Allerdings zeigen die orangegelben Sterne ein dunkles, rotes Halo. Ist das die Folge der LAB-Zerlegung mit Hilfe einer Maske?
Das ist das Resultat der LAB Zerlegung ohne Maske
SXT mit Erzeugung Sternlayer und "Unscreen Stars"
Was macht Unscreen Stars genau? Ich muss gestehen, dass ich noch so mit der Arbeitsweise von PI kämpfe, dass ich bisher wenig ausprobiert habe. Ich habe bisher im wesentlichen die Standardeinstellungen verwendet. Mal bisschen mit den Prozenten gespielt. Aber sonst nichts.
Ansonsten versuche ich halt herauszufinden, wie BXT auf Dinge reagiert, die ich zwar brauche, aber auf das Teil nicht unbedingt trainiert wurde. Also zum Beispiel starke CA durch eine Verkippung des Okularauszuges, das ich bei einigen alten Bildern hatte. Oder Spikes von der v-förmigen, zweiarmigen Spinne meines selbstgebauten Okularschlittens.
Das Bild hier ist z.B. ein Livestack, den ich mit Sharpcap und meinem Dobson gemacht habe. Also 2s pro Frame, keine Darks, Flats oder Bias, keine Kühlung, kein Guiding, kein Dithern, kein Koma Korrektor. Dazu kommt noch die zweiarmige, v-förmige Spinne und der Okularschlitten, dem etwas Biegesteifigkeit nichts schaden würde. Einfach 70min laufen lassen, den Livestack abgespeichert und fertig. Also ein echter Härtetest.
Ist schon erstaunlich, was man mit den Tools in PI alles machen kann. Das ist ja nur ein einfaches EAA Bild. Kein richtiges Astrofoto. Das ist auch alles selbst gebaut. Sowohl Teleskop als auch Nachführung. Da kann man ganz anders an den Reglern ziehen als mit meiner Software Kombo. Das wird wohl zum Teil an der Vorbereitung durch BXT, NXT und SXT liegen. Aber man hat in den PI Tools auch ganz andere Einstellmöglichkeiten. Und die Mathematik hinter den Tools scheint mir auch etwas komplexer zu sein als z.B. in Gimp und ähnlichem.
Koma macht PI komplett weg, eigentlich schon fast egal wie stark das ist. Starke CA nur zum Teil. Die Spikes von der v-förmigen Spinne wird bei schwachen bis mittleren Sternen gut korrigiert. Helle Sterne korrigiert es schlechter als schwache bei egal welchem Problem. Die Artefakte bleiben zum Großteil und die Sterne bleiben etwas schwammig. Wenn man mit Starnet v2 arbeitet, bleiben die Artefakte großteils im sternlosen Bild und man kann sie wegstempeln. Das geht mit SXT nicht. Das räumt den Hintergrund komplett ab. Dafür ist der dann auch komplett glatt und man kann das Bild eine runde weiter strecken. NXT bügelt das Regenrauschen mehr oder weniger komplett glatt. Das ist natürlich auch super.
Unter dem Strich würde ich sagen, dass man z.B. sowas wie die Koma von kleinen Apos gut korrigieren kann, auch wenn man keinen Flattener verwendet, der diese korrigieren kann. Starke CA kriegt man sehr gut korrigiert, aber nicht vollständig. Artefakte von Sonderkonstruktionen wie die v-förmige Spinne, kriegt man nur schwer in den Griff. Kann man aber auch nicht wirklich erwarten. Hauptschwachstelle würde ich in der Korrektur von hellen Sternen sehen. Das sieht man auch bei Bildern, die andere hier gepostet haben. Da würde ich aber erwarten, dass in der nächsten Version nachgelegt werden kann.