Brandon Spotting Scope mit 2" Okular

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P_E_T_E_R

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Hallo allerseits,

ich bin kürzlich im Web auf ein high-end Spektiv von Vernonscope gestolpert, das ich sehr interessant finde:

Brandon Master Birder Spotting Scope

Vernonscope ist eine kleine aber feine Optikfirma in USA, die hier vielleicht nur für ihre Brandon Okulare bekannt ist. In USA kostet das Spektiv $1095, komplett mit Amici und Okular. Wenn man es nach Deutschland einführen würde, käme es preislich schon in die Nähe vom Zeiss 85 T/FL, bei dem allerdings nochmal 300-400€ für jedes Zeiss Originalokular dazukommen.

Das Vernonscope Objektiv (80 mm f/5.6) ist ein Triplett und verspricht von allerbester Qualität zu sein. Aber, was macht denn nun das Vernonscope für mich so interessant? Es ist die 2" große Okularaufnahme mit einem entsprechend großen 2" Amici, und ein vorzügliches 2" Okular (65°) mit 30 mm Brennweite ist auch schon dabei. Wer wie ich aus der Astronomie kommt und ohnehin eine Palette von sehr guten 2" Okularen besitzt, weiß das natürlich zu schätzen. Die von Zeiss und Leica praktizierte Indifferenz gegenüber jeglichem 2" Zubehör hat mich bisher weit mehr von der Anschaffung eines solchen Spektivs abgehalten als der Preis.

Das könnte sich mit dem Vernonscope jetzt für mich ändern.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Das Vernonscope Objektiv (80 mm f/5.6) ist ein Triplett und verspricht von allerbester Qualität zu sein.

Hallo Peter,

wenn Du das Gerät zu Hause hast, würde mich interessieren, ob Brennweite und Öffnungsverhältnis stimmen und ob es ein Triplett von allerbester Qualität ist. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Das Vorgängermodell, den zweilinsigen Masterbirder, hatte ich für ein paar Jahre in Verwendung. Einen kleinen Bericht findest Du auf meiner HP. Weitere Infos zum zweilinsigen Modell gibt es auf betterviewdesired. Was mir am alten Masterbirder sehr gut gefallen hat, das waren die Verarbeitungsqualität und die für ein 80mm Spektiv erstaunlich kompakten Abmessungen. Die optische Leistung des zweilinsigen Masterbirder war eher durchwachsen. Da sollte die neue Version schon deutlich besser abschneiden, um einem 85mm Diascope Konkurrenz zu machen.


Aber, was macht denn nun das Vernonscope für mich so interessant? Es ist die 2" große Okularaufnahme mit einem entsprechend großen 2" Amici, und ein vorzügliches 2" Okular (65°) mit 30 mm Brennweite ist auch schon dabei.

Eine 2" Okularaufnahme ist schon was feines, ob es für den Preis auch ein sehr gutes Amici-Prisma gibt, das müsste man klären. Nun hat der Masterbirder nominell ein Öffnungsverhältnis von 1:5,6 mit den entsprechenden Anforderungen an ein 30mm 2" Okular, wenn die Randunschärfe erträglich sein soll. Es ist etwas anderes, mit einem 30mm Okular bei Tag zu beobachten, als dieses Okular am Sternhimmel einzusetzen. Bei Nacht kannst Du die reichlich 5mm AP nutzen, bei Tag guckst Du vielleicht mit den 2,5 oder 3mm Deiner Augenpupille. Es würde mich daher nicht wundern, wenn die Randschärfe bei Nacht anders als bei Tag ausfällt. Aber das sind erstmal Vermutungen, man muß es ausprobieren. Am besten gehst Du das Risiko ein und bestellst Dir einen. No risk, no fun <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> ...


Wer wie ich aus der Astronomie kommt und ohnehin eine Palette von sehr guten 2" Okularen besitzt, weiß das natürlich zu schätzen.

Wenn Du das 31mm Nagler hast, dann sind meine Bedenken bezüglich der Randunschärfe natürlich gegenstandslos.


Die von Zeiss und Leica praktizierte Indifferenz gegenüber jeglichem 2" Zubehör hat mich bisher weit mehr von der Anschaffung eines solchen Spektivs abgehalten als der Preis.

Die Anforderungen von Tag- und Himmelsbeobachtern sind halt unterschiedlicher Natur. Ein 85mm Diascope mit einem für 2" Okulare ausgelegten Prismenumkehrsystem dürfte deutlich größer, schwerer und teurer ausfallen und dann sinken vielleicht die Verkaufszahlen (?). Dafür sind die normalen Spektive besser abgedichtet, was ja am Tag von Vorteil sein kann. Die "praktizierte Indifferenz" der Spektivhersteller (außer Pentax bei 1,25" Okularen) dient ja auch dem Absatz der zum Markenspektiv angebotenen Markenokulare. Das bringt Geld in die Kassen und damit Potential für Neuentwicklungen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Aber ich teile Deine Vorbehalte, was die Anschaffung eines Markenspektivs mit Markenokularen betrifft. Ich würde ein Spektiv auch gern für Astro verwenden und die Einschränkungen bei der Okularwahl, der Vergrößerungsfähigkeit und dem Einsatz von Nebelfiltern haben mich bis heute vom Kauf eines Zeiss oder Leica Spektivs abgehalten. Da gehe ich lieber den umgekehrten Weg und verwende ein kleines Teleskop als Spektiv. Man muß nur ein vernünftiges Amici-Prisma finden, was zumindest Vergrößerungen bis 30- oder 40-fach in vernünftiger Qualität zuläßt. Das ist aber gar nicht so einfach ...

Viele Grüße, Frank.
 
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