Brennebene über eingefahrenem OAZ?

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Nepomuk

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Hallo,

ich lasse mir für meinen TS-Orion 10" einen neuen Tubus machen. Ich montiere einen JMI NGF DX-1 OAZ.
Dieser hat eine minimale Bauhöhe (eingefahren) von 4cm.

Die Frage ist wie hoch die Brennebene über dem OAZ sein sollte?

Er soll auch fotografisch eingesetzt werden.

Kann da jemand helfen?

Gruss,
Ingo
 
Hi Ingo,

na klar! Wer wird wohl wieder seine Halbweisheiten dazugeben? Ich. ;-)

Aus eigener Erfahrung solltest Du folgendes Berücksichtigen:
Bildebene hinter der OAZ-Oberkante sind bei DSLR sowie KB-Kamera exakt 55mm.

Dazu musst Du noch den Glasweg des Komakorrektors rechnen, der laut einem Thread hier den Fokuspunkt je nach f-Nummer des Teleskops um bis zu 10mm rauslegt.

Bei mir komme ich ohne Komakorrektor in den Fokus und habe ca. 5mm "Luft" nach hinten.
Wen ich mit Komakorrektor fotografiere, reicht mein Fokusweg nicht mehr. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />
Dann muss ich die Kamera mit dem Spannring auf die "erste Nase" des Komakorrektors schrauben.

Suboptimal.

Ich muss mal etwas den Spiegel nach hinten setzen, dann geht's.

Fazit:
Rechne mit 55mm "additional way" für die Kamera und ca. 7mm zusätzlich für den Komakorrektor!

In den Programmen wie Newt. ist noch die "luft nach innen" als "focuser extra travel" gegeben.
den solltest Du so um 5mm bis 10mm bei Mittenstellung des HS wählen.

Gruss,
Max
 
Hallo Max,

bei Newt habe ich gerade einen Eintrag gefunden der von 35mm über eingefahrenem OAZ unter Verwendung einer DSLR ausgeht.

Hmm...

Gruss,
Ingo
 
Hallo,

Max. Kommt mir nur deshalb soviel vor, da lt. JMI HP der OAZ nur 39mm rausgedreht werden kann was mir aber auch wieder wenig zu sein scheint.

Gruss,
Ingo
 
Hallo Max,

also NewT berücksichtigt automatisch eine gewisse Höhe für Okulare, und empfiehlt zusätzliche 35mm bei Kameraverwendung.

Das passt dann schon eher.

Gruss,
Ingo
 
Danke Max,

nach ein paar Stunden Rechersche und Rechnerei ist es mir gelungen sowohl mit NewT als auch mit myNewton den optimalen Tubus zu berechnen bei übereinstimmenden Ergebnis!

Eine schwere Geburt war das.

Gruss,
Ingo
 
Hallo,

haste denn jetzt mit 35mm oder 55mm gerechnet?

Für Okulare brauchst Du eine 35mm Verlängerungshülse, das stimmt.

Das ist der "Backfokus" der Okulare.

Für eine Kamera brauchst Du allerdings immer noch 55mm von T2 -> Film.

Das ist der "Backfokus" der Kamera.

Alles klar?

Irgendwie werde ich mal wieder aus Dir nicht schlau...
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Oder haste jetzt etwa - beratungsresistent wie Du bist - mit 35mm für die Kamera gerechnet, nur weil irgendein Programm das sagt?
Naja, im Umtauschen hast Du ja Übung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Einfach mal den Strahlengang überlegen:
Fokale Fotografie = Chip im Brennpunkt.
Okular = Okular im Strahlengang VOR dem Brennpunkt mit Dicke der Feldblende.

Gruss,
Max
 
Hallo Max,

falls ich da was flasch verstanden habe lasse ich mich gerne aufkären.

Also ich habe jetzt wie folgt berechnet:
-myNewton legt den Brennpunkt automatisch 2cm oberhalb dem eingedrehten OAZ und NewT 25,4mm.
-Beide Programme möchten das man angibt wie weit der Brennpunkt für Kameras zusätzlich nach aussen gelegt werden soll. NewT empfiehlt hier 35mm, myNewton macht keine Angaben.
Ich habe so gerechnet das der Brennpunkt insgesammt 65mm über dem eingedrehten OAZ liegt. Bei mehr würde es auch kritisch, da 100% FOV auf unter 12 oder gar 10mm absinken würde. Das ließe sich nur noch mit einem kleineren Durchmesser des Tubus beheben. Das hätte aber wieder andere Nachteile. Also ein Teufelskeis.

Aber ich kann dir gerne mal meine NewT oder myNewton Datei zukommen lassen. Vielleicht gelingt dir mit meinen Vorgaben ja ein besserer Tubus.

Also so sieht es derweil aus meiner Sicht aus. Vorschläge werden gerne angenommen.

Gruss,
Ingo
 
Hi Ingo,

Die Frage ist wohl, mit welcher Kamera du fotografieren möchtest. Zum Beispiel trägt die ATIK CCD-Kamera rd. 20mm auf, während die EOS wirklich 55mm Weg nach außen benötigt. Fotografierst Du mit DSLR, dann sollte die Brennebene wirklich rd. 100mm über dem Tubus mit dem NGF1 liegen. Das Problem ist aber dann, dass du dir lt. NwtWin beim Fokussierer die 75% Strahlen abschneidest, wenn du ein ausreichend großes 100% ausgeleuchtetes Bildfeld willst. Dem kannst Du eigentlich nur entgehen, wenn der Okularauszug größer als 2" wird.

Grüße aus Innsbruck
Tom
 
Hallo,

ich will in der Tat auch mit einer EOS fotografieren. Aber bei 100mm über dem OAZ wird es natürlich problematisch. Wenn die Brennebene bei der EOS 55mm über dem OAZ liegt, sollten doch 65mm reichen oder? Evtl. auch 70mm um Sicher zu gehen das das mit dem Komakorrektor auch noch passt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />

Gruss,
Ingo
 
Hi Ingo

Wenn die Brennebene bei der EOS 55mm über dem OAZ liegt

genau das stimmt, also brauchst Du die 40mm, die der Okularauszug in eingefahrenen Zustand aufträgt, und erst von dessen Oberkante aus brauchst Du die 55mm der EOS. Das heißt also, die Brennebene muß mindestens 95mm über der Tubusoberfläche liegen, dann hast Du aber immer noch kein Spiel zum fokussieren oder sonstiges Zubehör.

Gruß
Tom
 
Hallo Thomas,

dann hätte ich es ja richtig! Meine Brennebene liegt derweil bei 100mm über der Tubusoberfläche. Scheint fast so als hätte ich es.

Gruss,
Ingo
 
Hallo zusammen!

Ihr müsst bei den Programmen Newt und myNewton aufpassen. Eines von beiden verlegt nämlich die Brennebene automatisch um die halbe Auszuglänge nach aussen, das andere macht das nicht.

Das ist wahrscheinlich für die Ausgangsfrage unwichtig, sollte bei einer kompletten Auslegung aber beachtet werden.


Gruß Harald
 
Hallo zusammen,

um diesen Thema gibt es Diskussionen seit es Newt und
myNewton gibt. Leider ist das Thema komplexer, als man
auf den ersten Blick annimmt und die beiden Programme
verfolgen bei der Berechnung etwas unterschiedliche
Ansätze.

Ich hatte mal versucht etwas Licht ins Dunkle zu bringen,
bin aber nicht sicher, ob das wirklich gelungen ist ;-)
Währe nett, wenn sich mal jemand um den Artikel kümmern
könnte, der da von einer unbefangeneren Seite an die
Problematik ran geht.

Ciao, Heiner
 
Hallo Heiner,

da ich mich jetzt einige Stunden mit beiden Programmen auseinander gesetzt habe, hoffe ich eigentlich die beiden Programme einigermassen verstanden zu haben.
Ich werde mir das in jedem Fall mal anschauen.

Gruss,
Ingo
 
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