Brennweite contra Öffnung

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suntoucher

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Hallo zusammen,
ich bin seit einiger Zeit Besitzer eines 700/70er Refraktors auf einer Astro-3 (das Lidl-Teleskop). Das ist schonmal ganz nett für den Anfang, ich würde aber gerne doch ein wenig professioneller werden.
Was die Montierung angeht, die erscheint mir für die visuelle Beobachtung stabil genug. Nun suche ich nach einem passenden Spiegeltubus für mich. Dabei ist nicht zuletzt Mobilität wichtig, da ich mitten in der Stadt wohne und per S-Bahn raus muss. Habe gesehen dass es auch größere Brennweiten mit kurzbauenden Tuben, also mit integr. Barlow-Linse gibt. Aber Brennweite ist gar nicht das wesentliche bei Spiegeln, oder? Eine größere Öffnung macht sich doch eher bemerkbar? 130 oder 150mm? Oder lieber doch den klassischen 900/114er Newton?
Dnke für alle sachdienlichen Hinweise...
Bastian
 
Hi Bastian,
große Brennweiten mit kurzen Tubus, sog katadioptische Systeme sind im allgemeinen etwas schlechter als vergleichbare "Normalsysteme".
Ich würde der LIDL Monti visuell einen 114/900 Newton zumuten( Hatte ich selbst so ne Zeit lang). Ein schönes Gerät mit deutlich mehr Lesistung als der LIDL. Ein schönes Planetengrät dank f/8 und dennoch gut für DS zu gebrauchen. Die Kombi mit größeren Teleskopen, die man hier und da auch sieht, halte ich nicht mehr für befriedigend.
CS
 
Danke Jungs. Das mit der Montierung wäre eh nur ne Übergangslösung. Sobald wieder Geld im Säckel ist, folgt eine EQ-3 mit Nachführung. Binoviewer, kannst du mir über Maks etwas mehr sagen? Danach habe ich noch gar nicht geschaut.
Noch was, sollte man für Fotografie vielleicht besser gleich auf 2" gehen?
 
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das Mak hat gegenüber dem kleinen newton den vorteil, daß es
noch kompakter ist. das macht es zum idealen reiseteleskop,
oder wenn man ultramobil sein muß. auch die justierung ist
weniger kritisch und die längere brennweite ermöglicht
hohe vergrößerungen ohne ein barlowlinse verwenden zu müssen.

der newton bietet dafür aber ein deutlich größeres gesichtsfeld.

es kommt also auf deine schwerpunkte drauf an. bei deepsky
würde ich den newton nehmen, bei maximaler mobilität und vorwiegend
planetenbeobachtung den Mak.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
...und genau da liegt das Problem. Ich hätte gerne ein transpotables DeepSky-Teleskop. Um das kleine Gesichtsfeld aufzufangen braucht man doch auch wieder edlere Okulare, oder? Hab mir gerade erst ein 7-21mm Zoom von TS gekauft, das an sich schon etwas eingeschränkter ist als Festbrennweite. Eventuell schaffe ich aber noch ein Celestron-Set an.
 
der 102/500mm refraktor ist natürlich auch eine möglichkeit,
man muß aber dazusagen, daß er bei der planetenbeobachtung
weit hinter dem 114/500er newton zurückbleibt, aufgrund des
sehr starken farbfehlers. auch ist er deutlich teurer und
er ist auch schwerer als der newton.

dafür muß er aber nicht justiert werden und ist auch beim
transport weniger empfindlich, in der handhabung ist er
also einfacher.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Muss man die Justierung denn bei jeder Aufstellung vornehemen? Und geht das draußen allein, nur mit ein bisschen Geschick? Oder braucht man dazu noch etwas?
Alles in allem ist die Tendenz ja doch Richtung Newton.
Die Stativbeine sind ohnehin mind. 70cm lang, d. h. so groß müsste ein Transportgefäß mind. sein. Da ich im Veranstaltungsbereich arbeite, sollte es nicht allzuschwer sein, ein passendes Alu-Case zu beschaffen. Also darf es evtl. auch 700 oder 900mm sein.
Also noch mal die Frage; was sollte man haben - und was ist Luxus? Aber auf jeden Fall vielen Dank für die vielen Tipps!
 
grundsätzlich sollte vor jeder beobachtung die justierung
überprüft werden. je höher man vergrößern will, umso wichtiger
ist eine exakte justierung. wie oft dann in der praxis wirklich
zu justieren ist, läßt sich im voraus nicht exakt sagen.
als zukünftiger newtonbesitzer solltest du aber dazu bereit sein,
das gerät vor jeder beobachtung ein paar minuten lang zu justieren.

du brauchst dazu nur eine filmdose mit kleinem mittigem loch,
sonst nichts. natürlich kann man auch einen laser oder
ein justierokular nehmen, genauer wird es dadurch aber nicht,
denn die letzte justage muß ohnehin am stern gemacht werden.

natürlich kannst du auch einen 900mm langen tubus nehmen, du mußt
aber bedenken, daß je länger der tubus ist die stabilität auf
der montierung immer geringer wird.

auf der astro3 zittert der lidl schon beim fokussieren bei
höheren vergrößerungen. ein 900mm newton zittert nochmal
deutlich mehr! der kuze 114er newton hingegen ist stabiler
als der lidl und zeigt auch um einiges mehr.
bleibst du also bei der astro3, kommen die langen tuben
gar nicht infrage. für diese brauchst du auch eine stabilere
montierung (SkyView oder Astro5).

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
OK, das mit der Justierung schaue ich mir mal genauer an. Das sollte mich aber nicht abhalten. Was sein muss, muss halt sein.
So wie ich dich verstehe sollte ich also darüber nachdenken, ob eine stabilere Montierung meine nächste Anschaffung ist und dann nach nem neuen Rohr ausschauen. OK, ich warte einfach mal ab, vielleicht hat TS-Wolfi ja in nächster Zeit mal was passendes im Angebot. Ist ja doch einiges günstiger, Teleskop und Montierung als Paket zu kaufen.
Ich möchte mir halt möglichst alle Optionen offenhalten; und an Fotografie bin ich auf jeden Fall interessiert, und sei es mit ner einfachen Digicam (besitze eine Ixus 400). Natürlich möchte ich aber erstmal sehen, wie mir das ganze Thema liegt, bevor ich den Gegenwert eines Gebrauchtwagens investiere; deswegen überlege ich welche Reihenfolge am günstigsten wäre...
 
die montierung ist eigentlich wichtiger als das teleskop selbst,
denn man kann nur das sehen, was man auch scharfstellen kann und
was zitterfrei im okular zu sehen ist.

daher kannst du bei der astro3 nur kompakte, kurze geräte bis
etwa 700mm brennweite verwenden. selbst der lidl ist schon eher
an der grenze dieser montierung.

halte ausschau nach schnäpchem im gebrauchtmarkt.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Ist die EQ-3 denn stabil genug für ein 900mm Teleskop zum Schauen und für kurze Belichtungen? Das wäre nämlich die (finanzielle) Schmerzgrenze solange ich blutiger Anfänger bin. Sorry wir kommen langsam vom Thema ab, aber es gibt halt soviel zu lernen...
 
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Hallo Bastian,

Was die Stabilität angeht, wird die EQ3 einen 114/900 Newton locker halten. Solch eine Kombination habe ich auch und komme damit gut zurecht. Nach einer Sekunde ist die Montierung wieder ausgeschwungen.

Habe auch meine ersten Piggy-Back Fotos damit gemacht, und die Montierung war mit dem zusätzlichen Gewicht der Kamera nicht überfordert.

Bei einem Refraktor mit dieser Brennweite wäre ich mir nicht so sicher, da man da das Stativ schon erheblich weiter ausziehen muss, um einigermaßen entspannt beobachten zu können.

Allerdings ging es Dir auch darum mobil zu sein. Da solltest Du bedenken, dass der Gewichtsunterschied zwischen einer Astro-3 und einer EQ3 wirklich beträchtlich ist und letztere auch erheblich sperriger ist. Ich würde damit auf jeden Fall nicht S-Bahn fahren wollen. - Habe gerade mal die Waage geholt: Also mit 114/900 Newton und Gegengewicht sind das 15kg.

Gruß
Christian
 
Hi Christian,
Sorgen macht mir weniger die S-Bahn, als vielmehr die Strecke, die ich dahin laufen muss ;-)
Leute, so langsam krieg ich den Eindruck, dass es ein Stadt-Astronom ohne Auto ziemlich schwer hat. Naja, mal schauen; wat mutt, dat mutt. Bin mit den Amateur-Astronomen hier in Kontakt. Vielleicht finde ich ja noch jemand aus meiner Gegend, der mich freundlicherweise mal mitnehmen kann (wohne in HH-Barmbek).
Auf jeden Fall DANKE für all die Infos. Ihr seid Klasse!
 
das beste teleskop ist jenes, welches du am häufigsten nutzt!

wenn du also zu schweres equipment anschaffst läufst du gefahr,
dieses zu wenig zu benutzen. ein etwas kleineres leichteres
gerät zeigt vielleicht ein paar details weniger, aber dafür
nutzt du es regelmäßig und mit freude und vor allem darauf kommt
es an. denn das beste gerät nützt gar nichts, wenn es nur zuhause
im wohnzimmer vor sich hinträumt.

ich würde daher an deiner stelle die leichte Astro3 behalten
und auf diese ein ganz leichtes kurzes gerät setzen, der newton
114/500 ist hier meiner meinung nach unübertroffen.
selbst wenn du später mal ein deutlich größeres teleskop mit
schwerer montierung kaufst, kannst du diese leichte kombination
immer noch als ausflugs- und urlaubskombi behalten, die anschaffung
lohnt also in jedem fall.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hi,

was die LIDL-Monti noch stabiler trägt als einen 114/900er newton,
ist ein 150/750er Newton - ich hatte beide Rohre schon drauf auf
der LIDL, der 750er 6" war eindeutig stabiler. Und hat mehr Öffnung...

Viele Grüße
MArkus
 
Hallo Bastian,

ich habe bei meinen Hamburg besuchen, 12 mal in den letzten 8 Jahren, immer auch eine kleine Astroausrüstung dabei und in den Hamburgischen Parks immer Stellen zum beobachten gefunden. Da sind zwar keine horrizontnahen Ausblicke möglich, aber Lichtgeschützte Stellen mit sehr gutem Blick zur Milchstraße und Sternbildern vorhanden, wenn man h & chi mit bloßem Auge findet oder M27 auf anhieb ins Gesichtsfeld des Fernglases bekommt, kann die Dunkelheit und Durchsicht nicht so schlecht sein.
Da sind z.B.: Stadtpark, Jenischpark, Öjendorfer Park und Stellmoorer Tunneltal zu nennen.

Gruß Günter
 
klingt gut; der Stadtpark ist hier gleich um die Ecke. Das schöne ist ja, dass er so schön groß ist und in der Mitte wahrscheinlich auch entsprechend dunkel. Und das Planetarium hat ja seit Ende 2003 auch wieder auf. Bin schon ganz gespannt, für Mittwoch habe ich Karten...

Inzwischen habe ich übrigens über die Kontaktseite hier einen freundlichen Menschen gefunden, der mich zum Beobachtungplatz der Hamburger Amateure mitnehmen kann. Wünscht mir mal, dass das Wetter noch eine Weile so nett bleibt, wie es das hier - seltenerweise - im Moment ist.

Momentan bin ich aber noch ausschließlich auf dem Südbalkon tätig und freu mich über Saturn, Jupiter und den zunehmenden Mond...
 
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Fortschritte

Hallo Leute, insb. Tom (Binoviewer)
Also, nach einigen Tagen Daten sammeln, Foren lesen und Zeitschriften wälzen habe ich allmählich eine klare Vorstellung von dem was ich will.
Habe mich seit einigen Tagen auf einen 700/150er Newton eingeschossen, also eine reine Spiegeloptik (stimmt doch, oder?). Ich denke, dieses Maß ist noch recht gut transportierbar und die Öffnung gibt schon was her.
Was ich mir noch wünschen würde aber bislang nicht gefunden habe, ist ein 2-Zoll-OAZ. Ist das sinnvoll? Ich denk dabei immer an die Aufrüstbarkeit mit einer Digital SLR wie z. B. der EOS300D oder die neue Nikon D70, wenn sie denn erstmal ein bisschen günstiger geworden ist.
Meine Erfahrungen mit der Cosmostar/Astro3 sind nicht die schlechtesten, ich werde es also erstmal mal damit versuchen - es sei denn ich finde irgendwo ein echt gutes Paket-Angebot auf EQ3...(Wolfi, hörst du zu? Mach mir mal ein Angebot...)
Ansonsten wird diese meine nächste Anschaffung, und dann auch gleich mit Nachführmotor. By the Way - wofür braucht man eigentlich einen Motor auf der Deklinationsachse? Die muss man doch bei ordentlicher Ausrichtung für jedes Objekt nur einmal fest einstellen, oder?
Mit meinem TS-Zoomokular bin ich für's erste auch zufrieden, über Okulare werde ich mich beizeiten mal richtig schlau machen.
Was ich auch jeden Fall für sinnvoll halte sind ein paar Filter, zumindest die gängigsten. Sonnenbeobachtung klingt ebenfalls interessant, einen Objektivfilter kann man doch gut selbst basteln. Habe in einem anderen Thread von dem S&W Sonderheft "Mein Teleskop" gelesen, was ich mir daraufhin auch bestellt habe. Da ist allerdings auch von Rettungsfolie die Rede. Nicht so gut, oder? Lieber richtige Filterfolie für visuelle Beobachtung...

Viele neue Fragen; also schreibt ruhig nochmal was, bevor ich demnächst anfange im großen Stil Geld auszugeben...

Danke jedenfalls für eure vielen Tipps, hat mich echt weitergebracht!
 
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Re: Fortschritte

Hallo,

bei 100% Ausrichtung der Montierung könnte man prinzipiell auf die Korrektur in Deklination verzichten (wenn man beim Objektanfahren auch nur die Rekt. motorisiert betreiben möchte ;-)). Im speziellen bei langbrennweitiger Fotografie zeigen sich aber auch kleinste Abweichungen der Justierung und eine motorisierte Achse in Deklination wird wieder interessant.

Grüße, Christoph Lohuis.
 
Re: Fortschritte

Hi Christoph,
Verstehe, sonst hat man auf einmal 'vertikale' Streifen im Bild. Aber wie erfährt denn die Steuerung, wann die Deklinationsachse korrigiert werden muss?
Da muss doch irgendeine Art von Sensor wirksam sein? Oder bin ich das selbst? In diesem Fall würde ich einem ordentlichen Polsucher mehr vertrauen...

PS Das wäre eine Antwort. Bitte beachtet auch die anderen Fragen im Posting 'Fortschritte', sonst muss und werde ich die immer wieder stellen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Versteht das nicht falsch, wenn die Antwort schon irgendwo steht, reicht auch ein kurzer Hinweis darauf. Oder einer erklärt sich bereit, meinen Wissensdurst per ICQ zu stillen...
 
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Re: Fortschritte

Hi Bastian,

tatsächlich, der Sensor bist Du selbst.
Eine Langzeitbelichtung muß nachgeführt werden, zumindest ab einer bestimmten Brennweite.
Ein 135mm Tele (immer KB-äquivalent gedacht) kann mit etwas sorgfalt sogar ohne Motor, von Hand, nachgeführt werden. Eine motorisierte Montierung kann diese Brennweite in den allermeisten Fällen aber ganz ohne Korrektur genau genug nachführen. Striche auf der Aufnahme stammen hier eher von schlechter Poljustage, so daß Bildfelddrehung entsteht. Natürlich gibt es auch andere Fehlerquellen, zum Beispiel Wind.
Ab 300mm aber sollte man den Lauf der Montierung kontrollieren. Dazu benötigt man ein Leitfernrohr (oder einen Off-Axis-Guider). Das Leitfernrohr wird parallel zur Foto-Optik auf die Montierung gespannt - setzt man die Kamera mit Tele huckepack auf's Teleskop, so ist das Teleskop selbst das Leitfernrohr. So sollte man übrigens anfangen, mit 50mm und 135mm Brennweite huckepack (Piggyback) auf's Teleskop geschnallt. Hier sollte man das Nachführen schonmal üben, um ein Gefühl dafür zu bekommen.
Wenn man selbst "der Sensor" ist, dann wird in das Leitfernrohr ein Fadenkreuz-Okular (beleuchtet) eingesetzt. Man sucht sich einen Leitstern und sorgt mit dem Steuerkästchen der Montierung dafür, daß dieser Leitstern immer im Fadenkreuz bleibt.
Ein Autoguider ist nun eine CCD-Kamera, welche das Bild eines Leitsterns automatisch auswertet und über einen Anschluß an die Steuerung die Korrekturbefehle für die Motoren gibt (nicht bei jeder Steuerung möglich, ausser durch Bastelei!).
Der Leitstern übrigens wird üblicherweise gesucht, indem man das Leitfernrohr in Leitrohrschellen einspannt. Das sind große Rohrschellen, in denen das Leitfernrohr mit Schrauben eingespannt ist, wie ein Sucher in seiner Halterung. Dadurch kann man das Leitrohr ein wenig in der Richtung verstellen, ohne den Bildausschnitt des Teleskopes zu verändern, um einen hellen Leitstern zu finden.
Ein Off-Axis-Guider erspart das Leitrohr. Hier wird einfach über ein Prisma eine kleine Ecke vom Bild des Teleskopes (der Foto-Format ist ja rechteckig, und vom runden Bildfeld des Teleskopes bleibt da immer was übrig) umgeleitet in den Off-Axis-Guider. Diesen kleinen Ausschnitt betrachtet man wieder selbst mit einem Fadenkreuz, oder man setzt auch hier den Guider an.
Off-Axis-Guider haben den Nachteil, daß bei vielen Geräten der Rand des Bildfeldes recht dunkel ist, so daß nur wenig helle Leitsterne da sind. Ausserdem lässt sich ein Off-Axis-Guider besonders bei Newtons schlecht einsetzen, weil er zusätzliche Lichtweg durch den Fokussierer nicht mehr ausgeglichen werden kann - man kommt mit der Kamera also nicht mehr in den Schärfepunkt.

Clear Skies
Sven
 
Re: Fortschritte

hallo bastian, hier die antworten:

- der 150/750 ist eine reine spiegeloptik
- ein 2" OAZ ist sinnvoll, frag wolfi ransburg ob das bei diesem
newton möglich ist, ich denke ja.
- astro3 ist für dieses gerät sehr schwach, EQ3 ist besser, aber
für astrofotgrafie immer noch zu schwach. hier brauchst du dann
eine astro5, eq5, h-eq5 oder gp.
- filter braucht man kaum, wenn dann nur: mondfilter, hellblau, gelb
und orange(od. hellrot).
- wenn eine sonnenfolie, dann auf jeden fall die baader astrosolar!
rettungsdecke läßt infrarot durch und ist schädlich für die augen.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Fortschritte

Hi Tom,

wenn die Anforderung "transportables DeepSky-Teleskop" lautet, wie kommst Du dann darauf, daß man keine Filter braucht? Insbesondere, wenn doch die Darstellung "Stadtbewohner, der mit S-Bahn rausfährt" gegeben ist? Da wird also ein 5m5 Himmel anliegen, unter dem ein UHC-Filter ein erstklassiger Kamerad ist!
Auch für einen OIII gibt es Verwendung, nur ist der OIII wegen seiner Spezialität "Planetarische Nebel" eher ab 8" Öffnung richtig lohnenswert. Trotzdem bringt der auch am 6-Zöller Leistung.
Für Planetenbeobachtung ist Dein Filtervorschlag korrekt, aber die Anforderung DeepSky ist Dir wohl nur einfach inzwischen entfallen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

@Bastian: Ich denke, Dir kann der Artikel Stadtastronomie wertvolle Tipps geben. Man findet ja nicht immer die Zeit zum rausfahren.

Clear Skies
Sven
 
Re: Fortschritte

@Sven
Wooow! Das war ja mal ne superausführliche Antwort. Danke!!!
Ich habe das Gefühl dass die professionelle-Astro-Fotografie aus Budget-Gründen noch etwas warten muss...
Vielleicht erstmal ein bisschen mit Webcam und digitaler Weiterbearbeitung 'rumstümpern'. Von Bildbearbeitung versteh ich ja was...

@Tom
kurz, präzise und gehaltvoll - das war das was ich brauchte - auch vielen herzlichen Dank!
Hmmmm, ja Montierung, ich weiß die ist wichtig, aber die 'höheren' Montierungen werden doch auch so schnell soo teuer *jammer* Ok, ich werd deinen Rat beherzigen; ich weiß nur noch nicht wann ich dazu in der Lage bin. Für's erste wollte ich auf jeden Fall unter 1000 Eur bleiben, am besten sogar unter 500....
 
@Sven:
Mönsch das hätt ich fast vergessen. Super-Artikel! Danke für den Link. Sobald der Wasserdampf sich da oben verzogen hat, werd ich das mal checken. Bei allen Unannehmlichkeiten hat die Wohnung einen großen Pluspunkt. Wir haben Nord- und Südbalkon. Ich lass einfach immer 2 Fenster StarryNight mitlaufen, dann entgeht mir nix ;-)
 
Ich hab Wolfi angemailt; und er meinte dass ein 2Zoll OAZ standardmäßig erst ab 200mm Newtons dran ist. Jetzt gibt es 3 Möglichkeiten:
a) einen 150er Newton aufrüsten lassen (teuer)
b) tatsächlich gleich ein 200mm Gerät kaufen (auch teuer)
c) oder weiter umschauen

für ein 200mm Scope ist die Astro3 sowieso, und die EQ3 wahrscheinlich auch zu schwach, das sehe ich ein.
Aber wenn ich mir so einen zulege geht das wirklich ins Geld :-( 800Eur für Scope + Montierung geht leider nicht...

Also, gibt's noch Alternativen?
 
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