bohrlöcher am c8 für die lüfter - aber wie?

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thinkpink

Mitglied
hallo,

in jeder menge berichte über die optimierung am c8 wird erwähnt, hinten ganz einfach zwei löcher reinzubohren, um zwei 40er lüfter einzubauen. klar, klingt easy. also bin ich in den nächsten baumarkt, richtung bohrerzubehör. man kennt ja diese bohraufsätze, um z.b. in holz runde öffnungen zu bekommen. einer der berater dort hat mich dann erst mal aufgeklärt. dass es zum metall bohren sowas von krägtigem spezialgerät bräuchte, das wohl nur profis hätten, weil zu teuer, zu speziell. ja aber himmel, was denn nu? wie bekomme ich denn nun diese öffnungen in mein c8?

grübel grübel
thinkpink
 
Hi,
mach es dir noch einfacher und besorge dir einen OAZ-Lüfter. Es bringt den gleichen Nutzen, musst aber keine Bohrungen machen, keine Justage vornehmen (weil vor dem Bohren steht Spiegel ausbau auf dem Plan und danach wieder einbauen) und musst auch keine teuren Bohrer kaufen.
Gruß,
Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo robert ,
kann ich nur teilweise zustimmen.
es stimmt, daß der oaz-lüfter die abkühlphase abkürzt,
aber zur beobachtung mußt du ihn ja wohl rausnehmen, oder sehe ich das falsch?
und genau da geht es ja weiter. wenn der lüfter während der beobachtung weiterfächelt, bringt der aufwand erst richtig sinn.
lieber " thinkpink" , guck mal hier und suche auch weiter hier unter " selbstbau". da wirst du fündig!
http://www.dnsolutions.at/binoviewer/tips/c8umbau/c8umbau1.html
und dann hier:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=selbstbau&Number=8573&Forum=selbstbau&Words=c8-optimierung&Match=Entire%20Phrase&Searchpage=0&Limit=25&Old=allposts&Main=8573&Search=true#Post8573
viele grüße!
wolf
 
hallo,

danke für die links, aber das sind doch genau die berichte, von denen ich eingangs sprach. da wird erwähnt, dass die beiden lüfter sinn machen. leider fehlt der kleine aber sinnvolle hinweis, wie um himmels willen die jungs ihre löcher da hineinbekommen haben. also nochmal meine frage:

wie bekomme ich die löcher in den käse...äh...die spiegelzelle?


immer noch grübel
thinkpink
 
Hallo Wolf,
ja sicher wird der Lüfter während der Beobachtung aus dem OAZ genommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Aber ich sehe die sache von dem Standpunkt aus, daß der Aufwand der jetzt bei dem Umbau bevorsteht, mit einem OAZ-Lüfter am besten gelöst wird. Ich habe auch Teleskope wo ein Lüfter ja bereits vorhanden ist und während der Beobachtung benutze ich diese nicht. So kann ein OAZ-Lüfter bei der Auskühlphase sinnvoll eingesetzt werden, wenn das System erstmal ausgekühlt ist, wird es sich während der Beobachtungsphase wohl kaum wieder so erwärmen, daß ein lüften notwendig ist.
Aber jeder kann natürlich so lüften wie er es für sich am besten findet.
Gruß,
Robert
 
lieber thinkpink,
das ist doch nun wirklich kein hexenwerk.
die lösung heißt ständerbohrmaschine. und der bohrer ist einfach ein lochkreisbohrer, den es in jedem baumarkt gibt, und den man ja nach durchmesser einstellen kann.
die spiegelzelle ist aus alu, welches recht gute dreh-und fräsqualität hat. geht also ganz einfach.
hoffentlich reicht dir diese erklärung.
solltest du jetzt fragen , was ein lochgkreisbohrer ist oder eine bohrmaschine, dann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
wolf
 
hi robert,
genau deine letzten vermutungen, daß sich die bildqualität nach dem abkühlen nicht wieder ändern würede, stimmen nach meiner erfahrungen nicht.
ist das c8 abgekühlt und das bild stabil, dann ändert sich das relativ schnell wieder, wenn man den lüfter ausschaltet.
erst wenn er leicht während der beobachtung weiterfächelt , bleibt die bildqualität konstant. und dazu ist die regelungsmöglichkeit des lüfters äußerst nutzbringend.
viele lüftende grüße!
wolf
 
hallo wolf,

nun mal gaaanz langsam: wie ich in meinem anfangsbeitrag schon erwähnt habe, dachte ich genau an diese kreisbohrer. du erinnerst dich??? und genau solche bohrer soll es, laut auskunft des verkäufers, für metall nur als teure profi-variante geben. dies habe ich mir nicht selbst ausgedacht. das war die aussage von jemandem, der es eigentlich wissen sollte. jedenfalls habe ich auch erwähnt, dass ich diese kreisbohrer eben NICHT in jedem baumarkt bekomme. so missverständlich kann ich mich doch nun wirklich nicht ausgedrückt haben, oder? meine frage steht also noch immer im dunklen schwerelosen raum...

please don´t let me be misunderstood
thinkpink
 
hallo rudi,

so in etwa habe ich mir das vorgestellt. damit kann ich wenigstens etwas anfangen. ich werde mir die teile auf jeden fall mal anschauen. danke.


ein schiff wird kommen
thinkpink
 
Halt, da fällt mir noch ein:

Du brauchst auf jeden Fall noch den Aunahmeschaft dazu, nur die Lochsäge allein tuts nicht. Der Schaft kostet dann nochmals 16 Euro, macht Summa ... aber ein billiges Hobby haben wir nun mal nicht :-)

Gruß, Rudi
 
Hallo Thinkpink!


Mit so einer Bimetall-Lochsäge habe ich auch Lüfterlöcher in den Alutubus meines MK67 gemacht. Das hat gut funktioniert.

Folgendes beachten:
Erstmal mit kleinem Bohrer vorbohren. Der Bohrer vom Aufnahmeschaft ist nämlich recht groß und würde sonst "wandern".
Ebenfalls kann es sein, dass Du nicht mit einer Akkubohrmaschine so ein Loch sägen kannst, weil der besagte Bohrer so gross ist (13mm wenn ich mich recht erinnere). Das Bohrfutter der meisten Akkubohrer nehmen nämlich nur bis 10mm auf.

Ca. 30.- komplett hatte ich auch für Lochsäge und Aufnahmeschaft bezahlt, ist ein normaler Preis.
Die gibts übrigens auch bei wwww.conrad.de

P.S.: Lieber einen zu kleinen Lochsägendurchmesser wählen. Der Rest kann dann mit einer feinen Metallfeile (flach-rund-Profil) ausgefeilt werden. Denn das Loch wandert immer etwas aus, bei einem "zu" kleinen Lochdurchmesser hast Du aber noch Toleranzen, also ist es egal. Ausserdem ist der gesägte Lochrand nie so glatt wie gefeilt.


Gruß Harald
 
hallo,

der link von rudi geht ja direkt zu diesen werkzeugen, wo auch dieser aufnahmeschaft erwähnt wird.

muss man sich mal auf den ohren zergehen lassen:
da will man einfach nur zwei löcher bohren und der ganze spass kostet dann satte 30.-. da werde ich mir mein pflaumenmus demnächst bei aldi kaufen müssen.

nochmal danke für die tipps
thinkpink
 
Hallo Robert,
es leuchtet ein, dass ein OAZ-Lüfter zumindest die Auskühlzeit verringert, daher bin ich dankbar für den Tipp. Am Tubus fehlen jedoch entsprechende Be- bzw. Entlüftungsöffnungen. Wie verhindert man den Staubeintrag?
Gruß
Gerd
 
Hallo Gerd
nun, wenn dein Teleskop keine Belüftungsschlitze hat ist es mit dem Staubeinzug auch nicht so sehr "gefährlich". Ein geschlossenes System ist natürlich erstmal Staubdicht aber eben kein Vacuum. So wird es sein, daß beim Einsetzen eines OAZ-Lüfters (der ja saugend arbeitet) immer irgendwoher etwas luft gezogen wird um so zumindest die warme Innenluft auch aussaugen zu können. Wenn man also keine Luft ins Teleskop bläst, durfte soweit kein Staub ins Teleskop gelangen, zumal man das Lüften am besten Draußen auf der Monti vornimmt. Vielleicht hilft dir auch der Gedanke, daß offene Systeme (Newtons) auch belüftet werden und dort fällt garantiert mehr Staub an, der ganz bestimmt irgendwann von der Optik entfernt werden muss. Ich habe sogar bei manchen Geräten so belüftet, daß ich mit einem einfachen Wedel bei geöffnetem OAZ-Anschluss die Luft ins Teleskop hinein wirbelte, auch das hat geholfen...zumindest besser als ohne Lüftung. Klar daß da immer etwas Staub hinein gelangt, aber ich habe dessen Wirkung noch nicht bemerkt und dessen Ablagerung erst recht nicht. Wie sagt man so schön, "es wird alles nicht so heiss gegessen, wie es gekocht wird". Ich will damit meinen, man soll sich wegen dem bisschen Staub nicht so verrückt machen lassen.
Gruß,
Robert
 
Hallo!


Ich meine auch, dass sich ein bisschen Staub nicht in der Abbildungsleistung bemerkbar macht. Viel wichtiger als ein blitzeblanker Spiegel ist die Qualität des gesamten optischen Systems.

Allerdings hat das natürlich auch Grenzen, zuviel Staub sollte also nicht sein!
Wenn man überhaupt nichts gegen Staubeinzug unternimmt, dann muss irgendwann der Spiegel ausgebaut und gereinigt werden. Und genau hier sehe ich Probleme gegenüber einem Newton.
Bei den SCs kenne ich mich nicht so aus, der Ausbau eines MK67-Hauptspiegels aus der HS-Fassung ist aber keine einfache Sache. Denn dafür benötigt man ein Spezialwerkzeug, welches man sich erstmal herstellen muss.
Eine gute Filterung der Kühlluft kann also einem irgendwann notwendigen schwierigen Ausbau des Hauptspiegels vorbeugen.

Hinzu kommt noch, dass ein Staubeinzug ja mit einfachsten Mitteln verhindert werden kann, mit Staubfiltern nämlich.
Bei einem festinstallierten Tubuslüfter gibt es fertig kaufbare Filterhalterungen aus dem PC-Bereich. Also kein Problem.
Bei einem OAZ-Lüfter muss man sowohl für den Lufteintritt als auch für den Luftaustritt sorgen und den Lufteintritt filtern. Dazu einfach eine Filtermatte in die Lufteintrittsöffnung anbringen.

Wenn der kaufbare OAZ-Lüfter lediglich Luft aus dem Tubus saugt, dann finde ich, dass dieser Lüfter eine Fehlkonstruktion ist.
Im Web gibts Bauanleitungen für "richtige" OAZ-Lüfter. Dort wird über einen Schlauch oder ein Rohr kalte Luft in den Tubus geführt (natürlich gefiltert) und eben die warme Luft herausgesaugt. Alternativ kann auch gefilterte Luft hereingeblasen werden und die warme Luft wird dann filter- und lüfterlos wegen des Überdruckes über ein Rohr herausgeleitet. Zu- und Abluft ist über den OAZ realisierbar.


Wichtiger Hinweis:
Wegen des enormen Aufwands für festinstallierte Lüfter ist ein OAZ-Lüfter möglicherweise für den einen oder anderen Teleskopbesitzer die weitaus bessere Lösung. Nur wer weiss was er macht, also wer bastlerisches Geschick und das nötige Werkzeug hat und eine gründliche Planung der Arbeitsschritte unternommen hat, sollte sich an den Einbau von festinstallierten Tubuslüftern wagen. Ansonsten lieber einen OAZ-Lüfter basteln, damit kann man nichts falsch machen.


Gruß Harald
 
Hallo Harald,
ich kann dir in allen Punkten zustimmen, ein OAZ muss natürlich eine Zuluft haben die gefiltert ist und eine Abluft die einfach gesaugt wird. Sicher macht ein bisschen Staub nichts aus, man muss natürlich sehen daß aus dem "bisschen" nicht unbedingt mehr wird.
Gruß,

 
Hi thinkpink,

es gibt sogenannte Record-Locher. Das sind eingentlich Lochstanzer, die aber nicht maschinell arbeiten, sondern wo man zwei lochschneidende Schalen per Schrauen so ineinanderzieht, dass sie das dazwischenliegende Blech rund schneiden. Damit man die Schraube durch das Blech stecken kann, um die beiden Schalen zusammenzuziehen, muss man erst ein Loch 10... 12 mm bohren.
Wenn man aber so weit ist, kann man auch gleich mit einer "Knabberzange" das Loch erweitern.
Runde Grüße und
cs
jorgos
 
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