auf einem EQ-Stativ oder auf der Hubsäule montieren kann.
Die Hubsäule ist für Daheim gedacht, und das Stativ fürs Feld.
Heute hatte das Bino seinen First Light.
Als erstes nahm ich mir den Mond vor. Es war noch früh (17.00 Uhr) und dementsprechend war der Himmel noch hell.
Der Fokus passte, so wie ich ihn per CAD vorher berechnet hatte. Das war schon einmal eine erleichtereung.
Leider zogen immer Wolken durch und der Mond stand noch relativ tief.
Die Bilder deckungsgleich zu bringen klappte eigentlich ganz gut. Das scharf stellen auch.
Ich beobachtete mit 25 Superplössl, 18mm Scopos Weitwinkel und 9mm Blaukante. Mit allen Okularen kam ich gut in den Fokus und habe noch Reserven . Es war ein schöner entspannter Anblick. Krater und Gebirgen waren trotz "fast vollen Mond" schön anzusehen.
Danach habe ich mal auf einen entfernten Baum geschwenkt. Da wares nicht ganz so leicht die Bilder deckungsgleich zu bekommen, da es doch sehr windig war und die Äste sich bewegten.
Kurz darauf sah ich auch Jupiter am Himmel.
Um die Bilder deckungsgleich zu bekommen habe ich ihn in einem ED leicht unscharf gestellt und dann den scharfen Jupiter über den unscharfen gestellt.
Danach ordentlich fokussiert und dann.......WOW.
Obwohl es erst 17.30 Uhr war und noch relativ hell war sah der Jupiter aus wie auf einem Bild. Er stand ruhig im Okluar und konnte wunderschön die beiden Hauptbänder, mehrere andere Bänder, die Monde Ganymed und Io sowie den GRF deutlich sehen.
Es war einfach fantastisch.
Leider zogen danach dicke Wolken auf und ich musste alles wegräumen.
Ich freue mich schon darauf wenn der erste richtige Test bei Nacht ist.
Fazit: Die ganze Arbeit hat sich gelohnt. Es könnte mein Lieblings-Instrument werden.
So, und hier nun ein paar Bilder von dem Bino