Binoansatz am 20zöller, warum nicht?

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Christianzechner

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servus selbstbauer!

kann ich probleme mit einem binoansatz und okularschlitten am 20" f 4.375 mit der ausnutzung des spiegeldurchmessers bekommen?

originalkommentar zur frage von gerhard stropek (spiegelzellenbauer):
Okularschlitten bei 20". Hm. Wäre mal was neues. Du willst woll mit Bino beobachten oder ?. Ob ein F5 Strahlengang überhaupt durch den langen Glasweg von einem Bino passt ? Zeichne Dir den Strahlengang lieber erst einmal auf.
Sonst beobachtest Du nachher nur mit einem 12" Zoll-Dobson und trägst 20" Glas mit Dir herum.:-(

wenns am 8" f6 funzt, warum solls am 20er 4.375 nicht gehen ? bw-optik bino mit 80mm glasweg!

cs christian

christian.zechner@ojv.at
 
Hallo Christian!

Höchstwahrscheinlich schon, ich glaube die freie Öffnung des Strahlenteilers ist so um die 20mm. Zum Glasweg kommt dann noch der Abstand durch die diversen Hülsen dazu, sodass sich insgesamt über 100mm intrafokaler Weg ergeben wird. Bei f4,4 beschneidet das sicher den Hauptspiegeldurchmesser. Am besten aufzeichnen, 100mm vor dem Brennpunkt eine 20mm Blende einzeichnen und schauen, ob alles durchpasst. Wenn Du eh einen Okularschlitten hast, würde ich mir einen Glaswegkorrektor (gibts auch in 1,7x glaube ich) überlegen, der bringt deinen Spiegel auf f7 und dann müsste es ohne Vignettierung gehen. Außerdem korrigiert der die Aberrationen durch den Glasweg.

Grüße
Martin
 
Zusatzfrage:
Mal abgesehen von der Ausleuchtung, was passiert eigentlich, wenn man ohne Vorsatzlise arbeiten will. Kann ein Bino überhaupt bei f/4,4 noch scharf abbilden? Die Prismen müssten doch bei so einem steilen Kegel Farbfehler zeigen, oder übersehe ich da was?
 
Hallo Leute!

Zunächst mal zur Zusatzfrage: 80mm Glasweg bei einem f4,4 System verursacht ohne Glaswegkorrektor sicherlich ein paar Schweinereien (Farbsäume + sphärische Aberration). Ich habs mal im Linsenrechnungsprogramm für meinen f5 Newton mit 42mm Glasweg versucht, und da wachsen die Spots schon fast auf 0,025mm (deutlich über den Durchmesser des Beugungsscheibchens) an.

Das Programm Newt kenne ich leider nicht (gibts das irgendwo zum Runterladen??). Falls Du den 1,7x Glaswegkorrektor verwendest, müsste es eigentlich gehen. Bei 22mm Öffnung ohne Korrektor wäre bei f4,4 die maximal zulässige Distanz zur Brennebene 22*4,4=96,8mm (dann geht der Strahlengang axial gerade noch durch). Beim 1,7x Glaswegkorrektor hängt es davon ab, wieweit der Brennpunkt nach außen verlagert wird, das kannst du dann vom der ursprünglichen Distanz Anschluss-Okularblende abziehen. (vorausgesetzt, die Linse hat mehr als die 22mm Durchmesser).

Grüße
Martin
 
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