Hallo Franz,
ich weiß nicht, weshalb die von Dir beobachteten Geräte zum Verkauf standen. Ein Grund mag sein, dass es eine Modellpflege gegeben hat, nämlich der Schritt von "Binoptic I" zu "Binoptic II", ein anderer Grund mag sein, dass die Anbieter zu einem Binoptic mit anderer Öffnung gewechselt sind; darüberhinaus gibt es mittlerweile auch nicht mehr nur so ganz exotisch wenige Binoptic-Gucker.
Falls Dich der Verkauf misstrauisch macht, sind diese Bedenken m.E. ungbegründet, die Geräte haben in technischer wie gestalterischer Hinsicht nach meinem Dafürhalten eine unschlagbare Qualität und einen beachtlichen Gebrauchswert; letzteres nicht i.S. von "Preis für Gebrauchtgerät", was auch zutreffend ist, sondern i.S. von "Handhabbarkeit".
Ob man der Ier- oder der IIer-Serie den Vorzug gibt, ist Geschmacksache, die Unterschiede betreffen beispielsweise die Handhabung (Schwerpunkt, bewegliche Tauschutzkappen) und die Verwendbarkeit von 2" Okularen. Ich habe ein 130er (Ier-Serie) und ein 80er (IIer-Serie), beide Kaliber haben -wie alle andere Teleskope unterschiedlicher Öffnung auch- ihre eigenen Möglichkeiten und Vorzüge, beide Geräte sind aber im besten Sinne erstklassig "ingenieursmäßig" konstruiert und gefertigt. Schau' Dir die Geräte einfach bei Binoptic oder einem Sternfreund an, die Möglichkeit wird ja angeboten.
Beste Grüße
Ralf Gödde
P.S.:
Die Bemerkung von Astro-Mechanik oben liegt -m.E. und soweit mir hier ein Einblick gewährt worden und ein Urteil möglich ist- neben der Sache und ist nicht redlich. Es ist ja tatsächlich nicht so, dass die nicht ganz geringen Preise bei Binoptic allein oder auch nur überwiegend aus einem zwar netten aber funktional unwesentlichen Design folgten. Ganz im Gegenteil beinhaltet die Konstruktionsweise erhebliche technische Vorzüge, als Sahnehäubchen sind die Geräte halt darüberhinaus auch noch ansprechend gestaltet. Die implizierte Behauptung, dass Geräte, nur weil sie nicht wie notdürftig am Küchentisch zusammengedengelt aussehen, einen allein der entbehrlichen Gestaltung geschuldeten hohen Preis hätten, ist hier unzutreffend und schlicht neben dem tatsächlichen Sachverhalt. Werbung in eigener Sache ist ja schön, in der Form aber schon reichlich "schräg". Na ja, nichts für ungut...