Brauche dringend Hilfe bei Planetenbeobachtung

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NewHorizons2

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Hallo,

wie es der Betreff schon verrät, benötige ich hilfe bei der Beobachtung von Planeten jenseits des Saturns.

Ich erstelle mir zwar immer mithilfe von Software aufsuchkarten, jedoch stehen Uranus und Neptun gerade dann immer in Regionen, welche nur Sterne beherbergen welche dann auch nicht gerade die hellsten und markantesten sind. So wird es immer schwer (für mich unmöglich) irgendwie per Starhopping o. ä. weiter zum Ziel zu gelangen.

Wie auch immer, ich glaube ich surfe mit meinem Dobson immer drüber, weil ich nicht genau abschätzen kann, welchen Anblick ich erwarten kann. (Sind Uranus und Neptun bei 100x noch sternenförmig oder erkennt man schon deutlich einen Unterschied zu einem Stern mit weniger Mag.?)

Genau das ist mein Problem, wie macht ihr das mit den entfernteren Kollegen?

Gruß & CS
Peter
 
Also ich habe zum Glück ein GoTo-Teleskop. Aber selbst dann ist es mitunter noch schwierig, in dem Feld, was das Teleskop anfährt, sofort das Sternchen zu finden, was nun Neptun oder Uranus ist. Mit manuellem Aufsuchen kann ich nachvollziehen, dass du da Probleme hast. Auf den ersten Blick sind Uranus und besonders Neptun bei 50x nicht von Sternen zu unterscheiden.
 
Moin Peter!

Bei 100x ist wenigstens Uranus schon als Planet zu erkennen, Neptun braucht da etwas mehr Vergrößerung, um sicher zu sein. Beide Objekte lassen sich IMO aufgrund ihrer Helligkeit doch deutlich von den Sternen unterscheiden. Ich hab' beide schon im 8x30-Fernglas gesehen. Wenn man eine genaue Karte zum Vergleich hat, geht das.

Man darf diese Planeten nicht unbedingt nur mit dem Sucher versuchen zu finden, sondern muß wirklich das Gesichtsfeld im Teleskop bei höherer Vergrößerung nutzen, wenn man nicht weiß, was einen erwartet. Starhopping muß man üben, das hilft nix! Dazu gehört auch die Kenntnis der schwächeren Sternbilder...

Neptun steht im Moment ja in der Nähe von Jupiter - der nun überhaupt nicht zu übersehen ist. Uranus hat bereits das Sternbild Fische erreicht, wo nur noch wenig helle Sterne stehen, aber der Planet ist nun wirklich hell genug, um beim Starhopping schon im Sucher aufzufallen.

Zwei Merkmale an beiden Planeten sind auffällig: Zum eine die Farbe - Uranus grünlich, Neptun grün-blau. Im defokussierten Anblick im Teleskop verraten sich beide Planeten auch dadurch, daß sie nicht flackern wie die Sterne - außerdem kommt so auch die Farbe besser raus.
 
Hallo Peter!
Bei 100x sind beide schon ein "bißchen" mehr als sternförmig. Du brauchst schon gute Aufsuchkarten.
Ich nutze Guide 8.0, mit CDC plus entsprechenden Sternkatalogen wie z.B. "Tycho" und "GSC" sollte es auch gehen. Wenn Du weißt wo die Planeten stehen wirst Du sie auch erkennen!

CS Christoph
 
Hallo Peter,

ich muss gestehen, dass ich die schwachen Planeten bisher
links liegen gelassen habe. Vorletzte Nacht hab ich aber mit
einem 85 mm Tele eine Aufnahme der Umgebung von Jupiter
gemacht. Darauf lässt sich dann Neptun mit einem Planetariums-
programm hinterher eindeutig identifizieren. Das geht
übrigens nicht nur mit Planeten. Anfang des Jahres hab
ich einfach das Sternbild Waage mit 50 mm aufgenommen, nachdem
ich den Kometen Lulin im Feldstecher nicht finden
konnte (er war da noch im "Anflug" und ca. 9 mag hell). Hinterher hat er sich dann
im Bild finden lassen. Das geht auch ohne Nachführung, die
Kammera einfach auf ein Foto-Stativ. Kurze Strichspuren
stören da nicht.

Grüsse

Thomas
 
Hallo peter,

das Starhopping scheitert häufig an unzureichenden Karten mit der "falschen" Sterngrenzgröße.
Wenn auf der Karte zu wenig Sterne sind erkennst Du die Muster beim Blick durch das Teleskop unter den vielen Sternen nicht wieder.
Hilfreich ist es, zumindest die theoretische Sterngrenzgröße von Teleskop + Okular als Kombination zu ermitteln und eine entsprechende Karte auszudrucken. Noch besser wird das, wenn Du die Himmelsqualität in der Himmelsregion von Deinem Standort aus mit einbeziehst.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Vielen Dank für eure Hilfe,

Was für ein Teleskop nutzt du? Wenn wir das wüssten, könnten wir konkretere Tipps geben.
ich beobachte mit einem 8" Dobson f/6 und an den Okularen sollte es inzwischen auch nicht mehr liegen ;)

Vielmehr beachte ich jetzt eure Tipps, für welche ich euch sehr dankbar bin und werde mir wohl viel genauere Aufsuchkarten erstellen müssen!

@ Günther: Auf der Herstellerseite steht bei meinem Dobson eine Grenzgröße von 14.5 mag. - könntest du mir sagen, wie man da noch ein Okular miteinberechnet? Wäre nett, danke.

Gruß & CS
Peter
 
Hallo Peter,

scvhau Mal bei Armin (deepsky-brothers) auf die Seite. Unter "Formeln" wirst Du fündig.
Es gibt auch Sternkartenprogramm, die Dir bei Eingabe von Teleskop und Okular den Anblick durch das Okular darstellen.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Moin Peter!

Für diese beiden Planeten brauchst du keine Aufsuchkarte bis Grenzgröße 'schlagmichtot': Uranus ist heller als +6 m, Neptun heller als +8 m. Weiter braucht so eine Karte nicht ins Detail zu gehen.

(Meine Güte, man kann's auch kompliziert machen! SCNR)
 
Hi Peter,

das Auffinden der Planeten Uranus/Neptun erfolgt nach der Starhopmethode. Sie sind im Sucher und bei niedriger Vergrößerung sternförmig. Du kannst z.B. ein Astroprogramm oder die Karten aus dem Himmelsjahr nehmen.

(Sind Uranus und Neptun bei 100x noch sternenförmig oder erkennt man schon deutlich einen Unterschied zu einem Stern mit weniger Mag.?)

Ja sind sie. Uranus wird ab 150x flächig und Neptun bei ca. 250x.

Gruß
Lots
 
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