Borofloat im Foucault-Test

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Chris

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Hallo alle.

Derzeit habe ich eine Borofloatscheibe 300 x 21 mm, die kurz nach dem Polieren im Foucault-Test andere Werte bringt als 12 Stunden später. Erhabene Zonen erscheinen nach der langen Temperierphase 10 bis 20% höher. D.h., direkt nach dem Polieren und reinigen habe ich bessere Werte als am nächsten Tag.

Habt ihr auch schon so etwas beobachtet? Ist das bei Borofloat normal? Sind meine Erwartungen an den therm. ausdehnungskoeffizienten zu hoch?

Fragen über Fragen. Irgend welche Antworten?

Gruss,
Chris
 
Hallo Chris,
Der Bericht ist interessant. Es ist also wichtig auch bei den besseren Materialien beim Parabolisieren noch mal nach 24 Stunden nachzumessen. Selbst geringe Veränderungen spielen da ja eine Rolle. Meine Erfahrung ist, daß sich die Kurve leicht verändern kann, die Tendenz erhalten bleibt. Also eine überkorrigierte Kurve ist auch nach Stunden noch überkorrigiert, der Betrag kann sich leicht verändern.
Grüße Martin
 
Hallo Marty,

über über- oder unterkorrigiert muss ich mir (leider) noch keine Gedanken machen, ich kämpfe noch mit echten Zonen und einen 'Berg' in der Mitte. Die Zone war gestern 160 nm über Niveau, heute 180 nm. Naja, schaun' ner mal, ich berichte wieder.

Gruss,
Chris
 
Hi Chris!

Ich selber habe moch nie geschliffen, vielleicht geht mein Denkanstoss ja in die föllig falsche Richtung... Aber:

Kann es sein, dass die Verspannung (die sich ja mit der Zeit wieder entspannt) auftritt, weil die Spiegelrückseite und/oder die Unterlage nicht plan genug sind?
 
Hallo Slyv,
Unebene Unterlagen bzw. Spiegelrückseite führen meist zu Astigmatismus, eher nicht zu Zonen oder Über- Unterkorrektur. Es handelt sich schon um Verspannungen aber eher durch Temparaturanpassungsprozesse. Wirkliche Verspannungen im Glas verschwinden nicht von alleine.
Grüße Martin
 
Hallo Slyv,

vielen Dank für den Denkanstoß, aber bei einer Scherbe von 21 mm Dicke und 300 mm Durchmesser muss man schon auf eine saubere Lagerung achten. Ich verwende eine 20 mm dicke Birkensperrholzplatte, lackiert, darauf eine Art wasserdichte Zeltbahn und darauf eine Schaumgummimatte wie sie z.B. in Badezimmern als Rutschhemmer verwendet wird. Daran wird es wohl nicht liegen.

Gruss,
Chris

PS: wann nimmst du die erste Scherbe in die Hand?
 
Reden wir von dem spannungsarmen Material von Schott?
Ich habe sowas mit Borofloat noch nie erlebt. Kurt Schreckling hat versucht, Temperaturefekte nachzumessen - es ist ihm trotz sehr empfindlichem Messaufbau nicht gelungen (sein Bericht siehe hier)

Bist du sicher, dass das kein Messefehler war? Ist der Effekt reproduzierbar? Ist dein Rohling auch frei von internen Spannungen?

Wenn du ihn besser sphärisch hast, solte man solche Effekte sehr empfindlich direkt im Foucault sehen können.
 
Hallo Stathis,

> Reden wir von dem spannungsarmen Material von Schott?
> Ist dein Rohling auch frei von internen Spannungen?

Ja, tun wir. Im Test mit Polfolie ist er einwandfrei klar.

> Bist du sicher, dass das kein Messefehler war?

Ziemlich, da jede Messung zwei mal ausgeführt wurde.

> Ist der Effekt reproduzierbar?

Das sehe ich dann in den nächsten Tagen. Ich messe heute Abend mal und dann wieder morgen nachmittag oder am Dienstag. Ich poste dann hier.

Gruss,
Chris

PS: wann kommen die neuen Scheiben?
 
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