Brainstorming Akkugehäuse

DerOndre

Aktives Mitglied
Hi,
ich sinniere gerade über ein Gehäuse für die 50Ah Powerbox. Von den Maßen scheidet mein Prusa MK3 so gerade aus, mal davon abgsehen, dass ich bei der Box für den 30Ah Akku schon ziemliche Probleme mit Warping hatte. Nächste Idee war so ein Profilgehäuse von Schaeffer AG, was ich hier mal so grob zusammengezeichnet habe:

Screenshot 2024-05-14 122448.png

Fehlen halt noch der Griff oben drauf und die Ausgänge...aber so vom Prinzip könnte ich mir das vorstellen. Weniger gut vorstellen allerdings kann ich mir den von Schaeffer aufgerufenen Preis von deutlich über 500€ dafür zu bezahlen
Also das kanns nicht sein. Ein ordentlich gefrästes Frontpanel für 70-100€ wären noch ok, aber nicht die komplette Kiste.
So in Sachen Holz- und Metallbearbeitung habe ich auch quasi Null Werkzeuge und ebensowenig Talent am Start, aber für 500€ würde ich schon einen von den günstigen großen China-3D Druckern bekommen...

Habt Ihr noch eine andere Idee so in Richtung halbfertiges Gehäuse? Ich hatte schon ein wenig in Richtung halbbreites Rack-Chassis überlegt, aber da finde ich auch nicht wirklich viel Auswahl.

Das hier wären so grob die Maße:
Screenshot 2024-05-14 122347.png
Screenshot 2024-05-14 122600.png


Hmm, kann man nicht so richtig gut lesen, also ca. 254x214 Grundfläche und ca. 235mm hoch. Ich hatte noch etwas Raum für Isolationsmaterial, Arretierung für den Akku und Kabel gelassen. Da lassen sich sicher noch ein paar Zentimeter einsparen.

Also was sagen die Bastelkönige hier?
Gruß
André
 
Einfach nen Alukoffer von der Stange? Jene gibt es in einer Unmenge an Varianten.
Ich habe mir seinerzeit in der eBucht einen Servicekoffer von TurkishAirlines (der hatte halt einfach passende Innenmaße) ersteigert und dem selbigen die benötigten Öffnungen und Polsterungen verpasst. Der hat nen schönen Klappgriff, ist robust und meine 10€ waren superst investiert. Als Steckersystem nutze ich das XLR-System

viel Erfolg!
 
Hallo Andre,
ich habe einen nicht mehr benötigten Werkzeugkoffer verwendet. Da ist sogar der griff schon dran.
CS Harald
 
@DerOndre
Ich bin ja auch ein großer Freund von 3D-Druck. Bei dieser Größe würde ich das aber aus Multiplex oder Siebdruckplatten machen.
Bei Alu hätte ich schiss das da doch ein Kurzschluss möglich ist.
Welche Akkus möchtest du da verwenden?
Wenn das Spaltmaß jetzt nicht so eine große Rolle für dich spielt, kannst du dir die Platten im Baumarkt "passend" sägen lassen.
Das ganze dann mit Silikon zusammenkleben.
Bei thomann.de gibt es auch unter "Cases, Racks und Taschen" Einzelkomponenten wie Alu-Profile und Kantenschutz um das Gehäuse "richtig" stabil zu machen.
 
Also ich schätze, ich lasse mich morgen mal ein wenig im Baumarkt inspirieren. Bei diesen typischen günstigen Werkzeugkoffern die mit dieser "Alufolie" bezogen sind, kann man die einfach mit einer Stichsäge bearbeiten, wenn man da z.B. eine Aussparung fürs Display einbringen möchte, oder zerfleddert das dann?

So Multiplexplatten wären sicher ganz nett. Vielleicht sollte ich wirklich mal in eine Säge investieren, statt in noch einen 3D Drucker :)
Guter Tipp mit Thomann! Die haben wirklich interessante Sachen.
Gruß
André
 
Also ich schätze, ich lasse mich morgen mal ein wenig im Baumarkt inspirieren. Bei diesen typischen günstigen Werkzeugkoffern die mit dieser "Alufolie" bezogen sind, kann man die einfach mit einer Stichsäge bearbeiten, wenn man da z.B. eine Aussparung fürs Display einbringen möchte, oder zerfleddert das dann?
Das würde ich eher "Dremeln". Wobei ich da PROXXON deutlich lieber mag. So genau muss das auch nicht werden. Du kannst dir ja einen Einsatzrahmen mit dem Drucker machen.
 
Ein Rahmen mit 20mm Aluprofil auf den Du dann die Seitenplatten nach Gusto draufschraubst oder in die Nut einlegst ist kein Hexenwerk und für kleines Geld im Wunschmaß gebaut…

Als Platten dann Dibond oder Kunststoff etc…

Das auf dem Bild ist ne selbstgebaute Wasserkühlung, aber es geht mehr um die Bauweise


IMG_2955.jpeg
 
Servus,

für mein Akkugehäuse hab ich auch 2020 Aluprofil genutzt, als Seitenwände, Boden und Deckel habe ich ebenfalls Dibondplatten genutzt, welche ich in die Nut der Profile gesteckt habe.

Viele Grüße,

Martin


1622036835389.jpg
 
Gefällt mir sehr gut! Habt ihr die Dibondplatten selber zugeschnitten oder dafür einen Onlineservice genutzt?
Gruß
André
 
Also ich hab mir meine Platten selber gefräst, dann noch kleine Distanzstücke für die Nut gedruckt, damit die 3 mm Dibondplatten nicht in der 6 mm Nut herumwackeln. Man könnte natürlich auch gleich 6 mm Dibond nehmen, dann hat man das Problem nicht, wird halt dann schwerer...
 
Bei mir sind die inklusive Löcher von der CNC Fräse gefallen…

Also Material selbst zugeschnitten, geht mit der Handkreissäge recht gut. Waren Reste über Kleinanzeigen besorgt…

Bohren ist IMO nicht so toll, kann man aber weitgehend umgehen wenn man die Platten in die Nut einlegt. Die Löcher fräsen geht da deutlich besser.

Gruß, Max
 
Also ich hab mir meine Platten selber gefräst, dann noch kleine Distanzstücke für die Nut gedruckt, damit die 3 mm Dibondplatten nicht in der 6 mm Nut herumwackeln. Man könnte natürlich auch gleich 6 mm Dibond nehmen, dann hat man das Problem nicht, wird halt dann schwerer...
Das dachte ich mir schon, dass Du da noch irgendwas dahintergesteckt hast :)
Also ne Fräse habe ich leider nicht. Wie gesagt, werkzeugmäßig bin ich hier nicht gut ausgestattet, aber die Platten zugeschnitten zu bestellen ist ja nicht so teuer und eine Seite von Schaeffer als Aluplatte fräsen zu lassen ist preislich auch noch im Rahmen.
Vielen Dank für Euren Input!
Gruß
André
 
Also ich hab mir meine Platten selber gefräst, dann noch kleine Distanzstücke für die Nut gedruckt, damit die 3 mm Dibondplatten nicht in der 6 mm Nut herumwackeln. Man könnte natürlich auch gleich 6 mm Dibond nehmen, dann hat man das Problem nicht, wird halt dann schwerer...
Zum einlegen gibt’s da wo man die Profile holt so Kunststoffleisten. Hab grad erst einige Meter gekauft. Meistens dienen die in der einen Richtung als Nutabdeckung, gedreht eingedrückt als Aufnahme für in die Nut eingelegte Platten.
 
Noch ne Idee, in die Koffer hier kann man (wie auch bei den teureren Peli-Boxen) mit etwas Geschick sicher von oben eine „Frontplatte“ einbauen. Das ist je nach Ausführung sogar wasserdicht selbst bei untertauchen.


Für Inspiration wie sowas aussehen kann, einfach mal nach „Frontplatte Peli Case“ suchen.

Gruß, Max
 
Ich nehme an mit Eckverbindern meinst Du so Würfelverbinder?
Die gibts auch schon für 20x20 Profil. Sind allerdings für so nen Kasten etwa doppelt so teuer wie das Aluprofil selbst.


Ich nehm selbst mittlerweile für so was am liebsten die Standardverbinder.


Da muss man zwar ein Loch bohren, aber das ist im Nutgrund und stört nicht. Und wenn man Scheiben einsetzt, macht das auch nen Unterschied ob Würfelverbinder oder was anderes, da muss man nämlich die Ecken rechtwinklig ausnehmen.
 
Tauchte bei den bisherigen Einpack - Ideen nicht auf:
Akkus erwärmen sich beim Laden & Entladen z.T. erheblich.
Daher würde ich nicht mit einem isolierenden Material, wie etwa Schaumstoff arbeiten
 
Hi Thomad,
bei den Lade- und Entladeströmen die ich bei meinen LiFePos verwende (ca. 10% von dem was sie vertragen könnten) wird überhaupt nichts warm. Hinzu kommt, jedenfalls beim Entladen, dass es hier in der Eifel selbst im Sommer nachts nicht wirklich warm ist und so eine natürliche Kühlung stattfindet :)
Gruß
André
 
Moin André,

ich hatte mir mal das Teil hier aus einem Peli 1440 gebaut ... war halt auch ein kleiner Trolley ...

PowerTank_Peli_1440.jpg
Es waren zwei Akkus drinnen, damals noch Bleigel - würde ich heute nimmer so bauen, wenn dann mit einem LiPo und dann im Peli 1430

Gruß Tom
 
Da Peli Cases mittlerweile unverschämt teuer geworden sind, benutze ich überwiegend die TomCase Koffer für alles Mögliche. Vorteil ist, dass die Koffer resistent gegen Feuchtigkeit sind. Das ist mir wichtig für alles, was außerhalb des Hauses ist und wo entweder etwas Empfindliches oder Strom drin ist.

Ansonsten kann man auch einen kleinen, wasserdichten Schaltschrank nehmen. Die Dinger sind konkurenzlos preiswert.

CS,

Günther
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, also nach dem Werkzeugkoffer hatte ich hier mal im lokalen Obi geguckt. Die waren mir alle zu groß für das was letztendlich nur Platz drin finden muss. Bei den Pelicases wäre der kleinste auch zu klein und ne Nummer größer schon wieder Platzverschwendung, bzw. hätte ich meine Platine vielleicht etwas anders designen müssen. Was den Preis von Peli angeht...ich glaube da kauft man einfach peace of mind, wenn der Preis des Koffers im Vergleich zum Inhalt 20dB kleiner ist. Qualitativ sind da auch andere Marken nicht unbedingt schlechter.
Ich hab's übrigens doch noch hinbekommen ein Gehäuse so zu "malen" dass die Einzelteile die verfügbare Fläche auf meinem Drucker perfekt ausnutzen. Ein paar Teile sind schon fertig. Ich hoffe nur, dass es auch stabil genug wird. Dauert halt ewig...
Foto kommt noch...
Gruß
André
 
Kennt ihr die Szene von den Simpsons, in der Homer einen Grill baut und dieser dann nicht ganz so aussieht wie auf der Abbildung der Verpackung? So ist das bei mir immer wenn ich was in Fusion zeichne vs. gedruckte Realität :)
So sollte es aussehen:
1716236680975.png


Und so sieht es bis jetzt aus:
PXL_20240520_200933776.jpg


Frontpanel fehlt halt noch. Mal schauen, ob ich den Druck heute noch gestartet bekomme. Muss eigentlich mal was früher ins Bett.

CS
André
 
Hallo Andre,

Sieht cool aus!

Off-Topic: Der Meßschieber liegt bei mir auch immer griffbereit. Irgendwie brauche ich das Ding fast jeden Tag.

CS,

Günther
 
So, es nimmt Gestalt an. Den Boden werde ich wohl nochmal drucken, der ist etwas krumm geworden und da fehlt auch noch eine Kleinigkeit.
Macht erstmal auch einen stabilen Eindruck. Allerdings komm ich jetzt nicht so richtig weiter, da ich für ein paar Tage nen Gips am Arm tragen darf....das f**** mich sowas von ab :) Die Sauerei in der Küche beim Espresso zubereiten ist schon bemerkenswert und mit einer Hand tippen macht auch keine Freude. Deshalb lass ich das jetzt....bis die Tage!
CS André

PXL_20240524_104420734.jpg
 
Moin,
seit gestern ist der Arm vom Gips befreit und kann wieder wild herumfuchteln. Somit konnte ich dann endlich mal die Verkabelung der Akkubox fertigstellen.

PXL_20240530_192250734.jpg

Was mir nicht so gut gefällt (hat jetzt aber nix mit der Box zu tun), ist der Blickwinkel vom LCD. Das lässt sich von schräg oben überhaupt nicht ablesen. Das war mir bei dem Hersteller schon mal aufgefallen, aber warum sollte man aus Fehlern lernen :)
PXL_20240530_192619312.jpg

Bin mal gespannt, wie viele Bugs noch in der Software sind... Vorsichtshalber ist deshalb auch der Programmieranschluß von außen zugänglich.

Nichtsdestotrotz werde ich mich mal nach ein paar Reststücken von den Profilen und Dibondplatten umsehen. Das wäre schon eine robustere Lösung. Das Kunststoffgehäuse sollte so besser nicht im Kofferraum herumkugeln.

Vielen Dank nochmal für Eure guten Ideen! Die werden bestimmt bei der nächsten Iteration Verwendung finden.

CS
André
 
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