Bitte um Ausrüstungsempfehlungen für Einsteiger

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michi73

Neues Mitglied
Hallo allerseits,

als Einsteiger habe ich bereits viele Beiträge dieses Forums und auch auf den empfohlenen Homepages gelesen. Trotzdem bin ich mir nicht so recht schlüssig, was die Anschaffung einer gut abgestimmten Ausrüstung angeht. Daher möchte auch ich Euch um Tips bitten. Ich habe mich bisher mit einem sog. Kaufhausteleskop "rumgeschlagen". Der Köder ist geschluckt und Anfang nächsten Jahres soll was besseres her.


Meine Rahmenbedingungen:
Ich lebe auf dem Dorf. Die nächste Stadt ist 10km entfernt: Lüneburg hat 70000 Einwohner. Lichtquellen in näherer Umgebung gibt es hier keine mehr, sobald die Laternen aus sind. Ich möchte sowohl Mond und Planeten als auch DeepSky-Objekte beobachten. Eine Gewichtung kann ich noch nicht abschätzen, denke aber, dass es später eher in Richtung DS gehen wird. Standort sollen hauptsächlich mein Garten und angrenzende Wiesen sein. Das Gelände ist leicht erhöht und ziemlich exponiert, so dass es oft windig ist. Das Gewicht der Ausrüstung ist mir nicht so wichtig. Ich bin 35 und brauche noch keine Brille (die Betonung liegt auf "noch" ;-) ). Visuell steht klar im Vordergrund. An Photographie möchte ich mich erstmal nicht wagen.


Montierung & Teleskop:
Nachdem ich zuerst mit einem 4"-Refraktor auf einer parallaktischen Goto-Montierung im Preisbereich der EQ6 oder CGEM geliebäugelt habe, möchte ich nun doch mit einem Dobson starten. Zuerst abgeschreckt hat mich als Anfänger die hier im Forum oft als nötig beschriebene Bastelei bei den Newtons. Aber das Argument "mehr Öffnung für's Geld" zieht schon irgendwie. Ich denke, es soll eine Gitterrohr-Ausführung werden, einerseits wegen des Transports, andererseits wegen der geringeren Windanfälligkeit: Meade Lightbridge oder ein Skywatcher Flextube. Laut Online-Shop findet man bei teleskop-service.de den Flextube überlegen, bei astroshop.de eher die Lightbridge. Bringt eine Serie vom Werk aus mehr Vorteile mit? Z.B. Okularauszug mit Untersetzung beim Meade oder bessere Justierstablität beim Skywatcher? Ich habe an 8" gedacht.


Okulare:
Das mit einem Dobson "gesparte" Geld möchte ich in Okulare investieren. Wichtig dabei ist mir, möglichst wenige im Laufe der Zeit "doppelt" zu kaufen bzw. mit einem Nachfolgeteleskop überflüssig werden zu lassen. Also lieber was wertiges, was man nach ein paar Jahren, mit anderen Teleskopen und mit Brille immer noch gern benutzt. Die Okulare sollen möglichst gut zu den o.g. 8"f/6 Teleskopen passen, wobei mir auch das eventuell zukünftige Zusammenspiel mit 10"f/5 oder 12"f/5 wichtig ist.
Wären z.B. diese fünf eine gute Kombo? Falls das passt, welches würdet Ihr am ehesten weglassen, denn da kommt ja schon mit vier Okularen ein Haufen Kohle zusammen?

Speers Waler Zoom 5-8mm
TeleVue Nagler 12mm Typ 4
TeleVue Nagler 17mm Typ 4
TeleVue Nagler 22mm Typ 4
TeleVue Nagler 31mm Typ 5

Bei den Filtern bin ich ziemlich ratlos. Sind Filter am Anfang zwingend erforderlich oder geht es erstmal auch ohne? Gibt es empfehlenswerte "Allround"-Sets?


Sonstiges Zubehör:
Was empfiehlt sich an Zubehör bei 8" Flextube oder Lightbridge für Justage, Finder etc.?


Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!


MfG
Michael
 
Hi Michael,

wenn Du das Gerät nicht weit schleppen mußt, vergiss die Gitterrohr. Wenn Du einen "Lagerplatz" hast, warum Zeit beim Aufbau vergeuden? 8" Gitterrohr ist nur sinnvoll, wenn man sein Teleskope mit dem Fahrrad transportieren muss oder sich einbilden möchte einen 20"er zu bewegen (funktioniert nur in absoluter Dunkelheit und ohne durch zu schauen) ;-)

Zu den Okularen: gute Auswahl. Zwischen 31mm und 12mm würde ich bei begrenztem Budget evtl. nur eine weitere Brennweite nutzen und das gesparte Geld in mehr Öffnung investieren, z.B. einen 12" Volltubus.

Bei großer AP ist der Baader O-III recht brauchbar, für kleine AP evtl. einen UHC. Ansonsten kann ich noch einen Telrad als Zubehör empfehlen, Cheshire Okular, Laser, Fahrradrücklicht, DSRA oder andere Sternkarten, ...

CS
Chris


 
Hallo Michael,

Deine Okularwahl gehört zum Besten was es für Geld zu kaufen gibt. Deine 5 Nagler alleine kosten schon ca. 2000EUR. Ausserdem wärst Du bereit eine eq6 zu schleppen, bei der das Achsenkreuz alleine 20Kg wiegt. Warum beschränkst Du Dich dann auf 8" Öffnung und diskutierst über Kleinvieh wie eine 1:10-Untersetzung am OAZ für 100 Ocken? Mit den Filtern ist es bei Deinem Budget eigentlich ziemlich easy: nimm nen harten 0III und nen UHC in 2". Oder lass das 17mm Nagler weg und nimm noch nen weichen OIII in 2" dazu.

Ich würde an Deiner Stelle sogar das 22mm weglassen und nen hübschen 12"-Gitterrohr Dobs nehmen, vielleicht von Martini - die sind dann auch wirklich leicht.

Zum Thema Windanfälligkeit: ist es nachts denn auch so windig auf Deiner Anhöhe? Vielleicht wäre eine mobile Sternwarte was für Dich (also son offenes Zelt in das man das Teleskop reinstellt.).

CS

Klaus



 
hallo Michael,

mit einem Flex bekommst du auch einen Binoansatz ohne GWK in den Fokus, wenn du den Hut nicht ganz rausziehst. Vignettiert etwas, aber trotzdem genial. Das kann derzeit kein anderer Dobson.

Wenn du genug Kohle hast, wie anhand deiner Nagler-kaskade zu vermuten ist, überlege einen Autotrack Flex mit Nachführung. Dann kannst du ohne Schubserei mit einem Binoansatz super Detail am flimmernden Jupiter sehen. Ganz toll was da mehr kommt als mit einem Auge! Oh, da brauchst du allerdings zwei gleiche Okulare - ich bin mit zwei 20mm 68° aber ganz zufrieden.

Streulichtfilter sind schon eine wirksame Sache, aber nur an PN und Emissionsnebeln die O-III und H-Beta strahlen. H-Alpha siehst du mit dunkeladaptiertem Auge nicht. Ein weicher O-III oder UHC nimmt H-Beta noch mit und dämpft die Sterne nicht so stark. Für maximale Wirkung ein harter O-III.

Für den Mond tuts ein Neutralfilter ND 1,3 beim 12" und ND 0,9 beim 8" so in etwa, oder zwei Polfilter zum Verdrehen.

lg Tommy
 
Zitat von michi73:
...Ich denke, es soll eine Gitterrohr-Ausführung werden, einerseits wegen des Transports, andererseits wegen der geringeren Windanfälligkeit... MfG
Michael

Hallo Michael,

Das Argument mit der Windanfälligkeit interpretiere ich so, dass du den Giterrohr-Dob "nackt" lassen möchtest.
Hierbei verschenkt man meines Erachtens einiges an Kontrast aufgrund des Streulichtes. So ein Lichtschutz hat schon seinen Sinn, es sei denn, du hast einen so dunklen Standort, dass du deine Füsse nicht mehr sehen kannst. Beim Beobachten im Winter wenn der Schnee zusätzlich für "Helligkeit" sorgt macht sich das extrem störend bemerkbar.

Viele Grüsse, Gerold
 
Hallo Michael,

wenn es kein Transportproblem gibt hat ein Volltubus erhebliche Vorteile. Ein 8" Volltubus wäre unter den Rahmenbedingungen die Du schilderst, wohl kein Problem.
Der Vorteil eines Volltubus liegt im Streu- und Störlichtschutz, im Schutz vor "Beobachterseeing" und vor Schmutz, sowie in der leichten Optimierbarkeit auf gute Hochvergrößerungsleistung durch thermische Beherrschung.
Einen Flextube oder Ähnliches würde ich zumindest mit einer guten "Socke" im offenen Bereich versehen und mit einer funktionierenden saugenden Lüftung hinter dem HS ausstatten.

Wenn Du ein 31er Nagler und das Speers-Zoom als Eckpunkte setzt, ist das ganz sicher Top.
Dazwischen würde ich anfangs vorsichtiger operieren und ein wenig auf die ersten eigenen Erfahrungen warten, denn da können sich aus den dann erkannten Bedürfnissen etwas andere Brennweiten ergeben.
Mancher kommt dann z.B. durchaus mit dem Sprung von 31 mm auf ca. 17 mm Okularbrennweite ein Leben lang klar und ich persönlich, aus meinen(!) Gewohnheiten heraus, sehe in Deiner Liste ein Loch zwischen 12 mm und 8 mm Brennweite.
Ich halte eine enge Staffelung im Bereich mittlerer und hoher Vergrößerungen für wichtig.

Du sprichst Nebelfilter an. Ein harter O III, wie der z.B. Baader oder der Thousant Oaks und ein guter UHC, z.B. Lumicon oder Astronomic sind wünschenswerte und sehr gute Optionen, die eine ganze Objektklasse neu erschließen.
Da kommt dann verstärkt die angewendete AP zum Tragen und wenn Dich diese nebligen Objekte ein Mal in ihren Bann geschlagen haben, kommt noch ein "weicher" O III und ein Hß dazu.
Das führt eventuell sogar bis zu einem Umdenken bei den langbrennweitigen Okularen, was dann bei Deinem Qualitätsanspruch gut auf ein zusätzliches 35er oder gar 41er Panoptic hinauslaufen könnte, wobei dann das Nagler besser ein 26er wäre.

Die Liste ist okay, gar keine Frage, nur es kann sich halt im Laufe der Praxis durchaus etwas anderes ergeben.

Ich habe z.B. am 8" F/6 einen ernsthaft überlegten Start mit folgenden Brennweiten hingelegt: 30 mm, 17 mm, 10 mm und 8-5 mm und wirklich hervorragende Beobachtungen machen können. Ausgangspunkt der Überlegungen war ein vorherrschend vorgefundene Himmelsqualität zwischen 5 und +6 Mag.
Dann kamen die oben genannten Filterchen, die Vorliebe für zarte Emmisssionsnebelschleier und der (eventuell etwas überzogene) Wille, für alle Beobachtungseventualitäten gerüstet zu sein.
Im Ergebnis ist meine Brennweitenstaffel: 38, 28, 22, 16/11, 10/8, 7-3,5.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Hi Michael

Deinen Ausführungen entnehme ich dass da ein erhebliches Budget im Raum steht. Damit hast Du prinzipiell erst mal sehr viele Möglichkeiten.
Einen Gitterohrdobson kann grade aus Transportgründen prima nehmen. Je weniger Gewicht das Gerät hat umso eher überwindet man den Schweinehund das Scope auch wirklich zu verwenden, nach meiner Erfahrung.
Hast Du denn schon Erfahrungen wie der Himmel mit Telesokopen aussieht? Aufgrund des Budgets, könnte man auch durchaus über 10 oder gar 12" nachdenken, da sich an dern Okularen auch noch was sparen ließe.
Die Typ 4 Nagler sind am schnelleren Gerät nicht ganz so gut. Evtwas preiswerter lassen sich ge Brennweiten mit Speerswaler oder ggf. LVW bestücken um die Mehrkosten für größeres Gerät zu kompensieren ohne dass Okularseitig ein wesentlicher Nachteil erkauft wird.

CS
 
Hallo Chris, Klaus, Tommy, Gerold, Günther und Antares,


nach nur einem Tag schon so viele Antworten! Vielen Dank an Euch alle! Das hilft mir schon mal sehr.

Ich möchte mich bzgl. Öffnung ja nochmal steigern können und nicht gleich mit einem 12"-Monster beginnen ;-) Deshalb glaube ich, bei 8", vielleicht maximal 10" vorerst gut aufgehoben zu sein. Schon 8" bedeuten für mich "von 0 auf 100". Ansonsten fasse ich aus Euren Antworten mal stichwortartig zusammen:


Pro Volltubus:
+ schnellere Montage am Einsatzort
+ besserer Schutz vor Streu- und Störlicht (ohne zusätzliches Zubehör wie Streulichtschutz)
+ besserer Schutz vor "Beobachter-Seeing" durch Atemluft
+ besserer Schutz vor Schmutz
+ leichte Optimierbarkeit auf gute Hochvergrößerungsleistung durch thermische Beherrschung
(@Günther: kannst Du letzteres bitte etwas erläutern)

Pro Gitterrohr:
+ bessere Transportabilität durch geringere Maße und Gewicht
+ platzsparender bei Lagerung
+ weniger windanfällig (nur ohne oft nötigen Streulichtschutz)
+ günstige Massenware mit automatischer Nachführung verfügbar (Skywatcher)
+ Binoansatz ohne Zubehör (Glaswegkorrektor) möglich (nur beim Skywatcher))

Verstehe ich es richtig, dass Volltuben generell wartungsärmer (Justage, Reinigung) sind? Beide Bauarten haben gute Argumente für sich. Eine Entscheidung fällt da wirklich nicht leicht...


Filter (gute Allround-Ausstattung):
- harter OIII 2" (Baader oder Thousand Oaks)
- UHC 2" (Lumicon oder Astronomik)
- Variabler Polfilter (z.B. Lumicon oder Baader)


Zubehör:
- Telrad + Deep Sky Reiseatlas
- Chesire Justierokular


Okularwahl:
- grundsätzlich ok
- 22mm am ehesten weglassen

@Günther und andere
Aufgrund der Einsteigertipps, die ich gelesen habe, habe ich geglaubt, auf den Bereich zwischen 8 und 12mm verzichten zu können. In diesem Zusammenhang: Vom Speers Waler Zoom 5-8mm liest man überall. Was ist denn mit dem 8,5-12mm? Taugt das nichts oder haben nur die wenigsten Leute Bedarf für so ein Okular? Wenn es mit dem oft sehr positiv bewerteten 5-8 vergleichbar ist, könnte eine günstigere und zugleich flexiblere Ausstattung doch so aussehen:
Speers Waler Zoom 5-8mm
Speers Waler Zoom 8,5-12mm
TeleVue Nagler 17mm Typ 4
TeleVue Nagler 31mm Typ 5

@Antares
Meine Erfahrungen würde ich als sehr begrenzt einschätzen. Das erwähnte Kaufhausteleskop halt. Ich dachte, dass die Nagler Typ4 auch bei > f/5 der qualitativ beste Kompromiss für ein grosses Gesichtsfeld bei gleichzeitig grossem Augenabstand sind. Die Vixen LVW haben zwar einen grossen Augenabstand von 20mm, liegen aber bei "nur" rund 60° Gesichtsfeld. Die Speers Waler liegen zwar bei rund 80° Gesichtsfeld, bieten aber bei den Modellen ab 9,4mm aufwärts nur 13mm Augenabstand.


MfG
Michael
 
Hallo Michael,

Zitat von michi73:
Pro Volltubus:.....
Pro Gitterrohr:....
Eine Entscheidung fällt da wirklich nicht leicht...

MfG
Michael

Ich glaube diese pro/contra Abwägung macht dir die Entscheidung nur unnötig schwer. Der pragmatische Ansatz wäre sich 8" bzw.10" in natura anzusehen und dann zu entscheiden ob der Volltubus für Dich transportabel ist.
Denn das ist das eigentliche Argument für einen Gitterrohrdob, dass man ein Gerät derselben Grösse als Volltubus nicht mehr bewältigt. Das Problem sehe ich bei 8" und 10" eher nicht, bei 12" schon eher und bei größeren Geräten deutlich.

Zitat von michi73:
+günstige Massenware mit automatischer Nachführung verfügbar (Skywatcher)

Du scheinst ein gutes Budget zu haben, da würde ich nicht nur beim Zubehör in "HighEnd", sondern auch beim Teleskop in Qualität investieren und ggf. das eine oder andere Okular später kaufen.
Viele Grüsse, Gerold
 
Hallo Michael,

meine Meinung (folgt) hat sich aus jahrelanger Erfahrung entwickelt aber man sollte sie nicht als "Gebetbuch" nehmen. Es gibt eben, was sehr gut ist, diese unterschiedlichen Vorlieben und Herangehensweisen.

1. Wenn schon den Sprung von 8" F/6 auf F/5, dann bitte gleich 12" oder mehr, mit allen Konsequenzen. 10" F/5 lohnt nicht.

2. Es kann sein, dass Du recht schnell mit wachsender Begeisterung beobachtest und dann steigen auch die Ansprüche. Da ist es nicht unbedingt zielführend, gleich die Öffnung zu steigern. Auch in der Beherrschung des Teleskops liegt viel Potenzial. Da steht die saubere Justierung ganz klar im Vordergrund, aber eben auch die mechanische und thermische Beherrschung des Teleskops ist, gerade im höheren Vergrößerungsbereich und an den Grenzen der Wahrnehmung (Details am Planeten), äußerst wichtig.
Da sind Volltuben besser zu handhaben als Gitterkonstruktionen.
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/619194/1
http://www.andysshotglass.com/Collimating.html
http://www.seeing1.de/2a_justage.html#offbe

3.Die Okularfrage kannst Du Dir letztlich nur selbst beantworten, denn Du wirst Vorlieben entwickeln und die können anders gelagert sein als Meine.
Das 8,5-12 mm Speers Zoom ist z.B. nicht schlechter als das 5-8 mm Zoom, es fehlt ihm aber, gerade am 8" F/6 der Vorteil, dass es bis in den Bereich der zuträglichen F.-Max hinein das Heranzoomen an die seeing- und objektangepasst sinnvolle Vergrößerung erlaubt.
An F/6 und schnelleren Teleskopen hat es ein relativ schmales Zoomband, in Vergrößerung ausgedrückt zw. 100 und 141fach.
Wenn ich jetzt vor Deiner Entscheidung stünde, würde meine Reihe 31, 17, 10, 8-5 mm sein, wobei auch schon beim 10 mm Okular ein Speers (9,7mm) passen kann. Dazu zumindest einer der genennten O III Filter. Den Rest kann man dann locker auf sich zukommen lassen.
Wenn Augenabstand ein Thema ist (Brille/Asti?) dann ist sowohl bei Naglern als auch bei Speers Vorsicht geboten. Je nach persönlichem Einbickverhalten liegt man das schnell bei 13 mm oder auch mal 2 mm weniger. Der Eine kann mit Brille das komplette Feld überblicken, der Andere klagt schon ohne Brille über Schwierigkeiten. Die überwiegende Mehrheit der Leute kommt aber sehr gut klar.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zitat von watkin:
8" Gitterrohr ist nur sinnvoll, wenn man sein Teleskope mit dem Fahrrad transportieren muss
Oder ihn ins Auto packen muß, in dem die Partnerin, zwei Katzen, Urlaubsgepäck und Lebensmittel für 3 Wochen Hüttenurlaub sowie Werkzeug transportiert werden müssen.
Es lohnt sich auf jeden Fall, solange man keinen festen Platz in einer eigenen Sternwarte hat.
Denn in der Wohnung muß er ja auch nicht gerade dauernd herumstehen. Klein verpackt läßt er sich doch besser verstauen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Michael

ein paar Anmerkungen:

Steigern ist gut, aber wenn es gleich geht, warum kleiner anfangen? Schau Dir das live an, und vor allem was Du siehst mit verschiedenen Größen und überlege dann.

Montage Volltubus - ist nur schneller wenn man denn Gitter zerlegen muß. Mein 12,5 z.B. paßt in meinen A3 zusammengebaut
Schmtz greift auch nicht wirklich. Das wird meist überbewertet.

Okuwahl: Eher das 17er weglassen und 22 nehmen
LVW haben 68 Grad nicht 60
Augenabstand Speers ist immer um 13mm auch beim Zoom. Wenn es da geht, dann gehts auch beim 13,4mm

CS
 
Hallo allerseits,

@Gerold
Ich denke, es müssen nicht gleich alle Ausrüstungsbereiche "HighEnd" sein. Ich will erstmal Erfahrung mit den verschiedenen Öffnungsgrößen und Bauarten sammeln. Was nützt mir der Highend-Dobson, wenn mich dann die manuelle Nachführung oder ständige Justierung nervt? Vielleicht lande ich doch irgendwann beim Refraktor auf Goto-Montierung, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Okulare und Filter könnte ich daran auch verwenden.
Ich werde es mir, wie von Dir vorgeschlagen, in Natura angucken und entscheide dann, ob Gitterrohr oder Volltubus. Letzteren bevorzuge ich mittlerweile aufgrund Eurer Empfehlungen, zumal ich entgegen einiger Meinungen nach wie vor mit 8" starten möchte.

@Günther
Vielen Dank für Deine Ausführungen und die sehr informativen Links zur Justierung und der Temperatur-Thematik! Mit der sehr ausführlichen Anleitung auf seeing1.de sollte es auch ein Anfänger hinbekommen.

@Antares & Günther
Eure Anregungen bzgl. Okularwahl werde ich berücksichtigen. Da Ihr meint (und habe ich das nun schon öfter gelesen), dass die Speers Waler eine deutlich kostengünstigere Alternative mit sehr geringen Abstrichen sind, tendiere ich nun hierzu:
Speers Waler Zoom 5-8mm
Speers Waler 9,4mm
Speers Waler 13,4mm
Speers Waler 17,0mm
TeleVue Nagler 31mm Typ 5

Beim 17mm bin ich mir nicht so sicher, da ich schon mehrfach gelesen habe, dass dieses im Gegensatz zu den anderen Speers Waler nicht so toll sein soll. Vielleicht wird es dann doch ein Nagler in 17 oder 22mm. Mal sehen, wie es Anfang nächsten Jahres mit dem Budget aussieht.


Auf jeden Fall nochmal vielen Dank für Eure Anregungen, die mir sehr weitergeholfen haben. Toller "Service"
hier im Forum, wie man ihn selten erlebt.

MfG
Michael
 
Hallo Michael,

das 17er Speers ist tatsächlich an F/6 bereits merklich randunscharf. Man kann bei dem großen Feld durchaus damit leben, aber....!

Das 8-5 mm mmm und das 9,4er sind für mich aus der Diskussion raus. Wenn Du es so machen kannst, ist das prima und tauglich für endgültige Besetzung.

Wenn Du nun 13,4 mm setzt, dann würde ich ohnehin zunächst kein 17mm nehmen sondern doch ein 22er LVW oder ein 20er Nagler (endgültige Besetzung) drüber setzen. Dann mal schauen, ob zwischen ~20 mm und 13,4 mm noch wirklich etwas fehlt.

Die andere Alternative wäre, von 9,4er auf 17 mm und zum 31er Nagler zu springen und dann zu schauen, ob in die beiden Zwischenräume noch etwas gesetzt werden muss.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi Michael

genau schau es Dir mal live - Du wirst den Unterschied zwischen 8 und 12 Zoll sehen und dann überlegen. Da bin ich fast sicher.

Mit den Speers machst nichts falsch - Hatte jahrelang die alte Verionen in Reihe 14, 10 und das Zoom.
Das 17er fällt in der Tat deutlich ab und ist außerdem zu nahe am 13,4er. Da brauchst wirklich mehr Abstand zum 13,4er eben deshalb die 22mm als grobe Richtung. Ich habe z.B. 20mm Nagler und dann 13er Ethos, vorher 22 LVW und 14er Speers. Dazwischen vermisse ich seit vielen Jahren nichts am schnellen Newton.

Anders wäre es vllt bei einem f/20 Gerät, aber darüber reden wir ja eh nicht.

CS
 
Hallo Michael,

ich hatte genau, wie du geplant, mit einem 8" Dobs (Volltubus) angefangen. Zwar hatte ich auch geträumt, von einem Hofheim Reisedobs, aber der Preis von knapp 1000.- hat mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Letztendlich ist es dann ein (gebrauchter) Galaxy D8 geworden.

Bei den Okularen hab ich lange überlegt, viel hier im Forum gelesen und mich beraten lassen. Das Ergebnis:

Übersicht: TSWA32 (zugegeben, nicht ganz randscharf aber aus Budget-Gründen ging das 35er Panoptik nicht mehr)
Dann das LVW22, damit beobachte ich sehr gerne!
Speers 13,4 auch sehr gut
und das Speers Zoom 5-8, allerdings ist das mit den 84° für mich eher Werbepropaganda, man kann das Gesichtsfeld nicht einfach überblicken, man muss "um die Ecke gucken" will man nicht nur das Zentrum sehen. Jedenfalls geht es mir so. Heute würde ich es vielleicht etwas anders machen.
Ja,und ich weiß, zwischen 8 und 13,4 klafft eine Lücke, die ich irgendwann mal noch schließen werde. Aber im Großen und ganzen bin ich mit dem Set ganz zufrieden und werde noch lange Spaß daran haben :-)


Grüße, Alexander
 
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