Bino

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Irgendwie muß der Fehler doch einzugrenzen sein?
meiner? Oder Deiner? ich wollte Deinen Thread mit meinem Sorgenkind nicht hi-jacken, nur Dein Bino in Vergleich setzen zu einem, das wirklich eine Macke hat - meinem.


Das richtig schlimme Bild ist mit Bino in meinem IPD geknickt geknipst. Beim okul-losen Bild liegt es flach.
Beim "Knicken" des Binos geht das ja wie folgt - Doppelbild....gutes Bild....Doppelbild.
Verstehe nicht, wie Du das meinst. Sicherheitshalber habe ich jeweils Fotos von geknickten und ungeknickten Varianten gemacht und keine Veränderung des dabei Fehlers gesehen. 1x ist es mir gelungen, den Fehler fast, aber auch nur fast, auszubügeln, indem die Okus mit sanfter Gewalt gegeneinander ausgerichtet wurden: rechtes Oku nach hinten und aussen, linkes Oku nach vorne und innen (oder umgekehrt, weiss nicht mehr). So ist 1x ein Horizontfoto entstanden, das einen Fehler aufwies etwa wie Deine Kirchturm-Pflanze. Also viel geringer als sonst. Dann hab ichs in den Zenitspiegel vom Teleskop gesteckt und ... in der aufrechen Haltung wurde die Position gleich Opfer der Schwerkraft; die Okus rutschten durch.
Aber ich nehme an, auch diese Position hätte noch wahrnehmbare Doppelbilder erzeugt.
Es war auch nur ein Fluke. Nach dem Durchrutschen ist mir die Position so nicht noch mal gelungen.
Ich bekomme diese Tage 2 andere Oku-Pärchen und ein winzges Fünkchen Hoffnung ist noch da, dass diese sich anders verhalten oder andere Hälse haben als das 32mm Paar.
Eine Fotoreihe mit den 32mm hat auch ergeben, dass 1 davon weniger scharf ist.
Halte ich es umgedreht vor mein Auge und gucke auf die Strasse, sehe ich damit sogar auch Geisterfahrer... kurios.
Wird es auch mit den anderen Okus nüscht, geht das gute Stück den Weg, den es gekommen ist. Das Schärfste ist, dass der Shop damit wirbt, dass 'der Karton einmal geöffnet wurde zur Qualitätskontrolle, aber sonst sind die Binos ganz neu'. Aber durch email-Kontakt weiss ich schon, dass "das Lager 100km entfernt ist und eine Qualitaätskontrolle leider nicht möglich ist'.
Lach.
Die "100 km" sind wahrscheinlich 10.000km oder wie weit weg die Chinafabrik ist... und vll sind Binos dieser Marke just diejenigen, die bei Celestrons/Orion/etc. Qualitaätskontrolle in der Fabrik aussortiert wurden. Dann kommt das Markengehäuse drum, noch 2 Okus und 2 Barlows vom Ramschtisch der anderen Marken und fertig.



Hehehehe. Wollte Deinen Thread nicht hi-jacken, aber schreibe trotzdem einen Roman über mein Sorgenkind. :D

LG Annette
 
Zuletzt bearbeitet:
Beim "Knicken" des Binos geht das ja wie folgt - Doppelbild....gutes Bild....Doppelbild.

Verstehe nicht, wie Du das meinst.

Ich meinte nur, daß der korrekte Augenabstand eingestellt werden muß, indem der Grundkörper des Binos quasi "geknickt" werden muß. Bei zu großem und zu kleinem Augenabstand kommt es auch zu Doppelbildern. Ich hoffe, mich diesmal verständlich ausgedrückt zu haben. Ich wollte das nur der Vollständigkeit halber erwähnen.

Ein Bino und zwei Okus für den Preis, sind für die Chinamänner sicher auch nur mit Qualitätsabstrichen möglich. Ich hoffe die neuen Okus bringens.

Hehehehe. Wollte Deinen Thread nicht hi-jacken, aber schreibe trotzdem einen Roman über mein Sorgenkind. :D

Macht nichts, ich hab Verständnis dafür. Wenn bei mir was nicht funktioniert spukt es im Hirn, bis das Thema geklärt ist. Bis hierher liest sowieso keiner mehr.


Gruß
Porsti
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

gestern Abend war es einige Stunden klar. So konnte ich das Bino am Himmel testen. Am Anfang sah ich auch Doppelbilder. Das hatte ich aber auch erwartet, da ich mit der Demontage der Okularsteckhülsen die Justierung zerstört hatte.
Ich habe also die Steckhülsen wieder gelockert, so daß man sie von außen mit einigem Zwang verschieben konnte. Die beiden Bilder konnten ohne Probleme zur Deckung gebracht werden. Danach habe ich alles wieder festgezogen und die Deckel aufgesetzt.

Gerade richtig um den Mondaufgang zu beobachten. Ich habe zwischen zwei Häusern eine kleine Lücke mit Horizont-Sicht.
Dort steht ein 220kV Hochspannungsmast in 1,8 km Entfernung. Hinter dem ging der Vollond auf. Ich hatte auf den Mast scharf gestellt. Der Mond dahinter war etwas unscharf und füllte das gesamte Bildfeld aus. An den Masten konnte man die Steighilfen an den Mastkanten und später die Isolatoren in allen Einzelheiten sehen, alles in tiefschwarz vor der gelben Säuferlaterne. Diesen Anblick werde ich wahrscheinlich nie wieder los.

Damit wollte ich sagen, daß mein Binoprojekt zum vorläufigen Abschluß gekommen ist und sich gelohnt hat.
Die Entscheidung, welche Okulare ich verwende ist noch nicht endgültig gefallen, da Tests mit Astro Okus noch ausstehen.

Wichtig ist vor allem wie sensitiv das Bino auf die Verschiebung der optischen Achsen reagiert. Es geht dabei wirklich um zehntel Millimeter. Bei den üblichen Okularhaltern mit einer Schraube kann ich mir nicht vorstellen, daß dies präzise genug ist und mit verschiedenen Okularen dauerhaft funktioniert. Es müssen sehr präzise Okularhalter eingesetzt werden und wenigstens einer sollte eine Dioptrienkorrektur aufweisen.

Um diese Einstellung zu verdeutlichen, habe ich noch ein Foto angehängt:


Den Anhang 96782 betrachten
 
die präzisen Okularhalter sind auch nur dann wiederholbar präzise, wenn der Lichtpfad darunter auch stimmt. Wenn der nicht 1A stimmt, ist es sogar vorteilhaft, wenn der jeweilige user mit seinem jeweiligen Modell und den jeweiligen Okularen die Möglichkeit bekommt, den schiefen Lichtpfad auszugleichen.
Mit Okularhaltern, die das Verkanten der Okus nicht als Mangel sondern als Feature für die nicht perfekte Bino-Welt ermöglichen. Z.b. mit einem einzelnen Schräubchen, das den Messingring dort festzurrt, wo die Schraube auf das Oku aufsetzt.

Im Gegensatz zu zentrierenden Oku-Haltern, die das Oku immer genau im Zentrum der Hülle festzurren - egal, welcher realer Lichtpfad darunter liegt.

Mein Extrem-Bino würde sehr von so einem Halter mit 1 Schraube profitieren; mit der verbauten, vielgepriesenen Zentrierungstechnologie bekommt man die 2 Lichtpfade einfach nicht konvergent. Link zur Grafik: https://forum.astronomie.de/media/einmaliges-fast-ertraeglich-erlebnis.39826/full
 
Mal ein Gleichnis:

Warum baut ein Maurer eine 36 cm dicke Wand?
- Weil er in der Wand den ganzen Bauschutt verstecken kann, den er loswerden will, ohne daß man von außen etwas davon sieht.

Die Dinge werden erst offenbar, wenn man sich damit befasst. Wie bei der Wand, die man einreißen müsste um den Pfusch zu sehen, ist es auch mit dem Bino. Am Anfang hatte ich keine Ahnung, wie "Bino" funktioniert. Ich hatte nur ein Fernglas, mit dem Wissen um die Einstellung dieses Glases. So habe ich mich durchgewurschtelt und mittlerweile, auch durch Eure Beiträge, einen 100% igen Erkenntnisgewinn.

Hallo Silver,

Du schriebst:

Eine Fotoreihe mit den 32mm hat auch ergeben, dass 1 davon weniger scharf ist.
Halte ich es umgedreht vor mein Auge und gucke auf die Strasse, sehe ich damit sogar auch Geisterfahrer... kurios.

Da hättest Du noch die Chance, daß es an einem Okular liegt. Beim Austausch von reklamierten Waren tauschen Händler oft nicht das Zubehör sondern nur das reklamierte Hauptteil. Das Zubehör kommt dann wieder zurück.

Ich bekomme diese Tage 2 andere Oku-Pärchen
Erst, wenn Du die ausprobiert hast, kannst Du sagen, daß der Grundkörper fehlerhaft ist.

Also hast Du noch eine Chance! Ich drücke beide Daumen.
Dann erst steht die Entscheidung an, reklamieren oder "Wand einreißen" :confused:
Schreib mal wie es weiterging!

Gruß
Porsti
 
Hallo in die Runde,

na dann muss ich mich hier auch mal melden, ich hätte da vielleicht etwas beizutragen.
Vor vielen Jahren habe ich mal ein Fernglas mit 90°-Einblick gebaut und dabei tritt ein ähnliches Problem auf. Ich habe damals einen der Okularhalter einstellbar gestaltet um ggf. direkt beim Beobachten nachjustieren zu können.
Hier ein (mäßiges) Bild dazu:
Bino3.jpg

Genaueres unter: Selbstbau-90°-Feldstecher
Das funktioniert bis heute sehr gut.
Mittlerweile würde ich die Mimik allerdings etwas anders gestalten. Ich würde beide Okulare justierbar machen, eines in vertikaler, das Andere in horizontaler Richtung, das wäre mechanisch einfacher.
Dazu würde ich an dem unten aufliegenden Flansch der Okularhülse jeweils eine Schraube mit nicht durchgehendem Gewinde als Drehpunkt und eine weitere, gegenüberliegende Schraube in einem Langloch anordnen, beide mit einer Tellerfeder gegen evtl. vertikales Spiel. Dazu käme dann noch eine Rändelschraube mit Gegenfeder für den Verstellantrieb. Die beiden Anordnungen natürlich um 90° gedreht. Ich hoffe das war jetzt halbwegs verständlich.
Vielleicht ist das ein nützlicher Anstoß für eigene Lösungen.

Viele Grüße, CS und viel Erfolg beim Basteln,
Reinhard
 
Hallo Reinhard ,

spitze, genauso ist es ideal.
Und wenn das bei industrieller Herstellung so nicht einstellbar vorgesehen ist, müsste man annehmen, daß die Präzision so hoch ist, daß es das nicht braucht.
Aber..., wenn selbst Zeiss eine (zwar versteckte) Justiermöglichkeit vorgesehen hatte, wussten die auch um die Notwendigkeit der Einstellung und daß sie auch nicht perfekt waren.
Nun kenne ich keine weiteren Industrieprodukte in dem Bereich. Bei einigen Abbildungen sieht man aber Flanschschrauben an den Okularhaltern zum Binokorpus. Das könnten solche sein. Wenn da aber nichts ist, auch innliegend nichts, weiß ich nicht was ich davon halten soll.
Der Kunde steht im Fall der Fälle immer dumm da.

Frohe Bastelgrüße zurück
Porsti
 
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