Blendschutz für Aussichtsfernrohr

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MartinElsaesser

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Hallo,

An vielen Stellen mit gutem Ausblick stehen Aussichtsfernrohre, meistens mit Geldbetrieb. Diese lassen sich ja in gewissen Grenzen frei schwenken. Sind diese Systeme eigentlich dagegen geschützt, das der Laie damit in die Sonne schaut?

Dazu müsste entweder der Schwenkbereich begrenzt werden, oder im Gerät befindet sich eine lichtempfindliche Anordnung, die bei Annäherung an die Sonne schnell "zu macht".

Kennt sich da jemand aus?

Wie müsste man denn sowas konstruieren, wenn man den Schwenkbereich nicht einschränken will/kann? Am besten wohl ein mehrere Maßnahmen:
- Filter, die schonmal grundsätzlich UV/IR und 90% des visuellen Rests entfernen,
- lichtschwaches optisches System mit kleiner AP
- den Rest macht der Lidschlussreflex.

Ein automatisches Abschaltsystem innen müsste ja schnell sein, um gegenüber dem Lidschlussreflex eine Verbesserung zu bringen.

Meinungen, Ideen, Erfahrungen?

Grüße, Martin
 
Hallo Martin,

spontan würde ich eine Art Öffnung mit größerem Gesichtsfeld als das Aussichtsfernrohr in Kombination mit einem Beleuchtungsstärkesensor und einem (Schwellwert-) gesteuerten Verschluß verwenden...

...diese Idee ist frei für den privaten Gebrauch, jedoch nicht für den Kommerziellen!


Grüße,
Ulrich
 
hi!

bei uns in der stadt steht oben am berg beim schloss auch so ein aussichtsfernrohr.

zwischen den okularen ist ein kleines durchgestrichenes strichmännchen, das in die sonne guckt... ;)
 
Hallo Julian,

schön für Dich!

...und Du würdest es sicher auch mit dieser "umfangreichen" "Schutzausstattung" auf dein Risiko betreiben und hättest wohl keine Bedenken, daß ein 8 Jähriger beim fröhlichen Schwenken durch den Stahlblauen Sommerhimmel die Sonne nicht erwischt, nur weil das Strichmännchen "eindrücklich" davor warnt?

-

Ich hoffe sehr, daß ich dich mißverstanden habe und deine Stadt nicht wirklich so leichtsinnig ist das Aussichtsfernrohr so zu montieren, daß es nicht nur nach Norden schaun kann... ;)


MfG
Ulrich
 
Hallo Ulrich,

Du verstehst den Julian nicht falsch, genau so wird das gemacht, genau so habe ich das schon häufig gesehen und genau so ist das rechtlich "machbar".
Ob das im Eventualfall rechtlich angreifbar ist steht auf einem anderen Blatt.
Die Eltern des 8-jährigen wird man auf jeden Fall unter Hinweis auf ihre Aufsichtspflicht "abschmettern" wollen.

CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

ich frag dich jetzt nicht, woher Du weißt, was Julian meint... ;)

Das Problem sehe ich vor Allem darin, daß alle rechtlichen Folgen, egal ob "gerecht" oder nicht, dem 8 Jährigen nichts (mehr) nutzen.

Und die Eltern in so einem Fall Schuldfrei zu sprechen kommt quasi einer Entmündigung gleich - nur veranker mal die Pflicht zum Kinderindieweltsetzunderziehschein auf ähnliche Weise, wie den Führerschein...aber das ist wohl ein anderes Thema... :(

-

Deiner und Julians Problematik kann man noch einfacher Abhilfe schaffen, als Martin´s:

Man begrenzt den maximal möglichen Einstellwinkel des Aussichtsfernrohrs auf z.B. Horizontlinie und beschränkt die Nutzungsdauer auf die Stunden, in denen die Sonne mit Sicherheit hoch genug steht, um nicht in´s Sichtfeld des Aussichtsfernrohres zu gelangen.

Man könnte das z.B. recht betriebssicher mit einer (programmierbaren) Zeitschaltuhr in Kombination mit einer Funkuhr realisieren.
Die Stromversorgung könnte über eine Solarzelle mit Akku, oder Kondensatorpuffer erfolgen etc..
(Endlich eine wirklich vernünftige Anwendung für Solarzellen... :biggrin: )


Das Folgende gilt für Alle:

Die hier genannten Ideen darfst Du privat und kommerziell nutzen, wenn Du dich bereit erklärst, für jedes mit dieser Sicherheitsfunktion Ausgestattete (Aussichts-) Fernrohr mindestens 10.- € in einen noch zu gründenden Hilfsfonds für im mitteleuropäischen Raum lebende, aufgeweckte, aber vom Bildungssystem und den Eltern vernachlässigte Jungen im Alter von 6 bis 12 Jahren zu Spenden und außerdem bei Münzfernrohren, die Hälfte der Betriebseinnahmen an diesen Fonds abzuführen.

Mit einem diesbezüglichen Hinweis auf einem solchen Aussichtsfernrohr, lässt sich wohl mehr Positives erreichen, als mit einem Strichmännchen...

...nur so als Vorschlag...

...mir fallen da spontan 3 weitere sehr aktive Forenteilnehmer ein, die sicher gern einen Teil ihrer Freizeit für dieses sozial- orientierte Engagement aufbringen würden...
(Welches durchaus Lehrgänge zum Thema (Hobby-) Astronomie enthalten darf)


Hört sich Alles im ersten Moment vielleicht etwas komisch an, aber eben womöglich nur im Ersten...

-

Gute Aussicht wünschend,
Ulrich
 
Hallo Ulrich,

ich würde, wie Du, einen Sensor installieren der in dem Moment wo er Licht einer gewissen Intensität empfängt, eine interne Blende schließst, das geht im Millisekundenbereich. Schlecht nur, wenn so ein kleines "Monster" (auch größeren Monstern ist das zuzutrauen) genau da einen Kaugummi hinpappt. Der Sensor müsste also auch sicherheitshalber ein Dunkelabschaltung haben, die Blende muss also auch schließen, wenn der Sensor nichts mehr sieht. Damit fällt dann das Gerät zum Sternegucken aus.

CS
*entfernt*
 
Hi,

solche Lösungen sind allesamt einfach zu kompliziert und zu fehleranfällig. Jede Elektronik kann ausfallen (oder durch Vandalismus zum ausfallen gebracht werden). Einzig eine stabile mechanische Sperre die den Schwenkbereich entsprechend begrenzt dürfte hinreichend zuverlässig sein.

Ciao, Udo
 
Hallo Günther,

in meinem Vorschlag für Martin, der (so meine Vermutung) eventuell ein gesichertes Aussichtsfernrohr für eine (Volks-) Sternwarte, oder eigene quasi öffentliche Führungen sucht, ist die Vandalismusgefahr reduziert und selbst wenn nicht, habe ich bei meiner Idee lediglich das größere Gesichtsfeld, nicht aber den Anbringungsort des Sensors festgelegt... und ich kann dir versichern, solange das Instrument funktioniert, funktioniert auch der Sensor...

Wer dann noch Spaß an Zusatzanzeigen / Sicherungen hat, darf dann diese extra ordern und bezahlen...

...und das Gerät, kann rund um die Uhr den vollen Schwenkbereich nutzen.

-

Aber ich dachte dir ging es vielmehr um die Problematik für übliche, ungesichert aufgestellte Aussichtsfernrohre, die (egal ob es die Schuld der Planer, etc., oder Eltern ist) eine Gefahr für (junge) Menschen darstellen können.

Und da gibt es die von mir erwähnte Lösung mit Schwenkhöhenbeschränkung (eben z.B. Horizont), die in Kombination mit der Tageszeitabhängigen Schutzschaltung, auch ohne schnellem Verschluß einen sicheren, aber nicht für die Astronomie geeigneten Lösungsweg aufzeigt, der gerne von Dir mit der Unterstützung anderer (auch an Werbung) Interessierter,
beschritten werden darf - wenn dabei noch etwas für soziale Zwecke abfällt.

CS
Ulrich
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Udo,

du weiß ja, daß sich gern die günstigste Lösung durchsetzt - und die ist häufig Elektronik statt Mechanik (mit dem Zusatzbonus erweiterte Flexibilität).
Kompliziert ist meist nur, was man (noch) nicht versteht...
Fehleranfällig ist Etwas, wenn am falschen Ende gespart wurde (z.B. zu spitzer Stift des Rechnungswesens, oder eine "wichtige" Zeitplanung der Marketingabteilung...).


Ciao, Ulrich

P.S.:
Mechanische Sperren können auch kompliziert und fehleranfällig sein und auch mechanisch gebrochen werden.
Ein aus dem Wasser gedrücktes Aussichtsfernrohr mit rein mechanischem Schutz, hat auch einen veränderten Schwenkbereich...

Es gibt, wie so häufig mannigfaltige "Lösungen" und "Einzig" ist selten wirklich allein...
 
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