Bitte um Rat. habe schon Nackensteifigkeit.

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Maria

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Guten Tag an alle kleine und große Sterne in diesem großen Spezialisten-Universum!
Ich heiße Maria und bin eine arme, die seit Wochen ein Geburtstagsgeschenk für ihren Mann sucht. Er wünscht sich seit langem in die Sterne zu schauen. Aber keine Angst, ich habe wirklich wochenlang recherchiert und gelesen, Mails geschrieben u.s.w. Nun bin ich jetzt an meine körperlichen und geistigen Grenzen gestossen, ohne Ergebnis!.
Ich bin nach dem vielen Lesen, von einem Teleskop (das ist das was er wünschte...) zu einem Fernglas gekommen. Nach wieder langem lesen von Fernglas zu einem Fernglas mit Schrägeinblick (oder wie das heißt) gekommen.
Das bedeutet; Ich bräuchte einen oder mehrere Tipps für ein Fernglas mit Schrägeiblick, denn wir haben beide Probleme so lange den Kopf in die Schräglage zu bringen. Also ein Fernglas mit dem Knick, das auf einem Stativ steht. Ich weiß, hier gibt es schon bestimmt mehrere Fehler, entschuldige bin aber absoluter Laie.Ich bin auch davon abgekommen, das Geschenk per Internet zu bestellen geschweige denn es bei ebay zu ersteigern. Also, wie ihr seht, habe ich einiges schon gelernt.
- Wir wollen ein wenig die Sterne sehen und auch den Mond. Es muss nicht alles so super sein, für den Anfang. Mein Mann ist Brillenträger. Die Kinder sollen es mitbenutzen können.Wir wohnen am Stadtrand und können auch in die Pampa fahren.
Wir können nicht lange den Kopf so schräg halten und die Kinder können nicht ein so schweres Gerät tragen.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Bin mal gespannt.
Ah! Kosten? Oh je!? halt kein Vermögen.
DANKE!
Maria
 
Hallo Maria,

warum ein Fernglas, wenn ein Teleskop gewünscht wird?
Sowohl bei einem Linsenteleskop, als auch bei einem Spiegelteleskop kann man das Okular in vernünftige Position bringen, um bequem hineinzuschauen. Die geringsten Veränderungen der Einblickhöhe haben kurz gebaute Teleskope, also Cassegrain-Optiken oder kleine Linsenfernrohre.

Und auch bei den Kosten fragt sich, was für Dich kein Vermögen ist. Nenne einen Betrag.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven ! also, gewünscht war ein Teleskop weil wir bisher von der Existens eines Fernglases mit dem man auch in den Himmel schauen kann, nichts wußten.Dann dachte ich o.k. dies ist vielleicht eine kostengüngstigere Variante (Fernglas) für den Anfang und man muß nicht ein Stativ mitschleppen. Daraufhin erfuhr ich, dass diese Ferngläser sehr schwer sind-auch das wußte ich nicht- Also, ging auch nicht. So kam ich auf diese andere Idee mit dem anderen Fernglas und trotzdem Stativ.
Wahrscheinlich ist ein Teleskop doch teurer als dieses Fernglas mit dem Knick ...;) Kein Vermögen würde zur Zeit etwa bedeuten € 200- €250.-
Danke!Maria
 
Hallo Maria

Also meiner Meinung nach bekommst Du für 250€ bei einem Teleskop wesentlich mehr geboten. 114mm oder sogar 130mm Öffnung auf ner EQ-3 sind da drin. Oder wenn´s transportabler sein soll ein Travel-Mak.

Gruß Frank
 
Hallo Maria,

also für den Preis gibt es zwar einige Ferngläser, aber ganz ehrlich, eine Kombi aus Fernglas und Stativ ist für den Preis dann doch nicht die Gerätschaft, die einem Teleskop wirklich Kontra bietet. Ein Feldstecher, egal ob geradsichtig oder mit 45° auf einem normalen Fotostativ hat ohnehin immer seine Einblickprobleme, mal horizontnah, mal zenitnah und beides wird vorkommen. Besser wäre eine Feldstechermontierung, die ein Parallelogramm zur Höheneinstellung ohne Richtungsänderung hat, damit lässt sich das vermeiden, ist aber eher etwas, was sich Sternfreunde selbst bauen. Kaufen in der Preisklasse scheint mir unmöglich.

Mir kommen zwei Lösungen in den Sinn. Einerseits der schon genannte Mak oder der dann etwas vielseitigere kleine 80mm ED-Refraktor. Der Mak ist eher spezialisiert auf mittlere bis hohe Vergrößerung, also Planeten- und Mondbeobachtung, der kleine ED-Refraktor kann dagegen auch schwächste Vergrößerungen anbieten, die dann wirklich im Bereich eines Fernglases liegen. Das erleichtert dann wegen des Überblicks auch das Suchen von Objekten.
Beides sind kleine Teleskope mit begrenzten Fähigkeiten. Ein großer 8" Dobson wäre gebraucht auf jeden Fall in Reichweite mit dem Budget (ich rechne auch, dass noch Geld für weitere Okulare übrig bleiben muss). Der wäre optisch eine ganz andere Klasse und zeigt viel mehr, nur der maximal erreichbare Himmelsausschnitt ist damit begrenzt auf einen Kreis mit dem Durchmesser von 4 Vollmonden.

Der Einblick ist bei allen drei Lösungen gut zu realisieren. Beim Mak und Refraktor ist der Einblick hinten am Teleskop und ein Zenitspiegel knickt dann um 90° ab. Der Zenitspiegel ist (anders als beim Fernglas) drehbar, so dass man bei jeder Teleskop-Position den Spiegel so einstellen kann, dass man in ein waagerecht ausgerichtetes Okular schaut. Ein Winkelsucher würde diesen Komfort dann auch beim Suchen von Objekten bieten, aber man muss sich dann schon an die Bildumkehr gewöhnen. Der Sucher wäre ggf. nochmals Thema.

Beim Dobson erfolgt der Einblick prinzipbedingt immer gleich und zwar seitlich nahe der Öffnung des Teleskops. Je nach Modell steht das Okular immer waagerecht oder leicht nach oben weisend. Die meisten Dobsons sind so gebaut, dass man im Sitzen bequem beobachten kann. Eventuell ist ein Bügelstuhl mit Schnellverstellung noch interessant (also nicht so einer, bei dem man eine Stange zieht, und dann wieder in einer neuen Raste reinfummeln muss).

Insofern bieten sich da schon mehr Möglichkeiten. Ich denke ein Feldstecher ist immer eine Klasse für sich, die meisten Sternfreunde haben beides, wobei der Feldstecher dann eher ein 7x50 oder 10x50 ist, der mit der Hand gehalten wird. Größere Feldstecher wie 13x70 oder 12x80 kommen natürlich auch vor, sind aber deutlich seltener und für die allermeisten eine Anschaffung nach dem ersten Teleskop gewesen.

Clear Skies
Sven
 
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