Brennweite Spiegeleleskope

kometenverfolger

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Hallo,

ich las ein wenig im Bereich Teleskope und frage mich,

ob ein üblicher Hobby-Newton durch den einf Strahlengangweg vom Spiegel zum Okular ansich recht kurz u dadurch von Nachteil ist?

ob der Mak durch das Hin- und Her des Lichtes nicht wesentlich mehr Brennweite hätte u dem Newton vorzuziehen ist?

Öffnung ist alles, aber etwas Brennweite wäre ja auch net schlecht...

Merci,
Fred
 
Das kommt halt drauf an was Du mit dem Gerät vorhast.
Lange Brennweite brauchst Du hauptsächlich wenn Du mit einer Kamera direkt im Fokus ohne weitere Optik zb Planeten filmen willst.
Da ist je nach Pixelgröße f/10 bis 15 eine sinnvolle Größe. Maßgeblich ist aber die Auflösung und die hängt halt mit der Öffnung zusammen. Bei Deepsky fotografisch wird man eher Lichtstärke brauchen also F zahlen von F/4 bis F/6.
Visuell kann man auch bei Kurzbrennweiten Systemen auf die förderliche Höchst Vergrößerung kommen.
Umgekehrt wird es aber schwierig, die minimale Vergrößerung ( etwa Öffnung durch maximalen Pupillendurchmesser) zu erreichen
Felix
 
Hallo Fred,
die Frage wäre, was will man mit Brennweite erreichen?
Brennweite für sich gesehen ist relativ nichts sagend, erst durch die Einbeziehung von Öffnung und das sich daraus ergebende Öffnungsverhältnis, ergeben sich weitere Betrachtungsweisen.
Grundsätzlich lassen sich in einem kleinen Öffnungsverhältnis z.B. f/15 Aberrationen (Fehler) besser in einem größeren Beugungsscheibchen verstecken.
Jedoch darf man sich pauschal auch davon nicht täuschen lassen, da z.B. ein SC oder ein einfacher Gregory Maksutov nur auf der Achse perfekt abbilden, im Feld sieht es auch da mau aus.
Dann gibt es konstruktive Vor- und Nachteile durch Faltung der Brennweite wie z.B. Obstruktion, Backfocus, Einblichverhalten, Baulänge, Durchmesser usw.
Dann gibt es das Thema Zubehör wie, Okulare, Glasweg, Korrektoren usw. welche wiederum auf das Öffnungsverhältnis reagieren.
Welchen Nachteil man beim Newton sehen will, hängt also sehr von seiner Konstruktion ab.
Will man evtl. maximale Öffnung, eine kurze Bauweise und eine geringe Obstruktion, wird je nach ausgeleuchtetem Feld, die Fokuslage, je nach Zubehör etwas knapp.
Darüber könnte man dann diskutieren, wenn man die Brennweite als alleiniges Kriterium ansetzt?
LG
 
Die lange Brennweite beim Mak kommt durch die Brennweitenverlängernde Wirkung des Fangspiegels zustande.typischerweise hat der Hauptspiegel beim Mak etwa f/2 bis 2,5,,
Der Fangspiegel wirkt durch seine Krümmung wie eine Barlowlinse und verlängert typischerweise um das 5 bis 7 fache. Sonst wäre die Zentralabschätzung zu gross.
Felix
 
Hallo Fred,
es kommt immer darauf an...
Ich fotografiere mit weniger als 400mm Brennweite und habe extra eine Reducer im Einsatz, um die Brennweite zu verkürzen. Das bringt größeres Gesichtsfeld und mehr Lichtstärke für Flächenobjekte. Für Mond und Planeten habe ich noch einen Mak, aber wirklich nur dafür. Für langbelichtete Fotos mit langer Brennweite benötigst du eine Montierung in der Preislage eines Gebrauchtwagens. Dazu habe ich mich noch nicht durchgerungen.
CS Harald
 
ob ein üblicher Hobby-Newton durch den einf Strahlengangweg vom Spiegel zum Okular ansich recht kurz u dadurch von Nachteil ist?

ob der Mak durch das Hin- und Her des Lichtes nicht wesentlich mehr Brennweite hätte u dem Newton vorzuziehen ist?

Die Brennweite hängt ja nicht davon ab ob der Strahlengang gefaltet ist oder nicht.
Ich habe zb. enien 90mm MAK mit 1250mm Brennweite und einen 150mm sowie einen 200mm Newton beide mit 1200mm Brennweite.
Der Unterschied liegt hier natürlich in der Öffnung und daraus folgend der Öffnungszahl aber nicht in der Brennweite.

Der MAK baut bei änhlicher Brennweite halt viel kürzer als die beiden Newton aber der Hauptgrund ist hier nicht der gefaltete Strahlengang, sondern wie schon im Thread erwähnt wurde die Brennweitenverlängerung durch den Sekundärspiegel.
Dessen Wirkung ist vergleichbar mit der Wirkung einer Barlow.
Und eine Barlow kann man ja am Newton verwenden um dessen Brennweite zu erhöhen.
Dann hat auch dieser eine viel größere Brennweite als die Länge des Tubus und das obwohl hier kein gefalteter Strahlengang wie beim MAK vorliegt.

Die Brennweite ist kein besonders wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für ein bestimmtes Teleskop da man diese jee nach Bedarf mittels Barlow vergrößern oder mittels Reducer verkleinern kann.
Man ist also nicht an die Brennweite gebunden welche das Teleskop ursprünglich bietet.

Grüße Gerd
 
Der hat 1950mm Brennweite…
Man erkauft sich die kompakten Abmessungen mit höherer Obstruktion.
 
Wobei einige Maks auch newtonähnliche Daten zeigen wie 20 cm und 1.2 m


Nur dann wahrsch halb so lang, also uneingeschränkt vorteilhafter?

Gruß,

Fred

Das VMC ist kein klassischer MAK sondern ein System mit Subaperturkorrektor.
Dieser verwendet aber auch eine Meniskuslinse.

Und wie schon oben erwähnt besteht der große Nachteil hier in der sehr hohen Obstruktion.
Um bei einem Cassegrain System die Obstruktion möglichst niedrig zu halten muss der Sekundärspiegel einen hohen Verlängerungsfaktor haben.
Das ist gerade beim VMC nicht der Fall so das dessen Obstruktion besonders groß ist.
Also hat das VMC optisch einen besonders großen Nachteil.
Ob man diesen großen Nachteil als Preis für den kürzerren Tubus in Kauf nehmen möchte muss jeder selber wissen.
Für Foto ist die sehr hohe Obstruktion nicht ganz so dramatisch, visuell würde ich etwas Anderes nehmen.

Grüße Gerd
 
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