Bitte um Hilfe bei der Kaufberatung zum Wiedereinstieg in die Astronomie

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas JoMei99
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JoMei99

Neues Mitglied
Hallo alle zusammen,
Ich heiße Josi und bin neu hier. Das ist mein erster Beitrag und zudem auch mein erstes Forum überhaupt in dem ich angemeldet bin. Ich hoffe ihr könnt mir etwas helfen und seid gnädig mit mir ;)

Zuerst zu mir selbst...
Ich bin noch ganz am Anfang und auch sehr jung mit meinen 22 Jahren aber schon sehr Astronomie begeistert und das auch seit längerem. Ich hatte vor ein paar Jahren zum Einstieg einen 8" Dobson, welchen ich aber aus bestimmten Gründen verkaufen musste (Das Interesse war aber nie weg :) ). Geographisch habe ich denke ich ganz gute Karten, denn ich wohne in einer sehr ländlichen Region mit einigen dunklen Plätzen (grob gesagt zwischen Augsburg und Garmisch). Mein Hauptaugenmerk sind Deep-Sky Objekte und aber auch gelegentlich Planeten und der Mond. So viel erstmal zu mir :)

Jetzt will ich eben wieder in die Astronomie einsteigen und das auch ambitionierter als damals.
Es soll schon ein Setup werden mit dem ich auch fotografieren kann, wobei das auch nur für mich persönlich sein soll und um es Freunden und Familie zeigen zu können.
Deswegen war ich auch schon bei zwei Läden für Astronomie (TS und Astroshop). Was sich aus den Gesprächen entwickelt ging in die Richtung eines SCT, und zwar als Beispiel ein C8 von Celestron. Warum keine EQ-6 mit Newton? Weil ich gerne mobiler sein will und allein mit einer EQ-6 ist das denk ich schon immer ein Akt :D.

Um es jetzt genauer zu machen um was es mir geht und wo ich eben Hilfe benötige ist folgendes... denkt ihr reicht in meinem Fall das normale C8 aus oder ist das teurere Edge HD jeden Cent mehr Wert? Oder macht es Sinn mit dem Klassischen C8 zu starten, das Setup und die Erfahrung erstmal aufzubauen um dann später mal auf das Edge HD aufzurüsten...
Die nächste Frage, die sich mir stellt ist ob die normale azimutale Montierung ausreichend ist oder ob es sinnvoller ist eine parallaktische Montierung zu kaufen. Oder hat jemand einen ganze anderen Vorschlag für mich als die oben genannten?

Ich würde jetzt am Anfang definitiv gebraucht kaufen und hätte dafür je nach Umfang und auch euren Einschätzungen ca. 2000-3000€ geplant. Mit Umfang meine ich, ob jemand ein ganzes Setup verkauft, nur den Tubus oder gar alles sogar mit Kamera/Okularen oder sonstigem Zubehör :D.

Ich hoffe ich habe nichts wichtiges vergessen und hoffe so auf eure Tipps und Hilfen :)

Vielen Dank schonmal Vorab
Schöne Grüße aus Bayern
Josi
 
Hallo Josi,
bestimmt gibt es eine Menge Widerspruch, aber ich halte ein SCT nicht unbedingt für ein gutes Einsteigerinstrument, insbesondere wenn du Deep Sky machen willst und auch noch mobil bleiben willst. Gut ist für dich die Ausrüstung, die du auch benutzt. Das heißt, die Ausrüstung muss ins Auto passen,. darf nicht zu schwer und soll einfach aufgebaut werden können. Dafür möglichst nicht zu viele Kabel und Steckverbinder benutzen, denn wenn du aufbaust, ist es dunkel oder dämmerig.
Du brauchst:
Eine Montierung, die stabil und transportabel ist, z.B. eine HEQ5 oder vergleichbar
Ein Teleskop, das darauf passt. Wenn du auf Spiegel stehst z.B. ein 150/750 Newton, ich stehe mehr auf Refraktoren, meine Wahl wäre ein 100mm ED-Apo
Eine Stromversorgung, die eine Nacht durchhält. Das musst du probieren, ich habe ein ziemlich leistungsfähiges Gerät für Autostarthilfe, ist billiger als aus dem Astroshop.
Eine Kamera, aus meiner Sicht genügt eine DSLR, nach Möglichkeit astromodifiziert und möglichst mit schwenkbarem Bildschirm.

Damit kannst du schon einiges anstellen. Für gute Okulare und Filter gehen auch noch ein paar hundert Euro weg, dann ist dein Budget schon verbraucht.

Mit der vorgestellten Ausrüstung kannst du schon ordentliche Astrofotos machen. Bei guter EInnordung kann die Einzelbelichtung bis zu zwei Minuten betragen. Für die Verarbeitung der Fotos brauchst du einen PC und für den Anfang einige kostenlose Programme (DSS, Fitswork, Gimp).

Für längere Belichtungszeiten brauchst du noch eine Ausstattung für Guiding. Ist aus meiner Sicht eher für später.

Jetzt kommen gleich alle, die ein SCT für das Maß aller Dinge halten. Lies dir alle Antworten durch und mach dir ein Bild. Bestimmt gibt es in deiner Nähe eine Sternwarte oder Astroverein. Da bekommst du Ratschläge aus erster Hand und kannst auch durch einige Teleskope schauen und Montierungen ausprobieren.
Wenn du noch Fragen hast, ergänze die hier einfach. Die Community ist sehr hilfsbereit. Letzter Tip: Heute gibt es auch hier Betrüger, deshalb nur Gebrauchtwaren kaufen, die du selbst abholen kannst oder von Leuten, die du kennst.
Viel Spaß beim Neustart in das schönste Hobby der Welt
Clear skies

Harald
 
Hallo Harald,
Erstmal vielen Dank für deine so ausführliche Antwort.
Bin erstmal etwas bedient, da ich mir schon einige Nächte den Kopf zerbrochen habe was denn jetzt besser wäre. Dachte das ich durch die Beratungen bei TS und Astroshop einen Schritt weiter bin aber das ist dann wahrscheinlich nicht so bzw. sei mal dahingestellt.
Aber du hast wahrscheinlich auch recht, dass es auch Geschmackssache ist weshalb evtl noch ein paar kommentieren werden und mir das SC nur ans Herzen legen können.
Der Tipp mit einer Sternwarte bzw Verein in der Nähe ist gut, denn ich habe bisher nur einen guten Bekannten der schon lange in der Astronomie ist aber eher auf alte Schule und auch nur Newtons und einen Refraktor weshalb er mir da nicht so richtig weiterhelfen kann...
Aber wie gesagt erstmal danke für deinen Beitrag und ich bin mal gespannt was noch so an Kommentaren kommt, wenn was kommt ;)

Gruß
Josi
 
Warum nicht einfach nochmal mit einem 8" Dobson durchstarten? Mein Bruder hat seinen immernoch, nach vielen Jahren, aus guten Gründen.
Schnappschüsse für Freunde/Familie gehen auch prima mit dem Handy per Okularprojektion, da gibts Halterungen für, und für wenige Sekunden Belichtungszeit brauchts auch noch nicht zwingend eine Nachführung.
Spart einen Haufen Geld, das statt in die Kameratechnik in die Optik und Okulare fließen kann. Keine sperrige EQ die man schleppen muss, nix mit Akkus und Steckern, einfach aufstellen und Spaß haben.
Lg
Olli
 
Hi!

Und jetzt die Lanze für das Schmidt-Cassegrain:
Wenn du nicht fotografieren willst, langt eine azimutale Montierung, die ist ruckzuck aufgebaut. Kein Einnorden, einfach drei Referenzsterne einstellen.
Wenn du Deep-Sky beobachten willst, brauchst du Öffnung - da schlägt das C8 jeden 4"-Refraktor.
Dann wäre zum Beispiel ein C8 auf Nexstar Evolution ideal – der Akku ist auch schon drin, da kannst du fast schon loslegen (ein paar Okulare noch).

Aber du willst ja fotografieren – wenn du dich auf Mond und Planeten beschränkst, würde das Evo langen, sonst ist es nichts.

Wenn du ernsthaft fotografieren willst, und zwar Deep Sky. Dann brauchst du eine parallaktische Montierung, falls du dich nicht mit sehr kurzen Belichtungszeiten begnügen willst (ja, damit geht auch schon viel. Aber du hast Bildfelddrehung und dann irgendwann nur noch einen kreisförmigen Ausschnitt, weil sich alles um den Stern in der Mitte dreht und du ja einen rechteckigen Kamerasensor hast).

EQ6 ist nur noch mäßig mobil, damit bleibt die Größenklasse AVX/HEQ5.
Ein Koffer für die AVX sieht etwa so aus:
Dazu noch eine Tasche für die Gegengewichte und das Stativ.

Dann eine eher kleines Teleskop – 6"-Newton, 80-max100mm-Refraktor, oder auch ein C8 EdgeHD. Die Geräte sind kompakt genug für die Montierungsklasse. Dann brauchst du Guiding; Sucherguiding funktioniert heute schon ganz gut, damit sind auch die 2m Brennweite vom C8 beherrschbar (für Foto willst du das EdgeHD, visuell langt das SC). Die Brennweite ist kein KO-Kriterium für das SC mehr, weil bei den kleinen Kamerapixeln sowieso geguidet werden muss (oder du machst sehr viele Aufnahmen, damit die Nachführfehler der sauber eingenordeten Montierung nicht mehr stören, und was du an Belichtungszeit sparst, hast du dann wieder an Rechenzeit, weil du sehr große Datenmengen hast). Es gibt auch Standalone-Lösungen: StarAid Revolution – erster Eindruck Der StarAid steuert die DSLR und kann sie dithern (aber nicht, wenn du über den Laptop steuerst), kostet aber auch entsprechend viel – dafür langt ein winziges Leitröhrchen, und er ist Pug & Play. Mit PHD-Guiding auf dem Laptop bin ich nie warm geworden.

Ach ja: visuell brauchst du Öffnung, fotografisch eher ein kleines Teleskop, aber lichtstark (für das EdgeHD gibt es passende Reducer, für normale SCs eher weniger).

Das ist dann Koffer zwei, dazu wohl noch ein Laptop, um Kamera und Montierung zu steuern, und evtl. das Guiding. Macht Koffer drei.

Dazu noch eine Sitzgelegenheit und ein Tischchen für den Laptop, und der Kofferraum ist voll ;)

Das mit dem Sternwartenbesuch ist der beste Tip; unter Liste der astronomische Vereine in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt's eine Liste. Mit etwas Glück kannst du auch die Geräte der nächsten Sternwarte nutzen und siehst dann, ob Astrofotografie und Bildbearbeitung wirklich was für dich ist. Spart Fehlkäufe;)

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Josi,

ich möchte mich den Ausführungen von Harald anschließen.
Meine ersten fotografischen Erfahrungen habe ich mit einem 80/560mm APO auf Celestron AVX gemacht.
Der kleine Refraktor macht auch bei der visuellen Beobachtung noch Spaß.
Für Fotografie von Planeten fehlt da natürlich Brennweite.
Für verschiedenste Deepsky Objekte passt das aber gut.
Mit verlängerter Brennweite steigt natürlich auch die Anforderung an die Nachführung.
Vielleicht nimmst du dir mal eine Planetariumssoftware, bei der du Brennweite, Okulare, Kameras als Sichtfelder anzeigen lassen kannst. Damit kannst du dann mal rumprobieren was mit den verschiedenen Kombinationen abzubilden ist. Mir wäre die Brennweite vom C8 zu lang.
Fazit: „Zeit nehmen, probieren, vielleicht jemand in deiner Nähe finden, der dich mal durchschauen lässt und dann entscheiden“
Ich fotografiere mittlerweile auch gerne mit einem 200mm Kameraobjektiv und schaue nebenher entspannt durch mein 10“ Dobson.

Viel Erfolg und klaren Himmel
Olaf
 
Hi Olli,
Auch dir danke für dein Beitrag dazu.
Für mich kommt ein Dobson leider nichtmehr in Frage.
Einfach deswegen weil ich auch gerne mit Leien am visuell beobachten bin und die leider ohne nachführung und auch noch Spiegelteleskop leider schwer zurecht kommen und dann die ganze Arbeit durch z. B. Star hopping zu einem Objekt im Eimer ist wenn sie dann hinrumpeln oder manuell wieder ins Zentrum des Sichtfelds rücken wollen.
Aber die Schnelligkeit und unkompliziertheit mit einem dobson hat schon auch was da gib ich dir voll und ganz recht. Vielleicht wird sich so einer auch in der Zukunft noch zusätzlich angeschafft.

Grüße
Josi
 
Hallo Josi, hier mal mein Senf dazu:

- Gebrauchtkauf hält die Flexibilität zum Wechsel ohne oder mit geringem Wertverlust offen (oder gar Gewinn)
- Deine Neuanschaffung wird nicht das letzte Teleskop sein und auch nicht allein bleiben, es ist keine Entscheidung mit Ausschluss
- Laien teilen oft Deine Begeisterung nicht. Für sie sind Planeten und der Mond cool, vielleicht auch Kugelsternhaufen oder Orion ... der Rest ist "oh toll, ein grauer Fleck" bewerte also Deine Anwendug und nicht die Dritter
- Die EierLegendeWollMilchS_u als Instrument gibt es nicht, jedes kann etwas gut, etwas anderes nicht so. Die größte Diskrepanz bringt die Vereinbarkeit von visueller Beobachtung und Fotografie an einem Instrument. Überlege hier dringend dies zu trennen!
- Frage: Wie mobil willst Du sein? Aus der Wohnung in den Garten/Hof? Oder abseits der Ortschaft auf der dunklen Wiese, 800m vom letzten Feldweg? Bei letzterem sei Dir angeraten: So leicht wie nur irgendwie möglich! Der innere S...hund findet immer Ausreden die EQ6-R nicht vor die Tür zu bringen, sei es die unsichere Wetterlage, der Rücken, der Mondstand oder der Wecker am kommenden Morgen

Meine Pro/Con-Liste:

SCT/(MAKs)
++ Kompakt
+ Öffnung
+ Abbildung
+ Brennweite
-- Brennweite
- Preis

APO:
++Kompakt
+/- Öffnung
++Abbildung
++ Kontrast
+/- Brennweite
- bis -- Preis

Newton:
++Öffnung
++ Preis
+ Brennweite
- Spikes

Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ließe sich sicher noch deutlich erweitern und in der Gewichtung diskutieren. Persönlich mag ich Newtons, da sie den Spagat zwischen allen Anforderungen schaffen, jedoch mit dem Nachteil für keine Aufgabe "spezialisiert" zu sein.

Ein Punkt der allerdings kaum Wahl offen lässt: Parallaktische Montierung. Hier sind ja bereits einige Empfehlungen genannt worden. EQ6-R ist eine gute Wahl, solang man sie nicht 800m Feldweg tragen muss. Als Gedankenanstoß: Es werden hervorragende Astrofotos mit Trackern und/oder kleinen Goto-Montierungen und Optiken zwischen 20 und 500 mm gemacht, super mobil. Welche Brennweite (und damit Größe) braucht es wirklich?
Ein C8 z.B. ist ein wunderschönes Instrument, aber selbst mit 0,63er Reducer hast immer noch 1280 mm Brennweite ... ich bin mit 1210 mm unterwegs und wünsche mir sehr oft mehr Feld.

CS, Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Noch ein Wort zum empfohlen 80er-Refraktor: Das ist ein sehr feines Gerät (ich habe den ED80/600 und nutze ihn mit Reducer auch fotografisch), und mein endgültiges Teleskop (oder eins davon…)

Aber : Ich würde ihn für den Einstieg visuell nur bedingt empfehlen, weil ihm doch recht bald die Puste ausgeht und man etwas Beobachtungserfahrung braucht, um ihn zu schätzen. Visuell zählt Öffnung – und im 80/600 mit 5mm Hyperion (68°) habe ich den Mond bei 120x gerade mal ziemlich bildfüllend. Mit anderen Worten: An Mond und Planeten ist das Gerät nett (und knackscharf), aber es fehlt Vergrößerung. Wobei ein knackscharfer, kleiner Saturn, der zwischen den Sternen hängt, auch seinen Reiz hat. Bei mir passt es, weil ich auf die Geräte der nächsten Sternwarte zugreifen kann. Wenn ich Öffnung will, steht da ein C14.

Das ist das Problem – Fotografie und visuell stellen eben ganz andere Anforderungen.

Die Kombi C8 auf NexStar Evolution für visuell/Planetenfotografie plus Startracker mit lichtstarkem Objektiv hat auch ihren Reiz. Dann hast du was zu beobachten, während die Kamera ein bis drei Stunden lang Photonen sammelt. Das darf man bei der Astrofotografie auch nicht vergessen: Während die Kamera arbeitet, stehst du nur dumm rum.

Eine "nackte" EQ6 kann man noch tragen; mit Zubehör wird's schon übel. Dann entweder ein Bollerwagen, oder alles direkt aus dem Kofferraum. Gilt aber für praktisch jedes Teleskop, außer du bist rein visuell mit was leichtem unterwegs. Aber schon den Koffer mit meinem ED80 plus Zubehör will ich nicht zu weit tragen – der kommt auch auf gute 20kg. Im Lauf der Zeit sammelt sich einiges an. Wenn ich fotografisch unterwegs bin, sind das zwei größere Koffer (je rund 20kg), das Statv und der Rucksack mit Laptop und Kamera. Und das mit einem ED80. (Die Koffer habe ich auf Astro-Ausrüstung | Kerste.de vorgestellt.)

Beste Grüße,
Alex
 
Hi nochmal zusammen,

Danke wieder für eure Unterstützung und eure Ansichten auf die ganze Sache. Echt Beeindruckend euer Wissen und auch eure Hilfsbereitschaft!! Danke!!

Was ich nochmal loswerden wollte auch um es euch leichter zu machen mir besser helfen zu können...
Mein Schwerpunkt soll schon visuell sein also denke ich wäre ich mit einem SC C8 nicht schlecht bedient oder?
Gelegentlich möchte ich fotografieren aber wie schon erwähnt auch nur für mich also keine langen Belichtungszeiten und nicht voll professionell (für den Einstieg zumindest - kann ja immer sein, dass man mit der Erfahrung auch seine Anforderungen wachsen lässt. Kann aber denk ich auch sein, dass ich für mich das für völlig ausreichend empfinde)
Was ich auch dazu noch fragen wollte einfach weil ichs nicht weiß. Brauche ich zwingend einen Laptop vor Ort? Oder lässt sich nicht ganz normal mit der Goto Steuerung von der Montierung das ganze Bedienen, dann ein paar Bilder machen und daheim dann am PC/Laptop das ganze bearbeiten/auswerten?

Auch zu meinen Beobachtungsbedingungen...
Zuhause beobachten werde ich denk ich selten, denn die neuen LED Straßenlampen in kaltweiß machen das nicht ganz so angenehm, wenn dann wären z.B. Planeten oder der Mond von daheim etwas ansonsten würde ich mit dem Auto rausfahren zum Beobachten... alleine deswegen weiß ich nicht ob dann eine EQ/5 oder 6, (schwer und mehraufwand beim Aufbau) das richtige für mich ist...
Oder täusche ich mich bei der Anmutung das der Aufbau eines C8 auf einer azimutalen Montierung leichter, schneller und unkomplizierter ist?
Das wär mir nämlich für den Wiedereinstieg auch wichtig...

Das mit den Laien war auch mehr als ein Beispiel gedacht, denn natürlich mache ich das ganze für mich nur hätte ich gerne eine Goto Steuerung eben weil mich das damals bei der Rockerbox und dem Dobson schon etwas genervt hat...

Ein Refraktor kommt für mich am Anfang auch eher nicht in Frage - ich denke später mal auf jeden Fall wenn sich das *entfernt* dann aufbaut aber jetzt gerade eben nicht.

Ich hoffe ich bin da nicht zu kompliziert und hoffe, dass ich auch grob auf alle eingegangen bin...
 
Was heißt "nackte" EQ-6?
Das Achskreuz allein wiegt 16kg. Tragbar ist das maximal vom Auto bis zum Stativ.
Stativ 11kg, Gegengewichte 10-15kg je nach Teleskop, welches auch nochmal mit 10-15kg zu Buche schlägt. Mit Laptop und Kamera und/oder Okularen sind das 60kg. Da muss man sich schon sicher sein.
Da ist die Idee mit HEQ5 und C8 schon besser. Vor allem ist das Teil Binotauglich.
Und was das trennen von Fotografie und Visuell betrifft, geb ich den Anderen absolut recht, zu Unterschiedlich sind die Anforderungen.
Mein persönlicher Gedanke:
Fotografieren macht alles immer kompliziert und Teuer, das Forum ist voll von verzweifelten und frustrierten Fotografen bei denen irgendwas nicht so will wie es soll und keiner weiß warum.
Spar dir doch erstmal den Stress und schieb das Ganze auf das Zweitgerät.
(Man könnte sich alternativ auch Fragen,
Wieviele Fotos vom Cirrusnebel braucht die Welt?)
Lg
Olli
 
Hi Olli,

dein Beitrag find ich sehr gut.
Zumal ich auch nichts dagegen hätte erstmal rein visuell ausgerüstet zu sein. Um auch da erstmal fitter zu werden und dann danach der einstieg in die Fotografie jedoch wie gesagt nur für mich erstmal ohne die ganz großen professionellen Ansprüche.

Dann meine Frage dazu...
Wenns ERSTMAL nur visuell für den Anfang werden soll, ist dann das C8 das richtige?
Grüße
Josi
 
So ein C8 macht schon Spaß, kann aber etwas herausfordernd sein, wenns um große Felder und große APs geht.
PNs, Galaxien, KSH, Sonnensystem, speziell Mond und Sonne (mit Filterfolie) gehen auf jeden Fall super.
Manche von den offenen Sternhaufen passen vllt nicht ganz ins Bildfeld, ebenso Cirrus und Nordamerika. Aber Cirrus geht eh immer nur eine Seite. Für die Nebel kann man bis zum 56mm Plössl runter, 5,6mm AP sind völlig OK, mehr bekommt man aber auch nicht.
Also ja, C8 ist ne ganz gute Wahl. Newton auf EQ ist ne Diva in Sachen Einblickposition, Refraktor entweder klein und/oder sauteuer, und Dobson kennst du ja selbst.
Lg
Olli
 
Für mich kommt ein Dobson leider nichtmehr in Frage.
Einfach deswegen weil ich auch gerne mit Leien am visuell beobachten bin und die leider ohne nachführung und auch noch Spiegelteleskop leider schwer zurecht kommen
wenn das ein K.O.-Kriterium ist: Wie häufig wirst Du mit diesen Laien beobachten? Haben die immer Zeit, wenn Du Zeit hast?
Letztendlich ist es eine Frage der Prioritäten.

Gruß
Ronald
 
Ja das stimmt ich werde mich die nächsten Tage auch mal auf die suche machen, ob und wo denn was wäre :)
Wie schon gesagt die Ausrüstung gilt auch nur meinen Ansprüchen und wird nicht an den Ansprüchen anderer festgemacht. Damals mit dem Dobson war es nur teilweise etwas blöd eben aus oben genannten Gründen.
Grüße
Josi
 
Hi!

Ja, mit nackte EQ6 meine ich das reine Achsenkreuz ohne jegliche Verpackung. Das trage ich ein paar Meter vom Geräteschuppen zur Säule. Sobald das in einem Koffer oder einer Kiste für den Transport ist, steigt der Widerwillen. Ich habe eine ähnlich schwere Montierung im Keller in einem Trolley und aus dem Grund schon lange nicht mehr benutzt. Lieber die kleine GP-DX, die in der Klasse AVX/HEQ5 ist und sich in einem Koffer samt Zubehör (ggf. ohne Gewichte) noch gut transportieren lässt.

Den Laptop brauchst du für Fotografie.
  • Planetenfotografie macht man mit einem kleinen Videomodul und filmt die Planeten (inkl. Sonne & Mond). Das heißt, die Kamera hängt direkt an einem Computer, da gibt es keinen Stand-Alone-Modus.
  • Deep-Sky kannst du prinzipiell ohne Laptop machen, nur mit einer DSLR. Nur neigen DSLRs (und spiegellose Systemkameras) zu Bildfehlern, die man durch Dithern ausgleicht. Dabei wird das Teleskop zwischen den Aufnahmen ein paar Pixel weiter bewegt. Und spätestens ab ca. 500mm Brennweite brauchst du Guiding. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ein Stand-Alone-Guider wie MGEN oder den schon verlinkten StarAid, die ohne Computer auskommen. Oder du nimmst einen Laptop, auf dem PHD läuft und der dann die Guidingkamera kontrolliert, und – was dann wirklich komfortabel ist – mit Software wie APT - Astro Photography Tool die Aufnahmekamera steuert, die Montierung steuert, Platesolving macht, damit die Objekte auch genau gefunden werden, beim Einnorden und beim Scharfstellen hilft.
Reine Schnappschüsse vom Mond gehen auch ohne den ganzen Aufwand, und du kannst auch Schnappschüsse mit dem Handy machen. Leider sind die Kameras heute ziemlich gut – Bildfehler, die bei Diafilm mangels Empfindlichkeit nicht auffielen, zeigt eine Kamera heute sofort.

Visuell ist ein C8 auf einer stabilen azimutalen Montierung ruckzuck aufgebaut – deshalb mein Tip zur Evolution, da steckt der Akku schon drin (ein Teil weniger, samt Verkabelung) und sie ist stabil genug genug. Eine parallaktische Montierung ist da schon aufwendiger, weil du Gegengewichte dabei hast und sie einnorden musst, statt nur waagrecht aufstellen.

Wenn das Geld für ein C8 mit solider Montierung vorhanden ist, ist das ein schönes Gerät. Ab 8" Öffnung macht Deep Sky richtig Spaß, weil Kugelsternhaufen schön aufgelöst werden und viele Galaxien auch dem Einsteiger Details zeigen; ab 10" Öffnung werden die Geräte nicht mehr transportabel. Und das Gesamtpaket sollte man sich vorher anschauen. Gibt ja genug größere Händler im Süden (Intercon in Augsburg, Astroshop in Landsberg und Teleskop-Service irgendwo bei München), die auch eine Ausstellung haben.

Die Steuerung des Teleskops kann rein über den Handcontroller erfolgen; nur bei der Fotografie durch das Teleskop bist du sehr schnell beim Laptop. Es gibt auch spezielle Astrocomputer – manche basteln einen Rasperry Pie ans Teleskop, oder eine ZWO ASIAir, oder einen Stick-PC, und steuern diesen Mini-Computer dann per Handy, Tablet oder Laptop fern. Aber das läuft auf das selbe raus.

Bestimmt erzählt dir auch bald jemand was über EAA, die im Gegensatz zu ernsthafter Astrofotografie auch azimutal montiert geht. Aber auch da hängt der Rechner am Teleskop und addiert die Bilder sofort zusammen, die das Teleskop aufnimmt. Dabei geht es nicht darum, ein schönes Bild von Deep-Sky zu kriegen, sondern direkt am Teleskop mehr zu sehen – fast so viel wie später auf einer Aufnahme. Ist aber wieder ein ganz anderes Feld, bei dem man sich ebenso viel mit der Technik beschäftigen muss wie bei Astrofotografie, und nicht mein Ding.

Beste Grüße,
Alex
 
Erstmal grundsätzlich danke :) Dachte nicht das mir so viele mit so viel Engagement helfen wollen :)
Bin jetzt schon begeistert von dem Forum hier :)

Hi Alex,

mit den ganzen genauen Begrifflichkeiten rund um die Astrofotografie und das ganze Zubehör das du genannt hast kann ich natürlich jetzt nur wenig anfangen...
Aber ich denke dann werde ich mal ganz normal Visuell mit einem C8 starten und mich dann immer mehr mit der Fotografie auseinandersetzen.
Eine Frage wenn wir schon beim Thema sind... der Laptop den man dazu braucht. Was hat der denn für Anforderungen (Prozessor, RAM, Grafikkarte, etc.) und in welchem Preisgebiet halten die sich auf... nur mal so reine Interesse wenn ich ein normales Visuelles Setup hätte. Mit was muss man mindestens Rechnen wenn man dann auf Astrofotografie aufrüstet? Also Laptop, Zubehör, Software und weiß nicht obs noch was gibt?

Grüße
Josi
 
Hallo Josi,
wenn du im Sonnensystem unterwegs bist oder auf schwache Galaxien gehst und du visuell bleibst, ist ein SCT ausreichend. Ich hatte noch nie eins, weil mir die Brennweite zu lang ist und wenn du auf kurze Brennweite stehst, brauchst du ein Rasa, das ist mir wiederum zu teuer. Du könntest ein gebrauchtes SCT mit einer einfachen Astrofotoausrüstung kombinieren (einfache Nachführung und DSLR mit Kameraobjektiven). Dann kannst du Weitfeld fotografieren und parallel visuell beobachten.
CS Harald
 
Hi Josi,

jetzt noch mein Senf: ;)

Bitte visuell und fotografisch trennen.

Es tut mir leid, für visuell halte ich vom C8 nichts. Schau in meine Signatur, ich habe ein C8, aber auch mehrere Newtons/Dobsons. Das C8 ist seit Jahrzehnten! unbenutzt im Keller.
Für visuell zählt nur eins, Lichtsammelvermögen und das steigt quadratisch mit der Öffnung/Durchmesser des Spiegels.
Ich bin ein völlig durchschnittlicher Beobachter und habe mich sogar mit manchen Messier Objekten schwer getan.
Erst mit dem 12 Zöller konnte ich alle Messier Objekte problemlos beobachten.

Und da du wohl einen tollen Himmel hast, visuell unbedingt einen grossen Dobson nehmen. Das lohnt sich bei dunklem Himmel dann erst recht.
Wegen Transportabilität eher einen Gitterrohr Newton statt Volltubus.

Fotografisch würde ich den normalen Foto Newton 150/750 auf zB Skywatcher AZ-GTi anstreben. Das ist eines der günstigsten Setups. Siehe mein Album um zu zeigen was damit fotografisch möglich ist:


Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

auch sehr interessant deine Ansicht... aber dann nochmal eine Frage bzgl. des C8. Was sind dann die stärken wenn du sagst das bestimmt DS Objekte nicht zu sehen sind. Eine Weiter Frage ist ein 12" Dobson für mich geeignet wenn ich nicht im Garten/Terrasse schaue sondern jedesmal raus aufs Feld fahren muss. Und ein 12" Dobson braucht ja dann auch eine dementsprechende Montieren denke mal min. EQ-6 und dann sind wir beim oben genannten Thema das es wenig sinn macht für mich die jedesmal raus zu schleppen. Dann kann ich gleich professionell Gewichtheben gehen ;) Den Reiz hinter einer 12" Öffnung versteh ich natürlich total nur glaube ich macht es für mich aktuell wenig Sinn. Aber hoffentlich später mal evtl mit eigenem Haus und Garten. Wie gesagt ich bin noch sehr jung und wohne in einer Wohnung im 2. Stock :D

Gruß
Josi
 
Hi!

Ich nutze ein acht Jahre altes MacBook Air unter Windows 7. Mit USB3 und einem guten Akku hast du das wichtigste. Für die Bildbearbeitung langt der prinzipiell auch, wobei er natürlich schon eine weile beschäftigt ist. Da wäre ein zeitgemäßes Modell sinnvoll.

Ich könnte jetzt mal frech Eigenwerbung betreiben und auf mein Buch zum Thema verweisen.

Software:
  • PHDGuiding ist kostenlos
  • APT ist je nach Ausbaustufe kostenlos und unterstützt jetzt sogar Einnorden in der kostenlosen Version, wenn ich das richtig sehe. Ich habe es trotzdem gekauft. Sehr mächtig; eine alternative wäre NINA, aber das läuft auf meinem Rechner nicht zufriedenstellend.
  • Stellarium ist kostenlos und kann die Montierung steuern.
  • Wenn du auf Planeten gehst oder EAA planst: Sharpcap kostet nicht viel, aber immer nur für ein Jahr. Registax gibt's kostenlos und ist bei der Bildbearbeitung gut (Wavelet-Funktion zum schärfen). Autostackert zum Bilder stacken ist für Privatanwender auch umsonst.
  • Für Deep Sky-Bildbearbeitung: Siril gibt's auch kostenlos.
Hardware:
Ein Fass ohne Boden. Mal schauen, ob die Tweets schön eingebettet werden...

  • Parallaktische Montierung. Neu 1000-1500€, je nach Marktlage (man kann eine Polhöhenwiege unter eine azimutale Montierung schrauben, aber das macht es nicht stabiler)
  • Kameradapter. ca. 100€
  • Reducer (fürs EdgeHD), Bildfeldebner (für den Refraktor), Komakorrektor (für den Newton): Größenordnung 200-550€
  • Standalone-Autoguider: 800-1000€ (MGEN, StarAid), plus Leitrohr mit Befestigung (100-300€), alternativ Guiding über PHD und den Laptop: kleine Monochrome Kamera plus Leitrohr, ca. 300€
  • Stromversorgung auf dem Acker: Möglichst LiFePO4-Akku, damit der Akku nicht leer ist, wenn du ihn brauchst. Ab ca. 200€.
  • Aufnahmekamera – klingt so, als hättest du schon eine DSLR? Sonst ab 500€ aufwärts.
  • Bahtinovmaske zum Scharfstellen. 50€?
  • Flatfieldfolie, um Staub etc. rauszurechnen: 150-200€
Visuell langen schon 80mm Öffnung für alle Messier-Objekte; aber GAlaxien bleiben Nebelflecken und Kugelsternhaufen Wattebäusche, zugegeben. Falls du mal "The Messier Objects" von Stephen James O'Meara in die Hände kriegst, der hat sehr schöne Zeichnungen der Messier-Objekte mit einem 10cm-Refraktor drin. Auch den Sternatlas von Peter Vizi kann ich sehr empfehlen, der enthält auch Zeichnungen durch kleinere Teleskope. 12" zeigen natürlich deutlich mehr und schöner; wir haben ein C11 (CPC1100) in den Alpen stehen...

Was sich beim C8 lohnt ist das Upgrade auf 2"-Okularstutzen plus Übersichtsokular.

Beste Grüße,
Alex
 
Für Visuell brauchst du gar keinen Laptop, und für Foto hat Alex ja schon geschrieben was da ausreicht. Je mehr Bums der Laptop hat umso schneller geht das ganze natürlich, ist eine Zeit gegen Geld Frage.
Größere Öffnung lohnt sich immer, aber man muss es transportieren und bezahlen können. Irgendwo muss man mal anfangen. 8" sind ne Menge Holz.
 
Hi Josi,
auch sehr interessant deine Ansicht... aber dann nochmal eine Frage bzgl. des C8. Was sind dann die stärken wenn du sagst das bestimmt DS Objekte nicht zu sehen sind. Eine Weiter Frage ist ein 12" Dobson für mich geeignet wenn ich nicht im Garten/Terrasse schaue sondern jedesmal raus aufs Feld fahren muss. Und ein 12" Dobson braucht ja dann auch eine dementsprechende Montieren denke mal min. EQ-6 und dann sind wir beim oben genannten Thema das es wenig sinn macht für mich die jedesmal raus zu schleppen. Dann kann ich gleich professionell Gewichtheben gehen ;) Den Reiz hinter einer 12" Öffnung versteh ich natürlich total nur glaube ich macht es für mich aktuell wenig Sinn. Aber hoffentlich später mal evtl mit eigenem Haus und Garten. Wie gesagt ich bin noch sehr jung und wohne in einer Wohnung im 2. Stock :D
ok, der 12" Newton für visuell und transportabel sollte wohl ein Dobson sein und, ich bin Fan davon, weil einfach leichter und mit grossen Höhen-Rädern/Segmenten, als Gitterrohr-Ausführung.

Ein 12" Newton Volltubus auf azimutaler oder parallaktischer Montierung und auch noch für fotografisch, läuft wohl auf einen weniger transportablen eher stationären Standort hinaus.

Nochmal zum 8 Zoll SC: Natürlich kann man damit, aber auch abhängig vom Standort, alle Messier Objekte erhaschen. Aber, das ist meine Erfahrung, bei manchen Objekten unter Vorstadthimmel, tut man sich schon schwer. Der angeschaffte 12 Zöller war dann eine Offenbarung! Es war auf einmal sehr einfach, auch die schwierigeren Objekte sofort zu sehen und auf einmal kamen auch viele der NGC Objekte dazu. Und früher, ich war noch junger, motivierter ;) , habe ich den auch aufs freie Feld transportiert. Da war dann noch viel mehr möglich.

Dobsons in Gitterrohrausführung sind wirklich sehr transportabel. Der 12 Zöller wiegt insgesamt, aufgebaut 18kg. Selbst den 20 Zöller halte ich für gut transportabel, insbesondere mit den Transport/Schubkarrenrädern. Das schwerste Teil die Spiegelzelle wiegt, glaube ich, so 24kg.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

dann bin ich bei dir – der Himmel ist das Stichwort. Unser Vereins-C14 mitten in der Innenstadt zeigt gefühlt etwa so viel wie das C8 draußen auf dem Acker. (Und in der Innenstadt stört die große Brennweite auch nicht – die großen Austrittspupillen, mit denen sich ein SC schwer tut, sind in der Stadt eh nicht nutzbar).

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Peter,

auch sehr interessant deine Ansicht... aber dann nochmal eine Frage bzgl. des C8. Was sind dann die stärken wenn du sagst das bestimmt DS Objekte nicht zu sehen sind. Eine Weiter Frage ist ein 12" Dobson für mich geeignet wenn ich nicht im Garten/Terrasse schaue sondern jedesmal raus aufs Feld fahren muss. Und ein 12" Dobson braucht ja dann auch eine dementsprechende Montieren denke mal min. EQ-6 und dann sind wir beim oben genannten Thema das es wenig sinn macht für mich die jedesmal raus zu schleppen. Dann kann ich gleich professionell Gewichtheben gehen ;) Den Reiz hinter einer 12" Öffnung versteh ich natürlich total nur glaube ich macht es für mich aktuell wenig Sinn. Aber hoffentlich später mal evtl mit eigenem Haus und Garten. Wie gesagt ich bin noch sehr jung und wohne in einer Wohnung im 2. Stock :D

Gruß
Josi
Hallo,

das C8, ich hatte mal ein orangenes vor diversen Erdzeitaltern, ist toll für kleine Objekte, also für die Betrachtung eines kleinen Gesichtsfeld, sowohl mit dem Auge oder der Kamera. Wie schon geschrieben wurde bleibt selbst mit einem Reducer ("Brennweitenverkürzer") die Brennweite jenseits von 1 Meter. Zudem ist das Öffnungsverhältnis mit 1:10 nicht gerade schnell. Das Gerät selbst ist solide und kompakt, aber relativ schwer. Und bei Streulicht brauchts eine Abschattung der Schmidtplatte (Streulichtblende), sonst gibt's Störeffekte z.B. von in der Nähe stehenden Lichtquellen.

Heißt: Gemessen an der Öffnung ist das Bild nicht so hell wie z.B. bei einem Newton mit 8'' Öffnung und einem Öffnungsverhältnis 1:5. In der Fotografie sind das quasi 2 Blendenstufen, also Faktor 4.

Universell ist anders, da bieten kürzere Brennweiten und ein schnelleres Öffnungsverhältnis einfach mehr Möglichkeiten. Uuund die Geräte sind wenns ums Fotografieren geht, kleiner!

Das ist ein relevanter Faktor, da größere Geräte größere und damit sperrigere und schwerere Montierungen brauchen. Und gerade was das Fotografieren angeht plädiere ich nachdrücklich für's klein anfangen, das ist frusttoleranter. Auch wenn man mit einem Tracker oder einen kleinen Montierung anfängt ist das durchaus tricky bis die Nachführung läuft, alles eingerichtet ist und dann auch noch Kamera, Laptop, Montierung, Guider zusammen arbeiten wie man das will. Nicht falsch verstehen, das ist keine Atomtechnologie, aber es braucht ein bisschen Technik-Affinität, Sorgfalt und Geduld bis das wie an der Strippe gezogen funktioniert.

Für's Visuelle bin ich auch beim Schubson, weil keine schwierige Technik die zicken kann, wenn man nicht gerade einen filigranen Reisedobson kauft den man immer erst zusammenbauen muss stellt man das Ofenrohr auf seinen Sockel und es geht los.

My five pence...

CS
Jörg
 
Heißt: Gemessen an der Öffnung ist das Bild nicht so hell wie z.B. bei einem Newton mit 8'' Öffnung und einem Öffnungsverhältnis 1:5. In der Fotografie sind das quasi 2 Blendenstufen, also Faktor 4.
Visuell ist das völlig egal. Das C8 ist bei 4mm AP genauso hell wie der 8"Newton mit F5 bei 4mm AP. Nur steckt dann beim C8 ein 40mm Okular drin und beim Newton ein 20mm Okular.
Ich persönlich mag das geschubse beim Dobson gar nicht.
Eine Schande, dass Orion die motorisierten Skyquest eingestellt hat.
So ein XX14G wäre ein Traum.
Lg
Olli
 
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