Bino Selbstbau Gedanken

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excalibur_ch

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Hallo leute! :)

In letzter Zeit habe ich mir des öfteren Gedanken gemacht mir ein Bino (Doppelfernrohr) zu bauen...
Soweit so gut, dabei dachte ich an Zwei 4" FH's die ich dann nebeneinander anbringen würde.
Dabei dachte ich mir ich würde pro Kanal jeweils 2 Zenitspiegel benötigen, der Erste in 2" Ausführung, den 2. in 1 1/4".
Meine Frage dich mich fast wahnsinnig macht ist, wie solch ein Bild dann ausschaut? :gutefrage: :teufelgrr:
Die ganze justage Frage mal ausser Acht gelassen , währen die Bilder nach 2. Zenitspiegeln deckungs gleich oder sogar um 180 Grad verdreht?
Könnte mir da mal jemand der sich mit solchen Sache auskennt helfen :help:

Ich bedanke mich mal im voraus ;)

 
Hallo Andreas,
leider musst Du 3 Spiegel je Seite nehmen. Ansonsten hast Du ein seitenrichtiges und ein seitenverkehrtes Bild.
Ich habe bei meinem Eigenbaubino aus zwei 150/750mm Skywatcher FHs je zwei 2" und einen 1,25" Spiegel genommen um die volle Öffnung vignettierungsfrei zu bekommen.
Wenn Du länger als f/7 wirst, kannst Du auch mit einem 2" und 2 1,25" Spiegeln auskommen.
 
Hallo Andreas,

es kommt darauf an, wie Du die 2 Zenitspiegel anordnest.
90° Einblick ist mit 2 Spiegeln nicht zu machen, da hast Du zwei verdrehte Bilder. Entweder verwendest Du dann je 3 Zenitspiegel oder Du ordnest die Fernrohre versetzt über einander an, dann reicht wieder je 1 Zenitspiegel (einer braucht dann eine Verlängerungshülse.

Mit geraden Einblick kannst Du je 2 Zenitspiegel verwenden.
Wenn Du es ganz genau wissen willst, experimentiere doch ein bißchen mit 2 kleinen Handspiegeln, so habe ich das auch gemacht.

Viele Grüße

Stefan
 
Hallo,
wie Ulf schon schrieb, ich habe die Teleskope untereinander angebracht. Ist dann billiger und einfacher wie mit so vielen Spiegeln. Dann aber halt nur für deinen Augenabstand +/- 2mm.
Der Link ist ja schon oben, da gibts die Bauanleitung.
Ach ja, nimm unbedingt 2" Spiegel, ich habe 30mm 80° Okus drann, das ist durch nichts zu toppen!

Hallo Detlev, ich wollte dich schon mal kontaktieren, wie das geht mit den 3 Spiegeln. Mein nächstes Binoprojekt ist schon in Planung. Sollten 2 Meade 5" APO´s werden, aber die gibts ja noch gar nicht. Bei den großen Rohren ist das mit dem Untereinander doch schwierig.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Die Matsumotolösung habe ich auch schon in der Hand gehabt, bzw. damit beobachtet. Nicht schlecht, der Nachteil besteht in der relativ komplizierten Verstellung wenn mehrere Beobachter mit unterschiedlichem Augenabstand dabei sind. Auch die Kollimation ist lange nicht so schön gelöst wie beim Binoptic. Für den allein beobachtenden Sternfreund aber durchaus eine Überlegung wert.
 
Hallo Detlev,

ich kenne jetzt nicht die Variante, mit welcher du beobachtet hast. Bei der Variante, die ich kenne erfolgt die Einstellung des Augenabstandes über je einen (nicht rotierenden) Helical-Auszug. Das geht perfekt. Die Kollimation ist funktional identisch zum Binoptic, nur beide Schrauben sind auf einer Seite. Funktioniert tadellos.

Eine hervoragende Zwei-Spiegel-Lösung, aufrechtes, seitenrichtiges Bild, Verwendung von 2" Okularen problemlos möglich. Ich wüsste nicht, wo da ein Nachteil gegenüber dem Binoptic sein soll. Eher im Gegenteil.

Gruß
Martin
 
Hallo Martin,
ohne Zweifel sehr gut, was die Benutzung von 2" Okularen angeht.
Nachteil der Matsumoto Augenabstandsverstellung liegt in der Notwendigkeit, danach den Fokus neu zu bestimmen zu müssen.
Und die Kollimation beim Matsumoto ist halt eine Dreipunkt Lösung, geht einwandfrei, aber die Binoptic Lösung ist einfach eindeutiger, gerade für Mitbeobachter.
Technisch sind beide Lösungen OK!
 
Hallo Detlev,

mit dem Nachfokussieren hast du allerdings recht.

Jedenfalls ist entscheidend, was hinten raus kommt und was hinten raus kommt ist bei einem echten Bino einfach gigantisch, wenn die optische und mechanische Qualität stimmt.

Beidäugiges Sehen liegt in der Natur des Menschen. Nicht ohne Grund werden Mikroskope für binokulare Beobachtung gebaut und nicht ohne Grund hat ein Fernglas 2 Objektive und 2 Okulare.

Aber da erzähle ich dir ja nichts neues:)

Fast jeder, der einmal durchgesehen hat, möchte diese Art des entspannten Beobachtens nicht mehr missen.

Übrigens haben wir ja auch 2 Ohren und hören deshalb Musik am liebsten Stereo und nicht Mono. Wer hält sich beim Musikhören schon gerne ein Ohr zu?

Auf visuelle Beobachtung übertragen ist:
- monokulare Beobachtung am Teleskop wie Musikhöhren mit einem Ohr.
- Beobachten mit Bino-Ansatz wie Musikhöhren aus einem Lautsprecher aber mit beiden Ohren offen.
- Binokulares Beobachten wie Stereo und mit beiden Ohren offen.

Gruß
Martin
 
Zitate:

(1) "leider musst Du 3 Spiegel je Seite nehmen. Ansonsten hast Du ein seitenrichtiges und ein seitenverkehrtes Bild."

(2) "es kommt darauf an, wie Du die 2 Zenitspiegel anordnest. 90° Einblick ist mit 2 Spiegeln nicht zu machen, da hast Du zwei verdrehte Bilder."

(3) Matsumoto "eine feine Zweispiegellösung - auf die Winkel kommt es an!!"

(4) "Eine hervoragende Zwei-Spiegel-Lösung, aufrechtes, seitenrichtiges Bild, Verwendung von 2" Okularen problemlos möglich. Ich wüsste nicht, wo da ein Nachteil gegenüber dem Binoptic sein soll. Eher im Gegenteil."

(5) "Nachteil der Matsumoto Augenabstandsverstellung liegt in der Notwendigkeit, danach den Fokus neu zu bestimmen zu müssen."

(6) "Technisch sind beide Lösungen OK!"


Hallo allerseits,

wie man aus den hier angesammelten Zitaten unschwer erschließen kann, muss die Sache mit mehreren Spiegeln so kompliziert sein, dass sogar erfahrene Leute ins Straucheln geraten.

Die Existenz und offensichtliche Funktionalität des Matsumoto Systems beweist immerhin, dass die ersten beiden Behauptungen schlicht und einfach falsch sind.

Darüber hinaus wundert mich allerdings immer wieder, wenn Binoptic-Benutzer meinen, sie bräuchten bei Beobachterwechsel nie den Fokus nachzustellen. Anscheinend haben die zufällig alle dieselbe Kurzsichtigkeit!

Scherz beiseite, ich glaube, dass dieser immer wieder vorgebrachte Punkt mit dem Nachfokussieren ein "roter Hering" ist. Und typischerweise wird er von Leuten vorgebracht, die entweder gar keine oder nur marginale praktische Erfahrung mit dem Matsumoto haben.

Ich selber habe den Matsumoto seit zwei Jahren und finde ihn echt genial. Im Unterschied zum Binoptic liefert er auch ein seitenrichtiges Bild, aber daran scheiden sich auch wieder die Geister. Die einen finden das nicht wichtig, die anderen schon.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Zitat von Martin_B:
Auf visuelle Beobachtung übertragen ist:
- monokulare Beobachtung am Teleskop wie Musikhöhren mit einem Ohr.
- Beobachten mit Bino-Ansatz wie Musikhöhren aus einem Lautsprecher aber mit beiden Ohren offen.
- Binokulares Beobachten wie Stereo und mit beiden Ohren offen.

Einspruch, Euer Ehren. Man verzeihe mir die Kleinlichkeit, aber:

Sowohl das binokulare Sehen als auch das binaurale Hören dienen u.a. der räumlichen Orientierung und das funktioniert nur, indem die jeweiligen Signale seitenverschieden sind, u.a. durch Lautstärken- und Laufzeitdifferenz beim Hören und parallaktisch verschobene Bilder beim Sehen. Deshalb stimmt der Vergleich nur für terrestrische Objekte, bei denen eine relevante Parallaxe auftritt. Bei astronomischen Objekten sieht man zwar auch besser mit zwei Augen, aber das hat anscheinend mehr damit zu tun, daß das Gehirn dann Bildfehler besser kompensiert, und daß monokulares Sehen, quasi als Notlösung, prinzipiell anstrengender ist.

Davon abgesehen stimme ich natürlich zu, daß es drauf ankommt, was hinten raus kommt, wie unser vormaliger Bundeskanzler so unnachahmlich formulierte, und was da bei einem Bino so rauskommt, will man freilich nicht vermissen.


Jopari

 
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Hallo ihr,

sagt mal, könnte nicht mal ein Optik-Profi unter euch eine Anleitung/Zeichnung oder gar einen Bausatz für ein preiswertes Selbstbau-Bino anbieten?

Auch ich hätte gerne ein "richtiges" Bino aus 2 Refraktoren mit vielleicht 100 mm Öffnung, was nicht so kompliziert und vor allem günstig sein sollte (aber dennoch gut!). Zum Beispiel würde sich dazu doch ein Bino aus 2 Refraktoren 100/500 (Synta) oder 100/600 (Orion) anbieten und dann könnte man die einfache Version mit jeweils einem Zenitspiegel und den versetzten Rohren wählen. Das sieht zwar äußerlich nicht so toll aus, dürfte aber technisch die einfachste und billigste Lösung sein. Außerdem hat man die wenigsten Verluste, da es nur eine Umlenkung gibt. Bei dem Beispiel 100/600 hätte man mit 30 mm Okularen z.B. dann ein prima 20x100 Bino für einen Preis, der deutlich im dreistelligen Bereich liegen dürfte. Und das je nach Oku noch mit unschlagbarem Gesichtsfeld (z.B. bei Wide Scan 30 mm über 4°, wenn auch bei F/6 z.B. nicht ganz randscharf, aber hier kann man ja auch andere Varianten wählen.

Leider bin ich nicht so ein guter Handwerker bzw. Feinmechaniker als da ich mir einen solchen Selbstbau zutrauen würde. Aber wenn man eine Anleitung mit allen Teilen und Maßen hätte, könnte jeder das zumindest mit handwerklicher Hilfe verwirklichen.

Dazu direkt mal eine Frage an die Optikprofis: Könnte man ein Bino aus 2 Stück 100/500 oder 2 Stück 100/600 eigentlich so bauen (also die Untereinander-Bauweise), dass man auch bei max. 1,25-Zoll-Feldblende (also sagen wir mal 28 mm wie beim Wide Scan) und Verwendung eines 2-Zoll-Zenitspiegels (kritisch wäre hierbei ja der "untere", an dem die Verlängerungshülse anschließt) noch die volle Ausleuchtung hinbekommt? Bzw. anders herum, welches max. Feld könnte man bei geschickter Bauweise bei den genannten Rohren ausleuchten?

Zweite Frage: Wie macht man das mit der Fokussierung? Zwei einzeln zu verstellbare Okularauszüge stelle ich mir unpraktisch vor, oder geht das gut? Wie ließe sich eine gemeinsame Fokussierung wie beim Fernglas z.B. bewerkstelligen?

Wäre schön, wenn ihr dazu was sagen könntet.

Grüße
Michael
 
Mir ist gerade ein Fehler aufgefallen:

Das Wide Scan 30 mm hat eine 2-Zoll-Hülse, hier müsste man natürlich 1,25-Zoll-Okus verwenden, da ginge dann z.B. das Pano 24 aber sicher auch günstigere Okus. Das max. Feld würde sich dann im o.g. Beispiel auf ca. 3.3 Grad reduzieren.

Also würde ich jetzt mal das Beispiel aus 2 Stück 100/500 Refraktoren und Pano 24 nehmen, ergäbe dann ein 21 x 100 mit ca. 3.3° Feld. Und das Pano dürfte bei F/5 auch randscharf sein - ist halt nur etwas teuer, aber man könnte auch billigere TS WA 25 z.B. nehmen.

Übrigens muss das bei Binoptik oder beim Matsumoto-System (oder wie der heißt) doch auch mit 2-Zoll-Spiegeln ohne Vignettierung funktionieren oder werden hier noch größere Umlenkspiegel benutzt?

Grüße
Michael
 
Hallo Schischi

Ich wüsste nicht warum man sowas machen sollte. Da hat jemand dutzende wenn nicht gar hunderte Stunden in die Entwicklung und Ausführung gesteckt und soll dann für "jedermann" eine Schritt für Schritt Anleitung schreiben? Meinst was das an Zeit beansprucht. Ausserdem gibt es massenhaft Selbstbauberichte für Binos, zwar nicht Schritt für Schritt aber immerhin so gut dokumentiert das man mit selber denken zu einem guten Ergebniss kommen kann. So ein Selbstbau ist ja auch ein Unikat was ja unter anderem Sinn der Sache ist. Ich hab auch mit einem kleinen Binobau angefangen und das war ein langer Weg bis zur Fertigstellung und jetzt plane ich nen 80er Bino. Die Erfahrungen die ich beim ersten gemacht habe helfen mir jetzt enorm beim zweiten. Also hock dich hin und beschäftige dich mit der Materie, studiere massenhaft Selbstbauberichte im I-Net und dann leg los mit der Planung. Bei konkreten Fragen wird dir auch gerne geholfen, aber alles vorkauen ist ja wohl nicht Sinn der Sache... Also ran ans Werk ;)
 
Hallo Marco,

leider habe ich dafür nicht so viel Zeit, möchte meine verbliebene Freizeit zum beobachten nutzen. Würde mir gerne etwas Fertiges kaufen, ist mir aber erstens zu teuer und zweitens fällt mir auch kein 100er Bino mit 90°-Einblick ein.

Aber warum soll jemand hier nicht seine Pläne und sein Wissen zur Verfügung stellen, davon lebt doch das Forum.

Grüße
Michael
 
Den Selbstbau habe ich ja, wie oben zu sehen ist, mehr oder minder erfolgreich betrieben. Wobei es etliche Entwicklungsstufen gegeben hat, die natürlich auch Geld gekostet haben. Die Matsumotoansätze hatte ich im Vorfeld auch schon bedacht, erschienen mir anfangs aber als zu teuer im Verhältnis zu den zwei gebraucht gekauften 150mm Refraktoren.
Letztendlich sind die 6 benötigten Zenitspiegel, die gedrehten Tubusenden und die Helikalfokussierer aber kaum billiger gekommen, in sofern sind die japanesischen Teile für Selbstbauer durchaus eine Alternative!

Die Fertiglösung von Binoptic war und ist für mich das Optimum, was Handhabung, optische Leistung und Transportstabilität angeht.

Zu den Selbstbaulösungen mit nur je einem Spiegel und versetzten Rohren:
Ich habe bisher nur Binos dieser Bauart mit f>5 gesehen, ich schätze mal (ich habs nicht aufgezeichnet) dass bei f/5 am unteren Rohr eine starke Vignettierung eintreten dürfte.
 
Hallo,
wo gibts denn diese drehbaren prismen, die bei Binoptic verbaut sind? Ich habe da mal angefragt, die verkaufen die nicht einzeln.
Das mit dem f>5 stimmt auf jeden fall, ich wurde sogar nicht unter 7 oder 8 gehen. Ich habe mir schon überlegt, 2 150 F8 zusammenzuschrauben, untereinander. Aber das muss wohl ein Monstrum werden, aber wohl nicht teuer.
 
Hallo Stefan,
ich habe die zwei 2" Zenitspiegelgehäuse über das Gewinde der Einsteckhülse miteinander drehbar verbunden. Ordentlich klebriges Chinafett dazwischen, dazu noch ein Stück Klebefilz, damit war das Ganze hinreichend brauchbar.
 
Hallo Stefan,

das ist eine Eigenentwicklung von Binoptic und wird nicht einzeln verkauft. Das Prinzip ist aber einfach und könnte von einem versierten ATM-ler mit guter Werkstatt leicht nachgebaut werden. Unten ein fetter Zenitspiegel mit justierbarem Spiegel, dann das drehbare Teilstück zur Einstellung des Augenabstandes (eine Art Gleitlager vielleicht mit Teflonring in Ringnut und in der Gängigkeit justierbar) danach noch mal 2 Umlenkspiegel in einem rchteckigen Profil justierbar eingebaut und oben drauf der Schneckenfokussierer von Borg. Das ist kein Hexenwerk. Wenn jemand eines nachbaut, kaufe ich ein Exemplar gerne ab. Im Kopf hab ich es schon 'reverse engineered'.

Gruß
Martin
 
Da ich gerade auch wieder nen Bino plane hab ich mal zeichnerisch probiert bei einem 80/560 oder 80/700 mit 1x 2" und 2x 1,25" bei einer 28mm Feldblende nen voll ausgeleuchtetes Bild hinzubekommen. Geht nicht! Auch mit 2x2" und 1x 1,25" geht es nicht... Der Lichtweg würde im zweiten Fall immernoch beschnitten weil man für den 3. Zenitspiegel ne Öffnung von 34-35mm bräuchte... Also was tun? Wie ich es auch drehe und wende, ich bekomme es nicht hin...
 
Hallo Vergil (ich kenne immer noch nicht deinen Namen),

denke nicht, dass du eine 28mm Voll-Ausleuchtung brauchst. Visuell wirst du sicher bei f/7 oder kleiner selbst bei 10..15mm keine Randabdunklung erkennen.

Wenn die 'Umlenkung' mit 3 Spiegeln (wie beim Binoptic) erfolgen soll, gibt es wohl ein Problem mit dem Augenabstand. 2" ZS sind recht weit 'ausladend' und lassen sich wohl nicht eng genug zueinander positionieren.

Wenn du was ähnliches wie das Binoptic bauen willst, kannst du sicher gut mit einem 1.25" Ende auskommen (bei 10-15mm Vollausleuchtung).

Ich hatte lange überlegt, wie mein Bino werden soll, hab mich dann letzendlich für das EMS entschieden. Nicht unbedingt wegen der Aspekte (2" Okulare möglich, aufrechtes und seitenrichtiges Bild, größere Ausleuchtung), sondern in erster Linie wegen dem Selbstbau Gedanken.

Ich wollte ein Modul erwerben, das ich uneingeschränkt (mit leichten Modifikationen) auch an anderen Binos einsetzen kann. Nicht ein teures Bino kaufen und dann bei einem Upgrade (und das Upgrade kommt bestimmt) wieder alles neu kaufen müssen.

Hier noch ein Link zu einer kleinen Bildergallerie von meinem ED-80 Bino mit EMS:

Link

Die OTAs der (gebrauchten) Skywatcher EDs sind unverändert. Wenn man die originalen Auszüge montiert, sind sie wieder im Originalzustand und können verkauft werden, um 2 größere (teilweise) zu finanzieren.

Gruß
Martin
 
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Hallo

Mein Name ist Marco ;) Schönes Teil hast du dir da gebaut. Nur kann ich nicht ganz nachvollziehen wie du die beiden Tuben justieren kannst um den Strahlenverlauf parallel zu bekommen. Das 15mm ausreichen wusste ich nicht. Dachte man muss immer die Feldblende als Maß aller Dinge nehmen. Das macht die Sache natürlich erheblich einfacher. Vielen Dank für den Hinweis.

PS: Bist du zufrieden mit der Leistung deines 80er Binos? Viele sagen ja das nen 80er zu klein ist um was zu bringen und man sich besser nen Fernglas kaufen soll
 
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Hallo Marco,

die Einstellung vertikal erfolgt durch Unterlegen von dünnen Unterlegscheiben auf einer Seite, in der Horizontalen durch ein Langloch vorne auf der rechten Seite.
Diese Grundjustage ist etwas langwierig, muss aber nur einmal gemacht werden.

Das Argument, ein 80mm FG zu kaufen ist einerseits verständlich, da die Kosten dann natürlich erheblich geringer sind, andererseits ist es ein ED und du kannst locker bis 160x vergrößern. Zeig mir das Fernglas, welches das kann. Weiterhin wie gesagt ist es die Basis für größere Projekte, die folgen werden.

Die Leistung ist im Vergleich zu einem 80er mit Bino-Ansatz erheblich besser. Der Lichtgewinn ist enorm und der (scheinbare) Gewinn an räumlicher Abbildung verblüffend. Weiterhin ist gegenüber der Beobachtung mit einem Bino-Ansatz eine deutliche Reduzierung der Seeing-Anfälligkeit zu bemerken. Das Bild ist auch unter mäßigen Bedingungen immer sehr scharf und sehr ruhig.

Gruß
Martin
 
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Visuell würden 10-15mm reichen. Dann würden ja 1x 2" und 2x 1,25" reichen... Ist der visuelle Unterschied so marginal zwischen 10-15mm und 28mm ausgeleuchteten Bildes?
 
Hallo Marco,

ich meine 15mm genügen vollauf, vielleicht gibt es noch andere Meinungen?
Wie mehrfach in anderen Beiträgen schon angemerkt wurde, ist neben der 100% Ausleuchtung auch noch wichtig, wie schnell die Bildhelligkeit abnimmt. Verbreitetet Meinung ist, dass visuell eine 75% Ausleuchtung nicht als negativ wahrgenommen wird.

Man könnte also versuchen (zeichnerisch) zu ermitteln, wie groß das 75% ausgeleuchtete Feld ist (das sollte dann mind. so groß sein wie die Feldblende). Ich weiß aber nicht, ob man das einfach linear rechnen kann also 75% sichtbare Linsenfläche entspricht einer 75% Ausleuchtung.

Wäre interessannt, wenn jamand was dazu sagen könnte.
Es gibt Programme für Newtons um das auszurechnen.
Gibt es auch ein Programm für Linsenteleskope?

Gruß
Martin
 
Hallo an Martin, hier ist auch Martin!

Ich habe diesen Selbstbau-Gedanken ebenfalls und wollte Dich mal fragen, wie Du die EMS (genau diese mit Helikal-Auszug) bestellt hast, und was es Dich letztendlich gekostet hat. Ich habe den Herrn Matsumoto auch mal kontaktiert, und er hatte mir per Mail geschrieben, dass ich nur den Listenpreis in Yen auf das angegebene Konto überweisen solle.

Wie bist Du vorgegangen, bzw. wie lange hat alles gedauert?

Man hört auch immer wieder, dass diese Echt-Binos in Apo-Version selbst bei 4" unschlagbar sein sollen, auch, wie Du es ja geschrieben hast, im Vergleich zu bspw. 4" und Binoansatz. Wie genau lässt sich die Überlegenheit bei der Planetenbeobachtung beschreiben?

Grüße

Martin
 
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Zitat von marlo30:
Man hört auch immer wieder, dass diese Echt-Binos in Apo-Version selbst bei 4" unschlagbar sein sollen, auch, wie Du es ja geschrieben hast, im Vergleich zu bspw. 4" und Binoansatz. Wie genau lässt sich die Überlegenheit bei der Planetenbeobachtung beschreiben?
Hallo Martin,
ich habe ein Binoptic 115/805 Apo-Bino, zuvor meinen Eigenbau mit zwei 150/750 FH und auch TMB 100/800 mit Binoansatz.
Das "Echtbino" mit Apo-Optiken ist dem Single-APO mit Binoansatz in fast allen Bereichen WEIT!!! überlegen. Einzig in der Transportabilität vielleicht nicht. Mein Bino wiegt immerhin 11kg, das Eigenbaubino über 20kg.
Am Planeten kommt neben der deutlich größeren Helligkeit der Echtbinos vor allem die Seeingunanfälligkeit zum tragen. Die beiden Bilder, die von den Augen aufgenommen werden, haben ja jeweils ein eigenes Seeing und diese sind nie gleich. Der Großrechner hinter den Augen rechnet aber interessanterweise aus beiden Bildern das Optimum zusammen, so dass ein fast unglaublich ruhiges, detailreiches Gesamtbild entsteht.
Natürlich kann eine einzelne, größere Optik besser auflösen als das kleinere Bino, nur dazu brauchts ein perfektes Seeing, welches man sich im Echtbino eigentlich immer zusammenrechnet! Am Binoansatz gibts das alles nicht, einzig ein entspannteres Beobachten als Monokular ist möglich.

Enorm, was auch am Mond geht, besonders auffällig auch bei der Sonnenbeobachtung, die ja immer sehr seeingbelastet ist!

Bei Deepsky kommen noch andere Dinge zum tragen, so erscheinen Dir die Objekte deutlich detailreicher als mit einer Einzeloptik, die Helligkeit wird viel größer wahrgenommen als mit ne Einzeloptik und ein Binoansatz verdunkelt das Bild durch den Strahlenteiler noch dazu!

Für mich ist es auch besonders wichtig, dass ich mit dem Bino sehr viel entspannter beobachten kann und damit die Objektdetails besser wahrnehme als an größeren Einzeloptiken.

Mein besonderer Beobachtungstipp: Offene Sternhaufen, Du glaubst fast, hindurch zu fliegen! Ich nehme übrigens mit dem Doppelrefraktor deutlich mehr Sterne wahr als monokular bei der gleichen Öffnung.

Aber: Irgendwann geht auch dem besten Doppelapo das Licht aus, dann hilft wirklich nur Öffnung!
 
Hallo Detlev,

100% Zustimmung in allen Punkten!

@Martin, ich schreibe dir bezüglich der Bestellung bei Tatsuro ein PN.

Gruß
Martin
 
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