Bleiakkus laden: totale Verwirrung!

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Starchase

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Hallo Forum!

Nachdem mir am Wochenende die KFZ-Batterie den Dienst versagt hat muss jetzt wohl noch ein Bleiakku für das Teleskop und den Laptop in den Kofferraum; so ca. 30Ah.
Dann brauche ich auch noch ein Ladegerät und da fangen die Fragen an:
Reicht ein einfaches Netzgerät mit Spannung/Strombegrenzung und das lasse ich dann einfach laufen?
Oder kann es gar ein Festspannungsnetzgerät mit 13,8V sein? Wenn nicht dafür, wofür gibt es das dann überhaupt? Die 13,8V sind doch wohl kein Zufall, oder?
Muss es ein Mikroprozessorgesteuertes Teil sein?

Die Antworten die ich bis jetzt gefunden habe reichen von "Gaaanz einfaches Teil" bis zu diesem Fachaufsatz:

Der Bleiakku, seine Lade- Entladetechnik...

Fazit: Alles was nicht Hightech ist macht den Akku sclapp und kaputt?!

Wer hat da Erfahrung oder kann ein günstiges Gerät empfehlen? Wie geschrieben, ca. 30Ah Akku, 2 Amp Ladestrom sind da wohl zu wenig.

Danke im Voraus!
Lars
 
Hallo Lars,

ganz einfach:

Dein zukünftiges Ladegerät sollte automatisch sein (selbsttätig bei voller Batterie abschalten) UND für Erhaltungsladung taugen.

Dann kann es alles, was es können muß, damit die Batterie lange hält.

Sehr gut sind die Ladenetzgeräte, die für den Solar-Batteriebetrieb verkauft werden (z.B. Conrad), da die selbstätig auch ein wenig Batteriepflege machen (Ausgleichsladen), wenn die Batterie länger angeschlossen bleibt.

Als Batterie würde ich Dir eine Blei-Gel-Batterie oder, wenn DU etwas größeres suchst, eine "nasse" Solarbatterie empfehlen. Letztere sehen zwar aus wie eine Autobatterie, haben auch entsprechend Säure in ihren Zellen, aber einen anderen Aufbau der sie für den zyklischen Lade- und Entladebetrieb, wie er bei Solaranlagen eben typisch ist, eingerichtet. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

ACHTUNG: Leere Batterien SOFORT wieder richtig voll laden - sonst Spitzensparken und Poppenkorken und Batterie +. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />


MfG

J.
 
Hallo Jörg,

das klingt vernünftig, nur brauche ich eine Erhaltungsladung wirklich wenn ich das Ladegerät z. B. heute anklemme und morgen dann wieder abklemme? Soll ja nur geladen werden. Die Bleigelakkus verlieren über Monate nur wenige % an Kap.

Auch ist mir die Abschaltung wegen Überladung nicht ganz klar: wenn ich es richtig verstanden habe sinkt der Strom bei voller Batterie automatisch wenn die Ladeschlussspannung =Ladegerätspannung ist.
Warum kann also ein 13,8V Festspannungsgerät einen Akku überladen?

Beim Akku habe ich mich auf einen Bleigelakku eingeschossen, da keine Säure(igitt) und lageunabhängig. Einen Solarakku soll man wohl nicht nehmen weil der für eine 100stündige Entladung gerechnet ist(laut dem Link). 100 Stunden Astrofotografie am Stück...das wäre mal 'ne Nacht

Endlich CS, leider keinen Saft <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

Lars
 
Du hast es genau erkannt. Man sollte nicht aus allem eine Wissenschaft machen und da es dir primär um die Astronomie geht und nicht um die elektrochemischen Feinheiten der Lade- Entladevorgänge an Akkumulatoren reicht für diesen Zweck ein einfaches spannungsgeregeltes Ladegerät mit Festspannung zwischen 13-14 Volt, das in der Lage ist dauerhaft 10% des Nennstromes der Batterie als Ladestrom zu liefern.

Wenn du also einen 30Ah Akku hast dann sollte das Ladegerät 3A liefern können. Damit ist ein leerer 30Ah-Akku nach 10 Stunden geladen.
Diese Faustformel funktioniert unabhängig von allen Ladetechnischen Tricks und Feinheiten wie prozessorgesteuerten Lade/Entladekurven, Erhaltungsladungen und DSP-gesteuerten Ladestromformern. Der Akku wird zu 98% geladenen und auch auf seine prognostizierte Lebensdauer kommen.
Achte einfach darauf, den Akku nach 10h vom Ladegerät zu nehmen.

Ich verwende zB sowas zum Laden: http://www.conelek.com/Messgeraete/Labor...AD_0-30V_3A.htm

Damit habe ich relativ gute Kontrolle über den aktuellen Ladestrom. Die Ladespannung ist einstellbar und der Ladestrom ist begrenzbar. Abgesehen davon ist das Ding durch ebendiese regelmöglichkeiten sehr vielseitig verwendbar.

Grüße
Holger
 
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Hallo Lars!

Ich kann folgendes Ladegerät empfehlen:
Art.-Nr. 250369 - 62
bei www.conrad.de
Preis ca. 40.- Euro

Ich lade mit so einem Gerät ein 7 Ah Blei-Gel-Akku. Man kann damit aber auch deutlich größere Akkus laden (siehe Link).
Einfacher geht es nicht.


Gruß Harald
 
Wenn man es nur zum Laden von 6 bzw 12V Akkus verwenden will ist dieses Gerät sicher die günstigere Wahl.

Grüße
Holger
 
Hallo Lars,

wenn Du selbst nach dem Ladezustand schaust, geht das ganze auch mit der "Low-End-Lösung" - der Rat, ein wenig mehr in die Ladetechnik zu investieren führt letztlich zur längeren Lebensdauer und höherem Energieinhalt Deines Akkus.

Das ist aber eine Frage der Priorität, da die Akkus auch net sooo teuer sind.

J.
 
Hi@all,

vielen Dank erstmal für die Entscheidungshilfe!

Getreu dem Motto "Darf's auch ein bisschen mehr sein?" habe ich erstmal einen Akku geordert: 12V,42Ah,16kg<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/shocked.gif" alt="" />
Ich hoffe ich bereue das nicht...
Vermutlich ist er pünktlich zum nächsten Vollmond da, kennt man ja <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />
Was das Ladegerät angeht habe ich das ins Auge gefasst:
profitec BC1210
Durch die größere Kap. brauche ich halt mehr Strom um auch am nächsten Tag wieder Einsatzbereit zu sein. Gibts aber überall für 60 Euro, nur mein Elektronikladen um die Ecke(Mükra) will 90 dafür haben, ist doch wohl nicht wahr!!!

Falls es keine Argumente dagegen gibt würde ich es demnächst bestellen.

@Holger:
Da mich die Sache technisch interessiert hätte ich noch mal 'ne Frage:
Du schreibst, du brauchst für 30Ah 10 Stunden bei 3A mit konstanter Spannung. Der Strom soll ja nach einer Weile geringer werden, umso mehr je voller der Akku wird. Ist der beschriebene Effekt also doch nicht so groß? Sonst wäre die Ladezeit ja viel länger.
Ich bin übrigens über deinen Link auf mein zukünftiges Ladegerät gestoßen, die haben das auch im Programm.

CS, Lars
 
Hallo Lars,

Du hast natürlich recht, der Ladestrom wird gegen Ende der Ladung geringer. Dieser Effekt tritt aber erst gegen Ende des Ladevorganges auf. D.h. der Akku ist da schon zu ca 80% geladen.

Das von dir gewählte Ladegerrät ist übrigens sehr gut für Bleigel und Bleivliesakkus geeignet.
Es arbeitet nach der IU0U-Kennlinie, d.h. es lädt eben bis 80% der Kapazität mit konstantem Strom (dabei regelt es die Spannung so rauf oder runter dass der entsprechende Ladestrom zustandekommt). Danach lädt es den Akku mit U0 also der Nominalspannung bis der Akku 100% voll ist.
Danach wird mit konstanter Spannung und einem Strom von max c/100 der Erhaltungsladevorgang gestartet.

[EDIT:]
c=capacity, also die Nennkapazität des Akkus

Wenn nicht anders angegeben, gilt die Kapazitätsangabe eines Bleiakkus bei c/20-Entladung

Grüße
Holger
 
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Ich habe mal die gängigsten Bleiakkus im Bereich 1,3Ah bis 100Ah verglichen und vielleicht kann jemand von Euch was mit den Daten anfangen.
(Verglichen habe ich Sonnenschein, Panasonic, Yuasa; Fiamm, Conrad OEM)

Durschnittliches Leistungsgewicht: 358 g/Ah
Minimum: 308g/Ah (Panasonic 65Ah)
Maximum: 454g/Ah (Panasonic 1,3Ah)

Durschnittlicher Leistungspreis im Bereich bis 12Ah: €6,70/Ah
Min: €2,80/Ah (Panasonic 12Ah und Fiamm 7,2Ah)
Max: €16,10/Ah (Panasonic 2,3Ah)

Durchschnittlicher Leistungspreis im Bereich 13-50Ah:
€3,40/Ah
Min: €2,10/Ah (Fiamm 42Ah)
Max: €5,60/Ah (Sonnenschein 16Ah)


Durchschnittlicher Leistungspreis über 50Ah:
€2,2/Ah
Min: €1,80/Ah (Fiamm 100Ah)
Max: €2,70/Ah (Panasonic 65Ah)

Ich habe dann noch Preis/Leistung und Gewicht/Leistung gegeneinander gewichtet um so eine Art Gesamtfaktor zur Beurteilung zu finden.
Da mich dafür vermutlich jeder Mathematiker lynchen würde trete ich das aber nicht breit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Folgende Forderungen habe ich gestellt:

Mindestens 10Ah
Maximal 6kg
Optimale Werte €/Ah und g/Ah in diesem Bereich.

Mein Favorit daraus ist der Conrad Bleivlies-Akku (250214-62)
17Ah, 5,7kg, €45,95
335g/Ah, €2,70/Ah

Wie lange er hält steht auf nem anderen Blatt

Grüße
Holger
 
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Hi,

ich würde mir da echt nicht so einen Kopf machen, sondern einfach eine Autobatterie für 50 Euro sowie ein einfaches Ladegerät für Autobatterien (für um die 20 Euro) kaufen, und fertig. Damit lädst Du die Batterie dann über Nacht auf.

Dann bastel dir ne Kiste mit Griffen und Steckanschlüssen, die Du über Kfz-Sicherungen absicherst, denn es passiert einfach immer, daß sich mal zwei Drahtenden berühren, und man will ja nicht, daß der gesamte Draht dann instantan in Flammen aufgeht (das passiert nämlich nach 0,8 Sekunden).

Gruß
Julian
 
Hallo Julian

du hast vollkommen recht, eine Autobatterie ist am günstigsten und bietet massenhaft Kapazität.

Sie hat allerdings zwei Nachteile.

1. Gewicht
Eine Autobatterie wiegt schon ganz schön was.

2. Säure
Die Autobatterie ist nicht geschlossen. Die Säure kann auslaufen wenn die Batterie in die falsche Lage gerät.
Das kann dir schnell das Gewand, Transporttaschen, Auto, usw. versauen. Abgesehen von Hautirritationen.

Wen das nicht stört, der ist mit einer Autobatterie gut bedient.

Ich habe meinen Stromverbrauch für eine durhschnittliche Nacht mit 10Ah berechnet.
Ein 17Ah Gelakku liefert das auch bei 0°C und vorangegangener Lagerung locker.
Danach ist er wohl ziemlich leer.
Eine Autobatterie mit zB 60Ah wäre dann noch fast voll. Ich brauch die überschüssige Ladung aber nicht, doch das dafür notwendige Gewicht muss ich trotzdem zum Spechtelplatz schleppen.

Das sind meine Hauptüberlegungen warum ich auf Bleigel umsteige.

[EDIT]
Ergänzung:
Eine Noname 36Ah Autobatterie wiegt befüllt ca. 13kg und kostet um €50,00 (Eine Varta €80,00)
das wären dann 361 Gramm pro Ah und €1,39/Ah. Preislich also viel besser als Bleigel. Gewichtsmäßig natürlich in der selben Liga.

[EDIT 2]
Hier habe ich die totale Dumping-Autobatterie gefunden 36Ah €37): http://batterien.kortenbrede.de/shop/ok_40_1_2_13132

kennt die jemand??

Grüße
Holger
 
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Sagt mal, ist es eigentlich egal in welcher Reihenfolge beim Laden die Kontakte angelegt werden? Zuerst +, dann -, dann Ladegerät in die Steckdose oder anders rum???
 
Hi Lars!

Welches Teleskop hat Dir denn an einem Wochenende die Autobatterie leergesogen?Ich frage, weil ich im Juni eine Woche mit einem LX50 auf einer Alm verbringen werde und mir dachte sone Autobatterie hält ja wohl ne Woche.
Ich hatte mir zumindest gedacht, daß ich die Batterie nicht laufend wieder einbauen und aufladen muß-meine Freundin wär`bestimmt auch nicht begeistert, der gehört nämlich das Auto.Abgesehen davon:Anschieben oder anrollen auf der Alm kann auch unangenehm sein...
 
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Hi Joe,

das war mehr der Laptop mit Webcam, die Eq-6 mit ESCAPS und dann noch so Kleinkram wie Lüfter, Flatfieldbox etc.
Der Laptop zieht im Betrieb gemessene 3,5 bis 4A, die Montierung ca. 0,5 bis 1A je nach GOTO-Häufigkeit.
Das ganze über 5 Stunden, sind so ca. 25Ah.
Würde also theoretisch noch gehen. Nur ist meine Autobatterie schon ettliche Jahre alt und sie war ja auch nicht komplett leer. Das Astrogerödel lief noch einwandfrei nur der Anlasser hats nicht mehr geschafft. Ein jämmerliches Röcheln war die Antwort.
Zum Glück parke ich immer bergab und mit Hilfe der Schwerkraft schaffte es dann der Anlasser den Wagen wieder in Gang zu kriegen.
Ich denke eine einfache Montierung kann man schon lange laufen lassen. Einfach mal Messen und dann hochrechnen. Die Batterie wird ja auch wieder nachgeladen.

CS, Lars
 
Hi PW,

erst Akku anschließen und dann einschalten ist sicher sinnvoll.

Eine Pol-Reihenfolge-Regel wie beim Starthilfekabel braucht man hier nicht. Dort hat es den Grund den Ausgleichsstrom zu begrenzen, und Entzündung von eventuell ausgetretenem Knallgas durch Funkenbildung beim Anschließen zu verhindern.

Viele Grüße
Martin
 
Hallo PitWi,

Zur Entzündung von Knallgas kommt es nur in seltenen Fällen (in meinem Bekanntenkreis kenn ich nur einen einzigen) wenn mann einen komplett entladenen Akku an eine Stromquelle anschließt. Durch den extrem hohen Stromfluss kommt es zur Funkenbildung am Pol (egal welchen man zuerst anschließt) der wiederum das entstehende Gas zünden kann.

Ich möchte kurz erklären, warum man bei der Starthilfe ein bestimmtes Prozedere einhalten sollte.

Man sollte zuerst den +Pol anklemmen. Warum?
Ganz einfach, der -Pol ist gleichzeitg die Fahrzeugmasse. Schließe ich erst den -Pol an, heisst das jedes mit Masse verbundene Metallteil des Fahrzeugs (und das sind üblicherweise alle Metallteile) sind nun mit dem -Pol der zweiten Batterie verbunden. Berühre ich nun während dem Anschließen des +Pols versehentlich einen Fahrzeugteil so schließe ich damit die 'helfende' Batterie kurz. Es kommt dadurch zu extrem hohen Strömen und ich beschädige die 'helfende' Batterie.

Schließe ich zuerst den +Pol an ist die Gefahr gering einen Kurzschluss zu fabrizieren, da viel weniger Teile des Fahrzeugs mit dem +Pol verbunden sind als mit dem -Pol.

Danach sollte ich den -Pol anklemmen, jedoch aus eingangs erklärten Gründen nicht an der Batterie direkt sondern am Besten an einem Metallteil des Motors der nicht direkt neben der Batterie liegt. Kommt es dann zu einem Funken bin ich weit genug von der Gaserzeugenden Batterie weg und es kann nicht zu einer Zündung des Knallgases kommen.
Übrigens sollte der Motor des helfenden Fahrzeugs während des Startvorganges (über 2000upm) laufen. Dadurch wird die Batterie des helfenden Fahrzeuges durch seine Lichtmaschine unterstützt und somit geschont.

Zurück zum eigentlichen Thema.
Die Knallgasbildung kann grundsätzlich auch bei einem Bleigelakku auftreten. Dieser hat ein Überdruckventil, über das Gas bei zu hohem Ladestrom austreten kann. Die Wahrscheinlichkeit ist extrem gering aber vorhanden.

Andererseits ist der Betriebszustand des Ladegeräts zum Zeitpunkt des Ansteckens an die Steckdose undefiniert und somit ist auch die Ausgangsspannung des Ladegeräts für diesen Moment undefiniert und könnte für den Akku schadhaft sein.

Wiegt man diese beiden (hypothetischen) Risiken gegeneinander ab würde ich wie auch mein Vorredner erst die Batterie anklemmen und dann das Ladegerät anstecken.

grüße
Holger
 
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Bleiakkus dürfen nur mit 10% des Stromes in A geladen werden, welcher ihrer Nennkapazität in Ah entspricht. Eine 30Ah-Batterie sollte mit nicht mehr als 3 A geladen werden. Der Ladevorgang ist dann nach 12 h abgeschlossen (und nicht nach 10, wie jemand schreibt, da es einen Wirkungsgrad gibt).

Eine Stromversorgung mit fester Spannung wird bei einem leeren Akku einen viel höheren Strom liefern, und am Ende sehr wenig. So ähnlich funktioniert es im Auto, und deshalb ist die Batterie nach paar Wintern hinüber (Winter = Tiefentladung, Tiefentladung = hoher Ladestrom).

Das beste ist also eine Stromquelle anstelle einer Spannungsquelle, die man auf den Ladestrom einstellt. Die notwendige Ladezeit kann auf zwei Wegen bestimmt werden:
1) Man mißt immer mal die Leerlaufspannung der (teil)geladenen Batterie und vergleicht mit dem Nennwert
2) Man mißt die Leerlaufspannung der entladenen Batterie und bestimmt die Restkapazität aus einer Entladekurve.

Ein richtige Batterieladegerät macht so etwas freilich automatisch.
 
Die beste Lademethode für Bleibatterien ist immer noch die von Varta empfohlene: Konstante Spannung mit 1,44 Volt/Zelle und Strombegrenzung auf C/10.

Bei einer Bleibatterie mit 12Volt/36Ah bedeutet das 14,4 Volt Konstantspannung mit 3,6 Ampere Strombegrenzung.

Daraus ergibt sich eine Ladekennlinie, die am Anfang, je nach Ladezustand, weniger als 14,4 Volt zeigt. Die Klemmspannung steigt dann im Laufe des Ladevorgangs an, während der Strom beim Erreichen der Ladeschluss-Spannung bis auf den Erhaltungsstrom absinkt, der durch die Selbstentladung der Batterie verursacht wird.

Auf diese Weise hat man immer eine schonend bis zu Maximum geladene Batterie.

ACHTUNG!! Dieses Ladeverfahren ist nicht für Nickel/Cadmium-, Li-Ionen, NimH- Zellen geeignet.

Am besten nimmt man dafür ein Netzgerät, bei dem man Strom und Spannung einstellen kann. (z.B.Conrad hat sowas im Programm)

Gruß

Peter

Always clear skies
 
Hallo Uwe,

das mit den 10h ist, wie ich auch geschrieben habe, eine Faustformel nach der der Akku ca. 80% seiner Ladung hat!
Da das hier ein Astro-Forum ist wollte ich nicht unnötig auf Details eingehen.

Der Ladestrom, den du beschreibst (10% d. Kapazität) ist auch nur ein Richtwert mit dem man nicht viel falsch machen kann. Es ist keinesfalls so, dass man ihn nicht überschreiten darf.
Wichtig, man muss den vom Hersteller im Datenblatt angegeben Iic (initial charge current) beachten.
Bei einem 17Ah Panasonic Bleigelakku zB bis zu 6,8A

Daher sollte man das Ladegerät entsprechend der vorhanden Zeit zwischen dem Gebrauch dimensionieren (Iic als Maximalwert nicht überschreiten! -> Akku entsprechend auswählen)
Wird der Iic überschritten führt das zu Kapazitätsverlusten oder defekten.

Übrigens haben Autos seit geraumer Zeit Laderegler um ein Übersteigen des Iic auch bei leerer Batterie zu verhindern!

Eine Tiefentladung wird jedoch nicht verhindert, und die ist das eigentliche Übel. Wird die sog. Entladeschlussspannung eines Bleiakkus unterschritten (NassAkku ~10,5V = 1,75/Zelle) so verliert der Akku unwiederuflich Kapazität oder ist im schlimmsten fall sofort defekt!
Bei Gelakkus liegt die Entladeschlusspannung noch höher (11,4v = 1,9V/Zelle)

Das beste ist, man achtet beim Kauf eines Ladegerätes darauf, dass der Iic des Ladegerätes mit dem des Akkus übereinstimmen.

Um den Rest, wie Schnellladestrom (meist 2xIic) Ladeschlusspannung, Erhaltungsladespannung darf sich die Elektronik kümmern

Vorausgesetzt man hat in ein vernünftiges Ladegerät das nach der sog IUoU-Kennlinie arbeitet investiert.

Grüße
Holger
 
Die beste Lademethode für Bleibatterien ist immer noch die von Varta empfohlene: Konstante Spannung mit 1,44 Volt/Zelle

Da muss ich widersprechen.

Varta Batterien haben wie die meisten 12V Bleiakkus 6 Zellen. 6x1,44 = 8,64V

Eine 12V Bleibatterie mit unter 12V im Leerlauf ist defekt!
Die Entladeschlusspannung liegt bei Nassakkus bei min. 1,75V. Entlädst du eine Zelle auf einen Wert darunter beschädigst du sie permanent.

Die angegeben 14,4V mögen die Ladeschlusspannung sein.
Das ist die Spannung, die ein geregeltes (zB: IUoU) Ladegerät für den Hauptladevorgang verwendet
Sie kann abhängig von Akkutyp und Hersteller zwischen 2,3 und 2,48V/Zelle liegen. Ist sie für die vorliegende Batterie nicht bekannt sollte man von 2,3V/Zelle ausgehen. Das ergibt dann die bekannten 13,8V

In deinem Fall wären es bei 14,4V für den Varta Akku 2,4V/Zelle

Grüße
Holger
 
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Hi Starchase,

alle Ladegeräte, die nur mit Gleichstrom laden, tragen zum Sulfatieren der Platten in den Blei-Akkus bei.
Es sollte mit pulsierendem Gleichstrom geladen werden.
DAs ist sogar billiger, weil hinter dem Gleichrichter der Lade-Elko (Kondensator ) wegfällt/wegfallen muss.
D.h. einganz billiges Ladegerät, das den benötigten Strom (Amp) liefern kann, reicht aus. Für das gesparte Geld besorgt man eine Schaltuhr, mit der man die Ladezeit begrenzt, damit der Akku nicht ans Gasen kommt. Dann wird vielleicht nicht die 100%ige Kapazität erreicht, aber eine lange Lebensdauer. Ein Voltmeter zur Endspannungskontrolle hast Du ja vielleicht.
Gut Strom und
cs
jorgos
 
Die Sulfatierung hängt primär vom Entladungsgrad und vom Ladungszustand über die ZEit ab.
Zum einen fällt umso mehr aktives Material aus den Platten, je höher die Entladetiefe ist und je öfter ein Bleiakku entladen wird. Zum anderen tritt bei hohen Entladetiefen in Verbindung mit länger andauernden niedrigen Schwebeladungszuständen vermehrt permanente Sulfatierung auf (Nicht durch den Ladevorgang)

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, einen Bleiakku möglichst ständig im vollgeladen Zustand zu halten. Kaum etwas ist für Bleiakkus schädlicher, als sie längere Zeit teilweise oder ganz entladen sich selbst zu überlassen. Bleiakkus sulfatieren zwangsläufig um so schneller, je tiefer sie entladen sind. Jede einzelne tiefe Entladung fördert die Sulfatierung!

Nur der Vollständigkeit halber: Es gibt keinen in der Technik anerkannten Weg, um große Bleisulfat-Kristalle sulfatierter Bleiakkus wieder in nennenswertem Maße in reines Pb oder PbO2 zurückzuverwandeln! Dies möchte ich nur erwähnen, weil es im Handel geräte gibt, die genau das versprechen (sogenannte "Pulser"). Da Bleisulfat u.a. ein elektrischer Nichtleiter ist, kann es auch nicht durch elektrische Impulse zurückverwandelt werden (es macht übrigens für Bleisulfatkristalle keinen Unterschied, ob man Ladeenergie in Form von Impulsen, oder gleichmäßigem Ladestrom zuführt.

Fazit

Will man der Batterie ein langes Leben gönnen, muß man zu allererst für einen stetig hohen Ladezustand sorgen.

Vermeidet Tiefentladungen
Tiefentladungen schädigen eine Batterie am stärksten und vor allem unmittelbar. Ist es doch passiert, wartet nicht mit dem Aufladen sondern schließt sie so bald wie möglich ans Ladegerät an. Überlasst die Batterie nicht längere Zeit entladen sich selbst!


Grüße
Holger
 
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Hallo Peter,

meine Batterie und auch das Ladegerät sind jetzt angekommen und spontan wird auch das Wetter wieder besser. Wenn das kein Grund zur Freude ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
In der Anleitung steht zum Thema Anschließen: Erst Akku anklemmen und dann Ladegerät ans Netz. Ob erst + oder - ist da vermutlich egal.
Je nachdem ob ein Glättungskondensator am Ausgang eingebaut ist kanns hier beim Anklemmen heftig Funken.

CS, Lars
 
Hallo Holger,

der Pulser soll wohl nur durch extrem kurze(hundertstel Sekundenbereich) Strompulse(bis 100A) Gasblasen an der Bleiplattenoberfläche erzeugen und so das Bleisulfat "wegsprengen". Nur aufgelöst wird das Zeugs dadurch wohl nicht.
Folglich müssten die Platten immer dünner werden.

Grüße, Lars
 
Hallo!

Ich habe aus meiner Moppedphase das hier herübergerettet.
Funktioniert bestens: anklemmen und vergessen. Da hat meine Moppedbatterie den ganzen Winter drangehangen.

Grüße
Tom
 
Hallo MT,

Eine Batterie hält eine angegebene Anzahl von Lade/Entladezyklen. Danach kann man sie meist entsorgen.
Das von dir verlinkte Gerät tut genau das. Es Lädt und Entlädt die Batterie selbstständig und verbraucht damit Zyklen. Die Behauptung, der Akku würde damit formiert ist schlicht technischer Unfug (ein Bleiakku ist nach den ersten 5-6 Zyklen formiert).

Da wird angepriesen, dass es den 'Fahrbetrieb' simuliert. Dabei ist es genau der 'Fahrbetrieb' der eine Batterie mit der Zeit an ihre Lebensgrenze bringt.

Man verschwendet damit nur unnötig Lade/Entladezyklen. Bei den angegebenen Strömen würde ein Zyklus eines 17Ah-Akkus ca 8 Tage dauern. Wenn ich die Batterie 5 Monate einmotte vergeude ich damit grob 19 von zB 600 mögliche Zyklen.
Ich glaube nicht, dass das vorteilhaft ist.


Am besten ist eine unbenütze Batterie an einem Ladegerät aufgehoben, das einen Erhaltungslademodus anbietet.


Grüße
Holger
 
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