Brauchbares Fundament für Gartensternwarte

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DanielM

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Hallo zusammen.

Nach 20 Jahren Hobbyastronomie bin ich meinem Kindheitstraum ein Stückchen näher. Wir ziehen im Sommer in ein Haus mit großem dunklen Garten und freiem Blick. Wann wieder Kohle da ist für die geplante Gartensternwarte (die kommt auf jeden Fall ;)) weiss ich noch nicht. Aber ich möchte bereits jetzt - wo die Bauleute vor Ort sind - ein passendes Fundament setzen.

Ob es nachher eine Rolldachhütte geben wird, oder eine kleine Kuppel aus GFK auf gemauerten Wänden etc. weiss ich noch nicht. Was ich aber bereits weiss ist, dass das Ganze nachher ein C14 (ziemlich sicher) beherbergen soll, also mit Montierung vermutlich 80-110 kg.

Ich stelle mir vor, an der geeigneten Stelle ein Grube auszuheben, frage mich aber, ob ich Fundament von Hütte und Montierungssäule trennen muss (so wie bei größeren Sternwarten, die ich schon gesehen habe). Wenn ja, wie macht man das? Und wie groß/tief sollte man das machen? Ich stelle mir für die Säule ein Fundament von 0,5x0,5x1 Meter vor, gegossen und mit Gewindestangen zur späteren Befestigung der Säule. Reicht das? Wie stelle ich sicher, dass Gewindestangen lotrecht sind und die Oberfläche absolut waagegerecht?

Danke für Eure Hinweise. Falls es andere Threads zu dem Thema gab, bin ich natürlich dankbar für die Links.

Klare Nächte
Daniel
 
Hallo Daniel,

Die Gewindestangen müssen nicht exakt senkrecht sein, die Bodenoberfläche auch nicht exakt waagerecht. Wenn du später die Säule aufstellst kannst du ja einfach FETTE beilagscheiben unterlegen und die Säule damit so genau senkrecht aufstellen wie du sie haben willst. Das ist aber auch nicht kritisch, da deine Montierung ja zwei Achsen zur Poljustage hat. Wichtig ist nur das die säule nicht wackelt.

Die Stangen sollte aber parallel aus dem Fundament kommen. Dazu könntest du sie mit zwei Platten fest verbinden und das dann einbetonieren. Da werden dir die Profis wohl noch genauer antworten.

Grüße, Martin
 
Hi!

Im Verein haben wir die Säule vom C14 auf einem Betonsockel, der auf einer tragende Wand sitzt - die Sternwarte ist auf dem Dach eines 20m hohen Gebäudes. Auf dem Betonsockel steht eine Glockensäule mit einer Altmontierung. Ein brauchbares Bild hab ich auf unserer Homepage keins gefunden, aber es schaut so aus wie die Alt-6 auf der Baader-Homepage - daher haben wir nichts mit einbetonierten Gewindestangen; die Justierschrauben der Grundplatte sitzen soweit ich weiß einfach nur auf der Grundplatte.

Der Boden der Klappdachhütte ist ein Holzboden, der auf den eigentlichen Boden der Dachplattform aufgesetzt wurde (und ein paar Lüftungslöcher hat, damit er nicht durchfault). Das dämpft die Schwingungen ganz gut. Allerdings muss ich sagen, dass der Bodenbelag aus zwei Lagen Betonschalplatten besteht, die teilweise etwas federn, und oben drauf ein Kunststofflaminat liegt.

Worauf das Mauerwerk der Klappdachhütte sitzt, will ich gar nicht wissen...

Gruß,
Alex
 
Hallo, Daniel,
die von dir veranschlagte Fundamentgröße ist Minimum; es kommt aber auch ein bisschen auf deinen Untergrund an (bezüglich Stabilität und Schwingungsübertragung).
Eine Koppelung vom Sternwartenfußboden ist unabdingbar. Ich habe bei meiner Rolldachhütte die Wandpfosten auf (relativ kleinen) Betonfundamenten mit Pfostenschuhen, diese unten, mittig und oben verbunden, wobei die Verbindungsbohlen unten(innen) den gesamten (Holz-)Fußboden tragen. Dadurch ist dieser auch ca. 15cm über dem Boden, gammelt nicht so leicht. Und in diesem Diekenboden ist der Fernrohrsockel mit Abstand von 2cm ausgespart.
Gruß,
Martin
 
Hallo Daniel,
ich möchte mich Martin anschließen. Auf jeden Fall eine Tiefe von 80 cm (frostfrei). Nur 50x50 erscheint mir weitaus zu gering. Mit Spatenbreite (schlußendlich min. 30x30) betoniere ich Zaunpfähle ein.
Anton Staus rät in seinem Buch (für kleines Gerät) min. 65x65 an.
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach, sollte die Masse des Fundamentes, für Dein Projekt mit einem solch großen Teleskop und Montierung nicht unter 2 to (1 m3) liegen.
Je mehr desto gut.
Das Fundament würde ich nicht vom Erdreich (wie im Link von Daniel gezeigt) machen. Es ist zwar eine Entkopplung vom Rest der Welt erreicht, aber das Fundament schwimmt dann wie in einem Schwimmbecken.
Säulenfundament und die Punktfundamente für den Oberbau auf jeden Fall von einander trennen.
Wegen den Anschlußstangen mach Dir keine Sorgen, schütt Deinen Beton da rein, ohne Stangen. Es gibt gibt heute Anschlußtechniken (kleben, Stabdübel usw.) die sind toll. Google mal bei Hilt. , Upa. , oder Fische. .
Egal wie machst Du's machst, es ist falsch, sagen die andern.
Nur Mut und viel Erfolg wünscht Axel !
 
Hallo Daniel!

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Mein Fundament wurde beim Neubau einer Terrasse gleich mitgemacht. Grube 80x80x100, Abflußrohr mit 20 cm Durchmesser rein, gerade gerichtet, kleineres Abflußrohr innen hinein, ganz innen die Stromleitung. Dann Beton, in die Grube, und in beide Rohre. Raum zwischen den Rohren komplett gefüllt, vorsichtig gestampft, inneres Rohr nur bis 40 cm unter dem Ende gefüllt, Steckdose innen montiert, von der Seite zugänglich.
Außenrohr gesprungen, geflucht, nix genutzt. Macht aber nichts, Riß verschmiert, hält nunmehr 5 Jahre bombig.
Nivellierkopf oben drauf (Schlosserfreund), Monti und Fernrohr. Boden mit Steinplatten gelegt ins Sandbett. Entkoppelt automatisch. Wegfahrbare Rolldachhütte nach Plänen von "astrosiggi" drübergestülpt. Voila.

lg, michl fasan
 
Hallo Axel,

was spricht gegen das "Schwimmen"?
Nur zum Hintergrund - ich will das ja nicht generell
empfehlen: Die gesamte Konstruktion befindet sich
in Mitten eines Moorgebiets, dass durch den nahegelegenden
"landwirtschaftlichen Nutzverkehr" insgesamt in extrem
niederfrequente Schwingungen (Anwohner sprechern eher
von Erdbeben :-() versetzt wird. Nach vorhergehenden
Erfahrungen mit einer "normalen" Fundamenteinlagerung,
bin ich dann nach Berechnungen eines befreundeten
Brückenbauers zu dieser "entkoppelten" Variante übergegangen.
Mit dem Ergebnis, dass ich heute auch beim dicksten
Dieselaggregat in der Nähe, keine entsprechenden Schwingungen
oberhalb der - mir möglichen (die von mir verwendete
Montierung erlaubt die direkte Aufzeichnung des
Schwingungsverhaltens) Nachweisgrenze habe.

Gruß,
Frank
 
Hallo Frank,

ich lass mich gern eines besseren belehren.
Mir erschien es nur möglich das durch anstoßen,
Motorvibrationen usw. die Ausschwingzeit zu lang wird.
Wird vielleicht nur durch die Masse kompensiert.
Gruß Axel
 
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