Brauchbarer Refraktor für 300 Euro ?!

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Joss1

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Hallo Astrogemeinde,

Ich würde mir gerne einen Refraktor(allrounder) zulegen. Als Monti würde eine GP zu Verfügung stehen. Mein Budget liegt bei 300 Euro.
Meine Überlegung war möglichst viel Öffnung.
Mit meinen Budegt sind mir folgende Refraktoren ins Auge gefallen (Preise von Wolfi):

Skywatcher 80/600 ED 299 €
Celestron 102/1000 200 €
Skywatcher 102/1000 248 €
Skywatcher 120/1000 290 €

Für Tipps und Meinungen wäre ich Euch sehr dankbar

mit freundlichen Grüßen

Joss1
 
Hallo Joss,

die von dir vorgeschlagenen Geräte haben leider alle sehr starke Farbfehler, die sich besonders bei hellen Objekten bemerkbar machen. Je lichtstärker sie Optik, umso stärker wird der Farbfehler.

Eine bessere,da lichtschwächere Alternative wäre das Vixen 80M als OTA (Brennweite 910mm) oder Geräte um 70/1000mm bzw. 80/1200mm. Diese haben vernachlässigbare Farbfehler und eine sehr gute Optik.

Von den oben genannten würde ich zum Celestron 102/1000 tendieren, die anderen sind noch stärkere "Farbfernseher".

VG Christian

 
Danke für die schnelle Antwort!

So etwas habe ich schon befürchtet. Ich dachte jedoch, dass der Skywatcher ED etwas besser dabei wegkommt.
Bei TS wird er als recht leistungsstark beschrieben.

Komischer Weise wird Celestron von Dir bevorzugt.
Irgendjemand hat mir mal gesagt, daß Celestron und Skywatcher den gleichen chin. Zulieferer im unteren Preissegment hätten. Wenn man sich die beiden 102/1000 von Celestron und Skywatcher anschaut, sehe ich nur eine unterschiedliche Lackierung/Beschriftung!

Was könnt Ihr denn für einen Refraktor empfehlen?

vielen Dank

Joss1

 
Hallo Joss1,

EDs sind in der Tat besser, aber bei lichtstarken Modellen eben nicht perfekr korrigiert.

Zum Thema Celestron/Synta:

In der Tat haben beide meines Wissens nach die gleichen Objektive im Tubus. Jedoch schneidet z.B. der Celestron 120/1000 im Test, insbesondere in bezug auf Farbfehler, besser ab als der Vixen 102/1000 oder der Sky Watcher 120/1000. Das liegt wohl daran, dass Celestron eine Traditionsfirma mit international sehr gutem Ruf ist und sie deshalb wohl an den Zulieferer von Vornherein eine Mindestqualität fordern, um keinen Imageschaden zu erleiden. So ist meine Meade LXD 75 Made aus China wesentlich besser als die EQ-Serie, die auch aus China direkt von Synta kommt.

Also, ich bleibe bei meiner oben genannten Empfehlung. Im aktuellen Vixen-Katalog gibt es auch interessante 70mm f/15 Refraktoren, die eine Überlegung wert sind.

Wieso muss es unbedingt ein Refraktor sein? Mein persönlicher Tipp: Denke über einen 90mm bis 102mm Maksutov nach. Die sine preiswert, farbfehlerfrei und bilden fast auf Refraktor-Niveau ab. Zudem sind sie stabiler, da sie kurzbauender sind und somit die Hebelwirkung verringert ist. Ich habe selber ein Celestron C90-Maksutov (90mm Öffnung) und nutze es genauso oft wie mein 8 Zoll Spiegelteleskop.

VG Christian
 
ich bins noch mal,

bitte lach mich nicht aus, aber ich hatte selbst mal ein altes C 90! Auch gebraucht über dieses board erstanden.

Dann kam der Wunsch nach mehr Öffnung!!! Meine Finanzministerin ermahnte mich!!

Also C 90 verkauft (aua,aua) / Gso Newton 150/750 gekauft

Bin sehr zufrieden, aber ein schneller Newton ist nun mal eine Diva!!!
Und wenn z.B. die Luft zu unruhig ist, dann ist schicht im Schacht!!! Ganz zu Schweigen on der Okularauswahl!

Also wäre ich Deiner Meinung nach mit einem neuen C 90 (ca 260 € bei TS) besser ausgestattet. Ganz zu Schweigen von der Mobilität!

danke,

Joss1
 
Hallo,

ja, ich denke ein C90 wäre die beste Allround-Alternative (oder ein anderes vergleichbares MAK).

@ Antares:

Ein 90/900 hat ja auch f/10 wie ein 102/1000. Ich denke, wenn schon ein Refri, dann f/11 oder langsamer. Macht der eine Zentimeter weniger bei gleicher Lichtstärke so viel aus, was de Farbfehler angeht?

VG Christian
 
Moin Christian!

> Das liegt wohl daran, dass Celestron eine Traditionsfirma mit international sehr gutem Ruf ist und sie deshalb wohl an den Zulieferer von Vornherein eine Mindestqualität fordern, um keinen Imageschaden zu erleiden.

Hallo...?! :augenrubbel:
Mittlerweile ist es so, daß Celestron und Skywatcher zum selben Konzern gehören, nämlich Synta. Die angesprochenen Geräte sind bis auf die Tubusfarbe identisch. Guckst Du: http://synta.en.alibaba.com/

Ich hatte auch schon einen Synta 102/1000 und besitze jetzt einen Vixen SP-102M. Wo Du Deine Erfahrungen mit diesen beiden Geräten her hast, ist mir ein Rätsel. Der Vixen (Japan-Variante) ist um Längen schärfer in der Abbildung und zeigt so gut wie keine Farbe mehr. Gar kein Vergleich mit den Chinesen.
 
Hallo Micha,

ich berufe mich auf einen Vergleich des Vixen 102/1000m und Celestron 120/1000 im Rahmen eines Tests des Celestron 120/1000. Den Link liefere ich nach, sobald ich ihn gefunden habe.

VG Christian
 
Hallo Joss,

die Frage ist ob Du den Refraktor als Ersatz oder als Ergänzung siehst. Niedrige Vergrößerungen sollten eigentlich auch bei schlechten Bedingungen gehen, da hat der 150/750 ein schönes großes Feld. Wenn der Refraktor das auch können soll wird es bei hohen Vergrößerungen bunt oder (sehr) teuer. Auch das Vergrößerungspotential des GSO ist nicht so leicht zu erreichen, ein 100mm Objektiv kann bis ca. 200x vergrößern wenn es gut ist, ein 150mm Spiegel wenn er vergleichbar gut und brauchbar justiert ist sollte an die 300x herankommen.
Ich denke Du solltest die Eigenschaft "Allrounder " nicht überbewerten da schwierig zu realisieren, sondern eher Wert auf eine Sache- Feld oder Vergrößerungspotential setzen. Dann kann der Refraktor in einer Disziplin mithalten und ist nicht nur die in beiden Fällen weniger kritische aber auch weniger leistungsfähige Alternative.
Übrigens: die nötige Brennweite muß um eine gleichgute Farbkorrektur zu erreichen im Quadrat mit der Öffnung steigen, sprich doppelte Öffnung-vierfache Brennweite. Dies gilt natürlich im Vergleich zwischen Objektiven gleicher Bauart.
Konkrete Instrumente kann ich Dir nicht empfehlen, bin Bastler...hoffe aber Dir trotzdem etwas geholfen zu haben.

Grüße + CS Felix
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi
Du hast einen GSO Newton mit 6"??
Wenn ja dann beschäftige Dich mit dem mal genauer.
Ordentlich justiert ausgekühlt mit brauchbarer Chinaoptik
kann man damit mehr als mit nem Zwergenmal oder kleinen Refri sehen.
Schlechtes Seeing ist kein Argument für weniger Öffnung sondern für weniger Vergrößerung.

Be schreibe doch mal was mit dem Newton auf sich hat.
CS
 
Hallo Joss,

wenn du schon einen 6" Newton hast brauchst du keinen Achromaten
mit starkem Farbfehler. Im Raum Köln/Bonn gibt es etliche Sterngucker
von denen dir einer mal genau beibringen könne wie man deinen
Newton sauber justiert und den dann in dem Zustand hält.

Wenn du unbedingt Geld ausgeben möchtest, dann würde ich an
deiner Stelle den 80mm ED zusätzlich nehmen. Der ist etwas
farbreiner als ein 80/1200mm FH.
Der 80mm ED ermöglicht mit einem 2" Zenitspiegel und einem
2" Weitwinkelokular mit großer Feldblende sehr große Gesichtsfelder.
Also ist der als Ergänzung vielleicht interessant für dich.

MfG,Karsten
 
Vielen Dank,

für Eure vielen Vorschläge.

Ich bin wie gesagt, sehr zufrieden mit meine 6" Newton.
Ich spechtel ab und an mit einem Kumpel zusammen im Garten.
Er hat einen kleinen Refri.
Bei guten Bedingungen ist der 6" logischerweise unschlagbar!!! Bei schlechteren Bedingungen kann man, wie bereits oben gesagt wurde, nicht mehr so stark vergrößern.
Ich denke auch, daß der Newton noch recht sauber eingestellt ist, da die Vergrößerungen messerscharf sind(zumindest in der Bildmitte).

Mir geht`s um ein brauchbares Zweitgerät, mit dem ich bei schlechteren Bendingungen weiterspechteln kann. Zudem wollen wir in Zukunft öfter in die Eifel zum Spechteln, daher an zweiter Stelle der Wunsch nach einem leichten/kompakten Teleskop.

Ich hab logischer Weise auch schon an ein Mak (z.B. Russentonne od C 90) gedacht. Hier sind sicherlich auch sehr gute Ergebnisse an Planeten zu erzielen.

Ja, ich weiß, schmales Budget und große Wünsche!!!
Aber wer hat das Problem denn nicht?!

bis bald,

Joss1
 
Hi,

Ich hab logischer Weise auch schon an ein Mak (z.B. Russentonne od C 90) gedacht. Hier sind sicherlich auch sehr gute Ergebnisse an Planeten zu erzielen.

Ja sicher, aber du willst es als kompaktes Gerät um in die Eifel zu fahren, ergo dunkler Himmel, ergo Deepsky denn für Planeten muss man nicht unter einen dunklen Himmel reisen. Ich sehe das eigentlich ähnlich wie oben schon erwähnt dass der 6"er eigentlich bereits so viel leistet dass nach unten höchstens ein sehr kleiner kompakter Refraktor für Widefield noch Sinn machen würde oder eben passende Okulare für den 6"er um besser für niedrigere Vergrösserungen gerüstet zu sein, in einem langen Achromaten sehe ich auch Null Transportvorteil, der ist länger und sperriger und benötigt die selbe Montierung die ja auch einen Grossteil des Transportaufwands darstellt.

Wahrscheinlich brauchst du um bei "schlechteren Bedingungen weiterzuspechteln" einfach passendere Okulare. Der GSO hat ja m.W. einen 2" OAZ und mit einem entsprechenden Okular bietet der dann auch Widefield.

Grüße Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Micha,

nun kann ich auf meine Behauptung mit dem Farbfehler eingehen.

Zunächst muss ichmich für eine Verwechselung entschuldigen. Der Vergleich mit der Vixen-Optik wurde nicht mit einem 120/1000, sondern mit einem 150mm f/8 vorgenommen. Ich hatte zwei Berichte verwechselt.

Hier der Link:

http://amateurastronomie.com/Astronomie/bericht/phoenix00.htm

Der Vergleich wird im 3. Absatz unterhalb von "Temperatur" angeführt.

VG Christian
 
Moin Christian!

Ich zitiere die Stelle mal:
"(100%ig sicher ist jedenfalls, daß ein ebenfalls von uns verwendeter 102/1000mm Refraktor von VIXEN mehr Farbfehler im blauen zeigt!)"

Es mag sein, daß deren 102M diesen ausgeprägten Fehler zeigt - meiner hat ihn nicht. Man muß immer vorsichtig sein, wenn man eine Einzelbeobachtung an einem Instrument auf die ganze Serie pauschalisiert. Deshalb sollte man IMO den Begriff "Test" vermeiden - es ist immer nur ein subjektiver Erfahrungsbericht - mehr nicht.

Gerade von den Vixen-Refris (in meinem Bekanntenkreis gibt es vier 102M-Besitzer) ist bekannt, denke ich, daß sie ein besseres Bild als die Chinaware liefern. Die Refris wurden schon mehrfach untereinander verglichen, auch mit gleichgroßen Chinesen. Deshalb wunderte mich Deine obige Aussage so sehr.
 
Hallo Micha,

da stimme ich dir zu. Die Frage ist, ob man in Anbetracht der Preise überhaupt einen objektiven Test durchführen kann, wenn man dafür mehrere Geräte einer Serie direkt vergleichen und ggf. mitteln muss.

Ich denke, die chinesischen Billigheimer dürften in jedem Fall eine stärkere Streuung in der Qualität haben als die teureren Vixen-Geräte. Nun stellt sich die Frage, ob der Celestron zufällig überdurchschnittlich gut oder der Vixen zufällig einen Ausreisser nach Unten darstellt oder sogar beide Extremfälle zusammentreffen.

VG Christian
 
Moin Christian!

> Nun stellt sich die Frage, ob der Celestron zufällig überdurchschnittlich gut oder der Vixen zufällig einen Ausreisser nach Unten darstellt oder sogar beide Extremfälle zusammentreffen.

Tja, das läßt sich schwer bewerten. Ich kann nur sagen, daß ich es nicht nachvollziehen kann.

FINALE - Ooooooooooooooohhhhhh! :cool: :super:
 
Hi Joss,

vielleicht kannst Du Dein Problem nochmal genauer schildern.

Was heisst denn jetzt "schlechtere Bedingungen" und "nicht mehr so stark vergrößeren"? Und was willst Du beobachten?

Wenns um Deep Sky geht nutzt Dir die kleinere Öffnung vermutlich nichts, evtl hast Du ein größeres Gesichtsfeld.

Wenns Um Planeten geht und das Seeing so übel ist, dass Du mit dem 6-Zöller nicht mehr hoch genug in der Vergrößerung kommst - dann wird die deutlich kleinere Öffnung eines 90mm Mak das auch nicht sonderlich rausreisen.

Was Transportfähigkeit angeht: die Montierung musst Du genauso mitschleppen und son Mak wiegt dann halt 2-3Kg statt 6Kg, das Gegengewicht sind vielleicht auch noch mal 2 Kg weniger. Ich denke für Dich wäre in diesem Fall ein 5"-Mak was oder ein Richfield-Refraktor. Insgesamt ist der Nutzen als Ergänzung meiner Meinungs nach ziemlich begrenzt. Ich würde das Geld lieber in Okulare investieren. Dein Kommentar "mmesserscharf zumindest in der Mitte" weist in diese Richtung.

CS

Klaus
 
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