Hallo!
Martins Problem (und auch mein Problem) hängt mit der absoluten Dioptriendifferenz zwischen den Augen nicht unmittelbar zusammen. So lange die altersbedingte Linsenstarre (Presbyopie, "Altersweitsichtigkeit") noch nicht vollends zugeschlagen hat und die Linsen noch einigermaßen akkommodieren können, ist es meiner Erfahrung nach wirklich gar nicht so einfach, den Dioptrienausgleich optimal einzustellen, so dass beide Augen gleich weit akkommodiert und entspannt durch das Fernglas schauen können; und zwar aus genau von Martin genannten Gründen. Es geht schon mit einigem Hin- und Herprobieren, aber es nervt, vor allem wenn das Fernglas zwischen meiner Frau (trägt Kontaktlinsen) und mir hin- und hergereicht wird. Daher bin ich dazu übergegangen, mit Brille zu beobachten, zumal ich einen deutlichen Astigmatismus habe.
@Martin: Das mit der Scheinerblende finde ich sehr interessant! Könntest Du bitte hier grob erklären, wie das funktioniert? So wie bei Teleskopen auch? Allerdings kenn ich sie als mit zwei runden
Löchern ausgeührt, Deine Version mit einem Kreuzspalt sieht etwas anders aus.
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Ich habe heute kurz vorm Ladenschluß auch durch zwei Gläser geschaut und habe nicht schlecht gestaunt! Klar, die Mechanik läuft nicht so butterweich wie bei Premiumgläsern: Aber ordentlich genug und alltagstauglich. Vor allem war das Bild echt nicht schlecht: Scharf, guter Kontrast, Randschärfe auf Grund des Testumfeldes nicht gut beurteilbar, scheint aber nicht schlecht zu sein. Die Kollimation schien bei den zwei Gläsen in Ordnung zu sein: Keine Doppelbilder, beide Austrittspupillen zentrisch und symmetrisch. Beim objektseitigem Durschauen kein Beschnitt durch zu kleine Prismen erkennbar, okularseitig gleichfalls runde APs ohne Vignettierung. Sehr schönes scheinbares Gesichtsfeld (114 m auf 1000 m angegeben -> 6,5° wahres Gesichtsfeld -> bei 10facher Vergrößerung: 65° scheinbares Gesichtsfeld). Guter Augenabstand - voll brillenträgertauglich, brauchbare und praktische herausdrehbare Augenmuscheln. Schön leicht ist es auch noch - gut freihändig zu halten. Die Objektiv- und Okularabdeckungen sogar besser und praktischer als die von meinem Nikonglas.
Nach dem sehr kurzen und zugegebenermaßen etwas hektischen Test im Supermarkt würde ich sagen, dass die optische Qualität dieser Gläser der meines 120 Euro teuren Nikon Action EX 8x40 nicht auffällig nachsteht. Zu einem Kauf konnte ich mich dennoch nicht durchringen, da ich dachte, dass ich nicht zwei ähnliche Gläser haben will. Vielleicht gehe ich morgen doch nochmal hin und kaufe mir ein Paar zum Verschenken.
Mein Fazit: Wer noch kein Fernglas in der 8 - 10 x 40 - 50 besitzt, sollte sich dieses Glas mal genauer ansehen. Kein Vergleich zu meinem ersten 12x32-Schrottglas für 13 Euro vom Aldi: Dieses Glas kann zu recht als Fernglas bezeichnet werden.
Im übrigen ist es mir ein echtes Rätsel, wie man für dieses Geld so etwas produzieren, transportieren und dann auch noch mit Gewinn verkaufen kann!
Clear skies!
Je