Blutiger Anfänger bittet um Hilfe.

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samsa

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Hallo liebes Forum,

ich bin auf der Suche nach meinem ersten Teleskop und irgendwie macht mich der Wirrwarr zwischen den vielen verschiedenen Möglichkeiten wahnsinnig.

Jetzt hab ich mal so ein paar onlineshops durch und bin irgendwie bei diesem ding, einenm Skywatcher Newton 130/650 auf ner EQ2 Montierung:

http://www.teleskop-austria.at/shop/index.php?lng=de&m=2&kod=newt-130-650-sw-eq2&om=TELESKOPE

hängen geblieben.

Jetzt ist meine Frage ob man sowas kaufen kann.
Ich will jetzt erstmal nicht so viel Geld ausgeben und in die Materie reinschnuppern.

Bin mir auch nicht sicher obs nicht doch ein Refraktor werden sollt

Was ich genau beobachten will kann ich noch nicht wirklich sagen, wird sich ergeben wenn ich mal dabei bin.

Die Lichtverhältnisse bei mir in der Umgebung sind eigentlich sehr gut – ich wohn mitten in der Pampa ohne viel störendes Umgebungslicht.

Aja bevor Ichs vergess, diese Dobsons sind mir (rein gefühlsmäßig) etwas unsympathisch.

Wär echt genial, wenn mir jemand helfen könnte

Beste Grüße
Martin
 
Sei gegrüßt Martin,

ich würde dieses Teleskop nicht kaufen. Die Montierung macht einen sehr wackeligen Eindruck. Ich habe damals auch mit so einem Wackelteil angefangen und fast die Lust an der Astronomie verloren.
An deiner Stelle würde ich nach einem gebrauchten Vixen New Polaris R-114 S, M oder E Ausschau halten. Das ist ein prima Einsteiger-Teleskop und du kannst es Erweitern und dann auch zur Fotografie einsetzen. Diese Teleskope werden des Öffteren bei Ebay angeboten. Die Preise liegen inkl.Grundausstatung bei ca.140 bis 200 Euro. Dafür hast du ein wirklich gutes Teleskop und eine solide Montierung. Das ist ein gutes Universal-Teleskop. Das wäre ein Vorschlag von mir.

Viele Grüße
Torsten

P.S. in Ebay-Kleinanzeigen werden gerade drei angeboten (180 Euro und 200 Euro)!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Martin,

willkommen im Forum.

Von der grundsätzlichen Einstellung, eine ganze Klasse Teleskope von vornherein auszuschließen, rate ich dir dringend ab!

Denn: warum dir „diese Dobson (rein gefühlsmäßig) etwas unsympathisch“ sind, kannst du (natürlich) nicht begründen, du hast noch keines live gesehen, ganz zu schweigen von getestet - oder?

Ich sags mal häretisch: die sehen nicht so schön technisch und professionell aus, stimmt’s? Unsere Augen lassen nur sich so gern täuschen. Aber was bei Tage beeindruckend technisch angeflogen kommt, läßt in der o.g. Klasse bei Nacht nur allzuoft schmählich die Flügel hängen. Aus Astrolust wird schnell Astrofrust.

Einen sehr guten Link zum Lesen hast du schon von Marcus bekommen. Derlei findest du in so gut wie jedem Einsteigerthread mehrfach – lies dich schlau und versuch, Teleskope in Echt gezeigt zu bekommen: in einem Verein oder auf einem Astrotreffen!!!! Dann änderst du garantiert auch deine abweisende Meinung zum Dobsonprinzip rasch, weil du einsiehst, dass das Skope allein noch keine Beobachtung garantiert – es gilt mehr an Equipment zu versammeln und jeden Euro, den du in eine miese Lämmerschwanz-Montierung steckst, vermisst du bei Okularen, Kartenmaterial etc etc pp.

Erfolgreichen Einstand wünscht Olaf
 
Hallo Martin,

Ich lese aus Deinem Posting, dass Du noch gar nicht sicher bist, ob Du Interesse hast am Sterne gucken?

Wenn Du nur reinschnuppern möchtest, besorg Dir doch ein billiges gebrauchtes Teleskop aus dem Auktionshaus.
So eins, wie sie im Discounter ab und an für ca. 50 Euro angeboten werden.
Einen Refraktor, Objekiv 60 und Brennweite 700 oder so.

So eins macht zwar nicht wirklich Spass, es wackelt, die Okulare sind nicht unbedingt toll.
Die Wackelei wird Dir auf den Senkel gehen. Aber zum Reinschuppern, wenn man noch gar nicht weiss, ob überhaupt Interesse besteht, ist das doch gut. Und Du setzt kaum Geld in den Sand, falls Du keine Lust hast.

Guck Dir damit den Mond an, den Jupiter, versuch, die Andromedagalaxie zu finden...
Sobald Du sagst: Wow, ich will mehr...", dann kaufst Dir was ordentliches. Ein besseres Teleskop, wo es sich lohnt später noch ein paar gute Okulare nachzukaufen.

So habe ich das gemacht. Denn ich hätte nicht das Geld, mir erst ein halb teures Teleskop zu kaufen, und dann nochmal anschliessend ein noch besseres.
Dann lieber ein ganz billiges Schrott-wackel-Teleskop zum gucken, was man da oben überhaupt sieht, und danach eins, das Spass macht und ausbaufähig ist, und vor allem eins, dass nicht so wackelt.

Mein Astrolon Refraktor hat 5 Euro gekostet. 3 Tage habe ich nur gebraucht, für meine Entscheidung, ein besseres kaufen zu wollen.

Gruss,
Arnim!




 
hallo Arnim, hallo Martin

wenn einer nur mal so schnuppern will, reicht in jedem Fall ein mittelprächtiges Fernglas ab 8 x 25. Gerade der Mond ist damit schon zu beobachten – Licht bringt er ausreichend mit. Das Glas aufgelegt oder ggfs. sogar auf ein Fotostativ geschnallt und gut ist.

Nichts für ungut, aber dein Tipp ist m. E. nicht zielführend, um es höflich zu umschreiben. Dann kann er sich besser Omas Opernglas ausborgen. Mit einem 50 Euro Schrottrefraktor, auf welcher Monti auch immer, erreicht er vor allem eines: frustvolles Bedauern, 50 Euro leichtfertig verbrannt zu haben, die ihm beim Einsteigergerät fehlen …

Mit dem genannten Newton hat Martin sein Interesse schon gut umrissen. Das Öffnungsverhältnis von f/5 des Links finde ich etwas kritisch, f/6 oder f/8 ist da verzeihender, gerade für den Einstieg, die gelieferten Okus und die ersten Objekte wie Mond und zurzeit Jupiter. DS geht damit bedingt auch. Aber unter dem Strich bleibt für jeden, der nicht gleich „viel“ Geld in die Hand nehmen möchte: bei anderen mitspechteln!

Martin, wo kommst du denn her? Du verlinkst einen Shop aus Österreich?

O.
 
Hallo Olaf,

ich war ebenfalls gut beraten, mit einem gebrauchten Lidlskop von ebay einzusteigen. Aus den beiliegenden Kellnern wurden ebenfalls gebraucht schnell ein paar Plössl und in Nullkommanix hatte ich Aufstellung und Bedienung einer Parallaktik begriffen sowie die erste Orientierung am Himmel gefunden. Das Ganze für unter 100,- Euro.

Dann habe ich bewußt und gereift "mein" jetziges Teleskop gekauft, übrigens wieder mit Parallaktik. Ich habe auch nicht vor, demnächst einen Dobson anzuschaffen, denn Parallaktik ist aus verschiedenen Gründen "genau mein Ding".

Daher würde ich den Rat von Arnim höflich unterstützen und den "Schnupper-Gebrauchtkauf" nicht ausgrenzen: jeder Jeck is doch anners und ebenso die Wege dorthin... Das LIDL übrigens macht jetzt als Sonnenteleskop mit Baaderfolie seinen Job und geht tagsüber mit Amiciprisma auch mal auf Vogelkundschaft... und ab 10" landet man doch sozusagen automatisch bei einem Dobson, aber nur, weil es kaum anders geht bzw. bezahlbar ist.

CS

Logi
 
Hi Logi,

jeder Jeck is anners – da hast du ganz recht. Ein Grund mehr, nicht gleich zu kaufen, sondern erst versuchen, zu schauen. Mir gefällt das Lidl (o. ä.) aus vielerlei Gründen grundsätzlich nicht – selbst nur für Spässkes wär es mir noch zu teuer, für ernsthaftes Beobachten zu schlecht.

Aber auch ich bin nur ein Jeck und würde einem „blutigen“ Anfänger immer zuerst zu einem Newton raten, gemütliches Öffnungsverhältnis, justierfreundlich, stabil montiert, mit der größten bezahlbaren Öffnung … bleibt für 200 Euro ein Dobson. Sei es drum – my 50 Cents.

Gebraucht ist sicher ein brauchbarer Tipp, dann ist bestimmt auch eine vernünftigere parallaktische Montierung drin – denn, EQ2 rockt nicht.

Ahoi, O.
 
Moin Olaf,


Korrekt. Die Lidl-Astro-3 mußte auch erst entsprechend optimiert werden.

Wegen der optischen Qualität des Lidl bin ich allerdings nicht ganz bei dir... wir wollen das aber nicht vertiefen, sonst offtopic.

Mir ging es darum, einen völlig unbeleckten Anfänger nicht "alternativlos" in ein mittleres Investment zu treiben, ohne überhaupt mal irgendetwas vergrößert vor Augen gehabt zu haben. Spechtelgruppen aufsuchen ist halt auch nicht jedermanns Sache...


Gruß vonner Waterkant

Logi
 
Hallo Martin,

willkommen im Forum!

Aus eigener Erfahrung würde ich dir empfehlen, erst einmal Kontakt zu einem Astronomieverein in deiner Umgebung aufzunehmen. Dort ist man sicher bereit, dir die Unterschiede zwischen den verschiedenen Teleskoptypen zu erklären. Eventuell besteht sogar die Möglichkeit durch verschiedene Teleskope durch zu schauen, um einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit zu bekommen.
Grundsätzlich gilt: Es gibt nicht das eine richtige Teleskop. Für unterschiedliche Zwecke (Mond & Planeten, Deep Sky, Sonne) gibt es jeweils Teleskope die etwas besser oder etwas schlechter geeignet sind.
Bevor du dir ein Teleskop kaufst, solltest du dich schon etwas am Himmel orientieren können. Relativ einfach zu findende Sternbilder/Objekte wären zum Beispiel am Anfang Großer Wagen (Teil der Großen Bärin), Kassiopeia (Himmels-W), Andromeda (inkl. Andromedagalaxie), Orion (inkl. Orionnebel), Schwan, Adler, Zwillinge usw. sowie natürlich zurzeit Mond und Jupiter. Wann was gut zu beobachten ist, hängt natürlich von der Jahreszeit bzw. dem Umlauf von Mond und Planeten ab.
Nützlich Hilfsmittel zur Orientierung sind ein Einsteigerbuch, eine drehbare Sternkarte sowie kostenlose Software (Stellarium ist hier für Anfänger sehr eingängig).
Am Anfang kannst du ruhig erst einmal mit einem Fernglas beobachten. Ist ja in den meisten Haushalten schon vorhanden. Mit einem z.B. 10*50 Fernglas kannst du schon die Andromedagalaxie, den Orionnebel, die Plejaden und erste Details auf dem Mond gut beobachten. Auf Jupiter gerichtet kannst du Jupiter schon als Scheibchen sowie die 4 Galilei’schen Monde erkennen.
Sollte dann die praktische Hobbyastronomie „dein Hobby“ sein, geht’s an den Teleskopkauf. Hierbei würde ich per se keinen Teleskoptyp ausschließen. Auch ein Dobson ist ein Newton. Bei Bedarf könntest du später den Tubus aufrüsten und dann auf einer parallaktischen Montierung nutzen. Das von dir verlinkte Teleskop würde ich dir nicht empfehlen, da die Montierung für diesen Tubus schon grenzwertig ist (wackelig?). Sehr gute Tipps zum Einstieg (insbesondere auch Kombination Montierung/Teleskop wegen Stabilität) findest du z.B. auf der folgenden Seite:

www.deepsky-brothers.de

Viel Spaß beim schmökern!

Viele Grüße & CS
Stefan
 
Hallo Martin,

falls Du nicht die Möglichkeit hast, ein Treffen zu besuchen (optimal) um dort diverse Geräte auszuprobieren, kann ich Dir gerade auch noch mal mein Fernglas-Selbstbau-Stativ/Montierung (hier in dieser Rubrik zu finden) empfehlen.

Bei mir stellte sich die gleiche Frage -- Sprich: Ich weiss gar nicht, ob die Astronomie dauerhaft mein Interesse weckt. Insofern habe ich erst mal gar kein Geld für ein Teleskop ausgegeben, sondern mein Fernglas auf einer "quasi-klappbaren Selbstbau-Holzrestekiste" montiert und eine Digicam dahinter arretiert.

Wenn Fernglas und Cam vorhanden/auszuleihen, dann kostet das erst mal nur "n Appel und n Ei" und ist dabei noch ganz spannend/lehrreich. Große handwerkliche Fähigkeiten braucht man nicht und supergenau muss die Holzbox auch nicht gebaut werden.

Sowohl Kamera als auch Fernglas kann man auch anderweitig verwenden, falls man doch nicht weiter in die Astronomie einsteigen möchte.

Wenn dieses Setup an seine Grenzen stösst, weiß man aufgrund der Erfahrungen zumindest genau, wo die Knackpunkte liegen und was man will/benötigt.

MfG

Martin Moutarde

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Also ich hab auch mal irgendwann mit so einem billigen Wackelteleskop angefangen und das hat mir leider wirklich für ne ganze Weile die Lust an der Astronomie vermiest.
Hab dann teilweise ganz ohne alles oder mit Fernglas unter dem Sternenhimmel gehangen. ;) Das hat die Lust dann wieder angefacht! :D
 
Hallo,

ich bin erst vor einigen Tagen in die Astronomie "eingestiegen" (wenn man zwei Beobachtungen am Jupiter so nennen will). Mir waren die Dobsons auch etwas unsymphatisch:
* Nachführung Umständlich
* keine Foto-Eignung
* parallaktische Montierung irgendwie "astronomischer" ;)

Letztendlich haben mich aber andere davon überzeugt, es doch erstmal mit einem Dobson zu versuchen:
* Meiste Teleskop fürs Geld
* einfache Montierung
* parallaktische Montierung verändert den Einblick sehr, wenn man von Ost nach West schwenkt (und der OAZ nicht gerade hinten mittig in Achse mit dem Teleskop ist)
* das Dobson-"Rohr" (also der Newton) lässt sich bei späterem Interesse immer noch auf eine Montierung schnallen
* Ausrichtung des Teleskops (bzw. der Montierung) bei parallaktischer Montierung ist schwieriger

Der für mich größte Vorteil ist die Beschränkung auf das Beobachten: das übt -- ich hätte nie gedacht, dass die Orientierung am Himmel so schwer ist. Auch der Verzicht auf fotografieren-wollen/können (ok, hast Du nicht geäußert) ist für mich gut, weil es erstmal nicht ablenkt.

Viele Grüße,

Frank
 
Hallo,

bin auch noch Anfänger (hab meinen Skymax nun seit nem halben Jahr), aber nur mal kurz zu Tichys aussagen:

Nix gegen Dobsons, aber wirklich schwierig ist das Handling einer parallaktischen Montierung m.E. nicht. Das sollte kein Grund sein. Mich persönlich hat es sehr überrascht, wie schnell die Planeten etc. durch das Bild rasen, ich bin also recht begeistert von der Montierungsart, aber das ist natürlich subjektiv. Nur als Nachteil würde ich es nicht sehen wollen.

Gruß Volker
 
Hallo Volker,

von schwierig habe ich nichts geschrieben ;) Beim Dobson bin ich auch manchmal am Verzweifeln, in welche Richtung ich "schubsen" muss, wenn der Stern/... rauswandert. Das ist definitiv ein Vorteil der parallaktischen Montierung: Drehrichtung (an den Hebeln/Knöpfen) merken, fertig. Auch wenn die Montierung erstmal nur grob ausgerichtet ist... Was ich meinte, war: Ist der OAZ an der Seite und man schwenkt von Ost nach West, muss man auf einmal von unten reinschauen (oder das Rohr drehen).

Viele Grüße,

Frank
 
Hallo Frank,

Zitat von tichy:
Hallo Volker,

Beim Dobson bin ich auch manchmal am Verzweifeln, in welche Richtung ich "schubsen" muss, wenn der Stern/... rauswandert. Das ist definitiv ein Vorteil der parallaktischen Montierung: Drehrichtung (an den Hebeln/Knöpfen) merken, fertig.


was gibts da zum verzweifeln?

Die Richtung der Erddrehung bleibt an deinem Beobachtungsort doch immer gleich, es sei denn, du wechselst ständig den Ort um tausende von Kilometern zwischen Nord + Süd und merkst es gar nicht ?)

 
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