Bitte um Begutachtung - Planung Betonsockel

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Reimer22

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Hallo Zusammen,

ich plane demnächst einen Betonsockel als Basis für eine Stahlsäule + Montierung + Teleskop zu gießen. Ich habe einiges recherchiert (diverse Selbstbauprojekte), aber selbst keine praktische Erfahrung. Da ich kein Handwerker bin, wollte ich sicher gehen, dass ich auch nichts übersehen habe oder einen Fehler mache. Ich habe einfach etwas Respekt davor und falls es schief geht habe ich 1 Tonne unnützen Beton im Garten vergraben. Daher wollte ich bitten, dass sich diejenigen, die sich damit auskennen meine Planung anzusehen, ob sie so ok ist und mir die eine oder andere Frage zu beantworten. Dafür im Voraus vielen herzlichen Dank!

Anforderungen:

Der Sockel soll eine Stahlsäule mit einer Gesamthöhe von 90 cm, eine EQ6 und ein GSO 200mm F5 tragen. Da man so etwas nicht jedes Jahr baut soll er aber so ausgelegt sein, dass er evtl. auch etwas schwereres Gerät tragen kann. Der Sockel soll 20 cm unterhalb der Erdoberfläche enden, so dass nur die Stahlsäule aus dem Boden ragt.

Bodenbeschaffenheit:
So weit mir bekannt ist (von einem Terassenbau vor einigen Jahren) besteht der Untergrund aus eher lehmigen Boden. Je tiefer man kommt desto häufiger findet man vereinzelte Steine, aber man trifft weder auf Sand noch auf Fels.


Planung:

1. Größe des Sockels:
Zur Größe des Sockels habe ich die unterschiedlichsten Meinung/ Umsetzungen gefunden. Während manche sich mit einem Sockel von 90l Volumen begnügen, habe ich auch schon gelesen, dass man auf keinen Fall kleiner als 1m x 1m x 1m bauen sollte.

Aktuell habe ich geplant den Sockel 80cm x 80 cm x 80cm zu bauen. Ist dies ausreichend oder evtl. sogar Overkill?

2. Unterbau
Ich habe gelesen, dass unter einen solchen Betonsockel unbedingt eine Kiesschicht angelegt werden soll. Ich habe daher vor eine ca. 20cm starke und festgestampfte Kiesschicht einzubringen. Sind 20 cm ok? Und welche Körnung sollte der Kies haben?

3. Art des Betons / Armierung
Ich möchte nach Möglichkeit vermeiden den Beton komplett zu mischen. Ich wollte etwas nehmen, dass man nur mit Wasser anrühren muss - auch wenn dies etwas teuerer ist. Im Baumarkt wurde mir Estrichbeton empfohlen. Die Druckfestigkeit wird mit C25 angegeben. Mir sagt diese Zahl nichts. Ist diese Art von Beton in Ordnung?
Ein Sack (40kg) wird mit 4l Wasser angerührt. Weiß jemand wie flüssig der Beton dann ist? Es geht darum, dass ich alle 10 cm eine Matte Baustahlgitter einlegen will. Muss ich damit rechnen, dass die Matte im Beton einsinkt, wenn ich sie in frischen Beton lege?

Die Stahlmatte wird so gross gewählt, dass sie mindesten mit 5 cm Beton umschlossen wird.

Verschalung
Da es wohl recht schwierig werden würde ein 80 x 80 und 120 cm tiefes Loch zu graben, wollte ich zunächst ein etwas größeres 120 cm tiefes Loch ausheben (ca. 1m x 1m oder wie groß auch immer es sein muss um es auszuschaufeln zu können). Dann würde ich die 20 cm Kiesschicht einbringen und den Kies feststampfen. Auf den Kies setze ich dann eine zusammengeschraubte Verschalung aus Spanholz. Meine Frage hierzu: Ist es ein Problem, wenn ich diese Verschalung nach dem Giessen des Betonsockels einfach im Boden lasse? (Irgendwann wird sie ja verrotten). Dies wäre insofern praktisch, dass ich dann den Raum um die Schalung gleich mit Erde auffüllen könnte und ich keine Angst haben muss, dass mir die Schalung beim Giessen durchbricht.

Vielen Dank für eure Hilfe und schöne Grüße

Reinhard
 
Hallo Andreas,

danke für Deinen Link. Diese Variante würde den Aufwand natürlich erheblich reduzieren - ich weiss aber noch nicht ob ich mich das so traue :) . Ich schlafe noch mal ein zwei Nächte drüber bevor ich mich ans Werk mache.

Schöne Grüsse

Reinhard
 
Hallo Reinhard,

2. Unterbau
Ich habe gelesen, dass unter einen solchen Betonsockel unbedingt eine Kiesschicht angelegt werden soll. Ich habe daher vor eine ca. 20cm starke und festgestampfte Kiesschicht einzubringen. Sind 20 cm ok? Und welche Körnung sollte der Kies haben?

Bei tonig/schluffigen Untergrund würde ich unterhalb des Betonsockels auf jeden Fall 20-30cm Frostschutzkies 0/32 einbauen und gut verdichten (Frostschutzkies primär wegen der guten Verdichtbarkeit).

Der Sockel wiegt ja einiges (0,8x0,8x0,8m³ ca. ne Tonne) und bei tonig/schluffigen Untergrund könnte es passieren (muss aber nicht), dass du evtl. Setzungen bekommst, ungünstigster Weise ungleichmäßig => Säule schief im laufe der Zeit.

3. Art des Betons / Armierung
Ich möchte nach Möglichkeit vermeiden den Beton komplett zu mischen. Ich wollte etwas nehmen, dass man nur mit Wasser anrühren muss - auch wenn dies etwas teuerer ist. Im Baumarkt wurde mir Estrichbeton empfohlen. Die Druckfestigkeit wird mit C25 angegeben. Mir sagt diese Zahl nichts. Ist diese Art von Beton in Ordnung?
Ein Sack (40kg) wird mit 4l Wasser angerührt. Weiß jemand wie flüssig der Beton dann ist? Es geht darum, dass ich alle 10 cm eine Matte Baustahlgitter einlegen will. Muss ich damit rechnen, dass die Matte im Beton einsinkt, wenn ich sie in frischen Beton lege?

Die Stahlmatte wird so gross gewählt, dass sie mindesten mit 5 cm Beton umschlossen wird.

Estrichbeton würde ich nicht nehmen (geht aber mit Sicherheit auch), da gibts doch auch Fertigbeton mit etwas größeren Gesteinskörnungen drin. Die Druckfestigkeit C25 ist eigentlich egal, geringere wie C15 wirds fast nicht geben.

Mit 4 Liter Wasser auf 40kg Fertigbetongemisch wird der sicherlich sehr steif sein, also keine Probleme mit dem Versinken der Baustahlmatte. Die 5cm Betonüberdeckung sind auch ok, im Hochbau sinds glaub ich nur 2-3cm, und bei mir im Wasserbau mind. 5cm.

Verschalung
Da es wohl recht schwierig werden würde ein 80 x 80 und 120 cm tiefes Loch zu graben, wollte ich zunächst ein etwas größeres 120 cm tiefes Loch ausheben (ca. 1m x 1m oder wie groß auch immer es sein muss um es auszuschaufeln zu können). Dann würde ich die 20 cm Kiesschicht einbringen und den Kies feststampfen. Auf den Kies setze ich dann eine zusammengeschraubte Verschalung aus Spanholz. Meine Frage hierzu: Ist es ein Problem, wenn ich diese Verschalung nach dem Giessen des Betonsockels einfach im Boden lasse? (Irgendwann wird sie ja verrotten). Dies wäre insofern praktisch, dass ich dann den Raum um die Schalung gleich mit Erde auffüllen könnte und ich keine Angst haben muss, dass mir die Schalung beim Giessen durchbricht.

Nur als kleiner Hinweis, die Schalung sollte schon so stark sein, dass der Frischbetondruck diese nicht zerbricht und dir das ganze Loch vollläuft bevor du genügend Erdreich in den Zwischenraum gefüllt hast (also immer schön gegen das Erdreich abstützen!).
Das ganze sollte auch auf einmal betoniert werden sonst hast horizontale Arbeitsfugen und da kann ggf. im Winter Wasser gefrieren und dir hebts den Sockel hoch.
;-)
 
Hi miteinander,
Warum eine Schalung?!
Der Betonsockel MUSS auf jeden fall eine Verbindung mit dem Erdreich
haben, sonst bringt der ganze Sockel nichts.

Ich habe auch noch nie gesehen, das bei Betonstützen (z. B. beim Häuserbau) Kies als Grundierung eingefüllt wird.

Beton nicht zu nass und nicht zu trocken. Fast wie Milchreis (ohne Zimt und Zucker)
:-)


Gruß
Christian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Christian,

wie kommst du auf

Der Betonsockel MUSS auf jeden fall eine Verbindung mit dem Erdreich
haben, sonst bringt der ganze Sockel nichts.
???
Erklär mal wieso das so sein sollte bzw. wer dir sowas erzählt.

Bei einer Betonsäule für ne Montierung braucht man auch keine Schalung, wir reden hier ja von keinen großen Lasten. Ich würde es halt machen, damit ich definierte Kanten habe.

Bei bindigem Boden ist es auch kein Problem bis ca. 1m senkrecht zu graben (ich glaube der Arbeitsschutz läßt eine freie Böschung von 1,25m zu), aber wenn du z.B. direkt unter der Grasnarbe (so ab 15-20cm unter dem Urgelände) locker gelagertes kiesiges Material anstehen hast, dann wirds schwierig.
Da stellt sich eine um einiges flachere Böschung ein (das Material "rollt" dir einfach weg wenn es zu feucht oder zu trocken ist), da kannst dann entweder alles mit Beton verfüllen oder eben abschalen.
Kann man auch gut beobachten wenn man mal an größeren Erdbaustellen vorbei fährt.
Die Erdhaufen, wo der ganze Oberboden (inkl. Gras usw.) liegt, ist viel steiler geböscht als ein Sand- oder Kieshaufen.

Und wer macht sowas

...noch nie gesehen, das bei Betonstützen (z. B. beim Häuserbau) Kies als Grundierung eingefüllt wird.

Wenn du eine Säule/Stütze mit kleinem Querschnitt auf "gewachsenen Boden" bzw. bindigen Boden mit hohem Anteil an Ton/Schluff (folglich hoher Anteil an Wasser) stellst und diese belastest, dann wirst du feststellen, dass bis zu dem Punkt, an dem sich ein Kräftegleichgewicht (auf der einen Seite das Eigengewicht und die Last auf der Säule auf der anderen die Mantelreibung und der vertikale Erddruck) einstellt, die Säule/Stütze einsackt.
 
Hi,
Okay das mit der Schalung habe ich falsch verstanden.
Sorry.
Da mein Betonsockel ca. 20cm unterhab der Grasnarbe
endet, habe ich ein PVC Rohr um die Seule gelegt.
Und das ganze mit hübschen Granitsplit ausgefüllt.
Ich kann Dir davon gern ein Bild senden.

Gruß
Christian
 
Hallo Alex, hallo Christian,

vielen Dank für eure Rückmeldung!

Fertigbeton mit Kieskörnung habe ich leider keinen in meinem lokalen Baumarkt gefunden. Ich werde mich noch mal umsehen. Oder meinst Du mit "Fertigbeton" etwas das schon fertig geliefert wird? Das würde nicht in Frage kommen da die Stelle wo der Sockel hinkommen soll nicht mit einem Fahrzeug zugänglich ist. Ich wollte daher etwas das ich selber (nur mit Wasser) anmischen kann.

Guter Hinweis den Sockel auf einmal zu giessen. An sich sollte ich dies hinkriegen. Allerdings wird zunächst oben in der Mitte ein ca. 40x40x10 cm Stück frei bleiben müssen, da ich noch nicht die Unterkonstruktion für die Stahlsäulenhalterung habe.
Soll ich dann noch lieber warten bis sie da ist?

Den Sockel werde ich mit einer Schalung herstellen. So weiss ich auch genau wieviel Beton ich brauche.
Hierzu noch eine letzte Frage. Kann ich die Schalung (Spanholz) einfach im Boden lassen oder muss sie nach dem Aushärten entfernt werden? Wenn sie nämlich drin bleiben kann, dann kann ich nach dem Ausrichten der Schalung den Raum zwischen Schalung und Erdreich gleich wieder zuschütten und ich muss auch keine Angst haben dass mir das Ding kaputt geht.

Danke für die Hilfe und schöne Grüsse

Reinhard

 
Hallo Reinhard,

mit Fertigbeton meinte ich das gleiche wie den Fertigestrich, nur halt mit etwas größerer Körnung. Dachte ich hätte letztes mal bei uns im Baumarkt soetwas wie "Gartenbaubeton" fertig in Säcken gesehen, nur Wasser dazu und gut ist es.

Wie willst du den Beton mischen?
Ich habe mir mal bei einer solchen Aktion ne Bohrmaschiene mit Mischaufsatz kaputt gemacht.

Ich würde, wenn möglich, alles miteinander auf einmal betonieren.

Die Schalung kann klar drin bleiben, verottet halt irgendwann.
 
Hallo Reinhard,
Zitat von alexw231:
Die Schalung kann klar drin bleiben, verottet halt irgendwann.
die Schalung muss nach der Durchhärtung(mind. 3 Tage) des Betons wieder raus! Danach den verbliebenen Hohlraum mit dem Aushubmaterial wieder auffüllen.
Sonst entsteht nach dem Verrotten der Schalung rund um den Betonsockel ein Hohlraum und der Sockel kippt im schlimmsten Fall zur Seite.
 
Hallo Werner,

wie kommst du darauf, dass die Standfestigkeit des Sockels mit dem Erdreich nebendran zu tun hat?

Jeglicher Nachweis der Tragfähigkeit und der Gebrauchstauglichkeit wird mit dem direkt unter dem Bauwerk befindlichen Material geführt (zumindest in meiner Studienzeit, evtl. hat sich da wie im Stahlbetonbau seitdem etwas geändert, aber an den Grundsätzen mit Sicherheit nicht).
Deshalb wird normalerweise unter jedem Bauwerk eine gut verdichtbare und lastabtragende Schicht wie beispielsweise Frostschutzkies eingebaut.
Bei z.B. Winkelstützmauern muss ich natürlich den Erdruck auf der "hohen" Seite berücksichtigen.

Es gibt den Begriff der "verlorenen Schalung", und genau das ist es im Endeffekt.
Es wird sich wahrscheinlich irgendwann ein Spalt neben dem Sockel bilden, aber verkippen tut der wegen dem Spalt mit Sicherheit nicht, eher weil unter dem Bauwerk etwas nachgibt.

 
Hallo Alex, hallo Werner,

ich werde wie empfohlen den Beton mit der Kiesbeimischung nehmen (habe einen Händler gefunden).

Daß die Schalung irgendwann verottet und dann das Ganz instabil wird war genau meine Befürchtung. Aber es erscheint mir plausibel was Alex sagt - Wenn es unten nicht wegsackt, wieso soll es dann zur Seite kippen? Und wenn der Untergrund nicht stabil ist, wird die Seite (mit Erde aufgefüllt) es auch nicht halten.

So jetzt muss nächste Woche nur noch das Wetter mitspielen.

Vielen lieben Dank für euren Support.

Schöne Grüße

Reinhard
 
Hallo Alex,
Zitat von alexw231:
wie kommst du darauf, dass die Standfestigkeit des Sockels mit dem Erdreich nebendran zu tun hat?
Es gibt den Begriff der "verlorenen Schalung", und genau das ist es im Endeffekt.
und das gilt deiner Meingung nach auch für einen Betonsockel von 0,8m x 0,8m x1,2m mit oben angeschraubten Rohr/Flansch mit ca. 0,9m Höhe + Montierung + Teleskop? Mit so hohem Schwerpunkt?

Ich würde das nicht so probieren...

NB: Allerdings erschließt sich mir nicht, warum die Schalung nach der Durchhärtung des Betons nicht auch entfernt werden könnte?


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin,

Wenn die Schalung nur aus 20mm Kiefernlatten besteht, die seitlich vom Erdreich gestützt werden, wird sich beim verrotten des Holzes das Erdreich von der Seite an den Sockel legen und den Spalt schließen. Erdreich ist an sich immer in Bewegung. Deshalb baut man ja das Fundament.
Da würde ich mir wegen eines kippenden Betonklotzes überhaupt keine Gedanke machen.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Werner,

und das gilt deiner Meingung nach auch für einen Betonsockel von 0,8m x 0,8m x1,2m mit oben angeschraubten Rohr/Flansch mit ca. 0,9m Höhe + Montierung + Teleskop? Mit so hohem Schwerpunkt?

Überleg mal:
0,8m x 0,8m x1,2m = 0,77m³
Ergibt bei einem durchschnittlichen Gewicht von Beton ca. 2.400 kg/m³ ca. 1.800kg für den Sockel. Da liegt dann als Beispiel ein Audi Q5 komprimiert auf 0,8x0,8x1,2m³ (Länge x Breite x Tiefe) im Boden...

Der Schwerpunkt (ohne Aufbauten) liegt dann 60cm unter der Betonoberkante (genau in der Mitte).

Meinst du wirklich, dass die Säule, Montierung und Teleskop den Schwerpunkt so verschieben, dass der Sockel kippen könnte?
Ich glaube das nicht.

Nimm doch mal einen größeren Sonnenschirmständer wie z.B. DIESEN .
Da musst du schon ordentlich in 1m Höhe dran ziehen, um das Teil zu kippen.

Dann müssten auch unterkellerte Häuser umkippen...

Glaub mir, rechnerisch wird im Normalfall nur der Bereich senkrecht unter dem Bauwerk betrachtet.
Deshalb ist es wichtig diesen Bereich eben zu machen und gut zu verdichten. Da man Erdreich nicht gut verdichten kann, baut man eben eine Schicht unter das Bauwerk die dies bewerkstelligt wie beispielsweise Kies.

Wenn dem so wäre, dass man den Zwischenraum auffüllen müsste, ist aber normales Erdreich (z.B. Oberboden mit Grasnarbe) mit Abstand das schlechteste Mittel der Wahl.
Bodenmaterial mit hohem Anteil an Ton/Schluff (bindiges Material) hat auch einen hohen Wasseranteil. Solches Material lässt sich eigentlich gar nicht vernünftig verdichten.

Wenn du dann mit Kies verfüllst und diesen gut verdichtest verlagert sich das Problem von der Fuge Beton->Kies zur Fuge Kies->Erdreich.
Wenn sich jetzt der Sockel zur Seite bewegen würde, drückt es den gut verdichteten Kies in den weichen Boden nebendran.

Nimm eine Hand voll Kies und drücke diesen zusammen und im Vergleich dazu normales Erdreich. Dann siehst genau was ich mit meiner Ausführung oben meine.

NB: Allerdings erschließt sich mir nicht, warum die Schalung nach der Durchhärtung des Betons nicht auch entfernt werden könnte?

Muss man auch nicht, Reinhard will gleich nach dem Betonieren den Zwischenraum verfüllen.
Und wie Marcus schon schreibt, nach einiger Zeit wird sich ein Spalt von selber schließen. Das Holz verrottet ja auch nicht von jetzt auf gleich sondern es dauert Monate.

NB: Ich bin Bauingenieur der zudem auch noch im Bereich Wasserbau, Tiefbau, Spezialtiefbau arbeitet und versteh eigentlich schon etwas von der Materie...
 
Hallo Zusammen,

das Loch ist nun ausgehoben und ich habe eben die erste Ladung Kies besorgt.

Ich habe wie von Alex empfohlen 0/32 Frostschutzkies verlangt. "Frostschutzkies" war den Baustoffhändler kein Begriff aber 0/32 Kies. Er hat mir nun diesen hier gegeben (sie Anhang) und ich bin nun unsicher, ob es auch der richtige ist, da ich mit etwas viel Feinerem gerechnet habe.


Ich habe letztes Jahr bei Freunden beim Bau einer Holz-Terrasse geholfen. Als Untergrund haben sie auch Kies verwendet - aber der war viel feiner - eben einen dem man noch gut verdichten muss.

Kann mir bitte jemand sagen, ob der Kies der auf dem Bild zu sehen ist, als Untergrund für einen Betonsockel geeignet ist.

Vielen lieben Dank und schöne Grüße

Reinhard
 

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Hallo Reinhard.

Auf den ersten Blick würde ich sagen dass es 32ger Zierkies
ist. Als Beton völlig ungeeignet. Dem fehlen die Feinanteile.
Sag dem Baustoffhändler du möchtest Beton machen.
Teile ihm mit, wie groß der Klotz werden soll und er sagt
dir wie viel Tonnen Kies 0-32 und wie viel Sack Zement du
benötigst. Pampe anrühren, paar 8ter Eisen kreuz und quer,
10ner Anschlusseisen für die Säule reinstecken und fertig.
14 Tage später steckst du ein 200ter HT Rohr über die
Anschlusseisen. Ausrichten, Beton rein, Adapterplatte mit
Anschlusseisen in den frischen Beton, 14 Tage warten.
Teleskop montieren, ausrichten, Spass haben.
Das war eine Kurzanleitung.
Man kann sich das Leben auch schwer machen. ;) ;)
Muss aber nicht sein. :pfeif: :pfeif:

Gruß Anton.

Sehe grad, dass du eine Stahlsäule drauf machen willst.
Dann nach dem betonieren keine Anschlusseisen stecken.
Beton gerade abziehen, im Bereich der Säule gerade und
zu den Seiten mit Gefälle damit Regenwasser ablaufen kann
und die Säule nicht so Rostanfällig ist.
3 Wochen später Säule drauf, und gut ist.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Reinhard,
Dein Baustoffhändler sollte den Beruf wechseln.
So muss das aussehen: http://ksmzentrale.kiespreise-berlin.de/Kies-0-32mm-gesiebt-lose
Die beiden Zahlen stehen dabei für die Körnung.

Was Du da bekommen hast, ist Kies 16/32, als Fundament leider völlig ungeeignet, da nicht verdichtbar.

@ Anton: der Kies soll als Tragschicht drunter, nicht in den Beton rein.
 
Hallo Ralf.

Ach soooo.
Trotzdem kann man sich bei solch einem Objekt das Leben
schwer machen.
Gott hat nicht lange nachgedacht, und es war gut.
Nur beim Menschen hätte er länger planen dürfen. ;) ;)

Gruß Anton.
 
Hallo Ralf, hallo Anton,

vielen Dank für eure Antworten!

@Ralf: das was auf dem Link von Dir zu sehen ist, scheint mir schon eher geeignet. Das sieht tatsächlich so aus als könnte man es verdichten.
Ich habe einfach nicht gewusst, was die Bezeichnung 0/32 bedeutet. Nachdem ich das Bild gesehen habe, ist es mir auch klar (und auch etwas peinlich, denn da hätte ich schon drauf kommen können).
Aber ich dachte es reicht, wenn ich die Bezeichnung im Fachhandel nenne, dass ich dann auch das richtige bekomme. Zumal ich auch noch erklärt habe wofür ich es brauche und ich mir dort auch einen Handstampfer zum Verdichten ausgeliehen habe.
Super, dass Du mir so schnell geantwortet hast. Nochmals tausend Dank!

@Anton: für mich ist das einfach ein schweres Projekt. Ich habe einfach keine wirkliche Ahnung (außer dem was ich mir angelesen habe) was ich da mache.
Von daher kann es schon sein, dass einige meiner Fragen etwas seltsam erscheinen. Aber ich habe einfach etwas Manschetten, dass etwas schief geht.
Ich meine, wenn ich eine Holzkiste für meine Montierung bastele und es wird nichts, dann werfe ich die Kiste einfach weg - aber was macht man mit einer Tonne unnützen Beton im Garten?
Ich habe wirklich vor nur diesen einen Sockel zu machen - und dann möchte ich zumindest die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass es was wird und auch einige Zeit hält.


Von daher bin ich schon froh über den sehr hilfreichen Input in diesem Forum.

Viele liebe Grüße

Reinhard


 
Hallo Reinhard,

...Aber ich dachte es reicht, wenn ich die Bezeichnung im Fachhandel nenne, dass ich dann auch das richtige bekomme. ...

Sollte man meinen, ich wurde aber vor kurzem auch eines besseren belehrt.


...Ich meine, wenn ich eine Holzkiste für meine Montierung bastele und es wird nichts, dann werfe ich die Kiste einfach weg - aber was macht man mit einer Tonne unnützen Beton im Garten? ...

Deshalb lass die Oberkante des Sockels etwa 10cm, besser 15-20cm unter dem Gelände. Dann kannst du, falls die Säule nicht mehr gebraucht wird, einfach die Säule abschrauben, bissl Erde drauf und Gras über die Sache wachsen lassen.
;)

Hier mal als Beispiel wenn man eine deutsche Fachfirma beauftragt, eine Ufermauer nach der ZTV-W LB 215 herzustellen. Als in meinem Beisein die Schalung entfernt wurde, war mein erster Schritt, nach dem Schreikrampf ein Betoninstandsetzungskonzept anzufordern, am liebsten hätte ich den ganzen Sch...ß wieder abreißen lassen, unglaublich was die als ausreichend sehen...
 

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Hallo Alex.

Du hast Reinhard geraten, wenn die Säule nicht mehr gebraucht
wird, Säule weg, Erde drauf und Gras drüber wachsen.
Ich habe 2 Stahlösen mit einbetoniert und krummgebogen.
Der Landwirt der den Acker hinter meinem Grundstück
bewirtschaftet, will dann mit der Treckergabel den Klotz
raus heben und für Irgendwas weiter verwenden.
Er wartet schon drauf dass ich mit `nem Rollator am Zaun
stehe und sag : jetzt kannst ihn haben, zieh mal raus.
(Der will ihn doch wohl nicht im Bieteboard verscherbeln) ;) ;)

Gruß Anton.
 
Moin,
Zitat von AntonBoettcher:
Der Landwirt der den Acker hinter meinem Grundstück
bewirtschaftet, will dann mit der Treckergabel den Klotz
raus heben und für Irgendwas weiter verwenden.

...dass ich nicht lache; wenn Du keinen Torfboden oder ähnlich lockeres Material rund um den Klotz hast, möchte ich bitte dabeisein.
Ich kenne ja die Abmessungen nicht, aber der Klotz samt Säule, der heute noch bei meinen Eltern im Garten steht (ca 1,8 Kubikmeter), benötigt einen Kran, der in die schmale Wohnstrasse gar nicht reinkommt, um ihn zu entfernen, es sei denn, man legt ihn völlig frei.
Deshalb dient das Teil seit Ewigkeiten als Blumenampel :pfeif:

Gruß Claus
 
Moin,
das ist keine Betonsäule; na ja , aussen zumindest nicht.
Hatte damals mit Hilfe eines Freundes ein Stahlrohr mit 2 Schraubflanschen vom Schrotti geborgen; da Loch gebuddelt, Rohr samt div. Armierungs-, Sicherungs- und Halteeisen und einer Hilfskonstruktion oberhalb der Erdoberfläche in exakt Position gebracht und dann ds Loch (ohne Schalung) mit Beton verfüllt, wobei die Oberkante das Sockels under der Erdoberfläche liegt, so dass aussen nur die Stahlsäule sichtbar ist.
Dank anständiger orangener Grundierung und säuberlich aufgebrachtem Decklack rostet da auch nix weg. :biggrin:

Ein befreundeter Bauunternehmer hat sich das mal angesehen, mein Vater meinte recht naiv, Bagger oder LKW mit Kran auf die Strasse stellen und das Teil einfach nach oben rausziehen :totlach: :totlach2: :totlach:

Geschätztes Gewicht ca 4,5t, Entfernung von der Grundstücksgrenze gute 10m, da brauchts was anständiges, um das aus dem gewachsenen Boden zu reissen.

Gruß Claus
 
Hallo Claus.

Ich weiss nicht was ihr alle da in den Boden versenkt.
Mein Klotz ist 1,20m X 1,20m 3ocm hoch. Dann darauf
0,80m X 0,80m 30cm hoch. Darauf die Säule.
Der Untergrund war abgerüttelter Schotter. Angefüllt im
Umkreis von ca. 1,25m und auf dem Fundament 10cm
Vulkanschlacke.
Ich bin zufrieden. :biggrin: :biggrin:
Und man kann ja auch alles übertreiben. ;) ;)

Gruß Anton.
 
Moin,
der Bauunternehmer war ja auch schon beim Erstellen des Teils involviert, er meinte, mindestens Frosttiefe zu buddeln wäre sinnig, sonst könnte sich die mühsam und penibel ausgerichtete Säule durch Bodenfrost in der Lage verändern.
Na ja, die Grösse des Loches ergab sich dann, da ich ausreichend Platz zum Schaufeln brauchte; Bagger war im fertig angelegten Garten nicht willkommen ;)

Gruß Claus
 
Hallo Claus.

In sofern hab ich es einfacher gehabt.
Ich wollte meinen Garten umgestalten da er zum Feld stark
abfiel. Ich brauchte garnicht buddeln. Habe an der Grenze
L-Steine auf abgerüttelten Schotter gesetzt. Im Bereich der
Säule ebenso, Schotter für Säule und geplante Hütte.
Klotz für Säule Betoniert. Pflanzsteine für geplante Hütte
gesetzt. Dazwischen alles mit Lavaschlacke verfüllt und
Außen rum mit Mutterboden aufgefüllt. Somit liegt der Klotz
schon auf Frostschutztiefe und hat oben auch keinen Kontakt
zu den Lagerhölzern.
Irgendwo brauchen die Feldmäuse ja auch Lebendsraum ;) ;)
Und wenn auch das Fundament sich einseitg senkt, was solls.
Wofür sind Stellmuttern am Adapter.
Man hat ja sonst nichts zu tun, wenn seit Oktober kaum
Gelegenheit ist zum Beobachten. :D :D

Gruß Anton.
 
Zitat von Whynot:
[...] Bagger war im fertig angelegten Garten nicht willkommen ;)

Gruß Claus

Für solche Gelegenheiten lohnt es sich beim örtlichen Garten- & Landschaftsbauer anzufragen. Ab uns zu haben die Minibagger, die durch normale Türen passen. Mit Gummiketten und einer Filzbahn als Schutz für den Fußboden kannst Du damit quer durch's Haus fahren, ohne Dreck zu hinterlassen. So ist auch das befahren fertiger Gärten selten ein Problem.

http://www.hkl-baumaschinen.de/Marken-bei-HKL-BAUMASCHINEN/Yanmar/Minibagger/Yanmar-SV08RV.html
 
Moin,
das ganze ist 30 Jahre her;
da hatte nicht jeder Gartenbauer sowas rumstehen.

Gruß Claus
 
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