Brauche Hilfe beim Jupiter

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AstroAlex150_750

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Hallo Leute,

gestern habe ich meine neue Kamera bekommen. Also habe ich sie gestern Abend an das Teleskop gepackt und sie mit dem Laptop verbunden. Dann schnell den Jupiter anvisiert und bei dem Programm EosCameraMovieRecorder auf Start gedrückt. Ich habe ca. 20 sec gefilmt. Ich weiß das das viel zu wenig ist. Trotzdem wollte ich euch das Bild mal zeigen und fragen ob es bei der Aufnahme zeit normal ist das er so aussieht. Zerlegt und gestacket mit Giotto bearbeitet mit GIMP.

http://www.blog.de/media/photo/Jupiter 28.03.2012/6274485

Die Aufnahmebedingungen waren eigentlich ganz gut.

Bitte um Hilfe

Mfg Alex
 
Zitat von AstroAlex150_750:
Trotzdem wollte ich euch das Bild mal zeigen und fragen ob es bei der Aufnahme zeit normal ist das er so aussieht.
Hallo Alex,

wenn es Deine erste Planetenaufnahme ist, dann ist das doch schon mal ein schöner Einstieg in die Astrofotografie! - Es ist klar zu erkennen, dass es sich um Jupiter handelt, und die Farben sind nicht untypisch. Ob das Ergebnis "normal" ist, kann allerdings niemand beurteilen, der nicht mindestens weiß, welche Kamera und welches Teleskop Du verwendet und mit welcher Brennweite und Belichtungszeit Du gearbeitet hast.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

danke. Also ich benutze eine Canon Eos 1000D. Belichtungszeit 1/25 sec und einem Iso-Wert von 400. Mein Teleskop ist ein 150/750 mm Newton. Ich habe dazu noch eine 2x Barlowlinse benutzt.

MFG Alex
 
Hi Alex,

mit Deinem 150/750 kannst Du auch noch etwas mehr Vergrößerung realisieren, sofern das Seeing paßt. Dazu mußt Du lediglich eine kurze Verlängerungshülse (ca. 20-30 mm) zwischen Barlow und Kamera setzen. Dadurch wird das Bild größer aber auch dunkler. Und das Fokussieren wird etwas schwieriger. Du kannst auf ISO 800 gehen. Da sind die Einzelbilder zwar verrauschter als mit 400 ISO, aber wenn Du 1-2 Minuten auf Jupiter draufhältst, dann paßt das schon. :Trost:

Das Rauschen mittelt sich mit 1/ "Wurzel Anzahl Aufnahmebilder" weg...

Das "Einstiegsbild" ist Dir schonmal gelungen. :applaus:

Aber die EOS ist nicht wirklich eine Planetenkamera. Die Videos, die damit aufgenommen werden, sind grauenhaft komprimiert. :mauer:

Für Planetenbilder sind Webcams geeigneter. Die übertragen die Bilder nahezu unkomprimiert. :)

Du kannst Dein Bild noch verbessern. In Giotto gibt es bei den Bearbeitungsmöglichkeiten die Funktion "RGB Korrektur". Damit kannst Du den roten und blauen Kanal gegenüber dem grünen Kanal verschieben. So bekommst Du die bunten Farbsäume an den Planetenrändern weg. :)

 
Hallo Sternenfee,

ich wollte mir eigentlich nicht schon wieder etwas kaufen und da habe ich dieses Bild gesehen was auch mit einer EOS gemacht worden ist: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/galleries/905443/Mars_Saturn
Geht das also nicht mit meiner?

Ich hatte am Anfang ja eigentlich vor DeepSky zu fotografieren. Das hat mich aber immer wieder sehr gefrustet und Geld für Filter, Autoguiding, o.ä. wollte ich nicht ausgeben. Deswegen dachte ich mir ich, könnte mit meiner schon vorhandenen DSLR ein paar Filme drehen und diese dann stacken. Aber wie es aussieht komme ich wohl nicht um eine Webcam herum!
Ich hab da nochmal so eine frage ich habe von einem Bekannten solch eine Hülse geschenkt bekommen da er sie nicht mehr brauchte. Leider weiß ich gar nicht für was sie nützlich ist. Meinst du so eine Hülse?
http://www.astroshop.de/kameraseitige-kameraadapter/vixen-kameraadapter-sx/p,5491

MFG Alex
 
Zitat von AstroAlex150_750:
Hallo Alex,

vieles hat ja die Fee schon gesagt. Nachdem ich mir die Daten von der EOS angeschaut habe, fürchte ich, dass Du nur 3 Bilder pro Sekunde aufnehmen konntest, also in 20 s insgesamt 60 Bilder, und dass da möglicherweise nach jedem Bild der Spiegel hochklappte. Wenn das so war, dann ist das Ergebnis viel besser als ich es erwartet hätte.

Du könntest auch mit der EOS schon eine sehr viel höhere Bildauflösung erreichen, wenn Du (1) bei dem Pixelraster von 5,7 µm des Kamerachips mit doppelt so langer Brennweite aufnimmst, also mit 4-facher statt 2-facher optischer Vergrößerung, (2) nach Möglichkeit den Spiegel arretierst (das ging zumindest bei meiner EOS 20D) und (3) ca. 2 min lang bei ISO 800 filmst. Dann bekommst Du schon mal 360 Bilder in den Kasten, die auch noch doppelt so groß sind wie bei der jetzigen Aufnahme. Damit kann ein Stackprogramm schon etwas anfangen.

Bin gespannt auf Deine nächsten Versuche.

Gruß, Jan
 
Hi Alex,

ich wollte mir eigentlich nicht schon wieder etwas kaufen und da habe ich dieses Bild gesehen was auch mit einer EOS gemacht worden ist: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/galleries/905443/Mars_Saturn
Geht das also nicht mit meiner?

Hast die Bildunterschrift gelesen? 270 mm Öffnung, 7500 mm Brennweite. Auch die Kameras sind unterschiedlich...

Auf diese Brennweite kannst Deinen 6"er net aufblasen. Da bist jenseits der maximal sinnvollen Vergrößerung. Da ist das Bild nicht mehr scharf zu kriegen, viel zu dunkel und es kommt nix gscheites mehr dabei raus...

Ich hatte am Anfang ja eigentlich vor DeepSky zu fotografieren. Das hat mich aber immer wieder sehr gefrustet und Geld für Filter, Autoguiding, o.ä. wollte ich nicht ausgeben.

wenn Du mehr als ein paar "Souvenierbilder" knipsen möchtest, mußt das aber leider alles kaufen. Deepskyfotografie ist teuer, wenn man es richtig machen möchte. Und Du mußt ständig am Ball bleiben. Die Bildbearbeitung von Grund auf lernen und anwenden.

Deswegen dachte ich mir ich, könnte mit meiner schon vorhandenen DSLR ein paar Filme drehen und diese dann stacken. Aber wie es aussieht komme ich wohl nicht um eine Webcam herum!

mit ner Webcam (+ Adapter + IR-Sperrfilter + Barlow-Linse) bist auf der günstigen Seite fürs Fotografieren. Du kannst die Verlängerung und die Barlow verwenden, um die Brennweite Deiner Okulare zu halbieren.

Webcamfotografie stellt kaum Anforderungen an die Montierung, kein Autoguiding notwendig, Webcam koscht net viel, gibts günstig auch gebraucht, alle Programme Freeware. :)

Damit geht Sonnenflecken (Weißlicht, Baaderfolienfilter), Planeten und Mond. Ist einfach zu bedienen, schnell gestackt und bearbeitet. :)

ich habe von einem Bekannten solch eine Hülse geschenkt bekommen da er sie nicht mehr brauchte. Leider weiß ich gar nicht für was sie nützlich ist. Meinst du so eine Hülse?

nein, die mein ich nicht. Ich red von sowas zum Verlängern:

Adapter 1

Adapter 2
 
Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von AstroAlex150_750:
Hallo Alex,

vieles hat ja die Fee schon gesagt. Nachdem ich mir die Daten von der EOS angeschaut habe, fürchte ich, dass Du nur 3 Bilder pro Sekunde aufnehmen konntest, also in 20 s insgesamt 60 Bilder, und dass da möglicherweise nach jedem Bild der Spiegel hochklappte. Wenn das so war, dann ist das Ergebnis viel besser als ich es erwartet hätte.

Gruß, Jan

Hallo Jan,
das siehst Du aber falsch,EOS_Movie_record ist ein Programm was den LiveView Stream der Kamera als Video aufzeichnet.
Es ist für die Kameras gedacht die LiveView unterstützen aber selbst keine Videoaufnahmefunktion haben.
Die Framerate hängt vor allem von der Rechnerleistung ab,mein Laptop(1,3Ghz)schaffte so 13-15Frames per Sekunde.
Im Modus mit 5 facher Vergrößerung wird nur ein Teil des Sensors in 100% Auflösung genutzt,was ungefähr der Webcam Auflösung entspricht.
Nachteile hat das Verfahren natürlich auch,das wären das Videoformat Mjpg(komprimiert),der Rolling Shutter und keine Kontrast und Gainsteuerung.
Für Alex seine technischen Möglichkeiten würde sich der Mond und die Sonne eignen,mit entsprechenden Barlows auch die größeren Planeten.
Hier mal noch zwei Beispiele.

Jupiter

Mond

VG Cl.-D.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Joschi:
Die Framerate hängt vor allem von der Rechnerleistung ab,mein Laptop(1,3Ghz)schaffte so 13-15Frames per Sekunde. Im Modus mit 5 facher Vergrößerung wird nur ein Teil des Sensors in 100% Auflösung genutzt,was ungefähr der Webcam Auflösung entspricht.
Hallo Joschi,

das hört sich doch schon gut an!

Zitat von Joschi:
Nachteile hat das Verfahren natürlich auch,das wären das Videoformat Mjpg(komprimiert),der Rolling Shutter und keine Kontrast und Gainsteuerung.
Da sehe ich keine Nachteile: Das Videoformat kann man konvertieren. Die Kompressionsartefakte werden sich in Grenzen halten und durch das Stacken vermutlich weitestgehend neutralisiert. Der Rolling Shutter könnte sogar von Vorteil sein, denn er verkürzt die Belichtungszeit des Planeten gegenüber der Belichtungszeit des ganzen Frames. Gain und Kontrast kann man in größerem Umfang nach dem Stacken regulieren. Bei der Aufnahme wird die Kamerasoftware vermutlich für eine ausgewogenen Einstellung sorgen, die erwartet man doch auch bei der terrestrischen Videografie.

Zitat von Joschi:
Da erscheint bei mir in beiden Fällen nur die Startseite von fotocommunity.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,
die 1000D läßt sich komplett mit dem Programm steuern,also Belichtungszeit ,ISO,Blende(bei normalen Objektiven) und Belichtungszeit.
Ich glaube sogar der Weißabgleich ging noch.
Meine 40D die war leider nur eingeschränkt steuerbar,da waren die Videos viel zu hell.
Ich versuche es nochmal mit diesen Links.

Mond mit der EOS 40D
Der Mond wurde am Orion 80/600 ED mit 2x Konverter aufgenommen

Jupiter mit der EOS 1000Da
Jupiter am SC8" auch mit 2x Konverter aufgenommen.

VG Cl.-D.
 
Hallo Joschi,

bei den Möglichkeiten der 1000D wird Alex ja vielleicht noch etwas zustandebringen. Deine sehr ordentlichen Bildergebnisse kann ich jetzt sehen, es scheint doch was zu gehen mit den SLR Kameras!

Gruß, Jan
 
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