Bitte um Entscheidungshilfe

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas geman
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geman

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Hallo,

ich interessiere mich seit längerer Zeit für unseren Sternenhimmel und habe nun endlich beschlossen mir eine Ausstattung zu kaufen. Ich möchte gleich mit etwas vernünftigem beginnen, mit dem ich sowohl Deep Sky als auch Planeten gleichermaßen passabel betrachten kann.

In die engere Auswahl sind 2 Produkte gekommen:

Celestron
Mead

Astrofotographie ist im Moment noch nicht sooooo wichtig, könnte es aber werden. Ich möchte mir aber deswegen dann nicht extra ein neues Teleskop kaufen müssen.

Als Okular habe ich an folgendes gedacht:
Okular



Was meinen die Erfahrenen User dazu? Welches Teleskop ist besser? Das Mead oder Celestron. Was haltet ihr vom Okular?
Ist das "ACF" bei Mead sinnvoll? Das Celestron wäre ein "normales" SC. Sind beide für D.S. bzw. Planeten geeignet?
Was sollte ich mir evtl. neben Okular und Teleskop noch kaufen um gut ausgerüstet zu sein?
Welche Okulare könntet ihr mit empfehlen?

Bitte um Hilfe bzw. Tipps.

Danke!

Grüße
Manuel
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Manuel,

dann lies mal hier die Anfängererfahrungen mit einem SC/Goto System: KLICK
Der Thread ist ziemlich aktuell, da weiß Du also was da auf Dich zukommt. Klar kann man mit einem SC auch Deep Sky beobachten, ein Newton wird hier aber immer die Nase vorn haben.

 
Hallo Manuel,

mit dem Budget würde ich statt diesen "Röhrchen mit Tunnelblick" eher zu sowas hier greifen:

16" LightBridge

Oder wenn es mit etwas mehr Technikspielerei versehen sein soll:

Orion SkyQuest XX14i Intelli Scope

Bei diesen Geräten gibt es fürs gleiche Geld wesentlich mehr Öffnung, die man bei DeepSky und Planeten nie genug haben kann. Aber diese Geräte müssen ja nicht unbedingt Deine Präferenzen decken.

Schildere mal, welche Umstände Dich zu den SC-Optiken geführt haben. Geht es um Transportabilität, Goto, Aufstellplatz, etc....?
Solche Infos sind wichtig um eine brauchbare Empfehlung abzugeben.

Viele Grüße
Chris
 
Hallo, schonmal Danke für die Antworten.
Ich versuche mal das ganze auf den Punkt zu bringen:

Bezüglich Okular:
Ich habe ihn gewählt da er ein sehr großes Gesichtsfeld hat und einfach gute "Mittendringefühl" bewirken soll. Motto: „Nicht kleckern, klotzen“.

Ansonsten habe ich ehrlich gesagt nicht viel Ahnung welche Okulare man noch nehmen sollte.



Bezüglich SC-Optik:
Ich habe wirklich nicht gezielt nach SC Optiken gesucht.
Ich möchte ein Teleskop mit großer Öffnung, guter Qualität das sowohl für Planeten als auch DS gut zu gebrauchen ist und ich aufgrund der hohen Anschaffungskosten über einige Jahre nutzen kann. Ich will vermeiden erst ein "Anfängergerät" zu kaufen und dann nochmals Geld für ein "Fortgeschrittenes" Gerät ausgeben zu müssen. "Wenn schon, denn schon".

Ich würde gerne Beobachten UND mich nebenbei in die Materie einarbeiten. Nicht erst VORHER Wochen Literatur lesen müssen um überhaupt etwas in den Sucher zu bekommen, sondern wie geschrieben „gleichzeitig“. Deshalb fände ich GOTO passend für mich, da es mir hilft die Objekte am Himmel zu finden und ich Koordinaten einspeichern kann.

Die Montierung darf nicht wackeln. Sie muss geeignet sein sie auf einem Feldweg oder einer Wiese aufstellen zu können. Ich wohne am Stadtrand, habe viel „freie Fläche“ in der Umgebung zur Verfügung. Allerdings muss ich das Teleskop dort erst hintransportieren. Wenn ich mich dabei etwas „Anstrengen“ muss, kein Problem. Es soll zumindest vernünftig in den Kofferraum passen.
(Müsste man zu dem Dobson noch eine Montierung hinzukaufen?)

Am Anfang will ich „nur gucken“, vielleicht später mal Fotografieren.

Das Teleskop soll auf alle Fälle Spass machen und nicht nur Frust erzeugen.


Erfahrung habe ich in Sachen Teleskope noch keine. Ich fühle mich mit der Vielzahl an Varianten, Angeboten regelrecht erschlagen. Ich bin auf das LX90 von Meade gestoßen da es gut sein soll. Auf das CPC von Celestron da es das „Konkurrenzprodukt“ zum LX90 ist.

O.g. hört sich für die „alten Hasen“ sicher alles Naiv an, aber das ist der aktuelle Sachstand.
Schmerzgrenze inkl. Okulare, Zubehör, Teleskop liegt bei 2.500€ - 3.000€.

Welche Infos braucht ihr für gute Tipps noch?

Grüße
Manuel



 
Hallo Manuel,

hm... klingt alles nach viel gelesener Werbung und wenig eigentlicher Information.
Du solltest Kontakt zu anderen Sternfreunden suchen, vielleicht mal mit denen eine Nacht auf dem Acker verbringen und Geräte kennen lernen, vor dem eigenen Kauf.
Ansonsten gibt es nicht wenige Einsteigerseiten im Web. Zufällig... www.svenwienstein.de ... hab' ich auch eine geschrieben.

Wichig ist: Gibt es Vorstellungen, was gesehen werden soll? Mit welchen Details?
Wo wird beobachtet? Wie kommt das Teleskop da hin? Ist es da dunkel genug?
Was darf das ganze kosten?

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

man sollte gute Details der Planeten erkennen können.
Ich habe z.B. ein Buch über den Mars gelesen, würde mir die irrtümlichen "Marskanäle" gerne selbst ansehen, zumindest die Pole.
Die Ringe vom Saturn sind ein muss.
Ich möchte Farben erkennen können, nicht nur S/W.

Deine Seite kenne ich schon länger, für mich käme ein Teleskop von mindestens 200mm mit den von dir geschilderten Möglichkeiten in Frage. (Siehe in deiner Einsteigerecke "Was kann ich beobachten", 200mm). Freut mich übrigens dich mal "persönlich" im Web zu treffen.

Dunkel genug? Schwer zu sagen, die Stadt ist schon in der Nähe. Aber die perfekten Orte gibt es bei uns in der Region (Passau) sowieso nicht mehr.

Nachführen und Goto wären mir wichtig. Will nicht die ganze Zeit selbst korrigieren. Kosten max 3000€ mit allem Zubehör.

Gruß
Manuel

PS: Was meinst du mit viel gelesener Werbung? Hält der ganz oben von mir vorgeschlagene Okular nicht das was er vrspricht?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Manuel,

och, das Okular ist schon ganz schick - zu schick für den Start wenn man noch nicht weiß, ob man exakt dieses braucht. FÜr den Planetenbeobachter empfehlen sich andere Okulare und unter Umständen auch andere Teleskope. Es gibt viele Disziplinen für ein Okular. Dunkel sein muss es dafür auch nicht. Man kann Planeten sogar am Tag beobachten - mit Einschränkungen. Aber Passau, na, ich würde da mal nach Norden in die Berge denken, da wird es noch hübsch dunkel, meine ich. Naja, bis hinter B. Eisenstein ist es ein wenig weit, aber die Ecke Frauenau? Such Dir mal in der Ecke Leute, die kennen die dunklen Ecken. Für Planeten wie gesagt nicht, aber es fliegen ja noch andere Dinge im Universum rum.

Goto: Ich denke Du solltest neue Begriffe nicht erraten sondern nachschlagen. Goto heißt dass das Teleskop selbst Objekte aufsucht. Nachverfolgen tut auch eine viel günstigere Motorisierung selbst in nur einer Achse, und auch wenn man das von Hand macht, kann das noch akzeptabel sein, das muss man mal probiert haben, bevor man viel Geld ins Goto steckt. Mit einem Okular wirst Du nicht weit kommen. Drei Stück sind schon eine dürftige Mindestausstattung. Je nachdem. Die müssen aber nicht alle kosten wie ein Ethos. Viel hilft viel, fragt sich nur wobei. Der Preis macht's nicht allein. Lesen, fragen, lesen...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Manuel,

für Planeten ist die von dir genannt Kombi sicherlich nicht schlecht und Spaß wirst du aufgrund der Öffnung auch haben.
Aber das von dir genannte, einizge Okular hat ein effektives Gesichtsfeld am CPC925 von 0.5 - 0.6°. Das als einziges Okualr dürft Frust werden, wenn du DeepSky suchen und ansehen möchtest.
Am Planeten ginge auch mehr Vergrößerung, als mit den 13mm möglich ist.

Du brauchst mehr als ein Okular, um von der Übersicht in die mittleren und hohen Vergrößerungen zu kommen. So 3 - 4 sollten es wohl sein. Die gewiss nicht schlechten PanOptic & Nagler ergeben schon eine teure Reihe für den Anfang.

Aber größere Gesichtsfelder werden sich mit SC und verwandten Optiken aus dem Cassegrainbereich nicht hinbekommen lassen. Dafür ist die Brennweite zu lang. Der Vorteil liegt in der netten Handhabung für diese Öffnung.

Man könnte aber auch einen 8" Newton auf GoTo + Nachführung dagegen halten, was preiswerter und universeller ist.

Ein Dobson ist übrigens ein Newton auf einer Rockerbox montiert. Viel Öffnung für wenig Geld lautet hier die Maxime, aber GoTo kommt erst noch. Dobson und Fotografie passen nicht zusammen.

Wenn du dir alles vorführst, so kannst du entweder noch etwas Zeit damit verbringen dich zu bilden, um die bis zu 3000€ gezielt anzulegen oder zu holst das von dir vorgeschlagene Equipment (aber mit mehr als einem Okular und ein Ethos muss es wirklich nicht sein) und lernst nebenbei/parallel, ob's das Richtige für dich ist.

CS,
Stefan
 
Hallo Manuel,

Auch ich bin der Meinung mann soll nur ein einziges Mal kaufen, dafür aber richtig. Soviel zur Theorie.

Bin nun dennoch beim zweiten bzw. dritten Teleskop, wenn man das Zweitteleskop mitzählt. Denn nach gesammelter Erfahrung kommt zwangsläufig das nächste oder das Zweite. Was nicht heisst, dass man am Anfang billig kaufen soll.

Beim Thema Okulare: Du nimmst die Okulare i.d.R. mit zum nächsten Teleskop, so gesehen kaufe keine 50EUR Okulare, sondern investiere. Ethos ist aber hier am allerobersten Ende. Ganz so hoch würde ich nicht gehen, wohl aber Okulare (mind. 3) die auch bei schnellen Teleskopen (f/5 und schneller, d.h. f/4.5 ode f/4) was taugen. Marken wie TeleVue Nagler / Panoptik oder Pentax fallen mir auf Anhieb ein. Es wird auch andere geben. Bei langsamen Teleskopen wirst Du aber kaum Unterschiede zu 100EUR Okularen sehen. Es kommt auf das Teleskop an. Bei f/8 ist Hyperion sicher ausreichend.

Goto ist eine Philosophiefrage. Für mich ist das Nichts, ich will selber finden, das ist mindestens 50% des Reizes! Knopfdruck und anfahren wäre etwas wenn ich alles schon mal so gefunden habe und dann nur noch Zeit sparen will um länger fotografieren zu können. Nimm das Geld und stecke es liebe in eine grundsolide Montierung.

Für das Fotografieren kommt es auf eine Monti mit Qualität an. Das ist die Investition die langfristig zählt. Bei Gabelmontierungen zweifle ich an der Ausbaufähigkeit für die Folgeoptik, da käme mir nur eine parallaktische Montierung ins Haus. Dobson erübrigt sich wenn Du später in die Fotografie gehen willst. Für das visuelle ist der Dobson erste Wahl bzgl. Preis / Leistung. Ich selbst bleibe bei Refraktoren. Auch eine Philosophiefrage. So bin ich immer schnell Einsatzbereit. Öffnung ist nicht immer Alles.

Optimal wäre ein fetter Dobson, ein Widefield Teleskop, ein 6" APO und ein Mewlon oder Schiefspiegler auf entsprechenden Montierungen. Aber Du sagtest ja 3000 und nicht 30000EUR.

Das Allroundpferd ist m.E. das Newtonteleskop. Für Dich mag da ein 200mm Newton passend sein.

Suche Dir Deine nächstgelegene Sternwarte oder buche einen Astro-Urlaub mit Leihteleskop, z.B. in den Alpen. Da kannst Du entspannen und Erfahrungen sammeln.

CS
Dirk

PS: Wenn Du gleich einen Sprung nach vorne machen willst, kaufe gebraucht über die Astronomie.de oder Astro-Treff Foren. Da bekommst Du rund 50% mehr fürs Geld. Ebay würde ich nicht wirklich empfehlen.
 
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Hallo,

danke für die Infos. Heute ab 2100 besuche ich die Sternenwarte in Winzer und versuche dort mich weiter beraten zu lassen.

Hoffe das die Sicht einigermaßen bleibt.

Grüße
Manuel
 
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